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Archive for the ‘Lokales’ Category

Von Kristian Stemmler

Gern rühmt sich das Krankenhaus Buchholz, etwa in flott gestalteten Flyern oder Beilagen im Nordheide Wochenblatt, der modernen medizinischen Leistungen, die man anbiete. Ohne Frage arbeiten an dieser Klinik wie an anderen auch viele engagierte Ärzte, Pfleger und Schwestern, die sich am Wohl der Patienten orientieren und dabei moderner Technik bedienen. Aber leider gibt es auch Fälle, in denen Patienten im Krankenhaus Buchholz nicht so gute Erfahrungen gemacht haben. Von denen soll in einer kleinen Serie die Rede sein, die der buchholzblog mit diesem Beitrag beginnt.

Der folgende Bericht beruht auf den Angaben der Leserin Anna Schmidt (Name geändert), die vor einigen Wochen in die Internistische Notaufnahme (INA) eingeliefert wurde. Zuerst war sie allein im Zimmer, am Abend desselben Tages bezog eine Frau mittleren Alters jedoch das zweite Bett. Keine angenehme Bettnachbarin, da sie aus zuerst ungeklärten Gründen unter starkem Durchfall litt und ständig im zum Zimmer gehörenden Badezimmer verschwand.

Natürlich konnte man diesen Umstand der Mitpatientin kaum anrechnen, zu einem kleinen Skandal wurde die Angelegenheit erst, als ein Arzt auftauchte. In Gegenwart von Angehörigen der Frau, die um ihr Krankenbett herum standen, teilte er ihr mit, sie habe nicht etwa eine Lebensmittelvergiftung oder dergleichen, sondern sei von einem Virus der Gattung Norovirus befallen. Der ist bekanntlich hoch ansteckend und keineswegs harmlos, wenn es auch höchst selten zu Todesfällen kommt.

In diesem Fall wurde die Sache allerdings nicht so dramatisch gesehen. Der Arzt teilte der Frau und ihren Angehörigen mit, dass man im Krankenhaus Buchholz nichts für sie tun könne und sie daher entlassen werde. Daheim in ihrem dreistöckigen Haus empfehle es sich, so der Mediziner weiter, eine Etage für die Kranke zu reservieren, also eine Art Quarantäne-Station einzurichten. Mit dieser Maßgabe wurde die Frau entlassen und war etwa eineinhalb Stunden nach Ankunft schon wieder verschwunden.

Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Denn die körperlich geschwächte Anna Schmidt hatte verständlicherweise etwas Probleme damit, das von der zeitweisen Bettnachbarin genutzte Klo aufzusuchen, da sie sich ungern zu ihren eigenen gesundheitlichen Problemen eine Darmerkrankung aufhalsen wollte, und fragte eine Schwester, ob sie das Bad nicht reinigen könne. Diese antwortete in unfreundlichem Ton, sie sei keine Putzfrau. Dennoch erschien die Schwester wenig später in einem Ganzkörperoverall mit Handschuhen und Mundschutz, um das Bad dann doch sauber zu machen.

Wenig später erfuhr die inzwischen verlegte Anna Schmidt, dass eine Station des Krankenhauses vom Norovirus befallen war. Ob es da einen Zusammenhang zu der Bettnachbarin gab, ließ sich nicht feststellen. Wie dem auch sei, die Anekdote zeigt zumindest, wie man mit Patienten nicht umgehen sollte.

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Von Kristian Stemmler

Wie verheerend sich der Einsatz von Laubbläsern in der Natur auswirkt, darauf wird mittlerweile immer wieder hingewiesen. Nicht nur, dass die Betreiber dieser Geräte Hunderte von Menschen gleichzeitig beschallen, sie blasen mit dem Laub auch noch die Lebenswelt von vielen Kleintieren einfach so weg. Dann ist der Einsatz der Geräte auch noch komplett unnötig, denn es hat sich längst herausgestellt, dass man mit den herkömmlichen Instrumenten, also etwa Rechen, nicht oder kaum langsamer das Laub entfernen kann.

Leider haben sich solche Erkenntnisse nicht bis zur Stadt Buchholz herumgesprochen. Wie ist es sonst zu erklären, dass alle paar Tage eine so genannte Gartenbaufirma in die Grünanlage zwischen Parkstraße und Schützenplatz einfällt und für tabula rasa sorgt?! Deren Mitarbeiter lassen da ihre Laubpuster aufjaulen, während ein Kollege mit einem Laubsauger auf vier Rädern, etwas größer als ein Sitzrasenmäher, durch die Anlage fährt und das Laub einsammelt.

