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Archive for the ‘Lokales’ Category

Von Kristian Stemmler

Buchholz gehört zu den nicht gerade wenigen Kommunen hierzulande, die von der Bahn terrorisiert werden, vor allem durch anhaltenden Lärm oft jenseits der Schmerzgrenze. Im Gegensatz zu allen anderen Lärm-Emmissionären muss sich das vom Staat dem Markt in den Rachen geworfene Unternehmen – man spricht vornehm von Privatisierung – dabei an keinerlei Regeln oder gar geschriebene Gesetze halten. Ellenlange Güterzüge, die zu jeder Tages- und Nachtzeit durch Stadt und Land donnern, egal wie alt die Achsen und die Radreifen sind – alles kein Problem!

Das Nordheide Wochenblatt hat verdienstvollerweise in seiner Ausgabe vom Sonnabend einen Vorgang öffentlich gemacht, der aufs Neue zeigt, wie dreist und skrupellos die Bahn vorgeht. Die Interessen der Allgemeinheit sind für die Herrschaften im Vorstand des Konzerns offenbar nicht von Belang, wenn es darum geht, Profitinteressen zu verfolgen. Das Schlimme daran: Das Alles geschieht offensichtlich mit Deckung resp. sogar Förderung der Politik, zumindest der in Berlin. Die Bahn erweist sich hier als Staat im Staate, als eine im Grunde mafiöse Organisation auf Augenhöhe mit dem DFB, Volkswagen und der Deutschen Bank.

Der Beitrag im Wochenblatt lässt sich so zusammenfassen: Die Bahn hat zwei Jahre lang geheim ein zusätzliches Gleis von Ashausen nach Celle geplant, weil mehr Güterzüge von Hamburg auf drei Strecken Richtung Süden fahren sollen, und wollte das Ganze ohne Bürgerbeteiligung durchziehen. Der Sprecher des Projektbeirats Alpha-E, der Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt, Peter Dörsam, kritisierte das Vorgehen der Bahn in der Zeitung massiv.

Das ist allerdings nur ein erster Schritt und nicht mehr. Die Kommunen müssen endlich das Recht in die eigene Hand nehmen. Soll heißen: Warum lässt man es sich gefallen, dass die Bahn auf ihrem Gelände machen kann, was sie will? Auch das Land der Bahn, etwa in Buchholz, gehört zur Stadt und ist dem hiesigen Recht unterworfen. Man könnte zum Beispiel, wie man das mit Autos schließlich auch macht, mal Geschwindigkeitsbeschränkungen für Güterzüge verhängen – oder Fahrverbote…

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Wie wäre es denn, wenn die Stadt Buchholz, etwa mit Hilfe von Feuerwehr oder THW, dafür sorgt, dass Sauerstoff in den Teich im Rathauspark kommt ? Der scheint nämlich wegen der aus dem Lot geratenen meteorologischen Verhältnisse gekippt zu sein.

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https://www.jungewelt.de/artikel/340169.schlechte-zahlen-zum-weltkindertag-jugend-ohne-perspektive.html

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Die neue Attraktion in Buchholz: das Lez Urfa an der Bremer Straße

Schon am ersten Tag ging die Schlange der Hungrigen bis auf die Straße – die Eröffnung des Lez Urfa am heutigen Mittwoch, der neuen Attraktion in Buchholz, war ein voller Erfolg. In den gemütlichen Räumlichkeiten des neuen Cafés und Restaurants mit Holzkohlegrill drängelten sich die Gäste. Auch hinter dem Tresen war es ziemlich voll: Sieben junge Männer wirbelten und zeigten, was sie können. Bei der Zubereitung des Hammersonderangebots für den Eröffnungstag zum Beispiel: Shawarma (Döner arabischer Art) mit Hähnchenfleisch für einen Euro.

Auch wenn die Lage nicht absolut zentral ist, hier findet man immer hin, wenn man gut essen und nette Leute treffen will: Bremer Straße 2b. Die Gastgeber betreiben auch den im Hof liegenden Tayba Markt, der im Dezember eröffnete und ein Riesenangebot zu superniedrigen Preisen bereit hält, und den Sisha Laden daneben. Sie garantieren, dass im Restaurant nur hundert Prozent Fleisch aus eigener Produktion ohne alle Zusatzstoffe verarbeitet wird.

Für den morgigen Donnerstag bietet das Lez Urfa Falafel für einen Euro, am Freitag Manakish, die arabische Version der Pizza. Weitere Infos bei facebook (Lez Urfa Buchholz) und bei Instagram unter instagram.com/lez_urfa_buchholz/

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Von Kristian Stemmler

Die Verantwortlichen der Stadt Buchholz klopfen sich bei jeder Gelegenheit selbst gönnerhaft auf die Schulter, wie aufgeklärt sie mit der Nazivergangenheit der Stadt umgehen – tatsächlich kann davon nicht die Rede sein! Auf dem Alten Friedhof südlich der Parkstraße lässt die Stadt die Gräber der 17 Zwangsarbeiter verkommen, die dort zur letzten Ruhe gebettet wurden. Eine Schande für Buchholz!

