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Posts Tagged ‘Ronald Bohn’

 

Porträt RöhseVon Kristian Stemmler

Um 20.48 Uhr brandet Beifall auf in der Kantine des Buchholzer Rathauses. Das vorläufige Endergebnis der Bürgermeisterwahl erscheint auf der Leinwand. Mit 49,0 Prozent hat der Erste Stadtrat Jan-Hendrik Röhse, Kandidat von CDU und FDP, die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt. Sein Vorgänger Wilfried Geiger dankt allen fünf Kandidaten, die sich zur Wahl stellten, und verkündet: „Es gibt also eine Stichwahl am 15. Juni.“

Die Überraschung des Abends war die Deutlichkeit des Abstands von Röhse zu seinem Mitbewerber Joachim Zinnecker, Kandidat von SPD, Grünen und Buchholzer Liste. Mit 27,4 Prozent lag er mehr als 20 Prozent hinter dem Konservativen. Zinnecker war die Enttäuschung deutlich anzumerken, eine Erklärung hatte er gestern abend noch nicht. Ob es doch der Ostring war? „Ich weiß es nicht.“

Für diese Erklärung spricht der Unterschied des Ergebnisses der Bürgermeisterwahl zu den beiden gleichzeitig stattfindenden Wahlen. Denn bei der Europawahl lag das rot-grüne Lager in Buchholz vorn, und bei der Landratswahl holte SPD-Kandidat Thomas Grambow mit 48,4 Prozent in der Nordheidestadt mehr Stimmen als auf Kreisebene (47,8 Prozent). Es ist also davon auszugehen, dass bei der Bürgermeisterwahl lokale Themen den Ausschlag für den konservativen Kandidaten gegeben haben.

Davon ging auch Röhse gestern aus. „Die Verkehrspolitik und der Ostring waren ja ganz klar das Hauptthema des Wahlkampf“, sagte er dem buchholz express. Überrascht war der Wahlsieger vom Abschneiden der drei parteilosen Kandidaten, die Achtungserfolge erzielen konnten. Makler Ronald Bohn kam immerhin auf 11,2 Prozent, Optiker Norbert Keese ohne nennenswerten Wahlkampf noch auf 7,1 Prozent und Betriebsrat Uwe Schulze auf 5,3 Prozent.

Für die kommenden drei Wochen bis zur Stichwahl will Röhse noch mal Gas geben, auch wenn er kürzlich schon gestöhnt hatte über die Mühen des Wahlkampfes. „Natürlich mache ich weiter Wahlkampf, nehme dafür auch noch mal Urlaub“, sagte er. Aber auch auf der Gegenseite will man sich trotz des großen Abstandes nicht entmutigen lassen.

Die Anhänger Zinneckers machten ihm gestern Mut. Jetzt müsse es darum gehen, die Unentschlossenen zu mobilisieren und die Wähler der anderen Kandidaten auf seine Seite zu ziehen. Seine Frau Sabine energisch: „Wir müssen das mit dem Bypass stärker nach vorn bringen.“ Der Bypass ist die verkürzte Umgehung im Osten, die den Ostring überflüssig machen soll.

Ob Zinnecker in den verbleibenden drei Wochen noch einen Stimmungsumschwung herbeiführen kann, muss man aber wohl eher als unwahrscheinlich einordnen. Der Abstand ist einfach sehr groß und zumindest die Stimmen von Bohn werden eher Röhse zugute kommen, die von Keese vermutlich auch mehrheitlich. Wenn nicht noch Entscheidendes passiert, wird Jan-Hendrik Röhse der nächste Bürgermeister von Buchholz sein.

 

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Von Kristian Stemmler

Bei bestem Sommerwetter haben in Buchholz die Wahlen begonnen. Die Bürger der Stadt dürfen heute gleich dreimal abstimmen: Sie wählen nicht nur das Europaparlament, sondern auch den neuen Landrat für den Landkreis Harburg und den neuen Bürgermeister der Stadt. Daher dürfte die Wahlbeteiligung in Buchholz relativ hoch sein.

Für das Bürgermeisteramt kandidieren fünf Politiker. CDU und FDP unterstützen den Ersten Stadtrat Jan-Hendrik Röhse, SPD, Grüne und Buchholzer Liste den grünen Fraktionschef im Stadtrat, Joachim Zinnecker. Darüberhinaus kandidieren der Makler Ronald Bohn, der Betriebsrat Uwe Schulze und der Optiker Norbert Keese. Als Favoriten der Wahl gelten Röhse und Zinnecker.

