Mit ‘Spiegel Online’ getaggte Beiträge

Ganz Gallien ist besetzt – nein, nicht ganz Gallien… So oder ähnlich könnte man auch einen Beitrag über die aktuellen Entwicklungen in Sachen CETA und Wallonie beginnen. Denn die belgische Region leistet erfolgreich Widerstand gegen den Abschluss des Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada. Das Kapital schäumt und seine Lohnschreiber gleich mit.

So lassen die Mainstreammedien mal kurz von ihren Lieblingsbösewichtern wie Assad und Putin ab und stürzen sich auf Paul Magnette, den Chef der wallonischen Regionalregierung, Spiegel online hat ein unvorteilhaftes Porträt des Mannes auf seine Seite gestellt und drüber geschrieben: „In Geiselhaft der Wallonen“. Genausogut hätten sie auch drüber schreiben können: „Kinderschänder gesucht“.

Der querschläger meint: Das sind Methoden, wie der „Stürmer“ sie auch nicht besser ausgeführt hätte! Primitiv und ekelhaft!

Spiegel online fabulierte von einem „Wunder von Paris“, auch andere Mainstreammedien jubelten über den Weltklimavertrag, der jetzt in Paris von 196 Staaten abgeschlossen wurde. Von Journalisten, die den Kapitalismus für eine an sich gute Sache halten und alle Probleme irgendwie für lösbar, ist wohl nicht anderes zu erwarten. Gottseidank gibt es auch noch andere Medien, zum Beispiel die Nachdenkseiten!

Hier ein weitaus realistischerer Kommentar zum Abkommen:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=29554#more-29554

Es war eine machtvolle Demo: Mehr als 150.000 Menschen, darunter auch viele aus Buchholz und dem Landkreis, haben am Wochenende in Berlin gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA protestiert. Den Herrschenden geht offenbar der Arsch auf Grundeis. Jedenfalls bringen sie ihre Lohnschreiber in Stellung, wie ein lesenswerter Beitrag auf den nachdenkseiten.de zeigt. Hier der Link:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27897

Mit den so genannten Balkanflüchtlingen wird derzeit in der Asyldebatte eine miese Propaganda betrieben – und zwar von Seehofer über die SPD bis hin zu den Grünen (Winfried Kretschmann). Spiegel online hält dankenswerterweise heute dagegen mit detaillierten Argumenten. Ein überaus lesenswerter Beitrag:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-vom-balkan-viele-irrtuemer-ueber-asylbewerber-a-1046504.html

In Ergänzung des vorigen Beitrags zum Thema Flüchtlinge hier der Link zu einem wichtigen Kommentar bei Spiegel online mit weiteren Details zur geplanten Verschärfung des Asylrechts: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/asylrecht-bundestag-sollte-neues-gesetz-ablehnen-a-1041655.html

Logo ZensusVon Kristian Stemmler

Buchholz wehrt sich gegen den Zensus 2011. Wie viele andere Kommunen in Niedersachsen und Deutschland gibt sich die Stadt nicht mit den Ergebnissen zufrieden, die bei ihrer Veröffentlichung Ende Mai für einen Schock sorgten. In etwa zwei Dritteln der rund 11.000 deutschen Kommunen hatte der Zensus niedrigere Einwohnerzahlen ergeben, danach leben in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen weniger als gedacht. Der Protest der Kommunen könnte den Zensus jetzt aber noch zu Fall bringen.

Für die Stadt Buchholz war der Erste Stadtrat Jan-Hendrik Röhse vor kurzem im Landesamt für Statistik in Hannover, um Akteneinsicht zu nehmen und sich über das Thema zu informieren. Das Amt vertritt die Auffassung, dass bei der Zählung korrekte Zahlen geliefert wurden. Die Verwaltung wird eine ergänzende Stellungnahme abgeben und einen Bescheid erhalten, gegen den dann Rechtsmittel eingelegt werden können, was auch beabsichtigt sei, wie Heinrich Helms bestätigt, Pressesprecher der Stadt.

Buchholz gehört zu den größten Verlierern des Zensus in Niedersachsen. Rund 2200 Einwohner weniger als angenommen sollen in der Stadt leben, 36.656 statt 38.930 am Stichtag 30. Juni 2011. Für Buchholz geht es wie für viele Kommunen um bares Geld: Durch die verminderte Schlüsselzuweisung des Landes, die sich nach der Einwohnerzahl richtet, fehlten im vergangenen Jahr plötzlich rund zwei Millionen Euro. Der Landkreis verlor über drei Millionen Euro.

