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Die Sommerzeit ist die Zeit im Jahr, in der die soziale Apartheid in diesem Land am deutlichsten hervortritt. Während man ab der unteren Mittelschicht aufwärts fröhlich mit Kind und Kegel in die Ferien aufbricht, in den Schwarzwald, nach Niederösterreich, in die Provence, nach Gran Canaria oder noch weiter weg, bleibt der Rest gezwungenermaßen daheim. Für die Hunderttausenden, die von ALG II oder anderen Transferleistunge abhängig sind oder in ihrem Job so gut wie nichts verdienen, ist vielleicht mal eine Woche Ostsee drin – das war es dann aber schon. Ansonsten bleibt noch das Freibad.

Ja, liebe Mittelschichtler, das könnt Ihr jetzt gar nicht fassen, nicht wahr? Es gibt sogar Menschen in diesem Land, die seit Jahren keinen Urlaub gemacht haben. Weil sie nullkommanix verdienen, wenn sie ihrem Schreibtisch fern bleiben. Na, die haben sicher selbst schuld an ihrer Lage. Schulden gemacht, über die Verhältnisse gelebt, wie? Nicht fleißig genug. Genau, das wird es sein…

 

Ach ja, noch ein Nachtrag: Erholt Euch gut, es kommen harte Zeiten! Die Ungerechtigkeiten, vor denen Ihr die Augen verschließt, werden allen auf die Füße fallen – Euch auch!

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Summertime

Von Kristian Stemmler

Offenbar hält nicht einmal der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke bestimmte Leute davon ab, ihre rechte Hetze weiter medial zu verbreiten. Zu diesen muss man auch den einschlägig bekannten Tostedter Professoren Bernd Leber zählen, der ausweislich seiner Homepage die Firma proMig Consult führt, also Geschäfte mit dem Thema Migration macht.

Einen blutigen Streit unter Sudanesen in einer Flüchtlingsunterkunft in Fredenbeck nutzt der Herr Leber um seine rechte Hetze in einem Leserbrief im Wochenblatt vom 26. Juni zu verbreiten. Der Fall zeige „einmal mehr die skandalöse Hilflosigkeit des Staates bei der Durchsetzung seiner eigenen Gesetze im Bereich Migration“, behauptet der Mann, fantasiert von einer halben Million Duldungsfälle und nennt ausgerechnet das Beispiel der Kooperation Israels mit afrikanischen Regierungen als Vorbild.

Das ist unterstes AfD-Niveau und genau die Art Fake News, die den Nazis den Boden bereitet! Tatsächlich haben CDU und SPD als Verbeugung nach rechts gerade mit dem „Hau-ab“-Gesetz die Regelungen verschärft, Niedersachsen bekommt eine zentrale Abschiebungsbehörde. Seehofer & Co. schieben ab auf Teufel komm raus. Leute wie Leber gehören zur verrohenden Mittelschicht, die das Spiel der Herrschenden mitmachen, die Schwächsten der Schwachen als Sündenböcke zu instrumentalisieren. 1933 ff. haben wir bereits einmal erlebt, wie das ausging.

 

 

 

Reißerische Schlagzeilen in der Presse, Sondersendungen im TV – ja, es ist heiß am heutigen Dienstag, aber müssen die Medien wieder derartig am Rad drehen?! Von Rekordhitzewerten kann selbst für den Monat Juni noch keine Rede sein. In Hamburg wie in Buchholz liegen die Temperaturen etwas über der 30-Grad-Marke, erreichen vielleicht 33 Grad. Kein Grund also, hysterisch zu werden. Der Höchstwert im Norden liegt offenbar derzeit im Raum Osnabrück bei 35 Grad. NDR aktuell behauptet aber heute nachmittag mal eben kackfrech, in Lingen seien 37 Grad gemessen worden. Irgendwie muss man die Sondersendung am Abend ja rechtfertigen.

Eigentlich könnten Zeitungen dazu übergehen, eine tägliche oder zumindest wöchentliche Kolumne einzurichten über Verkehrsunfälle, bei denen Senioren in irgendwelche Schaufenster gerast oder unschuldige Passanten über den Haufen gefahren haben. Auf der Uhlenhorst in Hamburg war es jetzt mal wieder so weit. Ein 82 Jahre alter Mann hat nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes in dem feinen Viertel mit seinem Mercedes eine rote Ampel missachtet und ist in eine Fußgängergruppe genagelt. Resultat: sechs Verletzte, darunter ein neun Jahre altes Kind.

Wie im vorhergehenden Textbeitrag fragt der buchholzblog, was eigentlich noch passieren muss, bis die Politik handelt? Es müssen umgehend obligatorische, aussagekräftige Tests her, die ab einem bestimmten Alter zu absolvieren und zwar in kürzer werdenden Abständen. Und es kann nicht angehen, dass über 80-Jährige, die kaum noch laufen können, in hochmotorisierten Karren etwa des Herstellers Porsche umherfahren. Die werden in den Händen dieser Leute zu Killermaschinen!!

Kristian Stemmler

 

Wie viele derartige Vorfälle soll es eigentlich noch geben, bis die Politik sich entschließt, ältere Führerscheininhaber härter und öfter auf ihren Gesundheitszustand und ihre Fahrfähigkeiten zu prüfen?! Die Polizeiinspektion Harburg teilt heute Folgendes mit:

Unfall auf dem Friedhof – Am Samstagabend fuhr eine 81-jährige Bendestorferin zum Friedhof nach Jesteburg in den Kirchweg. Dort befährt sie irrtümlich den Fußweg des Friedhofes und beschädigt dabei mehrere Gräber und eine Wasserleitung. Anstatt das Fahrzeug nach den ersten Beschädigungen zurückzusetzen, dachte sich die Dame ihren Weg fortzusetzen bis sich das Fahrzeug zwischen den Gräbern und auf einem Stein festfuhr. Das Fahrzeug steht nun mitten auf dem Friedhof und kann derzeit nicht geborgen werden.

Anm. d. Red.: Deshalb spricht man offenbar gelegentlich von Autofriedhof.

Von Kristian Stemmler

Freude, schöner Götterfunken! Die Sozis haben bei der Europawahl die Quittung für die unsoziale Politik der vergangenen Jahre bekommen. Es geht doch! Das ist aber auch so ziemlich das einzige, was an dieser Wahl erfreulich ist. Über den Kantersieg der Grünen kann sich nur freuen, wer vergessen hat, wie sie zuletzt immer wieder als Kriegstreiber aufgetreten sind, an der Agenda 2010 mitgewirkt haben oder am Abbau des Asylrechts.

Wirklich ätzend war im Vorfeld die Penetranz, mit der Politiker, Journalisten und andere „Multiplikatoren“, die ihre Schäfchen längst im Trockenen haben, dazu aufriefen, gefälligst zur Wahl zu gehen. Teilweise mit schwachsinnigen Argumenten. So schrieb das Nordheide Wochenblatt unter der Überschrift „Geht zur Wahl!“ allen Ernstes dies: „Wer die Stimmabgabe für überflüssig hält, sollte über Folgendes nachdenken: Haben Sie Lust, bei der Urlaubsreise nach Italien, Frankreich oder Spanien lange bei Grenzkontrollen zu warten?“

Da kann ich nur zurückfragen: Kollegen, Ihr solltet mal über Folgendes nachdenken – es gibt in diesem Land, ja selbst in diesem Landkreis, eine Menge Menschen, die seit Jahren keinen Urlaub hatten, weil sie zum Beispiel als Aufstocker von ALG II leben und sich als Selbstständige ein wenig dazu verdienen. Eine Menge Menschen, die sich schon gar nicht leisten können, mal eben ins Ausland zu fahren. Erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit davon ausgegangen wird, dass „man“ Urlaubsreisen unternimmt.

Ansonsten gibt es zu diesen Europaparlamentariern und dieser Wahl nur noch dies zu sagen, was heute in junge Welt zu lesen ist:

„Auf EU-Ebene haben auch sie nichts zu entscheiden, selbst wenn sie mehr Sitze als die 171 von 751 gewonnen hätten. Die EU ist auf Grund ihrer Gründungsgeschichte im Kalten Krieg und ihres Charakters eine antisoziale, militaristische, antisozialistische und insofern extrem rechte Veranstaltung.

Ihr Existenzzweck lässt sich in drei Punkten zusammenfassen: Monopolmacht, Monopolmacht, Monopolmacht. Das war am Tag nach der EU-Wahl und vor Börsenöffnung wieder zu erleben. Renault und FiatChrysler verkündeten am Montagmorgen offiziell ihre Fusionspläne, nach denen der größte Autokonzern der Welt entstehen soll. Das hat mehr Gewicht als das Votum von einigen hundert Millionen Wählern und schlimmere Folgen für Beschäftigte in zahlreichen Ländern als z. B. der Rassist Matteo Salvini vermutlich je bewirken kann.

Die EU ist ökonomisch ein Mittel, den Ausbeutungsgrad zu erhöhen und Extraprofite zu erwirtschaften, sie ist politisch aus diesem Grund ein permanenter Rechtsruck, in dem per Nationalismus die Beschäftigten aufeinander gehetzt werden. Das ist der Boden, auf dem die Lega, die AfD, die FPÖ, Fidesz und andere entstehen. Diese Parteien sind ein legitimes Kind der EU. Sollten die Faschisten und anderen Rechten die Garantie für höhere Rendite bieten, werden sich noch mehr Milliardäre als bisher um sie reißen.“

Von Kristian Stemmler

Profitgierige Renditejäger werden hierzulande gern beschönigend als „Investoren“ bezeichnet und dürfen machen, was sie wollen. So auch in Buchholz in der Nordheide. Wie das Nordheide Wochenblatt in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind die Planungen für das Canteleu Quartier am Bahnhof mal eben komplett geändert worden. Die terra Real Estate will jetzt kein Hotel oder Pflegeeinrichtungen und auch kein Kino bauen, sondern vor allem Wohnungen. Die Herrschaften arbeiten jetzt übrigens seit geschlagenen fünf Jahren mit wechselnden Planern an der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds, ohne dass irgendetwas passiert ist, außer vielleicht, dass bestehende Häuser schon mal entmietet wurden.

Aber die Firma terra und ihr Chef Andreas Tietz dürfen sich in Buchholz offenbar alles erlauben. Man ist gut vernetzt, wie Kungelei heute gern beschrieben wird, daher halten sich die Verantwortlichen mit Kritik natürlich zurück. Vom Wochenblatt sind klare Worte, um die man in anderen Bereichen oft nicht so verlegen ist, ebensowenig zu erwarten. Dabei fragt es sich schon, warum die Planungen so lange dauern und ob es denn diesmal überhaupt klappt mit dem einst so vollmundig angekündigten Canteleu Quartier. Dass jetzt Wohnungen gebaut werden sollen, hat vermutlich den einfachen Grund, dass man damit einfach mehr Kohle macht. Das Mietniveau ist ja hoch genug in Buchholz.

 

 

https://www.facebook.com/roterahh/

Der buchholzblog dokumentiert folgenden Text vom Portal de.indymedia.org:

Am 4. und 5. Mai findet der Landesparteitag der niedersächsischen Alternative für Deutschland in der „Burg Seevetal“ in Hittfeld statt.

Ausgerichtet wird dieser u.a. vom AfD Kreisverband Harburg-Land, bestehend aus dem Stadtverband Buchholz in der Nordheide, dem Stadtverband Winsen, dem Ortsverband Seevetal und dem Ortsverband West (Hollenstedt, Neu Wulmstorf, Rosengarten).

