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Lange war es in Buchholz und Umgebung recht ruhig, was Aktivitäten von rechts angeht. Jetzt sind offenbar wieder Nazis unterwegs – und das gleich im Rudel und äußerst gewalttätig. Die Polizeiinspektion Harburg hat am Freitag einen Überfall von einer Gruppe junger Männer auf zwei Männer im Alter von 22 und 24 Jahren in der Nacht zum Sonntag im Buchholzer Rathauspark nachträglich als „fremdenfeindlichen Übergriff“ eingestuft. Demnach haben die Täter bei ihrem Angriff „Scheiß Ausländer“ und „Wir machen Buchholz sauber“ gerufen.

Die beiden angegriffenen Männer, deren Nationalität die Polizei nicht mitteilten, hatten in der Nacht zum Sonntag auf einer Parkbank im Rathauspark gesessen. Gegen 1.40 Uhr seien 10 bis 20 andere Männer auf sie zugekommen, so die Pressestelle der Inspektion, hätten die beiden provoziert und beschimpft. Die Gruppe habe „Mund-Nase-Bedeckungen“ getragen, was in diesem Fall vermutlich nicht der Angst vor Ansteckung, sondern vor späterer Identifizierung geschuldet war.

Die beiden angegriffenen Männer seien getrennt voneinander geflüchtet. Während einer in Richtung Polizei lief, habe sich der andere in Richtung Hamburger Straße bewegt. Dort sei er von der Gruppe eingeholt und attackiert worden. Da er Boxer sei, habe sich der Mann „einigermaßen“ wehren können, teilte die Polizei mit, und sei entkommen. Zwischen Galerie und Famila sei er aber erneut eingeholt worden. Hier habe einer aus der Gruppe sogar ein Messer gezückt. Dem Angegriffenen gelang ein weiteres Mal die Flucht. Er konnte sich in Sicherheit bringen, erlitt Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt wurden. Die Polizei suchte etwa eineinhalb Stunden erfolglos nach der Tätergruppe.

Zu zweit Tätern gibt es Personenbeschreibungen.

zu 1: – 25-35 Jahre, ca. 1,80 – 1,85 Meter groß, athletische Figur,

weiße Hautfarbe, hellblondes Haar (etwas länger), hellblonder

Vollbart (ca. 5 cm Länge)

– dieser Mann trug einen gelben, glänzenden Trainingsanzug (Hose,

Jacke)

zu 2: – Mitte 20 Jahre, 1,95 – 2 Meter groß, athletische Figur, blondes

Haar (nicht kurz/nicht lang), kein Bart, längliches Gesicht

– dieser Mann trug einen hellgrauen Trainigsanzug, wobei die Hose

bis kurz unter die Knie hochgezogen war

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise unter 04181-2850. Insbesondere Passanten oder Anwohner im Bereich Rathauspark, Hamburger Straße, Galerie und Famila könnten die Auseinandersetzung bemerkt haben.

Zu Pfingsten

Stay at home, heißt es allenthalben – für Markttage in Buchholz scheint das nicht zu gelten. Auch an diesem Karsonnabend drängelt sich wieder die halbe Stadt auf dem Wochenmarkt. Man versucht Abstand zu halten, was allerdings angesichts fehlenden Platzes nicht immer einfach ist. Natürlich ist die Marktbeschickern zu gönnen, wenn sie noch was verkaufen können. Und natürlich müssen die Menschen die Möglichkeit haben, sich mit dem Lebensnotwendigen einzudecken. Es ist aber anzunehmen, dass vieles, was da eingekauft ist, so lebensnotwendig nicht ist. Aber Ostern bleibt eben ein Anlass fürs Fressen und Saufen – wenn schon nicht in größerer Gemeinschaft oder im Restaurant, dann halt in den heimischen vier Wänden.

In Buchholz wie im gesamten Landkreis Harburg ist es übrigens durchaus noch gestattet, allein auf einer Parkbank zu sitzen. Ebenso ist das Spazierengehen und Joggen erlaubt, ja sogar empfohlen, um das Immunsystem zu stärken. Was dabei natürlich immer zu beherzigen ist, das ist: Abstand halten!

https://www.medico.de/blog/quarantaene-mit-augenmass-17650/

Friedrich Merz als CDU-Chef? Warum nicht?! Dann bekennt der Kapitalismus wengistens mal wirklich Farbe und das Land wird direkt von einem Lakaien des Finanzkapitals geführt. Komisch, aber Merz kann ich mir irgendwie sehr gut in einem Gestapo-Mantel vorstellen.

Die Polizeiinspektion Harburg meldet:

 

Im Wendehammer im Uhlengrund wurde von Montag auf Dienstag zwischen 21 und 7 Uhr ein BMW 520d aufgebrochen. Nachdem eine Scheibe eingeschlagen worden war, bauten die Täter Lenkrad und Navigationssystem aus. Die Schadenshöhe kann derzeit nicht beziffert werden.

Im real existierenden Kapitalismus gibt es viele Orte, an denen die Menschen sich auf ihre Art „amüsieren“, wozu auch gehört, einander in betrunkenem Zustand auf die Mütze zu hauen. Ein solcher Hotspot ist bekanntlich auch der Platz zwischen Kirche und Edeka im schönen Hanstedt. Die Polizeiinspektion Harburg berichtet aktuell, wie dort einige Herrschaften das neue Jahr begrüßt haben:

Um 02.21 Uhr gehen bei der Polizei und dem Rettungsdienst Notrufe ein, dass 10 Personen vor einer Gaststätte in der Straße Bei der Kirche in eine Schlägerei verwickelt seien, eine Person sei bereits nicht mehr ansprechbar am Boden. Sofort werden mehrere Streifenwagen und Rettunsgkräfte entsandt. Vor Ort muss ein Opfer reanimiert werden.

Es war zuvor in der Gaststätte zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der u.a. einer der Täter mit einem Barhocker auf eines der Opfer eingeschlagen hatte. Das Opfer stürzte daraufhin mit dem Kopf auf eine Treppenstufe. Der 20-jährige Täter trat und schlug jetzt noch weiter auf das am Boden liegende Opfer ein, bis dieses bewusstlos liegenblieb. Rettungskräfte konnten den schwerverletzten 32-Jährigen wiederbeleben und in eine Hamburger Klinik bringen.

Die drei Täter wurden durch Polizisten vorläufig festgenommen. Für das Opfer bestand bereits am Morgen keine Lebensgefahr mehr.

Die Polizeiinspektion Harburg meldet:

Heiligabend, kurz nach Mitternacht, wurden direkt neben der Polizeiwache drei sich verdächtig verhaltende Männer auf dem Besucherhof der Shell-Tankstelle bemerkt, die sich dort in einem BMW mit schwedischem Kennzeichen aufhielten. Zu Beginn der Polizeikontrolle wollte der schwedische Fahrer (31) gerade weiterfahren, konnte aber angehalten werden. Bereits beim Öffnen der Fahrertür erschien der Marihuanageruch überwältigend. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer und seine beiden schwedischen Begleiter (28 und 29) eine letzte Rast auf ihrer Heimfahrt aus den Niederlanden nach Schweden eingelegt hatten, um sich vor der Heimkehr einiger Konsumreste und Zubereitungsutensilien zu entledigen und noch mal einen durchzuziehen. Außerdem hatte jeder noch zwei letzte Joints gedreht. Die nunmehr wegen Drogenbesitz Beschuldigten gaben dazu an, dass man damit nicht in Schweden erwischt werden wollte. Die Joints wurden beschlagnahmt, gegen den Fahrer wurde zusätzlich ein Strafverfahren wegen Drogenbeeinflussung im Straßenverkehr eingeleitet und hierfür eine Blutprobe entnommen.

