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Archive for the ‘Lokales’ Category

Der buchholzblog dokumentiert folgenden Text vom Portal de.indymedia.org:

Am 4. und 5. Mai findet der Landesparteitag der niedersächsischen Alternative für Deutschland in der „Burg Seevetal“ in Hittfeld statt.

Ausgerichtet wird dieser u.a. vom AfD Kreisverband Harburg-Land, bestehend aus dem Stadtverband Buchholz in der Nordheide, dem Stadtverband Winsen, dem Ortsverband Seevetal und dem Ortsverband West (Hollenstedt, Neu Wulmstorf, Rosengarten).

Aktivitäten und Vernetzung der AfD Buchholz:

Im Jahr 2014 veröffentlichte die AfD Buchholz eine Broschüre, in welcher sie versuchten vermeintlich linke Jugendliche und Antifaschist*innen zu outen und die antifaschistische Begegnungsstätte „Heideruh“ in Holm-Seppensen zu diffamieren.

Durch Infostände, Flash-Mob-Aktionen und regelmäßige Stammtische gewann der Ortsverband weiter an Mitgliedern und Aufmerksamkeit. Regelmäßig nahmen die AfD-Mitglieder und Sympathisant*innen an den Merkel-Muss-Weg-Demonstrationen in Hamburg teil und vernetzten sich dort mit anderen Neonazis.

Aktuell arbeitet der Ortsverband eng mit dem Holocaustleugner Wolfram Schiedewitz aus Ramelsloh bei Seevetal zusammen. Wolfram Schiedewitz ist Vereinsvorstand der „Gedächtnisstätte e.V.“, einer Vereinigung von Holocaustleugner*innen welche ein Andenken an verstorbene Neonazis des 2. Weltkriegs durhc. Bis 2013 saß die aktuell inhaftierte Ursula Haverbeck „Gedächtnisstätte e.V.“ vor. Die ehemalige Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein, Doris von Sayn-Wittgenstein, warb für die Vereinigung und trat nach Bekanntmachung dieser von ihren Ämtern Ende 2018 zurück. Die AfD Buchholz bekundete öffentlich auf ihrer Facebook-Seite Solidarität zu Sayn-Wittgenstein.

Schiedewitz organisierte bereits im Februar 2016 eine Kundgebung vor der „Burg Seevetal“ in Hittfeld im Zuge der „Ein-Prozent-Bewegung“. Bei einer Partei-Veranstaltung der CDU in Hanstedt Anfang 2019 organisierte die AfD Buchholz gemeinsam mit Schiedewitz Gegenprotest. Zuletzt besuchten Buchholzer AfD-Mitglieder mit dem Holocaustleugner die rechte Kundgebung „Michel, wach endlich auf!“ am 14. April in Hamburg.

Aktive Mitglieder mit Parteifunktion der AfD Buchholz sind u.a.:

Hans-Jürgen Bletz, Märchenstraße 22, Buchholz

Michael Cordes, Dangersener Str. 8, Dibbersen

Marina Graul, Bendestorfer Str. 18c, Buchholz; Kreisschatzmeisterin

Roland Schwiderski, Schulstraße 19, Buchholz

Rainer Sekula, Sandberg 4b, Buchholz; 1. Vorsitzender im Kreisvorstand

Stephanie Spieth, Bremer Str. 135a, Buchholz; stellv. Vorsitzende Öffentlichkeitsarbeit Ortsverband Buchholz

Reinhardt Spicker, An den Fischteichen 7, Bendestorf; Vorsitzender Ortsverband Buchholz

Hans-Wilhelm Stehnken, Pappelweg 6b, Buchholz; stellv. Vorsitzender Öffentlichkeitsarbeit im Kreisvorstand

Vorstand „Gedächtnisstätte e.V.:

Wolfram Schiedewitz, Horner Str. 38, Seevtal-Ramelsloh; Vorstand „Gedächtnisstätte e.V.“

Zeigt der AfD was ihr von ihr haltet und dass für sie auch die örtliche Region keine Wohlfühlzone ist. Nazis aus der Deckung holen und den Parteitag am 4. und 5. Mai 2019 verhindern, stören, angreifen!

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Paukenschlag in der Buchholzer Kommunalpolitik: Der Stadtwald, der vor einigen Wochen bereits für ein Neubaugebiet reduziert wurde, soll jetzt komplett abgeholzt werden. Nach Informationen des Buchholzblogs will der Investor Steffen Lücking aus Rosengarten-Langenrehm auf dem Areal ein Wohngebiet mit Einfamlienhäusern, Doppelhäusern, Wohnhäusern, einer Kindertageseinrichtung, Läden und Arztpraxen errichten. Arbeitstitel des Projektes: „Boomtown Buchholz“.