Aktivitäten und Vernetzung der AfD Buchholz:

Im Jahr 2014 veröffentlichte die AfD Buchholz eine Broschüre, in welcher sie versuchten vermeintlich linke Jugendliche und Antifaschist*innen zu outen und die antifaschistische Begegnungsstätte „Heideruh“ in Holm-Seppensen zu diffamieren.

Durch Infostände, Flash-Mob-Aktionen und regelmäßige Stammtische gewann der Ortsverband weiter an Mitgliedern und Aufmerksamkeit. Regelmäßig nahmen die AfD-Mitglieder und Sympathisant*innen an den Merkel-Muss-Weg-Demonstrationen in Hamburg teil und vernetzten sich dort mit anderen Neonazis.

Aktuell arbeitet der Ortsverband eng mit dem Holocaustleugner Wolfram Schiedewitz aus Ramelsloh bei Seevetal zusammen. Wolfram Schiedewitz ist Vereinsvorstand der „Gedächtnisstätte e.V.“, einer Vereinigung von Holocaustleugner*innen welche ein Andenken an verstorbene Neonazis des 2. Weltkriegs durhc. Bis 2013 saß die aktuell inhaftierte Ursula Haverbeck „Gedächtnisstätte e.V.“ vor. Die ehemalige Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein, Doris von Sayn-Wittgenstein, warb für die Vereinigung und trat nach Bekanntmachung dieser von ihren Ämtern Ende 2018 zurück. Die AfD Buchholz bekundete öffentlich auf ihrer Facebook-Seite Solidarität zu Sayn-Wittgenstein.

Schiedewitz organisierte bereits im Februar 2016 eine Kundgebung vor der „Burg Seevetal“ in Hittfeld im Zuge der „Ein-Prozent-Bewegung“. Bei einer Partei-Veranstaltung der CDU in Hanstedt Anfang 2019 organisierte die AfD Buchholz gemeinsam mit Schiedewitz Gegenprotest. Zuletzt besuchten Buchholzer AfD-Mitglieder mit dem Holocaustleugner die rechte Kundgebung „Michel, wach endlich auf!“ am 14. April in Hamburg.

Aktive Mitglieder mit Parteifunktion der AfD Buchholz sind u.a.:

Hans-Jürgen Bletz, Märchenstraße 22, Buchholz

Michael Cordes, Dangersener Str. 8, Dibbersen

Marina Graul, Bendestorfer Str. 18c, Buchholz; Kreisschatzmeisterin

Roland Schwiderski, Schulstraße 19, Buchholz

Rainer Sekula, Sandberg 4b, Buchholz; 1. Vorsitzender im Kreisvorstand

Stephanie Spieth, Bremer Str. 135a, Buchholz; stellv. Vorsitzende Öffentlichkeitsarbeit Ortsverband Buchholz

Reinhardt Spicker, An den Fischteichen 7, Bendestorf; Vorsitzender Ortsverband Buchholz

Hans-Wilhelm Stehnken, Pappelweg 6b, Buchholz; stellv. Vorsitzender Öffentlichkeitsarbeit im Kreisvorstand

Vorstand „Gedächtnisstätte e.V.:

Wolfram Schiedewitz, Horner Str. 38, Seevtal-Ramelsloh; Vorstand „Gedächtnisstätte e.V.“

Zeigt der AfD was ihr von ihr haltet und dass für sie auch die örtliche Region keine Wohlfühlzone ist. Nazis aus der Deckung holen und den Parteitag am 4. und 5. Mai 2019 verhindern, stören, angreifen!

Paukenschlag in der Buchholzer Kommunalpolitik: Der Stadtwald, der vor einigen Wochen bereits für ein Neubaugebiet reduziert wurde, soll jetzt komplett abgeholzt werden. Nach Informationen des Buchholzblogs will der Investor Steffen Lücking aus Rosengarten-Langenrehm auf dem Areal ein Wohngebiet mit Einfamlienhäusern, Doppelhäusern, Wohnhäusern, einer Kindertageseinrichtung, Läden und Arztpraxen errichten. Arbeitstitel des Projektes: „Boomtown Buchholz“.

Lücking soll bereits etliche Entscheider der Buchholzer Kommunalpolitik auf seine Seite gebracht haben. Dazu beigetragen hat ganz offensichtlich das Angebot des Investors an die Stadt, an einem noch nicht benannten Standort ein Großkino zu errichten. „Das ist ein Angebot, bei dem man nicht Nein sagen kann“, heißt es unisono bei CDU, FDP, SPD und Buchholzer Liste. Waldflächen gebe es im Umland von Buchholz in ausreichendem Maße, der Stadtwald werde ohnehin kaum genutzt, selbst bei gutem Wetter seien Spaziergänger dort kaum anzutreffen.

 

 

 

de.indymedia.org teilt mit:

An der Prachtmeile hat es wieder mal gekracht.

In der Nacht vom 28. auf den 29.3. wurden an der Randalehauptstraße Elbchaussee in Hamburg bei zwei Immobilienbüros die Scheiben zerstört.

Gegen die Stadt der Reichen!

Mit Freude war festzustellen, dass in der gleichen Nacht andere Wütende das Amtsgericht in Barmbek angegriffen haben.

Da bleibt nur, sich anzuschließen:
Keine Ruhe den G 20 Schauprozessen, unterstützt die Gefangenen, Anna und Arthur halten das Maul!

Solidarität heißt weiter kämpfen.

Gibt es hierzulande eine Partei, die verkommener ist als die SPD? Wohl nicht! Bei der 100-Jahr-Feier der Buchholzer SPD in der Empore stellt sich Ministerpräsident Stefan Weil allen Ernstes hin und bezeichnet seine Partei als Partei des Zusammenhalts. Grotesk! Und dann wird auf der Feier unter die Errungenschaften der Sozialdemokratie neben der Arbeitslosenversicherung auch Hartz IV gezählt. Unfassbar! Da habt Ihr aber eine „Errungenschaft“ vergessen, liebe Sozis: Vor 20 Jahren habt Ihr es gemeinsam mit den Grünen geschafft, dass Deutschland sich aktiv am ersten Krieg in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, dem Kosovo-Krieg beteiligt. Gratulation!

Von Kristian Stemmler

Wenn es um das Thema Cannabis geht, dominieren hierzulande Unkenntnis und ideologisches Denken. Das machte das Nordheide Wochenblatt in seiner Sonnabend-Ausgabe schulbuchmäßig vor. Mit einem Anriss auf der Seite 1 und dem Aufmacher auf der letzten Seite berichtet das Werbeblättchen über einen Infoabend in der Samtgemeinde Hanstedt unter der Überschrift „Kiffen – was soll’s?!“. Den Beitrag als einseitig zu bezeichnen, wäre geschmeichelt.

Dass der Kollege vom Wochenblatt keine Ahnung hat und Interesse daran, Cannabis-Konsum zu dämonisieren, ist nicht verwunderlich. Ist es doch derselbe, der gern die fundamentalistische Landeskirchliche Gemeinschaft in Brackel hochjubelt. Da kann man Law-and-order-Vorstellungen wohl voraussetzen. Wenig überraschend auch, dass ein Vertreter der Polizeiinspektion Harburg vor dem Kiffen warnt, ist er doch qua Gesetz dazu angehalten. Traurig dagegen, dass sich ein Sozialarbeiter der Reso-Fabrik dafür hergibt, dummes Zeug über den Cannabis-Konsum zu verbreiten.

Im Aufmacher und zwei Beitexten kein Wort darüber, dass Länder wie beispielsweise Uruguay und Kanada sowie selbst diverse US-Bundesstaaten die Abgabe von Cannabis längst legalisiert haben. Kein Wort darüber, dass Tabak- und Alkoholkonsum jedes Jahr in Deutschland rund 150.000 Todesopfer fordern, das Kiffen dagegen so gut wie keine. Kein Wort darüber, dass die Strafverfolgung von Kleindealern und Konsumenten bei Polizei und Justiz gewaltige Kräfte binden und Milliarden kosten. Kein Wort darüber, dass etliche deutsche Polizeipräsidenten bereits vor Jahrzehnten eine kontrollierte Abgabe gefordert haben.

Ein Witz ist ja wohl die Behauptung des Sozialarbeiters, Trinken und Rauchen würden bei Jugendlichen nicht mehr als „cool“ eingeordnet. Da kann man sich, zumindest was das Saufen angeht, an jedem Wochenende und bei jedem Volksfest eines Besseren belehren lassen. Das soll nicht heißen, dass nicht auch der Cannabis-Konsum seine Risiken hat. Aber das wird ja durch die Dämonisierung und Kriminalisierung nicht besser, im Gegenteil. Nur eine Legalisierung und offensive Aufklärung über den Konsum und die möglichen Nachteile können hier weiterhelfen. Dazu wird es nur vorerst nicht kommen, denn die Law-and-order-Fraktion wird das Thema so schnell nicht hergeben.

Von Kristian Stemmler

Linken Medien wird gern vorgeworfen, sie seien ideologisch, wenn nicht gleich „links-versifft“. Das ist ein absurder Vorwurf, der nur von Leuten kommen kann, die bürgerliche Medien für objektiv, unparteiisch oder zumindest ausgeglichen halten. Tatsächlich transportieren bürgerliche Medien natürlich mindestens genauso Ideologien, was hier aber viel gefährlicher ist, weil es geschickt kaschiert wird. Und das machen sie alle so – von Tagesschau und Spiegel bis zur Lokalpresse. Auch das den Landkreis Harburg dominierende Medium, das Nordheide Wochenblatt, führt das immer wieder exemplarisch vor.

Das lässt sich auch an Beiträgen zeigen, bei denen man einen größeren politischen Hintergrund eigentlich nicht erkennen kann. So regte sich das Wochenblatt zuletzt zum Beispiel wieder einmal über die mangelnde Sauberkeit, etwa verwitterte Straßenschilder, auf und forderte von der Stadtverwaltung hier aktiv zu werden. Das hat deshalb mit grundsätzlichen politischen Problemen zu tun, weil es die Folgen einer neoliberalen Politik verschweigt. Natürlich können die Kommunen immer weniger ihre Aufgaben erfüllen wie etwa Instandhaltung von Schulen und anderen Einrichtungen. Und warum? Weil die Unternehmen und Vermögenden nicht bereit sind und von der Politik nicht gezwungen werden, angemessen Steuern zu zahlen.

An dieser Stelle sei darin erinnert, dass der Landkreis Harburg zu den Hochburgen der Steuerhinterzieher gehört, hier also sehr viele Vermögende leben, die sich mehr oder weniger trickreich ihrer Pflicht entziehen, das gemeinschaftliche Leben mit zu finanzieren. Auf der anderen Seite fordern dann genau diese Leute, die von ihnen dominierten Parteien und die dieser Agenda folgenden Medien, dass die Kommunen gefälligst zu liefern haben: ausgebaute Straßen, sanierte Schulen, schöne Schwimmbäder, saubere Städte etc. pp.

Obendrauf kommt dann auch noch, dass dieselben Leute in der Regel dicke SUVs fahren, also auch noch das Klima unnötig belasten. Ein Musterbeispiel für die „Nach mir die Sintflut“-Haltung, die diese Gesellschaft durchdrungen hat. Aber genau die folgt dem grotesken neoliberalen Mantra, dass der Egoismus des einzelnen dem Wohle der Allgemeinheit zugute kommt, weil er zu mehr Leistung, Wachstum und Konkurrenz führt. So gehen wir alle gemeinsam unter!