Zum Thema „Senioren im Straßenverkehr“ hier ohne weiteren Kommentar zwei Meldungen der Polizeiinspektion Harburg von heute.

Brackel – Frau auf Gehweg angefahren
Ein 87-jähriger Mann hat am Donnerstagnachmittag einen Verkehrsunfall in der Schulstraße verursacht. Der Mann war mit seinem Ford die Schulstraße, von der Rehrstraße kommend, entlang gefahren. Kurz vor der Einmündung zum Fischteichweg kam der 87-Jährige mit seinem PKW nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einer 39-jährigen Frau, die mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg stand. Die Frau wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Sie kam in ein Krankenhaus. Warum der Mann auf den Gehweg geriet, ist noch unklar.

Hanstedt – In Gegenverkehr gefahren
Auf der Harburger Straße kam es am Donnerstag, gegen 16:50 Uhr zu einem Verkehrsunfall. Eine 86-jährige Frau, die mit ihrem Opel auf der Straße unterwegs war, kam aus noch unklarer Ursache in einer leichten Rechtskurve nach links in die Gegenfahrspur und kollidierte dort mit dem entgegenkommenden Ford einer 31-jährigen Frau. Die Fordfahrerin sowie ein elfjähriger Junge, der mit im Auto saß, wurden leicht verletzt. Sie kamen ins Krankenhaus. Die beiden PKW mussten abgeschleppt werden.

In einer der reichsten Gemeinden des Landes sind unbekannte Aktivisten im Zuge allgemeiner Umverteilung im Advent in segensreicher Weise tätig geworden. Das meldet die Polizeiinspektion Harburg mit folgendem Wortlaut:

Im Allerbeeksring in Jesteburg montieren unbekannte Täter in der Nacht von Freitag auf Samstag Kompletträder von Neufahrzeugen ab. Dabei werden von 13 hochwertigen Fahrzeugen die gesamten Räder (Reifen auf Alufelgen) abmontiert. Die Pkw werden zum Teil auf Pflastersteinen aufgebockt. Es entsteht ein hoher Sachschaden an den Fahrzeugen.

Um einmal mit einem offenbar weitverbreiteten Irrtum aufzuräumen: An diesem Montag hat keineswegs die Adventszeit begonnen. Dass etwa in Buchholz mit der Eröffnung des Weihnachtsmarktes gewartet wird, bis der Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt, vorbei ist – das muss man heutzutage ja hoch anrechnen. Denn viele Weihnachtsmärkte werden ja bereits vorher aufgemacht. Der Rubel muss rollen. Die Adventszeit und das neue Kirchenjahr beginnt jedenfalls erst mit dem 1. Advent, also nächsten Sonntag. Und nach biblischer Überlieferung beginnt die Woche mit dem Sonntag, das heißt diese Woche gehört noch zum Ewigkeitssonntag.

Nun lässt sich natürlich trefflich argumentieren, das sei doch völlig wurst, da sich das Weihnachtsfest längst von allen Ursprüngen gelöst hat. Stimmt ja auch, es ist ein reines Konsumhappening geworden, ein Anlass zum Fressen, Saufen und Kaufen. Unvorstellbar, dass die Adventszeit traditionell eigentlich eine Fastenzeit ist, die der inneren Einkehr und Besinnung dient.

Heureka! Es geht voran am Bahnhof! Wie das Nordheide Wochenblatt berichtete, hat „eines der wichtigsten Bauprojekte in Buchholz“ die „vorletzte Hürde in der politischen Diskussion genommen“. Der Stadtentwicklungsausschuss empfahl am Mittwoch, dem geänderten städtebaulichen Vertrag für das Canteleu Quatier zuzustimmen. Sie erinnern sich vielleicht dunkel – da war mal was. Ein großes Kino sollte im Bahnhofsviertel gebaut werden, irgendwann war auch mal von einem Hotel die Rede. Alles Luftschlösser!

Recht lustig, wie sich Andreas Tietz, Geschäftsführer der Firma terra Real Estate, der man das Gelände zum Abkassieren anhand gegeben hat, gegenüber dem Wochenblatt äußerte. Er wollte zu Details der neuen Planung nichts sagen. Ist wohl auch besser so, sonst verspricht er wieder was, das nicht zu halten ist. Ansonsten verlautbarte Tietz, man brauche den städtebaulichen Vertrag, „um in die Umsetzung des Projekts zu gehen“. Von ihm aus könne es „jetzt losgehen“. Immerhin plane die Firma seit fünfeinhalb Jahren. Hört sich fast so an, als wäre die Politik schuld an der nahezu unendlichen Geschichte des Canteleu Quartiers. Von außen natürlich schwer zu beurteilen, aber es scheint doch eher so, dass die Stadt einen „Investor“ auserwählt hat, der der Aufgabe von Anfang an nicht gewachsen war.

Das Nordheide Wochenblatt kann es offenbar nicht lassen, den Ostring zu promoten. In der Ausgabe vom Mittwoch wurde unter der Überschrift „Eine Stadt vor dem Verkehrskollaps“ dem Projekt eines Rentners viel Platz eingeräumt. Der Mann hat nichts Besseres zu tun, als sich stundenlang an wichtige Durchgangsstraßen in Buchholz zu setzen und die Autos zu zählen. Das kaum überraschende Ergebnis: Zu bestimmten Zeiten sind die Straßen doch recht voll.

Aber erstens sind die Staus in Buchholz verglichen etwa mit denen in der Hamburger Rush-hour kaum der Rede wert. Und zum zweiten: Es wäre sinnvoller gewesen, darauf hinzuweisen, dass sehr viele Fahrten, die in die Innenstadt unternommen werden, völlig überflüssig sind. Aber nein, es ist ein heiliges Grundrecht, mit dem SUV zum Brötchenholen zu fahren, daran lässt der deutsche Wohlstandsbürger nicht rütteln. Wir kommen nur voran, wenn der Indiviudalverkehr massiv eingeschränkt wird.

Völlig grotesk wird es, wenn das Wochenblatt eine Formulierung des Rentners, der Lastenräder als „SUVs der Fahrräder“ bezeichnet, widergibt und auch noch in die Unterzeile übernimmt. Geht’s noch, Ihr Spinner! Allmählich sollten auch die Letzten mitbekommen haben, dass SUVs zu den Hauptverursachern des Klimawandels gehören und dass ihre exorbitant steigenden Verkaufszahlen eine echte Gefahr für uns alle sind. Diese Teile gehören verboten, je schneller desto besser! Vor allem die Leute, die diese panzergleichen Riesen-SUVs fahren, sind nicht ganz richtig im Kopf.

 

https://www.jungewelt.de/artikel/365008.fliegerhorst-b%C3%BCchel-nato-probt-f%C3%BCr-atomkrieg.html

Von Kristian Stemmler

Alle sind gleich vor dem Gesetz, einiger aber gleicher – das ist offenbar auch in Buchholz so. Während beim Stadtfest wie üblich um Mitternacht Schluss war, um die Ohren und Nerven der Anwohner zu schonen, durfte das Team 412 bis tief in die Nacht die halbe Stadt beschallen. „Und wenn am Samstag die Lichter der Stadt ausgehen, zünden wir für euch die Aftershow-Bombe in der Schützenhalle Buchholz und rocken mit euch die Dunkelheit weg“, warb die „Eventagentur“ auf ihrer Homepage für eine Feier in der Nacht zum Sonntag in der Schützenhalle. Nicht nur die Dunkelheit, könnte man ergänzen, vor allem die Nachtruhe rockten die Herrschaften weg, damit ein paar bekloppte Eventhopper sich noch weiter die Kante geben konnten.