Das macht das Gefährt so gründlich und rabiat, das praktisch nix liegen bleibt, mal abgesehen von Dingen, die nun wirklich eingesammelt werden sollten wie zerbrochene Flaschen. Die Anlage sieht hinterher aus wie geleckt, allerdings sind auf allen Wegen und Grasflächen Reifenspuren zu sehen. Auch nicht gerade schön! Viel schlimmer dürfte aber sein, dass mit dem Laub praktisch alle Insekten weggeputzt werden. Warum lässt man das Laub oder wenigstens einen Teil davon nicht einfach liegen??

Aber es ist hier wohl so wie so oft: Es wird ein Auftrag ausgeschrieben „Entfernung von Laub in der Grünanlage an der Parkstraße“ oder so ähnlich, es wird Geld dafür eingestellt, es wird eine Firma beauftragt – und wie die das dann macht und welche Folgen das hat… interessiert nicht.

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Tero

Zwergschnauzer Tero im Kühlergrill – eingeklemmt, aber fast unverletzt.

Die Pressestelle der Polizeiinspektion Harburg berichtet am heutigen Mittwoch von der folgenden Geschichte, bei der ein Zwergschnauzer auf wundersame Weise eine Fahrt im Kühlergrill überlebte:

„Am Dienstagmorgen fuhr eine 59Jährige mit ihrem Pkw von Bullenhausen in Richtung Hamburg. Während der Fahrt spürte sie plötzlich einen Schlag am Fahrzeug und dachte an einen Unfall. Die Frau drehte um, konnte an der vermeintlichen Unfallstelle aufgrund der Dunkelheit aber nichts erkennen. So fuhr sie weiter an ihren Arbeitsplatz in Hamburg.

Etwa zeitgleich meldete eine 40Jährige aus Bullenhausen ihren 13 Jahre alten Zwergschnauzer als vermisst. Dieser sei morgens wohl angefahren worden und stecke im Kühlergrill des Autos fest. Ein Kennzeichen konnte sich die Hundehalterin in der Aufregung nicht merken.

Als die 59-Jährige nach Arbeitsschluss zu ihrem Fahrzeug zurückkehrte, bemerkte sie ein leises Winseln aus dem Frontbereich. Das Erstaunen war groß, als sie den 13 Jahre alten Tero in ihrem Kühlergrill steckend feststellte. Dieser war über die missliche Lage nicht erfreut und versuchte die hinzugerufenen Helfer der Feuerwehr zu beißen. Die Hamburger Feuerwehr konnte den Hund letztendlich nahezu unverletzt aus dem Fahrzeug befreien. Wenig später wurde dann auch die Verbindung zu dem morgendlichen Unfall hergestellt und Tero konnte seiner überglücklichen Halterin übergeben werden.“ (bb)

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Von Kristian Stemmler

In der Sonnabendausgabe nutzt das Nordheide Wochenblatt mal wieder eine Gelegenheit, um auf der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (KWG) des Landkreises Harburg rumzuhacken. Und dabei natürlich, was der Hauptzweck der Übung ist, eine Lanze für die „freie Wirtschaft“ und so genannte Investoren zu brechen. Von den Protagonisten dieser „freien Wirtschaft“ lebt der Verlag des Wochenblattes schließlich, da muss man auch mal Einsatz zeigen.

Im Seite-1-Aufmacher der sonnabendlichen Ausgabe wird die Kreishandwerkerschaft nach vorn geschoben. Ob die zitierte Kritik an der KWG, diese beauftrage keine Handwerker des Kreises, stichhaltig ist, soll hier nicht näher thematisiert werden. Aufschlussreicher ist, dass Steffen Lücking sich verbreiten darf, der vom Wochenblatt mit dem eingangs erwähnten Begriff „Investor“ geadelt wird.

In fünf Jahren habe er 250 Wohneinheiten „überall im Landkreis“ realisiert, darf Lücking sich selbst loben. 80 schaffe er etwa im Jahr und dies könnten mehr sein, wenn die Kommunen ihn nicht „ausbremsen“ würden. Er halte nichts davon, „dass sich der Staat in den Wohnungsbau einmischt“.