Auch in Buchholz sind wehrlose Schüler jetzt Opfer der hybriden Kriegsführung der Russen geworden, auf die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dankenswerter Weise auf der Münchener Sicherheitskonferenz aufmerksam gemacht hat. Aber ganz im Ernst: Es besteht noch Hoffnung, wenn selbst die Jugend einer verschlafenen Kleinstadt auf die Straße geht, um gegen die zerstörerischen Auswirkungen des kapitalistischen Systems – hier: der Klimawandel – zu demonstrieren. Am Freitag schlossen sich Buchholzer Schüler in Scharen der FridaysForFuture-Bewegung an und taten genau das. Rund 600 Schüler zogen nach Angaben der Polizeiinspektion Harburg mit Bannern und selbstgebastelten Schildern durch die Innenstadt. Nach einer Zwischenkundgebung auf dem Peets Hoff endete die Demonstration auf dem Rathausplatz.

Die Bewegung FridaysForFuture geht auf die Initiative der schwedischen Schülerin Greta Thunberg zurück, die mit einem Schulstreik gegen die Klimazerstörung im vergangenen Herbst begann. Mittlerweile folgen hunderttausende Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt bis nach Australien und Kanada jeden Freitag ihrem Vorbild. Und dafür ist es höchste Zeit! Wenn jetzt schon Minderjährige die Sorge um diese Erde umtreibt, sollten Politiker das ernst nehmen. Offenbar sind aber unsere Herrschenden so in ihrer Blase und ihren Abhängigkeiten von Konzernen gefangen, dass ihnen nichts anderes einfällt, als sich über die Schüler lustig zu machen oder die Bewegung mit Schmutz zu bewerfen, wie unsere Kanzlerin das getan hat.

Und was fällt den Trotteln von der hiesigen AfD zu dem Thema ein: Sie stellen sich auf den Buchholzer Wochenmarkt und demonstrieren für den Diesel! Ist das Eure Alternative für Deutschland?

Die Redaktion

 

Am frühen Morgen des 20.02.19 haben wir die Zweigstelle des Hamburger Wochenblatts, einem Werbeträger der AFD, in Hamburg-Eilbek (Pappelallee 28) mit Farbflaschen besucht.

Das Hamburger Wochenblatt hat der AFD-Bezirksfraktion Hamburg-Mitte in den letzen Monaten wiederholt Raum für Werbung in ihren wöchentlichen Ausgaben geboten. Dadurch konnte sich die faschistische Partei als bürgernahe Interessenvertretung in der Lokapolitik präsentieren. So will sie als Wächterin der Steuergelder bei der Bezirksverwaltung Hamburg-Mitte „nachhaken“, welche politischen Vereine und Institutionen aus öffentlichen Mitteln bezuschusst werden. (Ausgaben für Horn und Billstedt, KW49 | 05.12.2018)

Ihre rassistische und nationalistische Grundausrichtung versucht die Partei in diesen Anzeigen einmal mehr zu verschleiern. Dabei ist gerade die Bezirksfraktion Mitte unter ihrer Vorsitzenden Nicole Jordan ein Beispiel für die menschenverachtende und reaktionäre Politik der AFD. Auf ihrem Facebook Profil hetzt der Bezirksverband regelmäßig gegen Migrant_innen, Geflüchtete und Linke. Am 18.10.2018 veranstaltete Jordan in ihrem Garten (Ernst-August-Stieg 1, HH-Wilhelmsburg) einen „Stammtisch“ mit dem Faschisten und ehemaligen AFD-Landes-Vorsitzenden in Sachen-Anhalt André Poggenburg. Dieser ist mittlerweile aus der AFD ausgetreten, weil sie ihm offensichtlich nicht rechts genug ist.

Das Hamburger Wochenblatt unterstützt durch den Druck von AFD-Werbung die weitere Normalisierung von rassistischen und nationalistischen Äußerungen im öffentlichen Diskurs. Dafür hat das Blatt die Konsequenzen zu tragen, rein materiell durch ein paar schöne Farben, sowie zu Bruch gegangenes Glas.
Brennende Unterkünfte, Hetzjagden auf nicht-deutsch wahrgenommene Menschen, sowie Gewalt gegen Migrant_innen und Geflüchtete sind weiterhin die Konsequenzen für Menschen, welche zum Feindbild der AFD gehören.

Keine Kooperation mit der AFD!

Den Europa-Wahlkampf der AFD sabotieren!

Für mehr Kanthölzer!

Quelle: https://de.indymedia.org/node/29255

Es ist nun schon einige Wochen her, dass die Deutsche Bahn AG (DB) ihrer Räumungsklage gegen das Wohnprojekt Black Triangle im Leipziger Süden Taten folgen lassen hatte und die Bullen das Gelände räumten. Die seitdem vergangene Zeit hat unsere Wut darüber nicht weniger werden lassen. Zumal der Konzern DB eine Vielzahl von Anlässen bietet, die Interventionen unsererseits auf den Plan rufen sollten.

Unser Hauptaugenmerk liegt, aus aktuellem Anlass, auf der logistischen Unterstützung der Rüstungskonzerne, die unter anderem das kriegerische Treiben in den von der kurdischen Zivilbevölkerung bewohnten Gebieten ermöglichen. Die Deutsche Bahn nimmt somit Teil an der Ermordung unzähliger Menschen. Durch die Belieferung des deutschen NATO-Partners, der faschistischen Türkei mit Kriegsgerät, wird die Gefahr dass das Projekt Rojava und dessen lokale Unterstützer dem Erdboden gleich gemacht werden immer konkreter.

Außerdem erkennen wir die DB als Feind, weil wir ihre Sicherheitsdienste und deren Schikanen ablehnen, ihr martialisches Auftreten und die oft nach rassistischen Gesichtspunkten gerichteten Kontrollen verachten. Die DB beansprucht vor allem in den Städten einen großen Teil des öffentlichen Raums für sich. In diesen Gebieten setzt die Deutsche Bahn in Zusammenarbeit und Vertretung des Staates Recht und Ordnung mit Hilfe von bezahlten Schlägern um. Vertreibung von Wohnungslosen durch die DB Sicherheit sind in Hamburg zum Beispiel am Hauptbahnhof Alltag.

Auch konnten wir beobachten, dass sich die massive und ständig erweiterte Überwachung durch Kameras in den Bahnhöfen und Verkehrsmitteln für die Repressionsorgane nach dem G20 Gipfel sehr bezahlt gemacht hat.

Ein Konzern, der an der Unterstützung kriegerischer Handlungen im Ausland beteiligt ist, ist somit auch hier ein wichtiger Akteur in Sachen sozialer Kontrolle.

In der näheren Vergangenheit gab es bereits verschiedene Angriffe auf die DB. Es gab Kommuniqués zu Angriffen mit Feuer auf Kabelschächte, Autos und LKWs der DB-Tochtergesellschaft Schenker oder der Carsharing Firma Flinkster, sowie auf Baufahrzeuge. Immer wieder erfreuen wir uns aber auch daran, dass Menschen Kameras an Bahnsteigen zerstören, Securitys und Kontrolleure boxen und Züge besprühen.

In der Nacht vom 6. auf den 7. Februar wurde in Hamburg ein leerer ICE Schnellzug auf kompletter Länge mit mehreren Dutzend Steinen beworfen.

Wir wollen darauf hinweisen wie leicht es ist eine derartige Aktion zu machen in der Hoffnung Menschen damit zu inspirieren. Ein paar Punkte, wie es eine relativ leichte und sichere Aktion werden kann:

– Die DB betreibt in Deutschland mit Unterstützung verschiedener Tochterunternehmen über 33.000 km Schienennetz. Ein erheblicher Teil davon verläuft durch Städte, die Knotenpunkte darstellen.. Das bedeutet, dass sich hier besonders viele Optionen bieten um geeignete Orte für solche Aktionen zu finden. Industriegebiete und andere wenig belebte Gegenden entlang der Strecken bieten gute Gelegenheiten für geeignete Anfahrts- und Fluchtwege ohne Kameras.

– Kenntnis der Ampelanlagen kann dabei helfen die Anfahrt eines Zuges frühzeitig zu erkennen.

– Es sollte darauf geachtet werden, dass es sich um eine Leerfahrt handelt.

– Der*die Lokführer*in wird wahrscheinlich nicht merken, was hinter ihm*ihr geschieht, weil es in der Fahrer*innenkabine laut ist. Wartet aber vielleicht trotzdem noch den ersten Waggon ab und beschäftigt euch mit den darauf Folgenden. Dabei ist es gut nicht frühzeitig durch die Lokführer*in bemerkt zu werden.

– Wenn die verwendeten Steine denen im Gleisbett ähneln, fällt es den Schweinen schwerer sie zu identifizieren. Die Steine sollten natürlich trotzdem möglichst frei von DNA sein.

Wir hoffen, dass diese Art die DB abzufucken auf viel Zustimmung und Nachahmung stößt. Jeder Sachschaden ist gut. Der druck auf diesen Konzern und seine Machenschaften muss aufrechterhalten werden.

Wir grüßen alle anderen Nachtschwärmer*innen, die in den vergangenen Wochen und Monaten ihrem Zorn auf die Deutsche Bahn Ausdruck verliehen haben.

Viel Kraft an den anarchistischen Gefährten aus Zürich, dem andere Sabotageakte an der Infrastruktur der Macht vorgeworfen werden und der sich deshalb momentan in U-Haft befindet.

Gegen die Deutsche Bahn, alle anderen Kriegsprofiteure und die Logistik der Herrschaft.

Vor 100 Jahren wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht brutal ermordet. Die Führung der deutschen Sozialdemokratie weigert sich bis heute, die Verantwortung von Gustav Noske und Friedrich Ebert für diese Taten anzuerkennen. Dazu folgender Beitrag:  https://www.jungewelt.de/artikel/347153.konterrevolution-kein-vergeben-kein-vergessen.html

Gerade zu Weihnachten und zum Jahreswechsel leisten sich bürgerliche Medien wie das Hamburger Abendblatt oder das Nordheide-Wochenblatt allgemeine Betrachtungen des menschlichen Umgangs miteinander. So wird gern die wachsende Rücksichtslosigkeit und Ellbogenmentalität beklagt, etwa im Straßenverkehr. Nur: Was die Leitmedien in ihrer geistigen babylonischen Gefangenschaft nicht begreifen oder begreifen dürfen, ist die Tatsache, dass es sich hier um Kollateralschäden des entfesselten Turbokapitalismus handelt.

Also, bereitet Euch darauf vor, dass Alles im neuen Jahr noch viel, viel schlimmer wird. Denn dieses System ist wie eine Lok, die auf einen Abgrund zurast und in deren Führerstand der Lokführer dem Heizer anschreit: „Noch mehr Kohlen reinwerfen! Noch mehr Kohlen!“ Leute, so lange Ihr den Skandal der wachsenden materiellen Ungleichheiten hinnimmt, so lange wird nichts besser. Und die herumfliegenden Trümmer treffen beim großen Bang am Ende alle!

Von Kristian Stemmler

Gern rühmt sich das Krankenhaus Buchholz, etwa in flott gestalteten Flyern oder Beilagen im Nordheide Wochenblatt, der modernen medizinischen Leistungen, die man anbiete. Ohne Frage arbeiten an dieser Klinik wie an anderen auch viele engagierte Ärzte, Pfleger und Schwestern, die sich am Wohl der Patienten orientieren und dabei moderner Technik bedienen. Aber leider gibt es auch Fälle, in denen Patienten im Krankenhaus Buchholz nicht so gute Erfahrungen gemacht haben. Von denen soll in einer kleinen Serie die Rede sein, die der buchholzblog mit diesem Beitrag beginnt.