Der Autor dieser Zeilen wohnt etwa zwei Kilometer Luftlinie von der Schützenhalle entfernt und wurde nach kurzem Schlummer gegen zwei Uhr von wummernden Bässen geweckt. Diese waren zwar nicht sehr laut, aber deutlich wahrnehmbar und vor allem durch ihre Tiefe sehr unangenehm. Ein Anruf bei der Polizei ergab, dass die Schallquelle offenbar die erwähnte Aftershow-Party war. Diese sei genehmigt und es habe sich auch sonst noch niemand darüber beschwert, da könne man nichts machen, hieß es seitens der Polizei Buchholz.

Da das Wummern mich weiterhin wach hielt, sah ich mich gezwungen, das Fenster im Schlafzimmer zu schließen. Aber auch das half wenig, weil die Bässe auch durch das geschlossene Fenster deutlich wahrnehmbar waren. Von weiteren Anrufen bei der Polizei sah ich ab, um meinen Ruf als ewiger Nörgeler nicht weiter zu befördern und ich davon ausging, dass dort die Bereitschaft, in diesem Fall aktiv zu werden, eher gering ausgeprägt war. Etwa um vier Uhr war dann Schluss mit der Schallemission, entweder weil die Genehmigung dann auslief oder die Party zu ende ging. Irgendwann bin ich eingeschlafen, konnte noch ein paar Stunden schlafen, bevor der nächste Arbeitstag begann.

Die Ankündigung des Teams 412 auf seiner Homepage war nicht übertrieben: „Unsere DJs bringen mit heißen Dance-, Rock- und Electro-Beats selbst die ältesten Kaliber zum Glühen.“ Zum Glühen vor Wut…

Erstens stellt sich die Frage, was sich die Leute antun, die sich stundenlang in der Nähe der Boxen aufgehalten haben, wenn das in zwei Kilometer Entfernung schon dermaßen unangenehm war. Zweitens lässt sich anmerken, dass diese „Beats“ mit Musik nichts zu tun haben. Drittens steht außer Frage, dass es sich hier um einen klaren Verstoß gegen geltende Gesetze gehandelt hat, indem über Stunden die Nachtruhe nachweisbar gestört worden ist. Und viertens sei darauf verwiesen, dass sich das Buchholzer Krankenhaus in unmittelbarer Nähe zur Schützenhalle befindet und das Bassgewummere dort vermutlich manchen Patienten im Schlaf gestört hat.

Meiner Ansicht nach wäre die Polizei verpflichtet gewesen, die Einhaltung der Nachtruhe durchzusetzen, was eventuell ja mit einer Minderung der Lautstärke machbar gewesen wäre. Andererseits ist es sicher richtig, dass die Polizei nicht die Instanz sein kann, die sämtliche Probleme in dieser durchgeknallten Gesellschaft lösen kann, eine Gesellschaft, in der Egoismus und Rücksichtslosigkeit in nie gekannter Weise aufblühen.

Der eigentliche Adressat des Protestes muss aber die Stadt Buchholz sein, denn die betreibt die Schützenhalle, kümmert sich aber offenbar nicht darum, dass dabei auch die Gesetze eingehalten werden – zumindest nicht in diesem Fall. Der buchholzblog wird dran bleiben und seine Leser auf dem Laufenden halten.

Passend zur Automobilmesse in Frankfurt nächste Woche:

https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/berlin-horror-unfall-porsche-rast-auf-gehweg-vier-tote-auch-baby-stirbt-64474564.bild.html

Produziert doch noch ein paar mehr PS-starke SUVs, denn die sind ja ein Segen für unser Land!

 

Demnächst im buchholzblog: die große Serie über die Lebenslügen des Bürgertums. Die erste Folge handelt von Waschzwängen und emotionalen Verkrüppelungen.

Vor dem Hamburger Landgericht wird derzeit der so genannte Elbchaussee-Prozess verhandelt, der sich mit den Ereignissen am ersten Tag des G-20-Gipfels in Hamburg vor gut zwei Jahren befasst. Am frühen Morgen des 7. Juli 2017 waren rund 220 Aktivisten von der Elbchaussee über die Große Bergstraße gezogen und hatten für einigen Glasbruch bei Ikea, Bankfilialen und anderen lohnenswerten Zielen gesorgt. Am Dienstag trat in diesem Verfahren ein interessanter Zeuge auf, wie im Internet zu lesen ist.

Und zwar sagte Folkert Koopmanns aus, der Chef des Konzertveranstalters FKP Scorpio. Der soll laut Nordheide Wochenblatt in Nindorf wohnen, wobei das Wort residieren es wohl besser trifft. Wer bereits mal durch Nindorf gefahren ist, wird sich erinnern, welche imposanten Häuser und Grundstücke sich dort befinden. Leute, die dort wohnen, haben es geschafft und für das Wochenblatt sind das bekanntlich glühende Vorbilder. „Macher“ nennt man sie dort.

So bejubelte das Wochenblatt den Herrn Koopmanns vor kurzem ausführlich dafür, dass er daran beteiligt war, dem grausam nervigen Ed Sheeran zu weiteren Millionen zu verhelfen, indem er seine Tournee durch Europa organisierte. In einem liebedienerischen Interview darf sich der Konzertveranstalter über diese Tournee auslassen und auch ein wenig aus seinem Familienleben erzählen. Am beste könne er zu Hause abschalten, „zuhause mit meiner Frau – und mit meiner Welsh-Black-Herde“, die er seit einigen Jahren gleich neben seinem Haus halte. Ein Mann wie du und ich eben, denn wer genießt nicht seinen Feierabend im Kreise seiner Welsh-Black-Rinder..?!

Natürlich kam in dem Interview mit keinem Wort vor, dass der Herr Koopmanns möglicherweise Dreck am Stecken hat. Dafür berichtete zum Beispiel die taz kürzlich, dass der Mann „im Fokus“ der Hamburger Staatsanwaltschaft steht, und zwar wegen Bestechung. Hintergrund ist der als „Ticketaffäre“ bekannt gewordene Vorgang, der in Hamburg seit Monaten für Schlagzeilen sorgt. Bekanntlich veranstaltete FKP Scorpio ein Open-air-Konzert der Rolling Stone im September im Stadt, kurz nach dem G-20-Gipfel.

Damit dieses Spektakel reibungslos vonstatten gehen konnte, war es offenbar nötig, hier und das das politische und verwaltungstechnische Getriebe zu schmieren. Der Sozi Harald Rösler, damals Chef des zuständigen Bezirksamts Nord, nahm bekanntlich 100 Frei- und 300 Vorzugskarten für das Konzert an und verteilte sie großzügig an „Freunde des Hauses“. Diverse Politiker sind bereits in den Sog der Affäre geraten. Wo aber jemand bestochen wird, ist aber jemand der besticht, stellt die taz zu Recht fest. Daher also steht Koopmanns im Fokus von Ermittlungen.

Deshalb stand er jetzt aber nicht vor dem Landgericht, denn da war er ja nur Zeuge. Denn der Zufall wollte es offenbar, dass er oder seine Firma zu den Geschädigten der Ereignisse an der Elbchaussee am Morgen des 7. Juli 2017 gehörten. Dort gehöre ihm ein Haus, das er gerade für rund 600.000 Euro habe sanieren lassen, heißt es dazu im Netz. Dieses sei damals entglast und mit ein wenig Ruß bedeckt worden. Darüber gab der Herr Koopmanns vor dem Landgericht Auskunft. Glücklicherweise, für ihn zumindest, ist der Gebäudeschaden zu 100 Prozent vom „Opferfonds“ für G-20-Geschädigte übernommen worden.