Mit Ergebnissen der Wahl wird ab 20.30 Uhr gerechnet, sie werden in der Rathauskantine und zugleich im Internet auf der Seite der Stadt, buchholz.de, verkündet. Die spannende Frage wird sein, ob es Röhse oder Zinnecker gelingen kann, beim ersten Anlauf die notwendige absolute Mehrheit zu holen. Röhse zeigte sich im Wochenblatt optimistisch, dass er das schaffen kann.

Fachkundige Beobachter gehen aber eher davon aus, dass sowohl Röhse als auch Zinnecker die absolute Mehrheit verfehlen, da auch die drei parteilosen Kandidaten ihre Anhänger haben und diese Stimmen den Favoriten fehlen werden. Es wird also damit gerechnet, dass es zu einer Stichwahl zwischen Röhse und Zinnecker am 15. Juni kommen wird und erst dann der Nachfolger von Wilfried Geiger, der nicht mehr antritt, feststeht.

Wahlberechtigt für die Bürgermeisterwahl sind die Staatsangehörigen aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, soweit sie am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben und seit dem 25. Februar in Buchholz wohnen. Die Amtszeit des neuen Bürgermeisters oder Bürgermeisterin beginnt am 1. November 2014 und dauert bis zum 31. Oktober 2021.

Auf ihrer Seite ruft die Stadt die Bürger auf, zur Wahl zu gehen. Wörtlich heißt es dort: „Wählen bedeutet, die Richtung der Politik zu bestimmen. Und nirgendwo sind die Chancen der Einwirkung auf die Politik so groß wie auf kommunaler Ebene. Wer wählt, wirkt am politischen Entscheidungsprozess mit, übt direkt und indirekt Einfluss aus, vertritt seine bürgerlichen Interessen und entscheidet ganz konkret, welche Persönlichkeit die Stadtverwaltung führen wird. Mit Abgabe unserer Stimme können wir somit Einfluss auf die zukünftige Politik in unserer Stadt nehmen.“

 

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Der Makler Ronald Bohn, der bei der Bürgermeisterwahl am 25. Mai als parteiloser Kandidat antritt, hat sich bei einem Sturz in seinem Büro verletzt. Das meldet das Nordheide Wochenblatt. Bohn sei auf der Treppe ins Stolpern geraten und aus zwei Metern Höhe auf den Boden gefallen. Dann sei er gegen eine Küchenzeile geprallt. Mitarbeiter hätten den Rettungsdienst alarmiert, der Bohn ins Buchholzer Krankenhaus gebracht habe. Nach ersten Untersuchungen habe sich der 43-Jährige keine Brüche zugezogen, musste aber die Nacht auf der Intensivstation verbringen. „Ich gehe aber davon aus, dass mein Mann das Krankenhaus bald verlassen kann“, zitiert das Wochenblatt Bohns Ehefrau Claudia. (be)

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Wenn es nach dem Applaus für die Kandidaten geht, wird die Bürgermeisterwahl am 25. Mai ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die fünf Kandidaten für das Amt – Jan-Hendrik Röhse, Ronald Bohn, Norbert Keese, Uwe Schulze und Joachim Zinnecker – stellten sich vor kurzem den Fragen der Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 und 10 an der Realschule am Kattenberge sowie der Klassen 8, 10 und 11 des Gymnasiums am Kattenberge (GAK).

„Beide Schulen waren sehr gut vorbereitet“, berichtet Stadtjugendpfleger Olaf Blohm, der die Debatten initiiert und organisiert hat. „Die Moderatorinnen und Moderatoren hatten einen guten Zeitplan und über einen Beamer konnten die Zuschauer die Fragen jederzeit sehen.“

Und so mussten die Kandidaten in der ersten Runde Antworten auf Fragen der Realschüler zur Verkehrssituation in Buchholz finden und beantworten, was sie zur Förderung der Bildung und zur Schaffung von Ausbildungsplätzen beitragen könnten. Auch die Freigabe von Sportplätzen für die öffentliche Nutzung und die Erweiterung des Stadtbusstreckenplans wurden thematisiert.
Nach zwei intensiven Stunden ging es für die Bürgermeisterkandidaten in die nächste Runde zum Gymnasium. Dort erwarteten sie Fragen zu Freizeitangeboten für Jugendliche in Buchholz, zum Verkehr sowie allgemeine politische Fragen zum Klimaschutz und der Jugendbeteiligung.