Der folgende Bericht beruht auf den Angaben der Leserin Anna Schmidt (Name geändert), die vor einigen Wochen in die Internistische Notaufnahme (INA) eingeliefert wurde. Zuerst war sie allein im Zimmer, am Abend desselben Tages bezog eine Frau mittleren Alters jedoch das zweite Bett. Keine angenehme Bettnachbarin, da sie aus zuerst ungeklärten Gründen unter starkem Durchfall litt und ständig im zum Zimmer gehörenden Badezimmer verschwand.

Natürlich konnte man diesen Umstand der Mitpatientin kaum anrechnen, zu einem kleinen Skandal wurde die Angelegenheit erst, als ein Arzt auftauchte. In Gegenwart von Angehörigen der Frau, die um ihr Krankenbett herum standen, teilte er ihr mit, sie habe nicht etwa eine Lebensmittelvergiftung oder dergleichen, sondern sei von einem Virus der Gattung Norovirus befallen. Der ist bekanntlich hoch ansteckend und keineswegs harmlos, wenn es auch höchst selten zu Todesfällen kommt.

In diesem Fall wurde die Sache allerdings nicht so dramatisch gesehen. Der Arzt teilte der Frau und ihren Angehörigen mit, dass man im Krankenhaus Buchholz nichts für sie tun könne und sie daher entlassen werde. Daheim in ihrem dreistöckigen Haus empfehle es sich, so der Mediziner weiter, eine Etage für die Kranke zu reservieren, also eine Art Quarantäne-Station einzurichten. Mit dieser Maßgabe wurde die Frau entlassen und war etwa eineinhalb Stunden nach Ankunft schon wieder verschwunden.

Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Denn die körperlich geschwächte Anna Schmidt hatte verständlicherweise etwas Probleme damit, das von der zeitweisen Bettnachbarin genutzte Klo aufzusuchen, da sie sich ungern zu ihren eigenen gesundheitlichen Problemen eine Darmerkrankung aufhalsen wollte, und fragte eine Schwester, ob sie das Bad nicht reinigen könne. Diese antwortete in unfreundlichem Ton, sie sei keine Putzfrau. Dennoch erschien die Schwester wenig später in einem Ganzkörperoverall mit Handschuhen und Mundschutz, um das Bad dann doch sauber zu machen.

Wenig später erfuhr die inzwischen verlegte Anna Schmidt, dass eine Station des Krankenhauses vom Norovirus befallen war. Ob es da einen Zusammenhang zu der Bettnachbarin gab, ließ sich nicht feststellen. Wie dem auch sei, die Anekdote zeigt zumindest, wie man mit Patienten nicht umgehen sollte.

Von Kristian Stemmler

Wie verheerend sich der Einsatz von Laubbläsern in der Natur auswirkt, darauf wird mittlerweile immer wieder hingewiesen. Nicht nur, dass die Betreiber dieser Geräte Hunderte von Menschen gleichzeitig beschallen, sie blasen mit dem Laub auch noch die Lebenswelt von vielen Kleintieren einfach so weg. Dann ist der Einsatz der Geräte auch noch komplett unnötig, denn es hat sich längst herausgestellt, dass man mit den herkömmlichen Instrumenten, also etwa Rechen, nicht oder kaum langsamer das Laub entfernen kann.

Leider haben sich solche Erkenntnisse nicht bis zur Stadt Buchholz herumgesprochen. Wie ist es sonst zu erklären, dass alle paar Tage eine so genannte Gartenbaufirma in die Grünanlage zwischen Parkstraße und Schützenplatz einfällt und für tabula rasa sorgt?! Deren Mitarbeiter lassen da ihre Laubpuster aufjaulen, während ein Kollege mit einem Laubsauger auf vier Rädern, etwas größer als ein Sitzrasenmäher, durch die Anlage fährt und das Laub einsammelt.

Das macht das Gefährt so gründlich und rabiat, das praktisch nix liegen bleibt, mal abgesehen von Dingen, die nun wirklich eingesammelt werden sollten wie zerbrochene Flaschen. Die Anlage sieht hinterher aus wie geleckt, allerdings sind auf allen Wegen und Grasflächen Reifenspuren zu sehen. Auch nicht gerade schön! Viel schlimmer dürfte aber sein, dass mit dem Laub praktisch alle Insekten weggeputzt werden. Warum lässt man das Laub oder wenigstens einen Teil davon nicht einfach liegen??

Aber es ist hier wohl so wie so oft: Es wird ein Auftrag ausgeschrieben „Entfernung von Laub in der Grünanlage an der Parkstraße“ oder so ähnlich, es wird Geld dafür eingestellt, es wird eine Firma beauftragt – und wie die das dann macht und welche Folgen das hat… interessiert nicht.

Tero

Zwergschnauzer Tero im Kühlergrill – eingeklemmt, aber fast unverletzt.

Die Pressestelle der Polizeiinspektion Harburg berichtet am heutigen Mittwoch von der folgenden Geschichte, bei der ein Zwergschnauzer auf wundersame Weise eine Fahrt im Kühlergrill überlebte:

„Am Dienstagmorgen fuhr eine 59Jährige mit ihrem Pkw von Bullenhausen in Richtung Hamburg. Während der Fahrt spürte sie plötzlich einen Schlag am Fahrzeug und dachte an einen Unfall. Die Frau drehte um, konnte an der vermeintlichen Unfallstelle aufgrund der Dunkelheit aber nichts erkennen. So fuhr sie weiter an ihren Arbeitsplatz in Hamburg.

Etwa zeitgleich meldete eine 40Jährige aus Bullenhausen ihren 13 Jahre alten Zwergschnauzer als vermisst. Dieser sei morgens wohl angefahren worden und stecke im Kühlergrill des Autos fest. Ein Kennzeichen konnte sich die Hundehalterin in der Aufregung nicht merken.

Als die 59-Jährige nach Arbeitsschluss zu ihrem Fahrzeug zurückkehrte, bemerkte sie ein leises Winseln aus dem Frontbereich. Das Erstaunen war groß, als sie den 13 Jahre alten Tero in ihrem Kühlergrill steckend feststellte. Dieser war über die missliche Lage nicht erfreut und versuchte die hinzugerufenen Helfer der Feuerwehr zu beißen. Die Hamburger Feuerwehr konnte den Hund letztendlich nahezu unverletzt aus dem Fahrzeug befreien. Wenig später wurde dann auch die Verbindung zu dem morgendlichen Unfall hergestellt und Tero konnte seiner überglücklichen Halterin übergeben werden.“ (bb)

Im Grunde ist es jedes Jahr dasselbe – aber auch wieder nicht. Denn es wird tatsächlich immer schlimmer, immer gestörter, immer kränker! Zum Weihnachtsfest demaskiert sich diese Gesellschaft wie sonst nie im Jahr. Wie krank ist es, jetzt schon in TV und Radio Tipps für das Weihnachtsmenü zu verbreiten?! Wir haben noch nicht einmal Advent, auch wenn das jetzt sicher die meisten nicht begreifen. Die Adventszeit beginnt am kommenden Wochenende, mit dem 1. Advent, keine Minute früher. Die Woche, in der wir uns befinden, gehört zum Ewigkeitssonntag, denn nach christlicher Überlieferung beginnt die Woche mit dem Sonntag – und Advent und Weihnachten sind nun mal christliche Feste.

Liebe Mitbürger, wenn Ihr es anders machen wollt, als diese Überlieferungen es hergeben, dann beruft Euch gefälligst nicht auf das Christentum und nennt die Chose anders. Zum Beispiel Sauf- und Fressfest. Oder Feier der klingelnden Kassen. Da bietet sich einiges an. Was jedes Jahr zu diese Zeit zelebriert wird, ist an Verlogenheit nicht mehr zu übertreffen. Und dann den Islam als Bedrohung für „unsere Kultur“ zu stigmatisieren. Unsere Kultur ist Saufen, Kaufen, Fressen, Feiern, das ist übrig geblieben. Die Redaktion

Von Kristian Stemmler

Ein Feiertag folgt momentan dem nächsten. Eben ist der Black Friday begangen worden, einer der höchsten Feiertage des Konsumjahres. Es folgt schon bald die Eventzeit, die fließend übergeht in die All-You-Can-Eat-Xmas-Party. Um unbeschwert einen drauf machen zu können, haken wir an diesem Sonntag noch kurz was ab, da steht nocht der so genannte Totensonntag irgendwie blöd im Weg herum. Aber hej, wir lassen uns das Singen, Saufen und Fressen nicht verbieten!

Ganz im Ernst: An diesem Sonnabend musste man auf den Straßen den Eindruck gewinnen, dass dieses Wochenende eher zunehmend wie eine Art Portal zum adventlichen Konsum- und Eventrausch begriffen wird. Von Besinnung und innerer Einkehr keine Spur, man schmeißt vielmehr überall den Turbo an. Wie wenig diese Gesellschaft noch von ihren überlieferten Traditionen und Ritualen versteht, zeigt expemplarisch der Umgang des Nordheide Wochenblattes mit dem Totensonntag.

Schon die Überschrift des Textes auf Seite 1 der Sonnabendausgabe, mit dem auf Beiträge zum Thema auf einer hinteren Seite hingewiesen wird, lässt tief blicken. „Erinnerung an die Verstorbenen“, heißt es da. Die letzte Seite der Ausgabe ist mit Rückblicken von Wochenblatt-Mitarbeitern auf Verstorbene aus dem persönlichen Umfeld gefüllt und darunter einem Beitrag über den Ambulanten Hospizdienst des Kirchenkreises Winsen. Es geht hier also nur um den Tod, auch wenn der Zweispalter auf der 1 immerhin erwähnt, dass der Totensonntag auch Ewigkeitssonntag genannt wird und der letzte Sonntag des Kirchenjahres ist.

Das ist typisch für diese Gesellschaft, der jeder Sinn abhanden gekommen ist für Transzendenz, für eine Gesellschaft, die ihre eigenen Überlieferungen nicht mehr versteht (zugleich aber groteskerweise sich zum Teil vom Islam bedroht sieht). Denn das Totengedenken ist nur eine Seite dieses Tages, es geht um viel mehr. Es geht um das Ende der Zeit, die Überwindung des Todes, die Wiederkehr Jesu und das jüngste Gericht. Was immer man davon hält, ob man so etwas glauben kann, so ist die christliche Überlieferung. Die man im übrigen nicht wörtlich verstehen sollte.

Jüngstes Gericht lässt sich so verstehen, dass jeder Mensch sich für sein Handeln wird verantworten müssen, und das vor allem, was die unbedingte Forderung nach Gerechtigkeit angeht. „Was ihr getan habt dem Geringsten unter meinen Brüdern, das habt ihr mir getan“, sagt Jesus im Matthäus-Evangelium. Und es gilt vor allem der Umkehrschluss, was wiederum bedeutet: Auch die Vielen müssen sich verantworten, die nur an sich und an den eigenen Profit denken und sich bereichern, genauso wie jene, die den Kopf einziehen und schweigen zu den zunehmenden Ungerechtigkeiten.

Aber jetzt bitte anschnallen, das Denken ausschalten und mit vollem Schub abheben in den Konsumwahnsinn! Rettungsausgänge sind nicht vorhanden!

Wie heruntergekommen muss man sein, um so etwas zu tun: Ausgerechnet den Weltladen „La Esperanza“ (Die Hoffnung) im St.-Paulus-Gemeindehaus in Buchholz, dessen Erlöse an Menschen in so genannten Entwicklungsländern gehen, haben Unbekannte beklaut. Laut einer Meldung der Polizeiinspektion Harburg stiegen sie in der Nacht zum Mittwoch in das Gemeindehaus ein und stahlen die Wechselgeldkasse. Die Täter hatten offenbar, so die Polizei, zu Öffnungszeiten das Gebäude betreten und unbemerkt die Verriegelung einer Nebeneingangstür geöffnet, um dort nachts hereinzukommen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro.