Pikant an der Sache ist der Zusammenhang zwischen G 20 und Stones-Konzert. Die Behörden hatten den Gipfelgegnern nämlich den Stadtpark für ein großes Camp verweigert, mit der Begründung, die Grünanlagen müssten geschützt werden. Die wurden dann im September 2017 von Stones-Fans zertrampelt. Und für die Behebung der Schäden zahlte wer? Richtig, der Steuerzahler.

Glückwunsch! Buchholz hat es auf die erste Seite von Bild.de geschafft. Unter der Überschrift „Tatort Sparkasse – Buchholz in der Niedersachsen: Mindestens 3,5 Millionen Euro Beute!“ wird da heute Abend über das raffinierte Ausräumen der Schließfächer in der Sparkasse Harburg-Buxtehude berichtet. Auch so kann man als Kleinstadt bekannt werden… Stellt sich allerdings die Frage, warum die Kollegen von Bild erst jetzt auf die Geschichte kommen, denn die Sache ist ja schon eine Weile her.

Von Kristian Stemmler

Ich stehe dazu. Nach den Berichten über den spektakulären Diebstahl in der Buchholzer Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude, bei dem Unbekannte 80 Schließfächer leerräumten, konnte ich nächtelang nicht mehr schlafen. Stundenlanges Grübeln über das Schicksal dieser armen Menschen, denen so viel Wertvolles genommen wurde, ließ mich einfach nicht zur Ruhe kommen. All der wunderbare Schmuck, die Wertpapiere, Edelmetalle oder was da sonst in den Schließfächern gewesen sein mag.

Wie nur, fragte ich mich immer wieder, sollen diese Menschen sich im Leben künftig noch zurechtfinden, ohne ihr geliebtes Collier oder den familieneigenen Edelchronographen von Patek Philippe? Wie sollen sie die traumatische Erfahrung dieses Verlustes überwinden? Werden Sie jemals wieder Vertrauen in ein Geldinstitut haben können?

Die Dunkelmänner, die ihnen das angetan haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Es kann und darf nicht angehen, dass die Leistungsträger dieser Gesellschaft um ihre sauer verdienten Reichtümer fürchten müssen. Darum fordere ich die Polizeiinspektion Harburg dringend dazu auf, eine Sonderkommission zu bilden. Ein paar Plakätchen mit Zeugenaufrufen in den Geschäften sind nicht genug!

Was denken sich Bekloppte wie unser Verkehrsminister eigentlich dabei, auf den Straßen unserer ohnehin schon hektischen Großstädte immer mehr motorsierte Fahrzeuge wie diese bekloppten E-Scooter und E-Bikes loszulassen?! Wundert sich irgend jemand darüber, dass sich aktuell Berichte über Unfälle mit den Teilen häufen?!

In Hamburg ist an diesem Sonntag eine Frau (41) schwer verletzt worden, die nahe Hauptbahnhof mit einem E-Roller offenbar bei Rot über die Straße fuhr. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Was wir jetzt natürlich noch dringend brauchen, ist autonomes Fahren und dergleichen. Hauptsache, die Industrie kann immer neue Technologien entwickeln, mit denen sich Kasse machen lässt. Super! (kst)

Die Sommerzeit ist die Zeit im Jahr, in der die soziale Apartheid in diesem Land am deutlichsten hervortritt. Während man ab der unteren Mittelschicht aufwärts fröhlich mit Kind und Kegel in die Ferien aufbricht, in den Schwarzwald, nach Niederösterreich, in die Provence, nach Gran Canaria oder noch weiter weg, bleibt der Rest gezwungenermaßen daheim. Für die Hunderttausenden, die von ALG II oder anderen Transferleistunge abhängig sind oder in ihrem Job so gut wie nichts verdienen, ist vielleicht mal eine Woche Ostsee drin – das war es dann aber schon. Ansonsten bleibt noch das Freibad.

Ja, liebe Mittelschichtler, das könnt Ihr jetzt gar nicht fassen, nicht wahr? Es gibt sogar Menschen in diesem Land, die seit Jahren keinen Urlaub gemacht haben. Weil sie nullkommanix verdienen, wenn sie ihrem Schreibtisch fern bleiben. Na, die haben sicher selbst schuld an ihrer Lage. Schulden gemacht, über die Verhältnisse gelebt, wie? Nicht fleißig genug. Genau, das wird es sein…

 

Ach ja, noch ein Nachtrag: Erholt Euch gut, es kommen harte Zeiten! Die Ungerechtigkeiten, vor denen Ihr die Augen verschließt, werden allen auf die Füße fallen – Euch auch!

Summertime

Von Kristian Stemmler

Offenbar hält nicht einmal der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke bestimmte Leute davon ab, ihre rechte Hetze weiter medial zu verbreiten. Zu diesen muss man auch den einschlägig bekannten Tostedter Professoren Bernd Leber zählen, der ausweislich seiner Homepage die Firma proMig Consult führt, also Geschäfte mit dem Thema Migration macht.

Einen blutigen Streit unter Sudanesen in einer Flüchtlingsunterkunft in Fredenbeck nutzt der Herr Leber um seine rechte Hetze in einem Leserbrief im Wochenblatt vom 26. Juni zu verbreiten. Der Fall zeige „einmal mehr die skandalöse Hilflosigkeit des Staates bei der Durchsetzung seiner eigenen Gesetze im Bereich Migration“, behauptet der Mann, fantasiert von einer halben Million Duldungsfälle und nennt ausgerechnet das Beispiel der Kooperation Israels mit afrikanischen Regierungen als Vorbild.

Das ist unterstes AfD-Niveau und genau die Art Fake News, die den Nazis den Boden bereitet! Tatsächlich haben CDU und SPD als Verbeugung nach rechts gerade mit dem „Hau-ab“-Gesetz die Regelungen verschärft, Niedersachsen bekommt eine zentrale Abschiebungsbehörde. Seehofer & Co. schieben ab auf Teufel komm raus. Leute wie Leber gehören zur verrohenden Mittelschicht, die das Spiel der Herrschenden mitmachen, die Schwächsten der Schwachen als Sündenböcke zu instrumentalisieren. 1933 ff. haben wir bereits einmal erlebt, wie das ausging.

 

 

 

Reißerische Schlagzeilen in der Presse, Sondersendungen im TV – ja, es ist heiß am heutigen Dienstag, aber müssen die Medien wieder derartig am Rad drehen?! Von Rekordhitzewerten kann selbst für den Monat Juni noch keine Rede sein. In Hamburg wie in Buchholz liegen die Temperaturen etwas über der 30-Grad-Marke, erreichen vielleicht 33 Grad. Kein Grund also, hysterisch zu werden. Der Höchstwert im Norden liegt offenbar derzeit im Raum Osnabrück bei 35 Grad. NDR aktuell behauptet aber heute nachmittag mal eben kackfrech, in Lingen seien 37 Grad gemessen worden. Irgendwie muss man die Sondersendung am Abend ja rechtfertigen.