Lücking soll bereits etliche Entscheider der Buchholzer Kommunalpolitik auf seine Seite gebracht haben. Dazu beigetragen hat ganz offensichtlich das Angebot des Investors an die Stadt, an einem noch nicht benannten Standort ein Großkino zu errichten. „Das ist ein Angebot, bei dem man nicht Nein sagen kann“, heißt es unisono bei CDU, FDP, SPD und Buchholzer Liste. Waldflächen gebe es im Umland von Buchholz in ausreichendem Maße, der Stadtwald werde ohnehin kaum genutzt, selbst bei gutem Wetter seien Spaziergänger dort kaum anzutreffen.

 

 

 

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Von Kristian Stemmler

Linken Medien wird gern vorgeworfen, sie seien ideologisch, wenn nicht gleich „links-versifft“. Das ist ein absurder Vorwurf, der nur von Leuten kommen kann, die bürgerliche Medien für objektiv, unparteiisch oder zumindest ausgeglichen halten. Tatsächlich transportieren bürgerliche Medien natürlich mindestens genauso Ideologien, was hier aber viel gefährlicher ist, weil es geschickt kaschiert wird. Und das machen sie alle so – von Tagesschau und Spiegel bis zur Lokalpresse. Auch das den Landkreis Harburg dominierende Medium, das Nordheide Wochenblatt, führt das immer wieder exemplarisch vor.

Das lässt sich auch an Beiträgen zeigen, bei denen man einen größeren politischen Hintergrund eigentlich nicht erkennen kann. So regte sich das Wochenblatt zuletzt zum Beispiel wieder einmal über die mangelnde Sauberkeit, etwa verwitterte Straßenschilder, auf und forderte von der Stadtverwaltung hier aktiv zu werden. Das hat deshalb mit grundsätzlichen politischen Problemen zu tun, weil es die Folgen einer neoliberalen Politik verschweigt. Natürlich können die Kommunen immer weniger ihre Aufgaben erfüllen wie etwa Instandhaltung von Schulen und anderen Einrichtungen. Und warum? Weil die Unternehmen und Vermögenden nicht bereit sind und von der Politik nicht gezwungen werden, angemessen Steuern zu zahlen.

An dieser Stelle sei darin erinnert, dass der Landkreis Harburg zu den Hochburgen der Steuerhinterzieher gehört, hier also sehr viele Vermögende leben, die sich mehr oder weniger trickreich ihrer Pflicht entziehen, das gemeinschaftliche Leben mit zu finanzieren. Auf der anderen Seite fordern dann genau diese Leute, die von ihnen dominierten Parteien und die dieser Agenda folgenden Medien, dass die Kommunen gefälligst zu liefern haben: ausgebaute Straßen, sanierte Schulen, schöne Schwimmbäder, saubere Städte etc. pp.

Obendrauf kommt dann auch noch, dass dieselben Leute in der Regel dicke SUVs fahren, also auch noch das Klima unnötig belasten. Ein Musterbeispiel für die „Nach mir die Sintflut“-Haltung, die diese Gesellschaft durchdrungen hat. Aber genau die folgt dem grotesken neoliberalen Mantra, dass der Egoismus des einzelnen dem Wohle der Allgemeinheit zugute kommt, weil er zu mehr Leistung, Wachstum und Konkurrenz führt. So gehen wir alle gemeinsam unter!

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Von Kristian Stemmler

Gern rühmt sich das Krankenhaus Buchholz, etwa in flott gestalteten Flyern oder Beilagen im Nordheide Wochenblatt, der modernen medizinischen Leistungen, die man anbiete. Ohne Frage arbeiten an dieser Klinik wie an anderen auch viele engagierte Ärzte, Pfleger und Schwestern, die sich am Wohl der Patienten orientieren und dabei moderner Technik bedienen. Aber leider gibt es auch Fälle, in denen Patienten im Krankenhaus Buchholz nicht so gute Erfahrungen gemacht haben. Von denen soll in einer kleinen Serie die Rede sein, die der buchholzblog mit diesem Beitrag beginnt.

Der folgende Bericht beruht auf den Angaben der Leserin Anna Schmidt (Name geändert), die vor einigen Wochen in die Internistische Notaufnahme (INA) eingeliefert wurde. Zuerst war sie allein im Zimmer, am Abend desselben Tages bezog eine Frau mittleren Alters jedoch das zweite Bett. Keine angenehme Bettnachbarin, da sie aus zuerst ungeklärten Gründen unter starkem Durchfall litt und ständig im zum Zimmer gehörenden Badezimmer verschwand.