Die Polizeiinspektion ruft Zeugen, denen in der Zeit zwischen 22.15 und 7 Uhr verdächtige Personen im Umfeld des Gemeindehauses aufgefallen sind, dazu auf, sich unter 04181-2850 bei der Polizei zu melden. (kst)

Von Kristian Stemmler

In der Sonnabendausgabe nutzt das Nordheide Wochenblatt mal wieder eine Gelegenheit, um auf der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (KWG) des Landkreises Harburg rumzuhacken. Und dabei natürlich, was der Hauptzweck der Übung ist, eine Lanze für die „freie Wirtschaft“ und so genannte Investoren zu brechen. Von den Protagonisten dieser „freien Wirtschaft“ lebt der Verlag des Wochenblattes schließlich, da muss man auch mal Einsatz zeigen.

Im Seite-1-Aufmacher der sonnabendlichen Ausgabe wird die Kreishandwerkerschaft nach vorn geschoben. Ob die zitierte Kritik an der KWG, diese beauftrage keine Handwerker des Kreises, stichhaltig ist, soll hier nicht näher thematisiert werden. Aufschlussreicher ist, dass Steffen Lücking sich verbreiten darf, der vom Wochenblatt mit dem eingangs erwähnten Begriff „Investor“ geadelt wird.

In fünf Jahren habe er 250 Wohneinheiten „überall im Landkreis“ realisiert, darf Lücking sich selbst loben. 80 schaffe er etwa im Jahr und dies könnten mehr sein, wenn die Kommunen ihn nicht „ausbremsen“ würden. Er halte nichts davon, „dass sich der Staat in den Wohnungsbau einmischt“.

Nicht gerade verwunderlich, bei einem „Investor“ im Wohnungsbau, ist doch jede Bautätigkeit in kommunaler Regie eine Konkurrenz und führt sie in der Konsequenz doch dazu, dass dieser weniger Gelegenheit zur Realisierung eigener Vorhaben hat. Das ist für einen wie Lücking, den die Sorge um das Wohl der Allgemeinheit Tag für Tag umtreibt, sicher ungemein schmerzhaft.

Aber ganz im Ernst: Herr Lücking, reicht die erzielte Rendite Ihnen noch nicht, haben Sie noch nicht genug Geld, kriegen Sie den Hals nicht voll? Reicht es Ihnen nicht, dass Kommunen wie die Stadt Buchholz Ihnen praktisch eine Lizenz zum Gelddrucken frei Haus liefern?! An der Schützenstraße von Buchholz, mitten im Zentrum, ziehen Sie bekanntlich derzeit einen, zumindest nach der Animation zu urteilen, unglaublich hässlichen und gesichtslosen Block mit 30 Eigentumswohnung hoch.

Wo ist da eigentlich noch das angeblich für unsere Wirtschaftsform konstituierende Element des kaufmännischen Risikos? Dass diese Wohnungen verkauft werden und bei Lücking und allen anderen Beteiligten die Kassen klingeln, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wundert sich noch jemand, dass die Reichen immer reicher werden und unten dasselbe in die andere Richtung passiert?

Wer meint, über Flüchtlinge herziehen zu müssen, lese den Beitrag unter dem folgenden Link Wort für Wort bis zum Ende durch:

https://www.jungewelt.de/artikel/343710.flüchtlingspolitik-libyen-ein-alptraum.html

Ist der Ausfall von zwei Buchstaben an der großen Leuchtschrift des Buchholzer Krankenhauses nur ein Zufall oder ein Wink mit dem Zaunpfahl? Kranke aus – das lässt sich sicher nicht im Sinne von „Es gibt keine Patienten mehr“ verstehen. Denn die gehen gerade in einer Zeit, in der die Menschen in der Arbeitswelt und auch in anderen Bereichen immer mehr unter Druck geraten, bestimmt nicht aus. Aber es lässt sich verstehen als händeringender Wunsch zumindest eines Teils des Personals dieses Krankenhauses und vor allem offenbar führender Verantwortlicher, mal sarkastisch so formuliert: Bitte schafft uns doch die Patienten vom Hals, damit wir endlich in Ruhe arbeiten können!

Um dieses Problem zu illustrieren, beginnt der buchholzblog demnächst eine kleine Serie von Beiträgen. Dabei geht es um nicht gerade harmlose Pannen in der Buchholzer Klinik, die Leser uns mitgeteilt haben, und skandalöses Verhalten eines Teils des Personals sowie des Ärztlichen Direktors, Dr. Christian Pott. Vorab bemerkt: An diesem Krankenhaus wird mit Sicherheit Spitzenmedizin angeboten und die Mehrzahl des Personals, davon kann man hoffentlich ausgehen, setzt sich mit aller Kraft für die Patienten ein. Aber eben nicht alle. Demnächst mehr dazu. Die Redaktion

Zu dem ganzen Geschwafel über Frieden am Wochenende in Paris und folglich auch auf allen medialen Kanälen hierzulande, nur soviel:

„Der inzwischen seit sieben Jahren andauernde Krieg in Syrien forderte bisher geschätzte 350.000 Todesopfer. Rund zwölf Millionen Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, das sind 65 Prozent der Bevölkerung. In den Konflikt sind neben den USA und Russland mehr als 50 Länder verwickelt, unter ihnen Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Saudi-Arabien, Marokko, Australien, Kanada und Jordanien.“

Mehr zum Schaulaufen der Kriegstreiber hier:

https://www.jungewelt.de/artikel/343334.100-jahre-ende-des-1-weltkriegs-kriegstreiber-feiern-frieden.html

Der Konsum von Drogen gehört in dieser Gesellschaft zum Alltag, und das angesichts der sich ausbreitenden Orientierungslosigkeit im real existierenden Turbokapitalismus mit zunehmender Tendenz. Auch Kleinstädte und das flache Land bleiben davon natürlich nicht verschont. Die Polizeiinspektion Harburg berichtet an diesem Sonntag von zwei recht lustigen Anekdoten aus dem Reich der Kiffer und Kokser. Besonders die zweite Geschichte ist durchaus unterhaltsam. Hier die Meldungen im Wortlaut:

„Am Sonntagmorgen erschien ein Vater (37 Jahre alt), um seinen Sohn als vermisst zu melden. Während der Befragung stellte der erfahrene Polizeibeamte eine mögliche Drogenbeeinflussung des Vaters fest. Diese Verdachtsmomente wurden mittels eines freiwilligen Urintests bestätigt. Der Vater hatte zuvor Kokain konsumiert. Im Anschluss wurde dem Vater von einem Arzt Blut entnommen und es wurde ihm die Weiterfahrt untersagt.“

„Die Buchholzer Polizei kontrollierte am Samstagvormittag innerhalb von 40 Minuten (!) drei Fahrzeugführer, die unter dem Einfluss von Cannabis ihre Pkw im Straßenverkehr geführt hatten.

Zunächst wurde am Nordring ein VW Golf kontrolliert. Eine Überprüfung der Kennzeichen ergab, dass dieser seit August 2018 ohne Haftpflichtversicherung unterwegs war. Weiterhin gab der 34-jährige Fahrzeugführer aus Hamburg bereitwillig zu, dass er noch nie im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Zu allem Überfluss ergab eine Überprüfung hinsichtlich der Fahrtauglichkeit, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Cannabis stand.

Daraufhin erfolgte der Transport zur Dienststelle der Buchholzer Polizei. Dort trafen die Beamten und der Fahrzeugführer auf eine weitere Funkstreifenwagenbesatzung, die ebenfalls mit einem Fahrzeugführer zur Dienststelle gekommen war. Dieser wurde zuvor auf der Bundesstraße 3 am Ortsausgang von Sprötze mit seinem VW Polo kontrolliert.

Bei der Kontrolle vergaß der 54-jährige Fahrzeugführer aus Stelle zunächst, seinen Pkw gegen ein
Wegrollen zu sichern, so dass es nur der Muskelkraft eines Polizeibeamten zu verdanken war, dass der Pkw nicht gegen den Funkstreifenwagen rollte. Ein Grund für die Vergesslichkeit dürfte zumindest der durch einen Drogentest festgestellte Cannabiskonsum gewesen sein.

Noch während die beiden Fahrzeugführer auf ihre Blutentnahme durch den zwischenzeitlich gerufenen Arzt warteten, erschien eine dritte Buchholzer Funkstreifewagenbesatzung im Dienstgebäude. Zur Überraschung aller Anwesenden brachte auch diese einen 22-jährigen Buchholzer mit, bei dem nach einer Verkehrskontrolle in der Straße Caspers Hoff festgestellt wurde, dass dieser seinen Pkw BMW unter dem Einfluss von Cannabis geführt hatte. Nach der Durchführung der jeweiligen Blutprobenentnahmen und der Einleitung der entsprechenden Strafverfahren, konnten die Fahrzeugführer die Dienststelle wieder verlassen. Die Weiterfahrt wurde ihnen untersagt.“

Von Kristian Stemmler

Herzlichen Glückwunsch an das Hamburger Straßenmagazin Hinz & Kunzt zum 25. Geburtstag, der am Dienstag abend groß in der Markthalle gefeiert wurde! Der Autor dieser Zeilen hat den Start des Magazins als Redakteur des Hamburger Abendblattes publizistisch begleitet. Es war der damalige Hamburger Diakoniechef Stephan Reimers, der das Konzept des Londoner Magazins „The Big Issue“ nach Deutschland holte, Hinz & Kunzt aus der Taufe hob. Ein engagierter Mann, auch wenn er in der falschen Partei war.

Leider ist das Straßenmagazin heute noch wichtiger, sowohl als Hilfe für die obdachlosen Verkäufer als auch als Lobby für alle Obdachlosen, Wohnunglosen und andere marginalisierte Gruppen in der Hansestadt. Auf rund 2000 wird die Zahl der Menschen geschätzt, die in Hamburg auf der Straße leben. Wie alle Großstädte in Deutschland erfüllt auch Hamburg seine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht nicht, jeden Hilfesuchenden angemessen unterzubringen. Das Winternotprogramm ist kein Ersatz, zumal osteuropäische Obdachlose – Gipfel des Zynismus!  – als „freiwillige Obdachlose“ da rausgeworfen werden.

Bereits vor etwa einer Woche ist eine Obdachlose aus Polen in Niendorf an den Folgen des kräftezehrenden und entwürdigenden Lebens auf der Straße in Hamburg nachts erfroren. Jetzt gab es erneut einen Kältetoten, wieder aus Polen, diesmal in Harburg. Wann erfüllen die Kommunen endlich ihre Pflichten den obdachlosen Menschen gegenüber? Man sollte das Steigenberger Hotel räumen und sie da einquartieren – das wäre angemessen!

Von Kristian Stemmler

Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass die Sozialdemokratie gerade in diesem Moment ihr ganzes Elend und ihre Bedeutungslosigkeit beweist, in aktuellen Umfragen auf Werte um die 15 Prozent absinkt – bundesweit! Das nämlich genau 100 Jahre, nachdem sie die Revolution der Matrosen und Arbeiter verraten hat. Am 5. November 1918 wehte über dem Kieler Rathaus die rote Fahne, die Matrosen- und Soldatenräte hatten die Macht über die Hafenstadt übernommen, leider nur für kurze Zeit. In der Nacht zum 6. November folgte das große Hamburg, der Aufstand erfasste auch viele kleinere Städte und die Reichshauptstadt Berlin.

