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Screenshot Streetwear NEU

Nach Relaunch wieder online: die Seite „Streetwear Tostedt“

Von Kristian Stemmler

Neues von den Nazis der Region: Der Buchholzer Nazikader Denny Reitzenstein, Vorturner der Aktionsgruppe (AG) Nordheide, hat die Homepage „Streetwear Tostedt“ übernommen und vertreibt über die Seite jetzt rechte T-Shirts, Poster, Aufnäher und dergleichen, vor allem aber CDs mit Rechtsrock. Offenbar versucht Reitzenstein mit diesem Schritt seinen Einfluss in der Szene, der bisher nicht gerade als besonders bedeutend eingestuft wird, weiter auszubauen.

„Streetwear Tostedt“ erlangte schon vor Jahren traurige Berühmtheit und zwar als Name eines Ladens in Todtglüsingen, in dem der Tostedter Nazi Stefan Silar rechtes Material verkaufte und der zugleich Kristallisationspunkt der dortigen Szene war. Immer wieder mobilisierten die Antifa und bürgerliche Gruppen und Parteien gegen den Laden und die Szene, die Samtgemeinde machte Druck. Silar kündigte schließlich im Janaur 2013 an, den Laden schließen und nur noch die Restbestände online verkaufen zu wollen.

Ob sich Silar damit wirklich endgültig aus der Szene verabschiedet hat, ist schwer zu entscheiden. Es hieß, er wolle seine Familie schützen und aus den Schlagzeilen raus. Wie dem auch sei, die Homepage und der Name „Streetwear Tostedt“ existierten weiter und haben offenbar einen neuen Betreiber gefunden. Nach Recherchen des querschläger gehört Silar die Seite nicht mehr, das Impressum weist Denny Reitzenstein mit seiner Buchholzer Adresse als Betreiber aus.

Auf der Homepage der AG Nordheide wird der Relaunch und Neustart der Seite bejubelt. „Zurzeit nimmt eine erfreuliche Nachricht durch die nationale Bewegung ihren Lauf“, heißt es da. „Diese kommt für einige sehr überraschend. Per E-Post, SMS oder auf anderen Wegen verbreitet sich die Meldung, dass der Onlineshop Streetwear Tostedt im neuen Glanze und unter neuer Leitung erwacht ist.“

Bei „Streetwear Tostedt“ gibt es neben den üblichen T-Shirts mit Aufschriften wie „Amok“ oder „In hate we trust“ vor allem CDs. Die Bands heißen da zum Beispiel „Jungsturm – Kameraden“, „Kampfgeschwader Foier Frei“ oder „Frontalkraft“, die CDs etwa „Krieg bis zum Sieg“, „Völkischer Schwarzmetall“ oder „Endlöser vs. Antifa“. Es dürfte nicht schwer sein, Volksverhetzendes zu finden, wenn man sich mal einige der Lieder genauer anhört.

Aber die Arbeit macht sich bei Staats- und Verfassungsschutz ja offenbar längst keiner mehr. Wenn schon im Mainstream erfolgreiche Gruppen wie Frei.Wild protofaschistische Texte absondern, warum soll man da noch intervenieren. Im Grunde wird doch schon längst auf breiter Front hingenommen, dass Teile der Jugend, und zwar vor allem die deklassierten, mit diesem Dreck vergiftet werden.

Dass Reitzenstein mögicherweise ohnehin keine ernsthafte Verfolgung befürchten muss, kann auch noch einen anderen Grund haben. Schon länger wird in der linken Szene spekuliert, dass er für den Verfassungsschutz aktiv ist. Angesichts der Skandale um den NSU und anderes besteht dafür durchaus eine gewisse Wahrscheinlichkeit.

Eine andere Information besagt, Reitzenstein würde für eine Security-Firma arbeiten. Nach Recherchen des querschläger war er tatsächlich drei Wochen lang für ein solches Unternehmen tätig, überstand aber nicht die Sicherheitsüberprüfung, die in dem Gewerbe verlangt wird. Wenn die Information stimmt, ist uns etwas erspart geblieben. Die erwähnte Firma soll nämlich auch Unterkünfte von Asylbewerbern bewachen…

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