In der Verwaltung will man jetzt den Bescheid des Landesamtes abwarten und diesen „auf Herz und Nieren prüfen“, wie Bürgermeister Wilfried Geiger dem Nordheide Wochenblatt sagte. Es wurde extra eine Arbeitsgruppe zum Thema eingerichtet. Vermutlich wird sich die Stadt der Klage anderer Kommunen gegen den Zensus anschließen. „Im Süden und Südwesten haben Kommunen bereits einen Sachverständigen engagiert, Buchholz könnte sich ihnen anschließen“, sagte Helms.

Wie Spiegel online kürzlich berichtete, hatten bereits Ende letzten Jahres mehr als 800 Gemeinden gegen die Zählung Widerspruch eingelegt. Die Ergebnisse des Zensus wichen, so das Nachrichtenportal, erheblich von den bisherigen amtlichen Werten ab – die Unterschiede reichten von minus 42 bis plus 230 Prozent. Mannheim zum Beispiel verlor auf einen Schlag 7,5 Prozent seiner Einwohner. Dort ist man wie in vielen anderen Kommunen überzeugt, dass der Zensus aufgrund fehlerhafter Methodik zu falschen Zahlen geführt hat.

Bei der Zählung wurden nicht alle Bürger gezählt. Stattdessen wurden, wie Spiegel online erläutert, in einem komplizierten Verfahren verschiedene Datensätze kombiniert, darunter Verwaltungsregister, Daten der Bundesagentur für Arbeit und öffentlicher Arbeitgeber. Da sich in alle diese Verzeichnisse immer wieder Fehler einschleichen, wurden die Daten dann noch überprüft, per Fragebogen. Anders als bei der Volkszählung 1987 schickte man dazu nicht Interviewer in jeden Haushalt, sondern nur zu einem Teil der Bevölkerung.

Das Ergebnis dieser Befragung wurde dann auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet. So entstand die Einwohnerzahl – laut Spiegel Online nur „eine Schätzung“. Im Fall Mannheim wurden zum Beispiel nicht zehn, sondern nur 3,7 Prozent der Bevölkerung befragt. Jeder Fehler, den die Interviewer machten, schlägt sich durch die Hochrechnung damit 27-fach auf das Gesamtergebnis für die Stadt durch. In der Adressliste, die die Interviewer abarbeiten sollten, standen ursprünglich Telefonzellen, Trafo-Häuschen und Garagen…

Die Kommunen arbeiten inzwischen bundesweit eng zusammen, einige bieten sogar Workshops für andere Gemeinden an. Spiegel online schreibt: „Kommt der Zensus tatsächlich vor Gericht, dürfte es spannend werden. Die Stadt Mannheim ist überzeugt, dass der im Zensusgesetz festgelegte Methodenmix das Recht auf interkommunale Gleichbehandlung verletzt, außerdem das auf kommunale Selbstverwaltung. Beide sind durch das Grundgesetz garantiert. Die Richter könnten am Ende nichts weniger feststellen als dies: Der Zensus 2011 war verfassungswidrig.“

Ganz Buchholz eine Sauna!

Veröffentlicht: 2013-08-02 in Lokales
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DSC_0218Falls Sie es noch nicht gemerkt haben sollten: Es ist heiß heute in Buchholz! Die Stadt war mittags wie ausgestorben. Einige wenige gönnten sich im Schatten der Sonnenschirme vor dem Piccoli Eiscafé, vor dem Venezia oder in den Biergärten des Caspari (siehe Foto) und des Lim’s ein paar Kugeln Eis oder ein Kaltgetränk. Die meisten Buchholzer hatten sich offenbar in ihre Wohnungen zurückgezogen, um möglichst regungslos auf das Abklingen der Bullenhitze zu warten – oder sie bevölkerten das Freibad.

34 Grad im Schatten und 46 Grad auf dem besonnten Balkon, das dürfte Rekord für Buchholz sein. Zum Glück weht ab und an ein kühles Lüftchen, das wenigstens für eine gewisse Erfrischung sorgt. Aber man sollte sich nicht beschweren, denn das ist nun mal der Hochsommer, da kann es schon mal heiß werden!

Nervig ist allerdings, dass die Medien einen zuschütten mit irgendwelchen dämlichen Tipps, wie man der Hitze begegnen soll. Spiegel Online fragt doch allen Ernstes einen Bauphysiker danach, wie man Wohnung und Büro kühl hält. Sein erhellender Hinweis: Lüften Sie die Wohnung, wenn es draußen kühler als drinnen ist und nicht umgekehrt… Wäre ich nicht drauf gekommen!