Am GAK waren die Schülerinnen und Schüler nach jedem Frageblock aufgerufen, die Kandidatenbeiträge durch die Lautstärke ihres Beifalls zu bewerten. Dabei konnte sich Jan-Hendrik Röhse knapp vor Joachim Zinnecker behaupten. Auf dem dritten Rang wechselten sich – je nach Themenblock – Uwe Schulze, Norbert Keese und Ronald Bohn ab.
„Ich glaube, die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur den Unterrichtsausfall genossen, sondern auch ein Stück Demokratie praktiziert“, bilanziert Stadtjugendpfleger Blohm. „Eine Motivation, zur Wahl zu gehen waren diese Veranstaltungen auf jeden Fall.“ (ein/hh)

 

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IMG_4217Fünf Kandidaten treten bei der Wahl zum Bürgermeister von Buchholz am 25. Mai des Jahres an. Heute hat zum Ablauf der betreffenden Frist auch Uwe Schulze, Betriebrat vom TÜV Nord und gebürtiger Buchholzer, die nötigen 190 Unterschriften abgegeben. Außer ihm kandidieren noch Joachim Zinnecker, der die Unterstützung der SPD, der Grünen und der Buchholzer Liste hat, der Erste Stadtrat Jan-Hendrik Röhse, der von CDU und FDP unterstützt wird, sowie der Makler Ronald Bohn und der Optiker Norbert Keese. Uwe Schulze scheint, zumindest im Internet, eine Menge Fans zu haben. Jedenfalls liegt er bei der Umfrage im buchholz express zur Bürgermeisterwahl klar vorn, mit 67 Stimmen. Auf dem zweiten Platz liegt Zinnecker (44 Stimmen) mit Abstand zu Bohn (30 Stimmen). Röhse hat nur 16 Stimmen, was bei der eher linksliberalen Ausrichtung der Express-Leserschaft aber nicht überraschen kann. Keese liegt abgeschlagen mit sechs Stimmen auf dem letzten Platz. (kst)

 

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Bohn StandaufbauWenn Sie sich heute trotz der Sturmböen auf den Markt trauen, können Sie dort Ronald Bohn treffen. Der Bürgermeisterkandidat steht mit einem Bistrotisch (siehe Foto beim Aufbau) unter der großen Uhr gegenüber vom „Ehrenmal“. Fragen Sie ihn doch mal nach seiner Aktion mit den Rollstuhlfahrern (be berichtete) und ob er in seinem Verein TSV Sprötze eine Sparte für behinderte Sportler hat… (km/red)

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Von Kristian Stemmler

„Bauboom in Buchholz“ jubelt heute die Verwaltung der Stadt. Mit unverhohlenem Stolz wird in einer Pressemitteilung festgestellt, dass Buchholz im vergangenen Jahr um rund 600 Bürger gewachsen sei. Nach einem Einbruch in 2012 mit 99 Baugenehmigungen, sei in 2013 mit 315 Baugenehmigungen der höchste Wert seit sechs Jahren erreicht worden. Kein Wort verliert die Pressemitteilung über den sozialen Aspekt dieser Entwicklung!

Von den 315 Baugenehmigungen sei die Mehrheit, nämlich 215, für Mehrfamilienhäuser erteilt worden, heißt es weiter. „Dieses Segment ist damit deutlich stärker gewachsen als in der Vergangenheit“, wird der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, Rolf-Peter Kaufhold zitiert, Dies sei ein Beleg dafür, dass die Verdichtung in der Innenstadt deutlich zugenommen hat.

Gut, dafür braucht man kein Experte zu sein: In den vergangenen Monaten sind in der Innenstadt zahlreiche Blocks von postmoderner Scheußlichkeit hochgezogen worden oder sind noch im Bau: Ferdinandstraße, Schützenstraße gegenüber der Polizeiwache, Parkstraße, Bendestorfer Straße etc. Doch die in diesen Mehrfamilienhäusern angebotenen Wohnungen gehören praktisch ausnahmslos dem oberen Preissegment an – sind also für Normalsterbliche kaum bezahlbar!