Eigentlich könnten Zeitungen dazu übergehen, eine tägliche oder zumindest wöchentliche Kolumne einzurichten über Verkehrsunfälle, bei denen Senioren in irgendwelche Schaufenster gerast oder unschuldige Passanten über den Haufen gefahren haben. Auf der Uhlenhorst in Hamburg war es jetzt mal wieder so weit. Ein 82 Jahre alter Mann hat nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes in dem feinen Viertel mit seinem Mercedes eine rote Ampel missachtet und ist in eine Fußgängergruppe genagelt. Resultat: sechs Verletzte, darunter ein neun Jahre altes Kind.

Wie im vorhergehenden Textbeitrag fragt der buchholzblog, was eigentlich noch passieren muss, bis die Politik handelt? Es müssen umgehend obligatorische, aussagekräftige Tests her, die ab einem bestimmten Alter zu absolvieren und zwar in kürzer werdenden Abständen. Und es kann nicht angehen, dass über 80-Jährige, die kaum noch laufen können, in hochmotorisierten Karren etwa des Herstellers Porsche umherfahren. Die werden in den Händen dieser Leute zu Killermaschinen!!

Kristian Stemmler

 

Wie viele derartige Vorfälle soll es eigentlich noch geben, bis die Politik sich entschließt, ältere Führerscheininhaber härter und öfter auf ihren Gesundheitszustand und ihre Fahrfähigkeiten zu prüfen?! Die Polizeiinspektion Harburg teilt heute Folgendes mit:

Unfall auf dem Friedhof – Am Samstagabend fuhr eine 81-jährige Bendestorferin zum Friedhof nach Jesteburg in den Kirchweg. Dort befährt sie irrtümlich den Fußweg des Friedhofes und beschädigt dabei mehrere Gräber und eine Wasserleitung. Anstatt das Fahrzeug nach den ersten Beschädigungen zurückzusetzen, dachte sich die Dame ihren Weg fortzusetzen bis sich das Fahrzeug zwischen den Gräbern und auf einem Stein festfuhr. Das Fahrzeug steht nun mitten auf dem Friedhof und kann derzeit nicht geborgen werden.

Anm. d. Red.: Deshalb spricht man offenbar gelegentlich von Autofriedhof.

Von Kristian Stemmler

Freude, schöner Götterfunken! Die Sozis haben bei der Europawahl die Quittung für die unsoziale Politik der vergangenen Jahre bekommen. Es geht doch! Das ist aber auch so ziemlich das einzige, was an dieser Wahl erfreulich ist. Über den Kantersieg der Grünen kann sich nur freuen, wer vergessen hat, wie sie zuletzt immer wieder als Kriegstreiber aufgetreten sind, an der Agenda 2010 mitgewirkt haben oder am Abbau des Asylrechts.

Wirklich ätzend war im Vorfeld die Penetranz, mit der Politiker, Journalisten und andere „Multiplikatoren“, die ihre Schäfchen längst im Trockenen haben, dazu aufriefen, gefälligst zur Wahl zu gehen. Teilweise mit schwachsinnigen Argumenten. So schrieb das Nordheide Wochenblatt unter der Überschrift „Geht zur Wahl!“ allen Ernstes dies: „Wer die Stimmabgabe für überflüssig hält, sollte über Folgendes nachdenken: Haben Sie Lust, bei der Urlaubsreise nach Italien, Frankreich oder Spanien lange bei Grenzkontrollen zu warten?“

Da kann ich nur zurückfragen: Kollegen, Ihr solltet mal über Folgendes nachdenken – es gibt in diesem Land, ja selbst in diesem Landkreis, eine Menge Menschen, die seit Jahren keinen Urlaub hatten, weil sie zum Beispiel als Aufstocker von ALG II leben und sich als Selbstständige ein wenig dazu verdienen. Eine Menge Menschen, die sich schon gar nicht leisten können, mal eben ins Ausland zu fahren. Erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit davon ausgegangen wird, dass „man“ Urlaubsreisen unternimmt.

Ansonsten gibt es zu diesen Europaparlamentariern und dieser Wahl nur noch dies zu sagen, was heute in junge Welt zu lesen ist:

„Auf EU-Ebene haben auch sie nichts zu entscheiden, selbst wenn sie mehr Sitze als die 171 von 751 gewonnen hätten. Die EU ist auf Grund ihrer Gründungsgeschichte im Kalten Krieg und ihres Charakters eine antisoziale, militaristische, antisozialistische und insofern extrem rechte Veranstaltung.

Ihr Existenzzweck lässt sich in drei Punkten zusammenfassen: Monopolmacht, Monopolmacht, Monopolmacht. Das war am Tag nach der EU-Wahl und vor Börsenöffnung wieder zu erleben. Renault und FiatChrysler verkündeten am Montagmorgen offiziell ihre Fusionspläne, nach denen der größte Autokonzern der Welt entstehen soll. Das hat mehr Gewicht als das Votum von einigen hundert Millionen Wählern und schlimmere Folgen für Beschäftigte in zahlreichen Ländern als z. B. der Rassist Matteo Salvini vermutlich je bewirken kann.

Die EU ist ökonomisch ein Mittel, den Ausbeutungsgrad zu erhöhen und Extraprofite zu erwirtschaften, sie ist politisch aus diesem Grund ein permanenter Rechtsruck, in dem per Nationalismus die Beschäftigten aufeinander gehetzt werden. Das ist der Boden, auf dem die Lega, die AfD, die FPÖ, Fidesz und andere entstehen. Diese Parteien sind ein legitimes Kind der EU. Sollten die Faschisten und anderen Rechten die Garantie für höhere Rendite bieten, werden sich noch mehr Milliardäre als bisher um sie reißen.“

Von Kristian Stemmler

Profitgierige Renditejäger werden hierzulande gern beschönigend als „Investoren“ bezeichnet und dürfen machen, was sie wollen. So auch in Buchholz in der Nordheide. Wie das Nordheide Wochenblatt in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind die Planungen für das Canteleu Quartier am Bahnhof mal eben komplett geändert worden. Die terra Real Estate will jetzt kein Hotel oder Pflegeeinrichtungen und auch kein Kino bauen, sondern vor allem Wohnungen. Die Herrschaften arbeiten jetzt übrigens seit geschlagenen fünf Jahren mit wechselnden Planern an der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds, ohne dass irgendetwas passiert ist, außer vielleicht, dass bestehende Häuser schon mal entmietet wurden.

Aber die Firma terra und ihr Chef Andreas Tietz dürfen sich in Buchholz offenbar alles erlauben. Man ist gut vernetzt, wie Kungelei heute gern beschrieben wird, daher halten sich die Verantwortlichen mit Kritik natürlich zurück. Vom Wochenblatt sind klare Worte, um die man in anderen Bereichen oft nicht so verlegen ist, ebensowenig zu erwarten. Dabei fragt es sich schon, warum die Planungen so lange dauern und ob es denn diesmal überhaupt klappt mit dem einst so vollmundig angekündigten Canteleu Quartier. Dass jetzt Wohnungen gebaut werden sollen, hat vermutlich den einfachen Grund, dass man damit einfach mehr Kohle macht. Das Mietniveau ist ja hoch genug in Buchholz.

 

 

https://www.facebook.com/roterahh/

Der buchholzblog dokumentiert folgenden Text vom Portal de.indymedia.org:

Am 4. und 5. Mai findet der Landesparteitag der niedersächsischen Alternative für Deutschland in der „Burg Seevetal“ in Hittfeld statt.

Ausgerichtet wird dieser u.a. vom AfD Kreisverband Harburg-Land, bestehend aus dem Stadtverband Buchholz in der Nordheide, dem Stadtverband Winsen, dem Ortsverband Seevetal und dem Ortsverband West (Hollenstedt, Neu Wulmstorf, Rosengarten).