Nicht gerade verwunderlich, bei einem „Investor“ im Wohnungsbau, ist doch jede Bautätigkeit in kommunaler Regie eine Konkurrenz und führt sie in der Konsequenz doch dazu, dass dieser weniger Gelegenheit zur Realisierung eigener Vorhaben hat. Das ist für einen wie Lücking, den die Sorge um das Wohl der Allgemeinheit Tag für Tag umtreibt, sicher ungemein schmerzhaft.

Aber ganz im Ernst: Herr Lücking, reicht die erzielte Rendite Ihnen noch nicht, haben Sie noch nicht genug Geld, kriegen Sie den Hals nicht voll? Reicht es Ihnen nicht, dass Kommunen wie die Stadt Buchholz Ihnen praktisch eine Lizenz zum Gelddrucken frei Haus liefern?! An der Schützenstraße von Buchholz, mitten im Zentrum, ziehen Sie bekanntlich derzeit einen, zumindest nach der Animation zu urteilen, unglaublich hässlichen und gesichtslosen Block mit 30 Eigentumswohnung hoch.

Wo ist da eigentlich noch das angeblich für unsere Wirtschaftsform konstituierende Element des kaufmännischen Risikos? Dass diese Wohnungen verkauft werden und bei Lücking und allen anderen Beteiligten die Kassen klingeln, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wundert sich noch jemand, dass die Reichen immer reicher werden und unten dasselbe in die andere Richtung passiert?

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Ist der Ausfall von zwei Buchstaben an der großen Leuchtschrift des Buchholzer Krankenhauses nur ein Zufall oder ein Wink mit dem Zaunpfahl? Kranke aus – das lässt sich sicher nicht im Sinne von „Es gibt keine Patienten mehr“ verstehen. Denn die gehen gerade in einer Zeit, in der die Menschen in der Arbeitswelt und auch in anderen Bereichen immer mehr unter Druck geraten, bestimmt nicht aus. Aber es lässt sich verstehen als händeringender Wunsch zumindest eines Teils des Personals dieses Krankenhauses und vor allem offenbar führender Verantwortlicher, mal sarkastisch so formuliert: Bitte schafft uns doch die Patienten vom Hals, damit wir endlich in Ruhe arbeiten können!

Um dieses Problem zu illustrieren, beginnt der buchholzblog demnächst eine kleine Serie von Beiträgen. Dabei geht es um nicht gerade harmlose Pannen in der Buchholzer Klinik, die Leser uns mitgeteilt haben, und skandalöses Verhalten eines Teils des Personals sowie des Ärztlichen Direktors, Dr. Christian Pott. Vorab bemerkt: An diesem Krankenhaus wird mit Sicherheit Spitzenmedizin angeboten und die Mehrzahl des Personals, davon kann man hoffentlich ausgehen, setzt sich mit aller Kraft für die Patienten ein. Aber eben nicht alle. Demnächst mehr dazu. Die Redaktion

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Der Konsum von Drogen gehört in dieser Gesellschaft zum Alltag, und das angesichts der sich ausbreitenden Orientierungslosigkeit im real existierenden Turbokapitalismus mit zunehmender Tendenz. Auch Kleinstädte und das flache Land bleiben davon natürlich nicht verschont. Die Polizeiinspektion Harburg berichtet an diesem Sonntag von zwei recht lustigen Anekdoten aus dem Reich der Kiffer und Kokser. Besonders die zweite Geschichte ist durchaus unterhaltsam. Hier die Meldungen im Wortlaut:

„Am Sonntagmorgen erschien ein Vater (37 Jahre alt), um seinen Sohn als vermisst zu melden. Während der Befragung stellte der erfahrene Polizeibeamte eine mögliche Drogenbeeinflussung des Vaters fest. Diese Verdachtsmomente wurden mittels eines freiwilligen Urintests bestätigt. Der Vater hatte zuvor Kokain konsumiert. Im Anschluss wurde dem Vater von einem Arzt Blut entnommen und es wurde ihm die Weiterfahrt untersagt.“

„Die Buchholzer Polizei kontrollierte am Samstagvormittag innerhalb von 40 Minuten (!) drei Fahrzeugführer, die unter dem Einfluss von Cannabis ihre Pkw im Straßenverkehr geführt hatten.