Natürlich nutzt Noch-Bürgermeister Wilfried Geiger die Vorstellung der neuen Zahlen, um den Versuch zu unternehmen, seine wachstumsfixierte Politik zu rechtfertigen und zu zementieren. Die Baustatistik habe einen Handlungsauftrag für Politik und Verwaltung parat, fabuliert er: „Wir müssen dafür sorgen, dass neue Wohnbaugebiete in Buchholz entstehen.“ Damit greift er den Ergebnissen des ISEK nicht nur vor, sondern konterkariert den Prozess geradezu, denn bei der Bürgerwerkstatt in der Empore war genau das kontrovers diskutiert worden: ob Buchholz überhaupt wachsen soll.

Und natürlich wird Geiger fleißig von der örtlichen FDP und den lokalen Blättern unterstützt, die schließlich gut von Immobilienanzeigen leben. Die Harburger Rundschau des Hamburger Abendblattes nahm bereits Mitte Januar eine Anfrage der FDP auf, um in dreister Weise Politik zu machen. „Kein Platz mehr für Bauherren“, titelte das Blatt auf der ersten Seite.

Ellenlang durften Buchholzer Makler bejammern, dass sie „Kunden vertrösten müssen“, dass die Preise steigen und „mit Grundstücken schon spekuliert wird“. Allen voran beklagte sich delikaterweise Makler Ronald Bohn, der als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl antritt. Am Hopfenberg sei ein Grundstück zum Qudratmeterpreis von 230 Euro weggegangen: „Solche Preise sind nicht gesund für eine familienfreundliche Stadt.“

Kollegin Corinna Panek assistiert in einem Kommentar. Das Etikett „Familienstadt“ drohe abzublättern, wenn nicht schleunigst neue Wohnbaugebiete ausgewiesen würden. Und sie versteigt sich zu dem Satz: „Für den neuen Buchholzer Bürgermeister dürfte der erste Arbeitsauftrag damit klar sein.“ Wenn das Etikett „Familienstadt“ abblättert – dann doch wohl nur, weil das Mietniveau immer weiter steigt und sich außer betuchten Singles und Senioren kaum einer die Wohnungen noch leisten kann.

Der einzige Sinn des ganzen Brimboriums ist dieser: Die Stadt soll neues Bauland ausweisen – auf dass die Makler endlich wieder ihren Reibbach machen können! Durchsichtiger und dreister geht es nicht! Natürlich setzt sich die FDP, die Partei der Makler, Macher und Millionäre, an die Spitze. „Es kann nicht sein, das die Makler zig Kunden auf der Warteliste haben. Wir brauchen junge Familien hier in Buchholz“, zitiert das Abendblatt FDP-Fraktionschef Arno Reglitzky.

Das ist dieselbe Partei, die sich seit Monaten mit aller Macht dagegen sperrt, dass die Stadt selbst auf dem Wohnungsbausektor aktiv wird, etwa mit der Gründung einer Genossenschaft, um endlich für mehr preiswerten Wohnraum in Buchholz zu sorgen. Mit der Anstalt für öffentliches Recht, die vor kurzem erst einmal für die Vermarktung von Gewerbeflächen gegründet wurde, steht dabei längst ein Instrument bereit, um hier aktiv zu werden.

Die Parteien der Ratsmehrheit haben im Wahlkampf meiner Erinnerung genau das versprochen: für preiswerten Wohnraum zu sorgen! Doch die Sache kommt nicht recht in Gang. Offenbar sind die Beharrungskräfte in dieser Stadt und der Einfluss der Makler- und Investorenblase doch zu groß.

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Porträt RemoVon Kristian Stemmler

Paukenschlag im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in Buchholz: Der Kandidat der SPD, Remo Rauber, auch Ortsvereinsvorsitzender seiner Partei, verzichtet auf seine Kandidatur. In einer Presseerklärung nannte Rauber für seinen überraschenden Schritt gesundheitliche Gründe. „Auf ärztliches Anraten habe ich mich dazu entschlossen, auf meine Gesundheit Rücksicht zu nehmen und bin deshalb zu dem Ergebnis gelangt, rechtzeitig diesen Schritt zu vollziehen“, heißt es in der Erklärung. Auch alle seine politischen Ämter, Rauber ist neben seiner Tätigkeit im Vorstand des Ortsvereins noch im Kreistag, wolle er niederlegen. Aufsichtsratschef der Wirtschaftsbetriebe möchte Rauber bleiben.