Aktivitäten und Vernetzung der AfD Buchholz:

Im Jahr 2014 veröffentlichte die AfD Buchholz eine Broschüre, in welcher sie versuchten vermeintlich linke Jugendliche und Antifaschist*innen zu outen und die antifaschistische Begegnungsstätte „Heideruh“ in Holm-Seppensen zu diffamieren.

Durch Infostände, Flash-Mob-Aktionen und regelmäßige Stammtische gewann der Ortsverband weiter an Mitgliedern und Aufmerksamkeit. Regelmäßig nahmen die AfD-Mitglieder und Sympathisant*innen an den Merkel-Muss-Weg-Demonstrationen in Hamburg teil und vernetzten sich dort mit anderen Neonazis.

Aktuell arbeitet der Ortsverband eng mit dem Holocaustleugner Wolfram Schiedewitz aus Ramelsloh bei Seevetal zusammen. Wolfram Schiedewitz ist Vereinsvorstand der „Gedächtnisstätte e.V.“, einer Vereinigung von Holocaustleugner*innen welche ein Andenken an verstorbene Neonazis des 2. Weltkriegs durhc. Bis 2013 saß die aktuell inhaftierte Ursula Haverbeck „Gedächtnisstätte e.V.“ vor. Die ehemalige Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein, Doris von Sayn-Wittgenstein, warb für die Vereinigung und trat nach Bekanntmachung dieser von ihren Ämtern Ende 2018 zurück. Die AfD Buchholz bekundete öffentlich auf ihrer Facebook-Seite Solidarität zu Sayn-Wittgenstein.

Schiedewitz organisierte bereits im Februar 2016 eine Kundgebung vor der „Burg Seevetal“ in Hittfeld im Zuge der „Ein-Prozent-Bewegung“. Bei einer Partei-Veranstaltung der CDU in Hanstedt Anfang 2019 organisierte die AfD Buchholz gemeinsam mit Schiedewitz Gegenprotest. Zuletzt besuchten Buchholzer AfD-Mitglieder mit dem Holocaustleugner die rechte Kundgebung „Michel, wach endlich auf!“ am 14. April in Hamburg.

Aktive Mitglieder mit Parteifunktion der AfD Buchholz sind u.a.:

Hans-Jürgen Bletz, Märchenstraße 22, Buchholz

Michael Cordes, Dangersener Str. 8, Dibbersen

Marina Graul, Bendestorfer Str. 18c, Buchholz; Kreisschatzmeisterin

Roland Schwiderski, Schulstraße 19, Buchholz

Rainer Sekula, Sandberg 4b, Buchholz; 1. Vorsitzender im Kreisvorstand

Stephanie Spieth, Bremer Str. 135a, Buchholz; stellv. Vorsitzende Öffentlichkeitsarbeit Ortsverband Buchholz

Reinhardt Spicker, An den Fischteichen 7, Bendestorf; Vorsitzender Ortsverband Buchholz

Hans-Wilhelm Stehnken, Pappelweg 6b, Buchholz; stellv. Vorsitzender Öffentlichkeitsarbeit im Kreisvorstand

Vorstand „Gedächtnisstätte e.V.:

Wolfram Schiedewitz, Horner Str. 38, Seevtal-Ramelsloh; Vorstand „Gedächtnisstätte e.V.“

Zeigt der AfD was ihr von ihr haltet und dass für sie auch die örtliche Region keine Wohlfühlzone ist. Nazis aus der Deckung holen und den Parteitag am 4. und 5. Mai 2019 verhindern, stören, angreifen!

Paukenschlag in der Buchholzer Kommunalpolitik: Der Stadtwald, der vor einigen Wochen bereits für ein Neubaugebiet reduziert wurde, soll jetzt komplett abgeholzt werden. Nach Informationen des Buchholzblogs will der Investor Steffen Lücking aus Rosengarten-Langenrehm auf dem Areal ein Wohngebiet mit Einfamlienhäusern, Doppelhäusern, Wohnhäusern, einer Kindertageseinrichtung, Läden und Arztpraxen errichten. Arbeitstitel des Projektes: „Boomtown Buchholz“.

Lücking soll bereits etliche Entscheider der Buchholzer Kommunalpolitik auf seine Seite gebracht haben. Dazu beigetragen hat ganz offensichtlich das Angebot des Investors an die Stadt, an einem noch nicht benannten Standort ein Großkino zu errichten. „Das ist ein Angebot, bei dem man nicht Nein sagen kann“, heißt es unisono bei CDU, FDP, SPD und Buchholzer Liste. Waldflächen gebe es im Umland von Buchholz in ausreichendem Maße, der Stadtwald werde ohnehin kaum genutzt, selbst bei gutem Wetter seien Spaziergänger dort kaum anzutreffen.

 

 

 

de.indymedia.org teilt mit:

An der Prachtmeile hat es wieder mal gekracht.

In der Nacht vom 28. auf den 29.3. wurden an der Randalehauptstraße Elbchaussee in Hamburg bei zwei Immobilienbüros die Scheiben zerstört.

Gegen die Stadt der Reichen!

Mit Freude war festzustellen, dass in der gleichen Nacht andere Wütende das Amtsgericht in Barmbek angegriffen haben.

Da bleibt nur, sich anzuschließen:
Keine Ruhe den G 20 Schauprozessen, unterstützt die Gefangenen, Anna und Arthur halten das Maul!

Solidarität heißt weiter kämpfen.

Gibt es hierzulande eine Partei, die verkommener ist als die SPD? Wohl nicht! Bei der 100-Jahr-Feier der Buchholzer SPD in der Empore stellt sich Ministerpräsident Stefan Weil allen Ernstes hin und bezeichnet seine Partei als Partei des Zusammenhalts. Grotesk! Und dann wird auf der Feier unter die Errungenschaften der Sozialdemokratie neben der Arbeitslosenversicherung auch Hartz IV gezählt. Unfassbar! Da habt Ihr aber eine „Errungenschaft“ vergessen, liebe Sozis: Vor 20 Jahren habt Ihr es gemeinsam mit den Grünen geschafft, dass Deutschland sich aktiv am ersten Krieg in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, dem Kosovo-Krieg beteiligt. Gratulation!

Von Kristian Stemmler

Wenn es um das Thema Cannabis geht, dominieren hierzulande Unkenntnis und ideologisches Denken. Das machte das Nordheide Wochenblatt in seiner Sonnabend-Ausgabe schulbuchmäßig vor. Mit einem Anriss auf der Seite 1 und dem Aufmacher auf der letzten Seite berichtet das Werbeblättchen über einen Infoabend in der Samtgemeinde Hanstedt unter der Überschrift „Kiffen – was soll’s?!“. Den Beitrag als einseitig zu bezeichnen, wäre geschmeichelt.

Dass der Kollege vom Wochenblatt keine Ahnung hat und Interesse daran, Cannabis-Konsum zu dämonisieren, ist nicht verwunderlich. Ist es doch derselbe, der gern die fundamentalistische Landeskirchliche Gemeinschaft in Brackel hochjubelt. Da kann man Law-and-order-Vorstellungen wohl voraussetzen. Wenig überraschend auch, dass ein Vertreter der Polizeiinspektion Harburg vor dem Kiffen warnt, ist er doch qua Gesetz dazu angehalten. Traurig dagegen, dass sich ein Sozialarbeiter der Reso-Fabrik dafür hergibt, dummes Zeug über den Cannabis-Konsum zu verbreiten.