Bekanntlich brach der Aufstand relativ schnell zusammen, was nicht zuletzt der SPD zu verdanken war, die bereits mit der Bewilligung der Kriegskredite zum Beginn des Ersten Weltkriegs der Arbeiterklasse in den Rücken gefallen war. Eine im Auftrag des NDR erstellte Dokumentation, die in den vergangenen Tagen in mehren dritten Programmen zu sehen war, beleuchtet in wünschenwerter Deutlichkeit die Rolle des Sozialdemokraten Gustav Noske.

Berühmt-berüchtigt ist der Mann, weil er im Frühjahr 1919 in seiner Funktion als Reichswehrminister in Berlin revoltierende Arbeiter zusammenschießen ließ. Gegen „die Bolschewisten“ gab es kein Pardon. „Ohne Skrupel“, erklärte Noske damals, er akzeptiere „jeden Offizier, egal, welcher Gesinnung“, solange dieser in der Lage sei, „eine einsatzbereite Truppe aufzubauen und zu führen“. Das gilt bis heute, etwa für die Hamburger Sozis, die den G-20-Gipfel im Juli 2017 vom „Bluthund“ Hartmut Dudde als polizeilichem Gesamteinsatzleiter durchprügeln ließen.

Als in Kiel im November 1918 die Matrosen meuterten, reiste Noske, damals noch kein Minister, aber ein hoher sozialdemokratischer Funktionär, aus Berlin an, wie die Doku zeigt, und wurde von weiten Teilen der Bevölkerung wie ein Erlöser gefeiert. In der irrigen Annahme, er sei gekommen, um die Revolution voranzutreiben und den Unterdrückten zu ihrem Recht zu verhelfen. Geanu das hatte er offenbar nie vor, denn Noske tat alles, um die Aktivitäten der Räte zu hintertreiben.

Sehr aufschlussreich, wie in Spielszenen in der NDR-Produktion dargestellt wird, wie Noske einen Deal mit dem Stadtkommandanten von Kiel macht, er werde für „Ruhe und Ordnung“ sorgen, wenn jener im Gegenzug eine Amnestie für die Meuterer garantiere. Das funktionierte nicht, weil die Matrosen und Arbeiter fürs erste, siehe oben, die Macht in Kiel übernahmen und der Stadtkommandant abgesetzt wurde.

Die Sozis brauchten noch ein wenig mehr Zeit, noch etliche Winkelzüge und vor allem militärische Gewalt, um die Revolution zu erledigen und eine Republik zu installieren. Die wiederum war bekanntlich von Anfang an als schiefe Ebene angelegt, auf der das Land in die Nazi-Diktatur hineinrutschte. In einem von der Dokumentation gezeigten Gespräch zwischen Noske und der Frau des Stadtkommandanten, das vielleicht nicht so stattgefunden hat, aber haben könnte, fällt der entscheidende Satz: Sie solle sich nicht sorgen, redet Noske da beruhigend auf die von „Umstürzlern“ sich ängstigenden Frau ein: Die SPD sei keine Partei, die ihr und ihresgleichen die Villa wegnehme.

Und so ist es bis heute geblieben: „Wir lassen der Klein-Oma gern ihr Häuschen“, singt die Sozi-Bande. Das Eigentum ist die heilige Kuh dieser Gesellschaft und damit natürlich auch der Sozialdemokratie, die in der Vergangenheit für jede Sauerei zu haben war, von Hartz IV bis zu verschärften Abschiebungen. Wer auch nur von Ferne über irgendeine Form von Verstaatlichung nachdenkt, ist für diese Herrschaften ein Bolschewist, vor dem gewarnt werden muss. So gehört die SPD mit den Grünen und leider auch weiten Teilen der Linkspartei zu den systemerhaltenden Kräften – und das in einer Zeit, in der die Schizophrenien dieser „Ordnung“ für keinen mehr zu übersehen sind.

Eigentlich, denn viele übersehen sie dennoch oder wollen sie einfach übersehen. Symptomatisch, dass ausgerechnet ein Flotillenadmiral in der NDR-Doku die Vorgänge von 1918 in Kiel kommentieren darf, die Meuterei an sich natürlich verurteilt, aber die Motive für rechtschaffen erklärt – um dann noch das hohe Lied von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu singen.

Symptomatisch auch, dass Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zwar die Revolution lobt und durchaus zutreffend beschreibt, aber im selben Atemzug erklärt, heute seien wir weit davon entfernt, Verhältnisse zu haben, die eine Gegenwehr mit Gewalt erforderten. So lange sie in Talkshows hofiert wird, sicher nicht… Und symptomatisch, dass ein SPD-Politiker, der Schleswig-Holsteiner Björn Engholm, als weiterer Kommentator die Untaten von Noske relativieren darf. Dass diese Partei auch nach 100 Jahren nicht den Mumm hat, sich von den Verbrechen und Verbrechern in ihrer Geschichte klar zu distanzieren, das sagt alles über ihren Zustand und ihre Rolle im System.

Als Steigbügelhalter haben die Sozias ausgedient, da werden sie von den Grünen ersetzt, die einfach unverbrauchter und frischer sind und deren Personal besser aussieht. Die sind hip, die Grünen, und wissen halt, wie man flott was wittert oder auf Youtube hochlädt und dass „Insta“ keine Tütensuppe ist. Und ihr Spitzenmann neben Annalena Baerbock, der „Küsten-Kennedy“ Robert Habeck, kommt aus der Matrosenstadt Kiel. Nur meutern – da können sich die Herrschenden sicher sein -, meutern wird er nicht.

http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/kreise-innenministerium-bereitet-maassen-entlassung-vor-15873985.html

Von Kristian Stemmler

Es ist jedes Jahr wieder ein Trauerspiel: Die großen Kirchen stellen sich, wenn überhaupt, nur halbherzig vor ihre Traditionen und Werte. Man will niemanden verschrecken, und die Menschen sollen ja da „abgeholt“ werden, wo sie stehen. Auf deutsch: Man redet ihnen fleißig nach dem Munde. Immer wieder gut zu erkennen zum Jahresende, wenn Ende Oktober der Reformationstag gegen Halloween antritt, wenig später die „stillen Tage“ im beginnenden Adventstrubel untergehen und der Advent zu einer Fresserei, Sauferei und einem Konsumrummel ohne Gleichen entgleist.

Statt das aber endlich mal mit deutlichen Worten zu benennen und, ja, von den Kanzeln zu verdammen, macht man oft genug sogar mit. Kirchenchöre singen in Shopping Malls, an Heiligabend stellt man die Kirchen als stimmungsvolle Locations zur Verfügung. Aber zurück zu Halloween, mit Blick auf Buchholz: Im Nordheide Wochenblatt hat der neue Pastor der Paulus-Gemeinde, Arne Hildebrand, nichts Besseres zu seinem Einstand zu tun, als einen Kotau vor dem Konsum- und Eventrummel zu vollziehen.

Im Interview sagt er sinngemäß, dass der Reformationstag natürlich was ganz Großartiges ist, und dass er jetzt Feiertag in vielen Bundesländern ist, sowieso – aber das Halloween ja auch nicht so schlimm sei. Wenn die Kirchen und ihr Personal nicht endlich begreifen, dass Ihr gesamter Traditionsbestand, zuallererst auch das Kirchenjahr, frontal vom Kommerz angegriffen werden, dann ist bald nichts mehr davon übrig. Was bleibt, ist Wüste.

Preisfrage: Was gibt es für Kinder und Jugendliche, die an der Tür „Süßes oder Saures?“ fragen – Saures natürlich, also gleich auf die Fresse!

Nach Informationen des Blogs sind die Hintergründe des schweren Zugunglücks im Buchholzer Bahnhof am 17. Oktober nach wie vor nicht restlos ungeklärt. Offenbar kam es vor dem Unglück zu einem Wortwechsel zwischen einer Gruppe junger Leute, die sich auf dem Schotterparkplatz auf der Nordseite des Bahnhofs getroffen hatte, und dem 33 Jahre alten späteren Unglücksopfer.

Wie berichtet, fühlte sich der 33-Jährige provoziert und lief trotz Dunkelheit über die Gleise auf die Gruppe zu, wobei er auch noch den benachbarten Bahnsteig überqueren musste, gefolgt von seiner 19 Jahre alten Begleiterin. Vor dem ungenutzten und zugewachsenen Bahnsteig 7 wurden beide von dem heranrasenden Intercity Koblenz – Altona erwischt, offensichtlich aber nicht frontal, was beide bei der Geschwindigkeit und dem Gewicht des Zuges nicht überlebt hätten. Trotz einer schnellen Notbremsung des Zugführers, der die Personen erst relativ kurz vor dem Bahnhof gesehen haben kann, hatte der Zug nach Informationen des Blogs noch eine Geschwindigkeit von etwa 60 Stundenkilometern.

Die Bundespolizei, die in Deutschland für Bahnareale zuständig ist, übernahm kurz nach dem Unglück die Ermittlungen, geführt werden sie von der Bundespolizeiinspektion Bremen. Die Ermittler versuchen den Ablauf des Streits und des Unglücks zu rekonstruieren. Mehrere Zeugen haben sich zur Verfügung gestellt, die das Geschehen etwa von der Wohlau-Brücke beobachtet haben. Die Gruppe, die sich auf dem Parkplatz aufhielt und wohl zuvor Getränke im Penny-Markt Kabenhof eingekauft hatte, hat sich – Stand Dienstag – bisher nicht gemeldet.

Die beiden Unglücksopfer haben offensichtlich unglaubliches Glück gehabt, dass sie das Unglück überhaupt überlebt haben. Der 33-Jährige hat aber nach Informationen des Blogs ein Bein verloren. Für die Zugführer der Bahn und privater Bahngesellschaften sind solche Unfälle und Suizide leider traurige Normalität. Etwa jeder Zweite hat Derartiges bereits erlitten, nicht wenige geben ihren Beruf später auf. (bb)

Von Kristian Stemmler

Unglaublicher Leichtsinn hat am Mittwochabend zu einem schweren Zugunglück im Buchholzer Bahnhof und einen Großeinsatz der Feuerwehr Buchholz, der Polizei Buchholz und weiterer Einsatzkräfte gesorgt. Ein 33-Jähriger und seine 19 Jahre alte Begleiterin wurden kurz nach 19 Uhr beim Überqueren der Gleise auf Gleis 7 vom IC 2307 Koblenz – Hamburg-Altona auf der Fahrt von Bremen nach Hamburg erfasst und schwer verletzt. Offenbar war dem Unfall ein Streit vorausgegangen. Zwar leitete der 59 Jahre alte Triebfahrzeugführer noch eine Schnellbremsung ein und gab Signalpfiffe ab, den Zug konnte er jedoch erst 200 Meter hinter dem Bahnsteig zum Halten bringen.

Die für das Bahngelände zuständige Bundespolizeiinspektion Bremen teilte am Donnerstag vormittag mit, nach ersten Ermittlungen der Inspektion und der Polizeiinspektion Harburg sei „nicht auszuschließen“, dass zuvor beide Personen, als sie sich auf Bahnsteig 3 befanden, von einer Gruppe auf der Nordseite von Gleis 7 provoziert worden waren. Das ist mit der bei behördlichen Pressemitteilungen gebotenen Vorsicht formuliert. Der Autor dieses Beitrags hat etwa um 19 Uhr vor dem Penny-Markt im Kabenhof laute Streitereien und ein hektisches Hin- und Herlaufen junger Erwachsener beobachten können, was die Vermutung dem Anschein nach bestätigt.

In der Pressemitteilung wird der weitere Verlauf so geschildert: „Daraufhin soll zunächst der 33-Jährige über die Durchfahrtgleise auf die Gruppe zugelaufen sein, gefolgt von seiner 19-jährigen Begleiterin. Beiden gelang es nicht mehr, den Bahnsteig 7 zu erreichen.“ Bei Bahnsteig 7 handelt es sich offensichtlich um den stillgelegten Bahnsteig auf Seiten des Schotterparkplatzes.