Schon die Lage der Gräber ist symptomatisch für den Umgang der Buchholzer mit den Verbrechen des NS-Regimes. Die Gräber wurden in die hinterste Ecke des Friedhofs gepackt, ohne jede Erläuterung, wessen sterbliche Überreste hier liegen, wie die Menschen in Buchholz behandelt wurden, wie sie ums Leben kamen. Nach Informationen von der Homepage des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind hier bestattet: ein Belgier, ein Jugoslawe, ein Grieche, fünf Polen, drei Tschechen und sechs Kriegsgefangene aus der Sowjetunion. Lapidar heißt es auf der Homepage des Volksbundes: „Sie starben in den Jahren 1942 – 1945.“

Es gehört nicht viel Mühe dazu, sich zu vergegenwärtigen, was zumindest einem Teil dieser Menschen widerfahren ist. Wenn zum Beispiel Sterbedaten auf den völlig verwitterten Grabsteinen auf den selben Tag zum Kriegsende hin verzeichnet sind, dann liegt es nahe, dass die Betreffenden umgebracht worden sind. Davon ist nach Informationen des Blogs nirgendwo bisher zu lesen gewesen.

Ein Skandal ist auch, dass unmittelbar gegenüber der Gräber der Zwangsarbeiter sich ein Gräberfeld befindet, mit – so die Homepage des Volksbundes – „48 deutschen Soldaten verschiedenster Truppengattungen von Heer, Luftwaffe, Marine und Waffen-SS, davon 9 Unbekannte“. Sie seien in Buchholzer Lazaretten 1944 und 1945 gestorben, „auch nach Kriegsende an ihren Verwundungen oder wurden nach den Kampfhandlungen tot aufgefunden und hier bestattet“.

Wie unfassbar geschichtsvergessen und instinktlos ist es, Soldaten, die vielleicht keine individuelle Schuld auf sich luden, aber als Angehörige der genannten Truppenteile in die Verbrechen der Nazis involviert waren, direkt neben Opfern dieser Tyrannei zu bestatten. Besonders skandalös ist es, dass dann auch noch Angehörige der verbrecherischen Waffen-SS dabei sind. Auch wenn dies nach dem Krieg so arrangiert worden ist – die Stadt hätte es längst korrigieren müssen!

Ein weiterer Skandal ist der Umgang der Stadt mit dem Gedenkstein für NS-Opfer auf dem Marktplatz. Von der vor Jahren dem Autor dieser Zeilen versprochenen Beschilderung mit erläuternden Worten zu dem Stein und seinen Intentionen ist weit und breit nichts zu sehen. Auch hier scheint sich Buchholz in den Wind zu drehen, der Deutschland derzeit weit nach rechts treibt. Man hat hier offenbar schon immer eine feine Nase dafür gehabt, wo der Zug hinfährt.

Am Dienstag um 15 Uhr lädt eine Gruppe internationaler Freiwilliger gemeinsam mit der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh zum Gedenken an die Opfer des Faschismus zum Mahnmal auf dem Buchholzer Marktplatz. Eine gute Gelegenheit, Flagge gegen Rechts zu zeigen!

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Auch im Landkreis Harburg wird man nicht müde, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, wenn es um so genannte Drogen geht. Folgende Meldung hat die Polizeiinspektion Harburg veröffentlicht:

„Marihuana, Haschisch und Kokain stellten Beamte des Kriminalermittlungsdienstes aus Winsen jetzt bei Durchsuchungen sicher. Vorausgegangen waren monatelange umfangreiche Ermittlungen gegen einen 22Jährigen aus dem Landkreis Harburg, welcher auch in Hamburg eine Wohnung hat. Der Täter verkaufte seine Drogen nicht nur im Landkreis Harburg, sondern auch in Hamburg und im Heidekreis. Bei einem Treffen schlugen Beamte des mobilen Einsatzkommandos dann zu und nahmen den 22 Jährigen und einen 29 Jährigen Abnehmer fest. Die anschließenden Wohnungsdurchsuchungen in Hamburg und Winsen förderten neben den fast zwei Kilogramm Drogen auch noch mutmaßliches Dealgeld in hoher vierstelliger Summe zu Tage. Desweiteren stellten die  Beamten einen Mercedes sicher, welche offenbar aus den Einnahmen der Drogengeschäfte bezahlt wurde. Der Täter sitzt jetzt in  Untersuchungshaft.“

Da wird also ein SEK eingesetzt wegen eines bisschen Gras und Koks. Traurig, aber wahr! In diesem Land sterben jedes Jahre rund 100.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums, etwa die Hälfte an den Folgen des Tabakkonsums. Von daher müsste das SEK eigentlich mal einen Aldi-Markt stürmen…

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