Zunächst wurde am Nordring ein VW Golf kontrolliert. Eine Überprüfung der Kennzeichen ergab, dass dieser seit August 2018 ohne Haftpflichtversicherung unterwegs war. Weiterhin gab der 34-jährige Fahrzeugführer aus Hamburg bereitwillig zu, dass er noch nie im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Zu allem Überfluss ergab eine Überprüfung hinsichtlich der Fahrtauglichkeit, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Cannabis stand.

Daraufhin erfolgte der Transport zur Dienststelle der Buchholzer Polizei. Dort trafen die Beamten und der Fahrzeugführer auf eine weitere Funkstreifenwagenbesatzung, die ebenfalls mit einem Fahrzeugführer zur Dienststelle gekommen war. Dieser wurde zuvor auf der Bundesstraße 3 am Ortsausgang von Sprötze mit seinem VW Polo kontrolliert.

Bei der Kontrolle vergaß der 54-jährige Fahrzeugführer aus Stelle zunächst, seinen Pkw gegen ein
Wegrollen zu sichern, so dass es nur der Muskelkraft eines Polizeibeamten zu verdanken war, dass der Pkw nicht gegen den Funkstreifenwagen rollte. Ein Grund für die Vergesslichkeit dürfte zumindest der durch einen Drogentest festgestellte Cannabiskonsum gewesen sein.

Noch während die beiden Fahrzeugführer auf ihre Blutentnahme durch den zwischenzeitlich gerufenen Arzt warteten, erschien eine dritte Buchholzer Funkstreifewagenbesatzung im Dienstgebäude. Zur Überraschung aller Anwesenden brachte auch diese einen 22-jährigen Buchholzer mit, bei dem nach einer Verkehrskontrolle in der Straße Caspers Hoff festgestellt wurde, dass dieser seinen Pkw BMW unter dem Einfluss von Cannabis geführt hatte. Nach der Durchführung der jeweiligen Blutprobenentnahmen und der Einleitung der entsprechenden Strafverfahren, konnten die Fahrzeugführer die Dienststelle wieder verlassen. Die Weiterfahrt wurde ihnen untersagt.“

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Nach Informationen des Blogs sind die Hintergründe des schweren Zugunglücks im Buchholzer Bahnhof am 17. Oktober nach wie vor nicht restlos ungeklärt. Offenbar kam es vor dem Unglück zu einem Wortwechsel zwischen einer Gruppe junger Leute, die sich auf dem Schotterparkplatz auf der Nordseite des Bahnhofs getroffen hatte, und dem 33 Jahre alten späteren Unglücksopfer.

Wie berichtet, fühlte sich der 33-Jährige provoziert und lief trotz Dunkelheit über die Gleise auf die Gruppe zu, wobei er auch noch den benachbarten Bahnsteig überqueren musste, gefolgt von seiner 19 Jahre alten Begleiterin. Vor dem ungenutzten und zugewachsenen Bahnsteig 7 wurden beide von dem heranrasenden Intercity Koblenz – Altona erwischt, offensichtlich aber nicht frontal, was beide bei der Geschwindigkeit und dem Gewicht des Zuges nicht überlebt hätten. Trotz einer schnellen Notbremsung des Zugführers, der die Personen erst relativ kurz vor dem Bahnhof gesehen haben kann, hatte der Zug nach Informationen des Blogs noch eine Geschwindigkeit von etwa 60 Stundenkilometern.

Die Bundespolizei, die in Deutschland für Bahnareale zuständig ist, übernahm kurz nach dem Unglück die Ermittlungen, geführt werden sie von der Bundespolizeiinspektion Bremen. Die Ermittler versuchen den Ablauf des Streits und des Unglücks zu rekonstruieren. Mehrere Zeugen haben sich zur Verfügung gestellt, die das Geschehen etwa von der Wohlau-Brücke beobachtet haben. Die Gruppe, die sich auf dem Parkplatz aufhielt und wohl zuvor Getränke im Penny-Markt Kabenhof eingekauft hatte, hat sich – Stand Dienstag – bisher nicht gemeldet.

Die beiden Unglücksopfer haben offensichtlich unglaubliches Glück gehabt, dass sie das Unglück überhaupt überlebt haben. Der 33-Jährige hat aber nach Informationen des Blogs ein Bein verloren. Für die Zugführer der Bahn und privater Bahngesellschaften sind solche Unfälle und Suizide leider traurige Normalität. Etwa jeder Zweite hat Derartiges bereits erlitten, nicht wenige geben ihren Beruf später auf. (bb)

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