Mehrere Augenzeugen hätten einen Schock erlitten und hätten betreut werden müssen. Sie könnten erst in den nächsten Tagen vernommen werden. Die Bundespolizeiinspektion Bremen weist darauf hin, dass durchfahrende Züge den Bahnhof Buchholz mit bis zu 140 Stundenkilometer Geschwindigkeit passieren – die Reaktionszeit zum Verlassen der Gleise beim Erkennen eines nahenden Zuges liege bei rund zwei Sekunden! Gleis 7 sei für 110 Stundenkilometer freigegeben.

Der buchholzblog war kurz nach Auslösen des Alarms vor Ort. Um 19.12 Uhr ging bei der Buchholzer Feuerwehr die Einsatzmeldung „Person unter Zug“ ein. Mit mehreren Fahrzeugen rückte die Feuerwehr zum Bahnhof aus. Der Zufall wollte es, dass eine Schulung von Gruppenführern in der Wache an der Bendestorfer Straße stattfand, so dass diese sofort ausrücken konnten.

Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) rasten vom Buchholzer Krankenhaus heran. Drei Notärzte waren nach Informationen des buchholzblogs im Einsatz, einer wurde aus Hamburg hinzugezogen. Von der Werksfeuerwehr der Deutschen Bahn im Rangierbahnhof Maschen waren zwei Fahrzeuge angerückt. Die Buchholzer Polizei sperrte den Einsatzort weiträumig ab, auch die Bundespolizei war vor Ort. Laut Bundespolizei waren 40 Angehörige der Feuerwehr Buchholz, Seelsorger, Sanitäter, ein Notfallmanager der Bahn und mehrere Polizeistreifen

Auf der Lindenstraße vor dem Kabenhof, auf der Nordseite des Bahnhofs, bot sich ein Bild wie bei einem Katastropheneinsatz. Über mehrere hundert Meter blockierten Einsatzfahrzeuge mit zuckenden Blaulichtern die Straße. Auf den Bänken gegenüber vom Penny-Markt saßen geschockte Zeugen des schweren Unfalls, die von Sanitätern und Feuerwehrleuten betreut wurden. Eine Frau, die offenbar einen schweren Schock erlitten hatte, redete ohne Unterbrechung. An der Zugstrecke tauchten Lampenmasten der Feuerwehr die Szenerie in taghelles Licht. Ärzte und Sanitäter behandelten direkt neben dem Zug an der Böschung die offenbar schwerer verletzte Person. Die zweite Person konnte in einen Rettungswagen gebracht und dort behandelt werden.

Die Bundespolizei warnt weiterhin vor dem lebensgefährlichen Betreten von Bahnanlagen. So ist am 22. September ein 16-jähriger in Lunestedt bei Bremerhaven von einem Güterzug überrollt worden, als er vom Bahnsteig aus über die Gleise lief. Am Montag verstarb eine 16-jährige Schülerin in Stade an einem Bahnübergang, den sie trotz geschlossener Schranken überquerte. Gleisüberschreitungen werden täglich gemeldet werden und führen zu Blaulichteinsätzen.

Wenn Züge Schnellbremsungen einleiten müssen, wird, so die Pressemitteilung, strafrechtlich wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Das Überqueren von Bahnübergängen bei sich schließenden Schranken wird bei Fahrzeugführern mit 700 Euro Bußgeldern und dreimonatigen Fahrverboten geahndet. Und auch Fußgänger werden mit 350 Euro an Bahnübergängen belangt.

Die Bahnstrecke Hamburg-Bremen wurde mach dem Zugunfall in beiden Richtungen umgehend gesperrt, um 20.44 Uhr fuhr der erste Metronom Richtung Bremen wieder in den Bahnhof ein. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden schwer verletzten Personen bereits auf dem Weg in Kliniken in Hamburg. Das Kriseninterventionsteam war angekündigt, um Zeugen weiter zu betreuen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Im Zug, der hell erleuchtet im Bahnhof stand, saßen die Fahrgäste. Einige schien der Unfall nicht besonders mitgenommen zu haben, sie tranken im Bordbistro ungerührt ihr Bier weiter. Andere bestanden darauf, während des laufenden Einsatzes, da war der Verletzte allerdings schon abtransportiert worden, aus dem Zug auszusteigen. Mit der Begründung, sie hätten auch Rechte und dürften nicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden…

Von den rund 430 Passagieren im Zug sei niemand verletzt worden, teilte die Bundespolizeiinspektion Bremen mit. Nach Ablösung des Triebfahrzeugführers habe der Zug um 21:48 Uhr die Fahrt fortsetzen können. Es hätten sich 34 Züge verspätet, 13 weitere Züge seien ausgefallen.

Von Kristian Stemmler

Buchholz gehört zu den nicht gerade wenigen Kommunen hierzulande, die von der Bahn terrorisiert werden, vor allem durch anhaltenden Lärm oft jenseits der Schmerzgrenze. Im Gegensatz zu allen anderen Lärm-Emmissionären muss sich das vom Staat dem Markt in den Rachen geworfene Unternehmen – man spricht vornehm von Privatisierung – dabei an keinerlei Regeln oder gar geschriebene Gesetze halten. Ellenlange Güterzüge, die zu jeder Tages- und Nachtzeit durch Stadt und Land donnern, egal wie alt die Achsen und die Radreifen sind – alles kein Problem!

Das Nordheide Wochenblatt hat verdienstvollerweise in seiner Ausgabe vom Sonnabend einen Vorgang öffentlich gemacht, der aufs Neue zeigt, wie dreist und skrupellos die Bahn vorgeht. Die Interessen der Allgemeinheit sind für die Herrschaften im Vorstand des Konzerns offenbar nicht von Belang, wenn es darum geht, Profitinteressen zu verfolgen. Das Schlimme daran: Das Alles geschieht offensichtlich mit Deckung resp. sogar Förderung der Politik, zumindest der in Berlin. Die Bahn erweist sich hier als Staat im Staate, als eine im Grunde mafiöse Organisation auf Augenhöhe mit dem DFB, Volkswagen und der Deutschen Bank.

Der Beitrag im Wochenblatt lässt sich so zusammenfassen: Die Bahn hat zwei Jahre lang geheim ein zusätzliches Gleis von Ashausen nach Celle geplant, weil mehr Güterzüge von Hamburg auf drei Strecken Richtung Süden fahren sollen, und wollte das Ganze ohne Bürgerbeteiligung durchziehen. Der Sprecher des Projektbeirats Alpha-E, der Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt, Peter Dörsam, kritisierte das Vorgehen der Bahn in der Zeitung massiv.

Das ist allerdings nur ein erster Schritt und nicht mehr. Die Kommunen müssen endlich das Recht in die eigene Hand nehmen. Soll heißen: Warum lässt man es sich gefallen, dass die Bahn auf ihrem Gelände machen kann, was sie will? Auch das Land der Bahn, etwa in Buchholz, gehört zur Stadt und ist dem hiesigen Recht unterworfen. Man könnte zum Beispiel, wie man das mit Autos schließlich auch macht, mal Geschwindigkeitsbeschränkungen für Güterzüge verhängen – oder Fahrverbote…

Wie wäre es denn, wenn die Stadt Buchholz, etwa mit Hilfe von Feuerwehr oder THW, dafür sorgt, dass Sauerstoff in den Teich im Rathauspark kommt ? Der scheint nämlich wegen der aus dem Lot geratenen meteorologischen Verhältnisse gekippt zu sein.

Zum Wohle von Investoren und Anlegern wird rangeklotzt – für den Rest geht das Licht aus.

Von Kristian Stemmler

Die Stadt Buchholz rühmt sich gern als Boomtown vor den Toren des großen Nachbarn Hamburgs, als Familienstadt, als Kulturstadt et cetera et cetera. Doch man schafft es nicht, vor dem Buchholzer Bahnhof für Beleuchtung zu sorgen. Nach Informationen des Blogs sind die Straßenlaternen des Rondeels vor dem alten Bahnhofsgebäude auf der Südseite der Bahnschienen seit dem Dienstag vergangener Woche, 18. September, vom Netz. Rundherum sind die Straßenlaternen an, das Parkhaus auf der Südseite und das im Kabenhof sind prachtvoll illuminiert. Pikant: Am Kabenhof ist eine große Werbung der städtischen Tochter Stadtwerke mit dem Slogan „Gut versorgt“ angebracht – also genau des Unternehmens, das es offenbar nicht schafft, die Laternen am Bahnhof wieder ans Netz zu hängen.

Der Ausfall hat massive Auswirkungen. Morgens müssen Hunderte von Bahnkunden im Dunkeln zu den Bahnsteigen. Wenn es demnächst anfängt zu frieren, wird es kriminell. Abends stehen Frauen fast allein an der dunklen Bushaltestelle, wie aus Kreisen der Taxifahrer zu erfahren war. Der Spott der arbeitenden Bevölkerung, die am Bahnhof arbeitet oder ein- und aussteigt, ist groß. Dass die Fälle von Behördenversagen in unserer Zeit offenbar exponentiell zunehmen, überrascht nicht. Dies aber ist ein besonders krasser Fall von kommunalem Versagen!

Als Ursache für den Blackout wird Folgendes vermutet: In der Woche des Ausfalls war mit einem mobilen Kran ein Transformatorenkasten am östlichen Ende des Rondeels gesetzt worden. Ganz offenbar eine weitere Vorbereitung auf das Canteleu-Quartier, das mit großem Tamtam angekündigt worden ist. Tatsächlich ist dieses neue Viertel wohl nur eine Lizenz zum Gelddrucken und eine Art Altersabsicherung für den Investor, die Firma Terra.

 

 

https://www.jungewelt.de/artikel/340169.schlechte-zahlen-zum-weltkindertag-jugend-ohne-perspektive.html

Von Kristian Stemmler

In der Kinder- und Jugendhilfe eskaliert derzeit unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit eine Entwicklung, die als Skandal zu bezeichnen stark untertrieben ist. Die für kritische Berichterstattung bekannte Tageszeitung junge Welt aus Berlin meldete es am 6. September mit eher nüchternen Worten: Die Zahl der in geschlossenen Heimen untergebrachten Kinder und Jugendlichen hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt – die Zahl stieg von 6.016 im Jahr 2006 auf 15.534 im Jahr 2016,. Das hatte die Passauer Neue Presse am Mittwoch unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage der Fraktion von Die Linke berichtet.

Als Journalist, der für das Hamburger Abendblatt jahrelang über Themen der Jugendhilfe berichtet und sich leidenschaftlich für gerade die ausgestoßenen Kinder und Jugendlichen eingesetzt hat, bin ich entsetzt über diese Nachricht. Wie können sich Menschen, die sich Pädagogen nennen und das entsprechende Fach studiert haben wollen, allen Ernstes erneut dafür hergeben, Kinder und Jugendliche, die sich nicht anpassen wollen, einfach wegzusperren. Genau das passiert hier, ohne dass ich die Schwierigkeiten, die die Jugendhilfe mit abweichendem Verhalten mancher Klienten hat, verharmlosen will.

Immer wieder habe ich vor Jahren als Lokalredakteur des Abendblattes über die Probleme geschrieben, die in Hamburg mit den so genannten Crash-Kids entstanden. Minderjährige, die schwer zu stoppen waren, die im Alter von 13, 14, 15 Jahren Autos kurz schlossen, um Spritztouren zu unternehmen. Zu einiger Bekanntheit brachte es hier der Junge Dennis. Die Lösung für das Problem war aber sicher nicht die geschlossene Unterbringung. Man versuchte mit Aufenthalten in einem finnischen Betreuungscamp in Finnland namens Kuttula und mehrwöchigen Trainings auf Segelschiffen die Jugendlichen wieder auf Kurs zu bringen, durchaus erfolgreich. Von rechts wurden diese Lösungsansätze damals natürlich übelst diffamiert als „Abenteuerurlaub auf Kosten der Steuerzahler“ und dergleichen.