Nach dieser überraschenden Wendung werden die Karten in Sachen Bürgermeisterwahl neu gemischt. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärte Raubers Stellvertreterin im Ortsverein, Silva Seeler, der SPD-Vorstand werde sich so bald wie möglich treffen, eventuell schon an diesem Wochenende. „Wir müssen nun sehen, ob sich ein neuer Kandidat findet oder ob wir den Kandidaten einer anderen Partei empfehlen oder unterstützen werden“, sagte Seeler.

Wenn sich in der SPD kein anderer Kandidat findet, wird die Partei voraussichtlich den von den Grünen nominierten Kandidaten Joachim Zinnecker unterstützen. Damit stände das rot-grüne Lager plus Buchholzer Liste (und meiner Wenigkeit) geschlossen hinter Zinnecker, der als aussichtsreichster Herausforderer des konservativen Kandidaten gilt. Sowohl bei den Grünen als auch in Teilen der SPD hatte es zuletzt einigen Unmut gegeben, weil mit Raubers Aufstellung das rot-grüne Lager gespalten worden sei.

Spannung verspricht die Kandidatenkür im konservativen Lager, die am kommenden Freitag bei der Mitgliederversammlung der Buchholzer CDU abgeschlossen wird. Eine Findungskommission hatte den Ersten Stadtrat, Jan-Hendrik Röhse, erwählt, an das Votum sind die Mitglieder aber nicht gebunden. Röhse hat inzwischen ernstzunehmende Konkurrenten, vor allem Karin Gedaschko, Frau des früheren Landrats und Hamburger Senators Axel Gedaschko.

Karin Gedaschko hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Verwaltung. Die Juristin ist Dezernatsleiterin bei der Polizeiinspektion Lüneburg im Rang einer Oberregierungsrätin. 15 Jahre lang war sie CDU-Fraktionschefin im Ortsrat Holm-Seppensen, sie ist Mitglied des Kirchenvorstands der Martin-Luther-Gemeinde in Holm-Seppensen, lebt seit mehr als 25 Jahren in dem Buchholzer Ortsteil. Dem Nordheide Wochenblatt sagte Gedaschko, sie wolle „jahrelange Verkrustungen“ im Stadtrat aufbrechen, stehe für einen Neuanfang.

Weitere Herausforderer von Röhse sind CDU-Ratsherr Ralf Becker aus Steinbeck, der als Prokurist im Vertrieb der Ostfriesischen Teegesellschaft (OTG) arbeitet, und CDU-Ratsfrau Sigrid Spieker, die in einer Dienstleistungsfirma der Krankenhaus Buchholz und Winsen gem. GmbH Chefin von 79 Angestellten ist. Nach Ansicht des buchholzblogs tut sich die CDU den größten Gefallen, wenn sie Röhse nominiert, da er der aussichtsreichste (und profilierteste) Gegenkandidat von Zinnecker sein dürfte.

Soviel Gedränge auf der „Startbahn“ wie diesmal dürfte es im Vorfeld einer Bürgermeisterwahl in Buchholz wohl noch nicht gegeben haben. Denn neben den Kandidaten der Parteien wollen auch noch vier Einzelkandidaten antreten. Sicher ist die Kandidatur des Maklers Ronald Bohn, der extra aus der FDP ausgetreten ist, um seine Unabhängigkeit zu beweisen. Von Betriebsrat Uwe Schulze, dem Gleisbauer Christian Thal und dem bunten Vogel Erich Romann fehlen noch die 190 Unterschriften, die für eine Kandidatur benötigt werden. Schulze und Bohn ist bei der Wahl am 25. Mai durchaus ein Achtungserfolg zuzutrauen.

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Von Kristian Stemmler

Knapp ein halbes Jahr noch, dann werden die Buchholzer entscheiden, wer ihr neuer Bürgermeister wird. Am 25. Mai wird der Nachfolger von Wilfried Geiger gewählt, Geiger selbst tritt nicht mehr an (der buchholzblog berichtete). Schon jetzt zeichnet sich ab, dass es zu einem Duell zwischen Joachim Zinnecker, dem Fraktionschef der Grünen im Stadtrat, und dem Ersten Stadtrat Jan-Hendrik Röhse kommen wird. Dafür spricht auch das Ergebnis der Umfrage im buchholzblog.

