US-Heuschrecke Cerberus kauft City Center

DSC_7918Totgesagte leben länger. Wenn man den Harburger Anzeigen und Nachrichten glauben will, gibt es für das angeschlagene City Center in Buchholz noch eine Zukunft. Nach Informationen der Zeitung hat das US-amerikanische Unternehmen Cerberus Capital Management die insolvente Secur-Gruppe übernommen, zu der das City Center gehört. Ob das wirklich eine gute Nachricht ist, darf bezweifelt werden: Cerberus gilt als Inbegriff der Heuschrecken, die auf das schnelle Geld aus sind. Normalerweise kauft der Konzern tausende von Wohnungen en bloc. Es bleibt also die Frage, was sie mit den zur Secur-Gruppe gehörenden Einkaufszentren wirklich wollen.

Laut HAN haben Cerberus und der Insolvenzverwalter, die Großkanzlei BBL Bernsau Brockdorff (Potsdam), verkündet, alle übernommenen Center sollten modernisiert und weiterentwickelt werden. Der Manager des City Centers, Franz Jebavy, jubilierte in der Zeitung: „Jetzt geht es steil bergauf. Der neue Eigentümer erstellt neue Konzepte, es gibt schon einige Mietaspiranten, die für den Standort interessant sind.“ Für die Ladenmieter ändere sich nichts, behauptet die HAN, ihre Verträge seien weiter gültig.

In den vergangenen Monaten war es mit dem City Center steil bergab gegangen. Mit der Eröffnung der Buchholz Galerie, zog Heymann aus und in die Galerie um, im Obergeschoss machten die Bäckerei Seifert und ein Geschenkartikelladen dicht, Anfang Mai war dann auch noch Lidl weg. Seitdem ist im Untergeschoss tote Hose, oben sorgen noch Rossmann und einige Fachgeschäfte wie der Teeladen für Verkehr. Wenn der neue Investor es ernst meint mit der Modernisierung, muss das altbacken wirkenden Einkaufszentrum erst mal baulich aufgemöbelt werden – und dann müssen neue Frequenzbringer rein. (kst)

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1 Comment

  1. So ein Brüller ist die Buchholz-Galerie ja auch nicht, hier wurden auch schon Öffnungszeiten gekürzt. In ein paar Jahren, wenn pfiffige City-Manager ein weiteres neues, spektakuläres EKZ in Buchholz gebaut haben, wird es der Buchholz-Galerie genauso gehen, wie heute dem City Center.
    Buchholz ist halt eine Kleinstadt, wird und sollte es meiner Meinung nach auch bleiben, dem Metropolgehabe einiger abgehobener Visionisten zum Trotz. Man sollte halt auch seine Grenzen kennen und akzeptieren. Die Stadt sollte sich mehr um die eigentlichen Belange der Bürger kümmern und nicht nur Lobby-Arbeit für die Wirtschaft betreiben.

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