Wie kann es sein, dass trotz aller Diskussionen, die in den 70ern und auch noch 80ern zu dem Thema geführt wurden, sich jetzt die Zahl der Kinder und Jugendlichen in geschlossenen Heimen mal eben so verdoppelt hat?! Der eigentliche Skandal ist die vordergründige Ursache für diese Entwicklung. In der zitierten Meldung in der jungen Welt heißt es dazu: „Der kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion, Norbert Müller, kritisierte die Entwicklung. Die stark gestiegenen Zahlen seien Folge des Sparzwangs in der Kinder- und Jugendhilfe, sagte er der Zeitung. Weil das Geld für frühzeitige Unterstützung fehle, stehe am Ende oft Wegfangen und Einsperren.“

Wer sich als Sozialpädagoge für Derartiges hergibt, versündigt sich an seinen Klienten!

 

Warum ist direkt neben der Waldschule ein Schießstand des Buchholzer Schützenvereins, an dem Warnschilder angebracht sind, auf denen u. a. „Lebensgefahr“ steht?

Der Sitz der Polizeiinspektion Harburg in Buchholz

 

Von Kristian Stemmler

Am Sonnabend haben in Hannover nach Veranstalterangaben rund 15.000 Menschen gegen das geplante Niedersächsische Polizei- und Ordnungsgesetz (NPOG) demonstriert. Sie warnten davor, dass dieses Gesetz mit seinen ausufernden Befugnissen für die Polizei ein weiterer Schritt in Richtung Polizeistaat ist. In allen deutschen Bundesländern außer dem von einem Ministerpräsidenten aus der Linkspartei regierten Thüringen sind ähnliche Polizeigesetze in Planung, in der Diskussion oder schon umgesetzt wie in Bayern.

Doch das Thema ist nicht so einfach abzutun, wie es manche Linke glauben, wenn sie voller Inbrunst das Kürzel ACAB an Wände sprühen oder auf einem T-Shirt tragen – also: All cops are bastards. Genau das ist, wenn es wirklich ernst gemeint ist, eben grundfalsch, weil es im Polizistenberuf genauso wie in anderen Berufen Leute gibt, die es gut, und andere, die es nicht so gut machen.

Wobei das Problem bei der Polizei schon diffiziler ist – weil die außerordentlichen Befugnisse von Polizeibeamten nicht selten zu gravierendem Machtmissbrauch führen und der oft noch vorherrschende Korpsgeist resp. eine Wagenburgmentalität zum Verschweigen dieser Missbräuche. Hier sind die Polizisten gefordert, denen klar sein muss, dass sie das so an der Polizeischule nicht gelernt haben, und das derartige Übergriffe auch auf sie zurückfallen.

Dennoch gehört in einem zerfallenden Gemeinwesen, und im real existierenden Kapitalismus ist ein solches zu beobachten, eine funktionierende Polizei zu den Bastionen, die im Kampf gegen ein Abgleiten in Chaos und Anarchie wichtig, wenn nicht unverzichtbar sind. Umso mehr muss es erstaunen, wenn es der Staat selbst ist, der auf der einen Seite Befugnisse und Aufgaben der Polizei immer mehr erweitert – sie aber auf der anderen Seite nicht in den Stand versetzt, diese Aufgaben auch erfüllen zu können resp. nur die Aufgaben, für die manche Politiker sie offenbar vorgesehen haben.

Mit dem Begriff „funktionierende Polizei“ ist hier selbstverständlich eine Polizei gemeint, die auf dem Boden von Recht und Gesetzt operiert und deren Befugnisse auf das Notwendige beschränkt sind. Eine Polizei, deren Kernaufgabe es sein muss, ein solidarisches Gemeinwesen zu schützen, nicht zur Ausgrenzung von Minderheiten beizutragen, sondern zu deren Schutz, kurz: eine Polizei, die für die Schwächsten da ist und zugleich für die Einhaltung gesunder Regeln sorgt.

Wie kann es vor diesem Hintergrund sein, dass zum Beispiel, wie das Nordheide Wochenblatt in seiner Mittwochausgabe berichtet, die Polizeidirektion Lüneburg den Beamten ihrer untergebenen Polizeiinspektionen, darunter auch die für Buchholz und den Landkreis Harburg zuständige Polizeiinspektion Harburg, quasi untersagt, Überstunden jenseits einer gewissen Grenze zu machen. Es ist mehr als peinlich, wenn die Direktion gegenüber der Zeitung auf irgendwelche älteren Erlasse des Innenministeriums verweist – während die Beamten vor Ort klar machen, dass sie so nicht für Sicherheit und Ordnung garantieren können.

Dass es überhaupt dazu gekommen ist, dass die Länderpolizeien – in Hamburg ist es mindestens ebenso schlimm wie im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg – einen Berg von Überstunden angehäuft haben, das ist der eigentliche Skandal. Die Polizei wird hier von der Politik offenbar immer mehr in eine Rolle hineingedrängt, die für alle Seiten nur negative Folgen hat, in die des Ausfallbürgen für gesellschaftliche Zerfallsprozesse, des Lückenbüßers und Rammbocks gegen Bürger, die ihre Rechte verteidigen. Dafür darf sie sich nicht hergeben!

Es liegen haufenweise Vorschläge auf dem Tisch, wie dem Problem beizukommen ist. So können die Aufgaben der Polizei um ein Vielfaches reduziert werden. Allein die unsinnige Strafverfolgung von Drogendelikten bindet Kräfte in einem abenteuerlichen Ausmaß. Hier kann nur die kontrollierte Abgabe von Cannabis und schrittweise auch von „harten Drogen“, wie sie von Polizeipräsidenten schon in den 80ern unterstützt wurde, eine Lösung sein. Eine andere Frage ist, ob die Polizei jeden Unfall mit Blechschaden aufnehmen muss, das lässt sich sicher anders regeln. Schließlich, drittes Beispiel, ist es nicht einzusehen, dass die Polizei auf Kosten des Steuerzahlers die Spiele der ersten Fußball-Bundesliga mit Riesenaufgeboten und ebensolchen Kosten absichert, während die Spieler,Trainer und andere Profiteure des Profifußballs im Geld schwimmen. Grotesker geht es nicht!

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Aus gegebenem Anlass wiederholt der Blog einen Text vom Oktober 2015, der offenbar kaum an Aktualität verloren hat. Denn die USA werden sicher binnen kurzem den immer wieder absurden Vorwurf wiederholen, das „Assad-Regime“ setze Chemiewaffen ein.

Hier der Beitrag:

In der Tageszeitung junge welt fand die Redaktion einen Hinweis auf einen sehr aufschlussreichen und unterhaltsamen satirischen Beitrag zum Thema Syrien. Hier der Text:

Der Frankfurter Künstler Hartmut Barth-Engelbart veröffentlichte am Montag auf seiner Internetseite die deutsche Übersetzung von »Sprachvorschlägen« des US-Außenministeriums. Der »Syrien-Spickzettel« für NATO-Propagandisten stammt von Gary Leupp. Die Satire war zuerst im US-Portal counterpunch.org veröffentlicht worden:

  • Erwähnen Sie immer wieder die Fassbomben. Lassen Sie dabei aber weg, wie deren Gebrauch von der israelischen Luftwaffe 1948 eingeführt wurde und wie sie 1968 in der Operation Inferno von den USA benutzt wurden. Wiederholen Sie ständig »Fassbomben, Fassbomben« und behaupten Sie mit ernstem Blick, dass das syrische Regime sie »gegen die eigene Bevölkerung« einsetzt. Gegen die eigene Bevölkerung. Gegen die eigene Bevölkerung. Gegen die eigene Bevölkerung.
  • Erwähnen Sie immer wieder »200.000« als offizielle Zahl der Opfer in Syrien. Erwähnen Sie allerdings nicht, dass ungefähr die Hälfte der Opfer reguläre syrische Soldaten waren. Lassen Sie sich nicht auf Diskussionen zu diesen Zahlen ein, um keine Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass die syrische Regierung einfach so nach Lust und Laune Zehntausende Zivilisten ermordet. (…)
  • Erwähnen Sie immer wieder den »arabischen Frühling« und wie 2011 friedliche syrische Demonstranten unterdrückt wurden. Aber bleiben Sie nicht zu lange bei diesem Thema. Immerhin war das US-Außenministerium tatsächlich schockiert von den hässlichen Folgen in Ägypten, wo die »Demokratisierung« die Muslimbruderschaft an die Macht brachte, bis das US-unterstützte Militär seine Widersacher in einem Blutbad ersäufen konnte. Und denken Sie bitte daran, nicht zu erwähnen, wie in Bahrain friedliche Demonstrationen der schiitischen Mehrheit gegen die repressive sunnitische Monarchie von saudiarabischen Invasionskräften mit schweigender Billigung der USA niedergeschlagen wurden. (…)
  • Erwähnen Sie immer wieder die »Freie Syrische Armee« und die »moderate Opposition«, um den Eindruck zu vermitteln, die gäbe es wirklich. Erwähnen Sie allerdingsnicht, dass die FSA ein schlechter Witz ist, dass ihre Anführer in der Türkei leben, dass ihre wenigen verbliebenen Einheiten von CIA-Offizieren angeführt werden, dass die unlängst an die Front geschickte Gruppe von 54 Leuten umgehend von der Al-Nusra-Front gefangen genommen wurde und dass weitere 70 aus der Türkei geschickte Kämpfer umgehend ihre Waffen Al-Nusra übergaben (…).
  • Drücken Sie auch weiterhin Empörung, wenn nicht sogar Wut darüber aus, dass Russland sich in Syrien »einmischt«. Verziehen Sie Ihr Gesicht und schauen Sie, als ob das kaum nachvollziehbar wäre. Erwähnen Sie aber nicht, dass Syrien viel näher an Russland als an den USA liegt und dass Russland viel gefährdeter ist durch Terrorismus, als es die USA sind (…).
  • Erinnern Sie Ihre Zuschauer nicht daran, dass die syrische Regierung international anerkannt und etabliert ist, einen Sitz in der UNO hat, mit den meisten Ländern freundliche Beziehungen unterhält und in einem Kampf auf Leben und Tod ist gegen Leute, die Menschen versklaven, kreuzigen, enthaupten, lebendig begraben und verbrennen und die Syriens moderne säkulare Regierung durch eine mittelalterliche, religiöse und völlig intolerante ersetzen wollen.
  • Behaupten Sie auch weiterhin starrsinnig, das Assad Regime sei irgendwie verantwortlich für die Terrorismuswelle. (…) Erwähnen Sie nicht, dass Al-Qaida-Sprösslinge weltweit überall entstanden sind und gedeihen, seit die USA 2003 in einem Krieg, der komplett auf Lügen basierte, in den Irak eingefallen sind und ihn zerstört haben. (…)
  • Halten Sie die Sache bitte einfach. Hämmern Sie den Zuschauern einfach in die Hirne, dass Assad das Hauptproblem ist und der allerschlimmste Akteur in der syrischen Situation. Erzählen Sie ihnen, dass Putin, während er versucht, das Zarenimperium wiederzubeleben, Assad als einen loyalen Verbündeten unterstützt und sein Militär nutzt, um dessen Herrschaft zu verlängern (…).