Bisher stehen fünf Kandidaten fest: Die Grünen haben Zinnecker nominiert, die SPD ihren Ortsvereinsvorsitzenden Remo Rauber. Als Einzelkandidaten treten der Makler Ronald (Ronny) Bohn, Ex-Pirat Erich Romann und der Gleisbauer Christian Thal an. Die CDU will ihren Kandidaten im Januar nominieren. Genannt wurden neben Röhse bisher Ratsherr Robert Ehrenpfordt und Bettina Jägersberg, ehemalige Ortsbürgermeisterin von Holm-Seppensen. Das Wochenblatt brachte Kreisrat Björn Hoppenstedt ins Spiel.

Ehrenpfordt und Jägersberg haben nach Informationen des buchholzblogs schon abgewunken, ob die Buchholzer CDU Hoppenstedt holen will, ist fraglich. Am wahrscheinlichsten ist wohl die Nominierung von Röhse, der von den Genannten am ehesten die Erfahrung und das Format für das Amt mitbringt. Er hat von den konservativen Kandidaten in der Umfrage im blog am besten abgeschnitten mit 27 von 152 Stimmen. Jägersberg bekam zehn Stimmen, Ehrenpfordt liegt mit vier Stimmen auf dem letzten Platz.

Auch wenn 152 Votes für eine Umfrage in einem lokalen blog recht viel ist, ist diese Umfrage natürlich nicht repräsentativ. Aber aufschlussreich ist sie dennoch. Dass Ronald Bohn mit 47 Stimmen, etwa 30 Prozent, an der Spitze liegt, ist dabei zwar überraschend, aber nicht aussagefähig. Denn lange rangierte er unter ferner liefen, um dann in kurzer Zeit viele Stimmen zu kassieren. Also ist es entweder gelungen, im Internet aktive Bohn-Fans zu motivieren oder es ist technisch manipuliert worden (was ja nicht so schwer ist).

Ein Achtungsergebnis dürfte dem Makler aber zuzutrauen sein, da er offenbar einen relativ großen Bekanntenkreis in Buchholz hat. Insgesamt ist er aber chancenlos, ebenso wie die anderen Einzelbewerber. Reelle Aussichten haben allein die Kandidaten von SPD und Grünen und der Kandidat, den die Union auf den Schild heben wird.

Was dabei in der Umfrage vor allem auffällt, ist der große Abstand von Zinnecker zu Rauber. Der Grüne bekam bisher 45 Stimmen (knapp 30 Prozent), der Sozialdemokrat lediglich 13 Stimmen (8,5 Prozent). Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass in der Leserschaft des blogs Sympathisanten der Grünen und/oder von Zinnecker überrepräsentiert sind, ist dieser deutliche Abstand doch überraschend.

Es spricht also viel dafür, dass Zinnecker und nicht Rauber die Stichwahl erreicht, die es mit großer Wahrscheinlichkeit geben wird. Auch der Umstand, dass Zinnecker in Buchholz sehr gut vernetzt ist und Erfahrung in der Führung eines Unternehmens hat, ist ein Argument für den Grünen. Für Rauber spricht, dass die SPD natürlich insgesamt ein größeres Wählerpotenzial in Buchholz hat. Andererseits gibt es selbst in seiner eigenen Partei wohl einige, die mit seiner Kandidatur nicht glücklich sind.

Dass Röhse in der Umfrage mit 27 Stimmen (17,7 Prozent) den zweiten Platz erreicht, wenn man Bohn mal vernachlässigt, ist durchaus bemerkenswert. Offenbar wird ihm im konservativ-bürgerlichen Lager am ehesten ein Erfolg bei der Wahl im Mai zugetraut. Die örtliche CDU wäre sicher gut beraten, ihn auf den Schild zu heben.

Die Einschätzung des buchholzblogs: Von den genannten Kandidaten eignen sich Zinnecker und Röhse von ihrem intellektuellen Zuschnitt, ihren Kenntnissen der Buchholzer Verwaltung und Politik, ihren beruflichen Erfahrungen und ihrem Auftreten her am ehesten für das Amt des Bürgermeisters. Es wäre daher folgerichtig, wenn sie bei der Stichwahl drei Wochen nach dem ersten Wahlgang gegeneinander anträten.

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