Natürlich konnte man diesen Umstand der Mitpatientin kaum anrechnen, zu einem kleinen Skandal wurde die Angelegenheit erst, als ein Arzt auftauchte. In Gegenwart von Angehörigen der Frau, die um ihr Krankenbett herum standen, teilte er ihr mit, sie habe nicht etwa eine Lebensmittelvergiftung oder dergleichen, sondern sei von einem Virus der Gattung Norovirus befallen. Der ist bekanntlich hoch ansteckend und keineswegs harmlos, wenn es auch höchst selten zu Todesfällen kommt.

In diesem Fall wurde die Sache allerdings nicht so dramatisch gesehen. Der Arzt teilte der Frau und ihren Angehörigen mit, dass man im Krankenhaus Buchholz nichts für sie tun könne und sie daher entlassen werde. Daheim in ihrem dreistöckigen Haus empfehle es sich, so der Mediziner weiter, eine Etage für die Kranke zu reservieren, also eine Art Quarantäne-Station einzurichten. Mit dieser Maßgabe wurde die Frau entlassen und war etwa eineinhalb Stunden nach Ankunft schon wieder verschwunden.

Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Denn die körperlich geschwächte Anna Schmidt hatte verständlicherweise etwas Probleme damit, das von der zeitweisen Bettnachbarin genutzte Klo aufzusuchen, da sie sich ungern zu ihren eigenen gesundheitlichen Problemen eine Darmerkrankung aufhalsen wollte, und fragte eine Schwester, ob sie das Bad nicht reinigen könne. Diese antwortete in unfreundlichem Ton, sie sei keine Putzfrau. Dennoch erschien die Schwester wenig später in einem Ganzkörperoverall mit Handschuhen und Mundschutz, um das Bad dann doch sauber zu machen.

Wenig später erfuhr die inzwischen verlegte Anna Schmidt, dass eine Station des Krankenhauses vom Norovirus befallen war. Ob es da einen Zusammenhang zu der Bettnachbarin gab, ließ sich nicht feststellen. Wie dem auch sei, die Anekdote zeigt zumindest, wie man mit Patienten nicht umgehen sollte.

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Von Kristian Stemmler

Wie verheerend sich der Einsatz von Laubbläsern in der Natur auswirkt, darauf wird mittlerweile immer wieder hingewiesen. Nicht nur, dass die Betreiber dieser Geräte Hunderte von Menschen gleichzeitig beschallen, sie blasen mit dem Laub auch noch die Lebenswelt von vielen Kleintieren einfach so weg. Dann ist der Einsatz der Geräte auch noch komplett unnötig, denn es hat sich längst herausgestellt, dass man mit den herkömmlichen Instrumenten, also etwa Rechen, nicht oder kaum langsamer das Laub entfernen kann.

Leider haben sich solche Erkenntnisse nicht bis zur Stadt Buchholz herumgesprochen. Wie ist es sonst zu erklären, dass alle paar Tage eine so genannte Gartenbaufirma in die Grünanlage zwischen Parkstraße und Schützenplatz einfällt und für tabula rasa sorgt?! Deren Mitarbeiter lassen da ihre Laubpuster aufjaulen, während ein Kollege mit einem Laubsauger auf vier Rädern, etwas größer als ein Sitzrasenmäher, durch die Anlage fährt und das Laub einsammelt.

Das macht das Gefährt so gründlich und rabiat, das praktisch nix liegen bleibt, mal abgesehen von Dingen, die nun wirklich eingesammelt werden sollten wie zerbrochene Flaschen. Die Anlage sieht hinterher aus wie geleckt, allerdings sind auf allen Wegen und Grasflächen Reifenspuren zu sehen. Auch nicht gerade schön! Viel schlimmer dürfte aber sein, dass mit dem Laub praktisch alle Insekten weggeputzt werden. Warum lässt man das Laub oder wenigstens einen Teil davon nicht einfach liegen??

Aber es ist hier wohl so wie so oft: Es wird ein Auftrag ausgeschrieben „Entfernung von Laub in der Grünanlage an der Parkstraße“ oder so ähnlich, es wird Geld dafür eingestellt, es wird eine Firma beauftragt – und wie die das dann macht und welche Folgen das hat… interessiert nicht.

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Tero

Zwergschnauzer Tero im Kühlergrill – eingeklemmt, aber fast unverletzt.