Im Aufmacher und zwei Beitexten kein Wort darüber, dass Länder wie beispielsweise Uruguay und Kanada sowie selbst diverse US-Bundesstaaten die Abgabe von Cannabis längst legalisiert haben. Kein Wort darüber, dass Tabak- und Alkoholkonsum jedes Jahr in Deutschland rund 150.000 Todesopfer fordern, das Kiffen dagegen so gut wie keine. Kein Wort darüber, dass die Strafverfolgung von Kleindealern und Konsumenten bei Polizei und Justiz gewaltige Kräfte binden und Milliarden kosten. Kein Wort darüber, dass etliche deutsche Polizeipräsidenten bereits vor Jahrzehnten eine kontrollierte Abgabe gefordert haben.

Ein Witz ist ja wohl die Behauptung des Sozialarbeiters, Trinken und Rauchen würden bei Jugendlichen nicht mehr als „cool“ eingeordnet. Da kann man sich, zumindest was das Saufen angeht, an jedem Wochenende und bei jedem Volksfest eines Besseren belehren lassen. Das soll nicht heißen, dass nicht auch der Cannabis-Konsum seine Risiken hat. Aber das wird ja durch die Dämonisierung und Kriminalisierung nicht besser, im Gegenteil. Nur eine Legalisierung und offensive Aufklärung über den Konsum und die möglichen Nachteile können hier weiterhelfen. Dazu wird es nur vorerst nicht kommen, denn die Law-and-order-Fraktion wird das Thema so schnell nicht hergeben.

Von Kristian Stemmler

Linken Medien wird gern vorgeworfen, sie seien ideologisch, wenn nicht gleich „links-versifft“. Das ist ein absurder Vorwurf, der nur von Leuten kommen kann, die bürgerliche Medien für objektiv, unparteiisch oder zumindest ausgeglichen halten. Tatsächlich transportieren bürgerliche Medien natürlich mindestens genauso Ideologien, was hier aber viel gefährlicher ist, weil es geschickt kaschiert wird. Und das machen sie alle so – von Tagesschau und Spiegel bis zur Lokalpresse. Auch das den Landkreis Harburg dominierende Medium, das Nordheide Wochenblatt, führt das immer wieder exemplarisch vor.

Das lässt sich auch an Beiträgen zeigen, bei denen man einen größeren politischen Hintergrund eigentlich nicht erkennen kann. So regte sich das Wochenblatt zuletzt zum Beispiel wieder einmal über die mangelnde Sauberkeit, etwa verwitterte Straßenschilder, auf und forderte von der Stadtverwaltung hier aktiv zu werden. Das hat deshalb mit grundsätzlichen politischen Problemen zu tun, weil es die Folgen einer neoliberalen Politik verschweigt. Natürlich können die Kommunen immer weniger ihre Aufgaben erfüllen wie etwa Instandhaltung von Schulen und anderen Einrichtungen. Und warum? Weil die Unternehmen und Vermögenden nicht bereit sind und von der Politik nicht gezwungen werden, angemessen Steuern zu zahlen.

An dieser Stelle sei darin erinnert, dass der Landkreis Harburg zu den Hochburgen der Steuerhinterzieher gehört, hier also sehr viele Vermögende leben, die sich mehr oder weniger trickreich ihrer Pflicht entziehen, das gemeinschaftliche Leben mit zu finanzieren. Auf der anderen Seite fordern dann genau diese Leute, die von ihnen dominierten Parteien und die dieser Agenda folgenden Medien, dass die Kommunen gefälligst zu liefern haben: ausgebaute Straßen, sanierte Schulen, schöne Schwimmbäder, saubere Städte etc. pp.

Obendrauf kommt dann auch noch, dass dieselben Leute in der Regel dicke SUVs fahren, also auch noch das Klima unnötig belasten. Ein Musterbeispiel für die „Nach mir die Sintflut“-Haltung, die diese Gesellschaft durchdrungen hat. Aber genau die folgt dem grotesken neoliberalen Mantra, dass der Egoismus des einzelnen dem Wohle der Allgemeinheit zugute kommt, weil er zu mehr Leistung, Wachstum und Konkurrenz führt. So gehen wir alle gemeinsam unter!

Auch in Buchholz sind wehrlose Schüler jetzt Opfer der hybriden Kriegsführung der Russen geworden, auf die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dankenswerter Weise auf der Münchener Sicherheitskonferenz aufmerksam gemacht hat. Aber ganz im Ernst: Es besteht noch Hoffnung, wenn selbst die Jugend einer verschlafenen Kleinstadt auf die Straße geht, um gegen die zerstörerischen Auswirkungen des kapitalistischen Systems – hier: der Klimawandel – zu demonstrieren. Am Freitag schlossen sich Buchholzer Schüler in Scharen der FridaysForFuture-Bewegung an und taten genau das. Rund 600 Schüler zogen nach Angaben der Polizeiinspektion Harburg mit Bannern und selbstgebastelten Schildern durch die Innenstadt. Nach einer Zwischenkundgebung auf dem Peets Hoff endete die Demonstration auf dem Rathausplatz.

Die Bewegung FridaysForFuture geht auf die Initiative der schwedischen Schülerin Greta Thunberg zurück, die mit einem Schulstreik gegen die Klimazerstörung im vergangenen Herbst begann. Mittlerweile folgen hunderttausende Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt bis nach Australien und Kanada jeden Freitag ihrem Vorbild. Und dafür ist es höchste Zeit! Wenn jetzt schon Minderjährige die Sorge um diese Erde umtreibt, sollten Politiker das ernst nehmen. Offenbar sind aber unsere Herrschenden so in ihrer Blase und ihren Abhängigkeiten von Konzernen gefangen, dass ihnen nichts anderes einfällt, als sich über die Schüler lustig zu machen oder die Bewegung mit Schmutz zu bewerfen, wie unsere Kanzlerin das getan hat.

Und was fällt den Trotteln von der hiesigen AfD zu dem Thema ein: Sie stellen sich auf den Buchholzer Wochenmarkt und demonstrieren für den Diesel! Ist das Eure Alternative für Deutschland?

Die Redaktion

 

Am frühen Morgen des 20.02.19 haben wir die Zweigstelle des Hamburger Wochenblatts, einem Werbeträger der AFD, in Hamburg-Eilbek (Pappelallee 28) mit Farbflaschen besucht.

Das Hamburger Wochenblatt hat der AFD-Bezirksfraktion Hamburg-Mitte in den letzen Monaten wiederholt Raum für Werbung in ihren wöchentlichen Ausgaben geboten. Dadurch konnte sich die faschistische Partei als bürgernahe Interessenvertretung in der Lokapolitik präsentieren. So will sie als Wächterin der Steuergelder bei der Bezirksverwaltung Hamburg-Mitte „nachhaken“, welche politischen Vereine und Institutionen aus öffentlichen Mitteln bezuschusst werden. (Ausgaben für Horn und Billstedt, KW49 | 05.12.2018)

Ihre rassistische und nationalistische Grundausrichtung versucht die Partei in diesen Anzeigen einmal mehr zu verschleiern. Dabei ist gerade die Bezirksfraktion Mitte unter ihrer Vorsitzenden Nicole Jordan ein Beispiel für die menschenverachtende und reaktionäre Politik der AFD. Auf ihrem Facebook Profil hetzt der Bezirksverband regelmäßig gegen Migrant_innen, Geflüchtete und Linke. Am 18.10.2018 veranstaltete Jordan in ihrem Garten (Ernst-August-Stieg 1, HH-Wilhelmsburg) einen „Stammtisch“ mit dem Faschisten und ehemaligen AFD-Landes-Vorsitzenden in Sachen-Anhalt André Poggenburg. Dieser ist mittlerweile aus der AFD ausgetreten, weil sie ihm offensichtlich nicht rechts genug ist.