Die Pressestelle der Polizeiinspektion Harburg berichtet am heutigen Mittwoch von der folgenden Geschichte, bei der ein Zwergschnauzer auf wundersame Weise eine Fahrt im Kühlergrill überlebte:

„Am Dienstagmorgen fuhr eine 59Jährige mit ihrem Pkw von Bullenhausen in Richtung Hamburg. Während der Fahrt spürte sie plötzlich einen Schlag am Fahrzeug und dachte an einen Unfall. Die Frau drehte um, konnte an der vermeintlichen Unfallstelle aufgrund der Dunkelheit aber nichts erkennen. So fuhr sie weiter an ihren Arbeitsplatz in Hamburg.

Etwa zeitgleich meldete eine 40Jährige aus Bullenhausen ihren 13 Jahre alten Zwergschnauzer als vermisst. Dieser sei morgens wohl angefahren worden und stecke im Kühlergrill des Autos fest. Ein Kennzeichen konnte sich die Hundehalterin in der Aufregung nicht merken.

Als die 59-Jährige nach Arbeitsschluss zu ihrem Fahrzeug zurückkehrte, bemerkte sie ein leises Winseln aus dem Frontbereich. Das Erstaunen war groß, als sie den 13 Jahre alten Tero in ihrem Kühlergrill steckend feststellte. Dieser war über die missliche Lage nicht erfreut und versuchte die hinzugerufenen Helfer der Feuerwehr zu beißen. Die Hamburger Feuerwehr konnte den Hund letztendlich nahezu unverletzt aus dem Fahrzeug befreien. Wenig später wurde dann auch die Verbindung zu dem morgendlichen Unfall hergestellt und Tero konnte seiner überglücklichen Halterin übergeben werden.“ (bb)

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Von Kristian Stemmler

In der Sonnabendausgabe nutzt das Nordheide Wochenblatt mal wieder eine Gelegenheit, um auf der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (KWG) des Landkreises Harburg rumzuhacken. Und dabei natürlich, was der Hauptzweck der Übung ist, eine Lanze für die „freie Wirtschaft“ und so genannte Investoren zu brechen. Von den Protagonisten dieser „freien Wirtschaft“ lebt der Verlag des Wochenblattes schließlich, da muss man auch mal Einsatz zeigen.

Im Seite-1-Aufmacher der sonnabendlichen Ausgabe wird die Kreishandwerkerschaft nach vorn geschoben. Ob die zitierte Kritik an der KWG, diese beauftrage keine Handwerker des Kreises, stichhaltig ist, soll hier nicht näher thematisiert werden. Aufschlussreicher ist, dass Steffen Lücking sich verbreiten darf, der vom Wochenblatt mit dem eingangs erwähnten Begriff „Investor“ geadelt wird.

In fünf Jahren habe er 250 Wohneinheiten „überall im Landkreis“ realisiert, darf Lücking sich selbst loben. 80 schaffe er etwa im Jahr und dies könnten mehr sein, wenn die Kommunen ihn nicht „ausbremsen“ würden. Er halte nichts davon, „dass sich der Staat in den Wohnungsbau einmischt“.

Nicht gerade verwunderlich, bei einem „Investor“ im Wohnungsbau, ist doch jede Bautätigkeit in kommunaler Regie eine Konkurrenz und führt sie in der Konsequenz doch dazu, dass dieser weniger Gelegenheit zur Realisierung eigener Vorhaben hat. Das ist für einen wie Lücking, den die Sorge um das Wohl der Allgemeinheit Tag für Tag umtreibt, sicher ungemein schmerzhaft.

Aber ganz im Ernst: Herr Lücking, reicht die erzielte Rendite Ihnen noch nicht, haben Sie noch nicht genug Geld, kriegen Sie den Hals nicht voll? Reicht es Ihnen nicht, dass Kommunen wie die Stadt Buchholz Ihnen praktisch eine Lizenz zum Gelddrucken frei Haus liefern?! An der Schützenstraße von Buchholz, mitten im Zentrum, ziehen Sie bekanntlich derzeit einen, zumindest nach der Animation zu urteilen, unglaublich hässlichen und gesichtslosen Block mit 30 Eigentumswohnung hoch.

Wo ist da eigentlich noch das angeblich für unsere Wirtschaftsform konstituierende Element des kaufmännischen Risikos? Dass diese Wohnungen verkauft werden und bei Lücking und allen anderen Beteiligten die Kassen klingeln, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wundert sich noch jemand, dass die Reichen immer reicher werden und unten dasselbe in die andere Richtung passiert?

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