Das Hamburger Wochenblatt unterstützt durch den Druck von AFD-Werbung die weitere Normalisierung von rassistischen und nationalistischen Äußerungen im öffentlichen Diskurs. Dafür hat das Blatt die Konsequenzen zu tragen, rein materiell durch ein paar schöne Farben, sowie zu Bruch gegangenes Glas.
Brennende Unterkünfte, Hetzjagden auf nicht-deutsch wahrgenommene Menschen, sowie Gewalt gegen Migrant_innen und Geflüchtete sind weiterhin die Konsequenzen für Menschen, welche zum Feindbild der AFD gehören.

Keine Kooperation mit der AFD!

Den Europa-Wahlkampf der AFD sabotieren!

Für mehr Kanthölzer!

Quelle: https://de.indymedia.org/node/29255

Es ist nun schon einige Wochen her, dass die Deutsche Bahn AG (DB) ihrer Räumungsklage gegen das Wohnprojekt Black Triangle im Leipziger Süden Taten folgen lassen hatte und die Bullen das Gelände räumten. Die seitdem vergangene Zeit hat unsere Wut darüber nicht weniger werden lassen. Zumal der Konzern DB eine Vielzahl von Anlässen bietet, die Interventionen unsererseits auf den Plan rufen sollten.

Unser Hauptaugenmerk liegt, aus aktuellem Anlass, auf der logistischen Unterstützung der Rüstungskonzerne, die unter anderem das kriegerische Treiben in den von der kurdischen Zivilbevölkerung bewohnten Gebieten ermöglichen. Die Deutsche Bahn nimmt somit Teil an der Ermordung unzähliger Menschen. Durch die Belieferung des deutschen NATO-Partners, der faschistischen Türkei mit Kriegsgerät, wird die Gefahr dass das Projekt Rojava und dessen lokale Unterstützer dem Erdboden gleich gemacht werden immer konkreter.

Außerdem erkennen wir die DB als Feind, weil wir ihre Sicherheitsdienste und deren Schikanen ablehnen, ihr martialisches Auftreten und die oft nach rassistischen Gesichtspunkten gerichteten Kontrollen verachten. Die DB beansprucht vor allem in den Städten einen großen Teil des öffentlichen Raums für sich. In diesen Gebieten setzt die Deutsche Bahn in Zusammenarbeit und Vertretung des Staates Recht und Ordnung mit Hilfe von bezahlten Schlägern um. Vertreibung von Wohnungslosen durch die DB Sicherheit sind in Hamburg zum Beispiel am Hauptbahnhof Alltag.

Auch konnten wir beobachten, dass sich die massive und ständig erweiterte Überwachung durch Kameras in den Bahnhöfen und Verkehrsmitteln für die Repressionsorgane nach dem G20 Gipfel sehr bezahlt gemacht hat.

Ein Konzern, der an der Unterstützung kriegerischer Handlungen im Ausland beteiligt ist, ist somit auch hier ein wichtiger Akteur in Sachen sozialer Kontrolle.

In der näheren Vergangenheit gab es bereits verschiedene Angriffe auf die DB. Es gab Kommuniqués zu Angriffen mit Feuer auf Kabelschächte, Autos und LKWs der DB-Tochtergesellschaft Schenker oder der Carsharing Firma Flinkster, sowie auf Baufahrzeuge. Immer wieder erfreuen wir uns aber auch daran, dass Menschen Kameras an Bahnsteigen zerstören, Securitys und Kontrolleure boxen und Züge besprühen.

In der Nacht vom 6. auf den 7. Februar wurde in Hamburg ein leerer ICE Schnellzug auf kompletter Länge mit mehreren Dutzend Steinen beworfen.

Wir wollen darauf hinweisen wie leicht es ist eine derartige Aktion zu machen in der Hoffnung Menschen damit zu inspirieren. Ein paar Punkte, wie es eine relativ leichte und sichere Aktion werden kann:

– Die DB betreibt in Deutschland mit Unterstützung verschiedener Tochterunternehmen über 33.000 km Schienennetz. Ein erheblicher Teil davon verläuft durch Städte, die Knotenpunkte darstellen.. Das bedeutet, dass sich hier besonders viele Optionen bieten um geeignete Orte für solche Aktionen zu finden. Industriegebiete und andere wenig belebte Gegenden entlang der Strecken bieten gute Gelegenheiten für geeignete Anfahrts- und Fluchtwege ohne Kameras.

– Kenntnis der Ampelanlagen kann dabei helfen die Anfahrt eines Zuges frühzeitig zu erkennen.

– Es sollte darauf geachtet werden, dass es sich um eine Leerfahrt handelt.

– Der*die Lokführer*in wird wahrscheinlich nicht merken, was hinter ihm*ihr geschieht, weil es in der Fahrer*innenkabine laut ist. Wartet aber vielleicht trotzdem noch den ersten Waggon ab und beschäftigt euch mit den darauf Folgenden. Dabei ist es gut nicht frühzeitig durch die Lokführer*in bemerkt zu werden.

– Wenn die verwendeten Steine denen im Gleisbett ähneln, fällt es den Schweinen schwerer sie zu identifizieren. Die Steine sollten natürlich trotzdem möglichst frei von DNA sein.

Wir hoffen, dass diese Art die DB abzufucken auf viel Zustimmung und Nachahmung stößt. Jeder Sachschaden ist gut. Der druck auf diesen Konzern und seine Machenschaften muss aufrechterhalten werden.

Wir grüßen alle anderen Nachtschwärmer*innen, die in den vergangenen Wochen und Monaten ihrem Zorn auf die Deutsche Bahn Ausdruck verliehen haben.

Viel Kraft an den anarchistischen Gefährten aus Zürich, dem andere Sabotageakte an der Infrastruktur der Macht vorgeworfen werden und der sich deshalb momentan in U-Haft befindet.

Gegen die Deutsche Bahn, alle anderen Kriegsprofiteure und die Logistik der Herrschaft.

Vor 100 Jahren wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht brutal ermordet. Die Führung der deutschen Sozialdemokratie weigert sich bis heute, die Verantwortung von Gustav Noske und Friedrich Ebert für diese Taten anzuerkennen. Dazu folgender Beitrag:  https://www.jungewelt.de/artikel/347153.konterrevolution-kein-vergeben-kein-vergessen.html

Gerade zu Weihnachten und zum Jahreswechsel leisten sich bürgerliche Medien wie das Hamburger Abendblatt oder das Nordheide-Wochenblatt allgemeine Betrachtungen des menschlichen Umgangs miteinander. So wird gern die wachsende Rücksichtslosigkeit und Ellbogenmentalität beklagt, etwa im Straßenverkehr. Nur: Was die Leitmedien in ihrer geistigen babylonischen Gefangenschaft nicht begreifen oder begreifen dürfen, ist die Tatsache, dass es sich hier um Kollateralschäden des entfesselten Turbokapitalismus handelt.

Also, bereitet Euch darauf vor, dass Alles im neuen Jahr noch viel, viel schlimmer wird. Denn dieses System ist wie eine Lok, die auf einen Abgrund zurast und in deren Führerstand der Lokführer dem Heizer anschreit: „Noch mehr Kohlen reinwerfen! Noch mehr Kohlen!“ Leute, so lange Ihr den Skandal der wachsenden materiellen Ungleichheiten hinnimmt, so lange wird nichts besser. Und die herumfliegenden Trümmer treffen beim großen Bang am Ende alle!