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Posts Tagged ‘Peets Hoff’

DSC_0492Von Kristian Stemmler

Eine fantasielose Steinwüste oder ein gelungener Platz für Groß und Klein – die Meinungen über den Peets Hoff, der vor einigen Tagen nach etlichen Verzögerungen für die Öffentlichkeit freigegeben wurde (der buchholzblog berichtete), gehen offenbar weit auseinander. Stein des Anstoßes bei den Kritikern sind vor allem die auf Gehwegplatten gelagerten Findlinge, das Wasserspiel in der Mitte des Platzes, die Betonsitzelemente und fehlendes Grün. Die Befürworter finden den Platz dagegen abwechslungsreich gestaltet und freuen sich zum Beispiel über Kinder, die in und mit den Wasserfontänen spielen.

Für muntere Diskussionen sorgt die Neugestaltung des Platzes etwa in der Facebook-Gruppe „Wir Kinder aus Buchholz“, die immerhin bereits fast 1800 Mitglieder hat. Dort macht man sich zum Beispiel über die Findlinge und das Wasserspiel lustig. Wenn man langsam durchfahre, könnten die Strahler als Autowaschanlage durchgehen, spottete ein Diskutant, worauf eine Mutter meinte, ihre Tochter hätte das Wasserspiel bereits als Waschanlage für Kinderroller eingeordnet. Bemängelt wird in den Beiträgen auch, dass bis auf wenige Bäume kein Grün auf dem Platz zu sehen ist.

Andere verteidigen die Neugestaltung des Peets Hoff. Der Platz sei durchaus gelungen und würde auch angenommen. Kinder toben in den Wasserfontänen, Passanten lassen sich auf den Bänken nieder. Ein Gruppenmitglied aus der ehemaligen DDR gibt zu bedenken, dass er von dort zugepflasterte Innenstädte gewohnt sei. Dagegen sei der Peets Hoff erfreulich. Zu den Befürwortern gehört natürlich auch Bürgermeister Wilfried Geiger, der laut Wochenblatt bei der Eröffnung des Platzes sagte, der Peets Hoff erhöhe die Aufenthaltsqualität in der Stadt.

Noch ist die Gestaltung des Platzes aber auch nicht ganz abgeschlossen. Die Betonsitzbänke werden wohl noch zum Teil mit Holz belegt (dort wo die Aussparungen sind), und die Findlinge sollen durch andere Steinelemente ersetzt werden, sind also nur Platzhalter. Was das Grün angeht, wird sich aber meines Wissens nichts mehr ändern. Weitere Anpflanzungen sind nach meiner Kenntnis nicht geplant.

Vor einiger Zeit hat der buchholzblog seine Leser schon einmal zum Peets Hoff befragt. Da war er aber noch im Bau. Darum starte ich jetzt eine zweite Umfrage.

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DSC_0496Kaum zu glauben, aber wahr: Der Peets Hoff ist fertig! Heute konnten die Buchholzer schon das neue Wasserspiel in der Mitte des Platzes am Südausgang der Buchholz Galerie bewundern. Der Wasserdruck muss allerdings noch justiert werden und noch war der Platz auch abgesperrt. Am morgigen Mittwoch soll der Peets Hoff aber komplett freigegeben werden.

Damit findet eine fast unendliche Geschichte ihr gutes Ende. Immer wieder war es zu Verzögerungen bei der Neugestaltung des Platzes gekommen, die vor allem die anliegenden Geschäftsleute wie Bäcker Weiß auf die Zinne brachten. Erst blockierten Baucontainer von der bereits weitgehend abgeschlossenen Galerie-Baustelle den Platz, dann sorgte der lange Winter für eine Pause und schließlich zogen sich die Arbeiten länger hin als erhofft. Bürgermeister Wilfried Geiger und die Verwaltung bezogen reichlich Prügel vom Wochenblatt für die Verspätung.

Was die Optik des Platzes angeht, ist der Eindruck ein besserer als noch vor einigen Wochen. Die verschiedenfarbigen Pflastersteine sorgen für einen interessanten Effekt, und auch das Wasserspiel kann sich sehen lassen. Die halbrunden Sitzelemente sind, wie es heißt, noch nicht fertiggestellt, sondern werden offenbar zum Teil noch mit Holz verkleidet. Nur Bäume gibt es leider nur wenige auf dem Peets Hoff.

Warten wir ab, wie die Buchholzer den zentralen Platz annehmen. Es wäre schön, wenn dort so etwas wie Piazza-Atmosphäre aufkommt – an Gastronomie gibt es mit den Bäckern Weiß und Allwörden, dem Cantinella und dem Café vom Wohnladen ja schon einiges. (kst)

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Man glaubt es kaum: Mitte August soll der Peets Hoff endlich fertig gestellt sein! Das jedenfalls verspricht die Verwaltung. Wie berichtet, hatte es große Verzögerungen gegeben bei der Umgestaltung des Platzes südlich der Buchholz Galerie, für den die Stadt immerhin eine halbe Million Euro ausgibt. Ursprünglich sollte der Peets Hoff kurz nach Eröffnung der Galerie im Oktober 2012 in neuem Glanz erstrahlen. Doch dann zogen sich die Arbeiten immer mehr hin. Zuletzt wurde eine Fertigstellung Mitte Juli avisiert, jetzt also Mitte August.

Auf dem Platz wird jedenfalls fleißig gewerkelt in der aktuellen Bullenhitze. Lampen und Fahrradbügel sind bereits installiert, die Pflasterung in weiten Teilen erledigt. Am meisten Arbeit macht jetzt noch das Wasserspiel in der Mitte des Platzes. Optisch bestimmend, soviel ist jetzt schon erkennbar, werden auch die weißen Sitzelemente aus Beton sein. Mir gefällt der Stil, ehrlich gesagt, auf den ersten Blick nicht besonders, die Elemente sehen zu klobig und technisch aus und irgendwie unfertig. Um mal vorab ein kleines Meinungsbild zu erstellen, hier eine Umfrage zum Thema:

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Von Kristian Stemmler

Lichtblick für den Peets Hoff: Die Container auf dem Platz südlich der Buchholz Galerie, die derzeit noch alle Arbeiten zur Fertigstellung des Platzes blockieren, werden in den nächsten Tagen abgeholt. „Noch in dieser Woche sollen die Container abtransportiert werden“, sagt Heinrich Helms, Pressesprecher der Stadt. Damit wäre zumindest die erste Voraussetzung dafür erfüllt, dass die Umgestaltung des Platzes, für die der Stadtrat 550.000 Euro öffentlicher Mittel freigegeben hat, fertig gestellt wird.

Helms weist allerdings darauf hin, dass wegen des bevorstehenden Weihnachtsfestes und den Risiken der winterlichen Witterung fürs erste keine wesentlichen Fortschritte auf dem Peets Hoff zu erwarten sind. Der Peets Hoff soll, wie berichtet, zu einem Platz mit „hoher Aufenthaltsqualität“ umgestaltet werden, mit Tischen und Bänken (unter anderem vor der Bäckerei Allwörden), Bäumen und einem in den Boden eingelassenen Wasserspiel. Der Platz stellt die Verbindung von der Buchholz Galerie zu famila in Südrichtung und von der Lindenstraße zum Caspers Hoff bzw. zur Fußgängerzone dar.

Dass die städtische Verwaltung, wie berichtet, relativ wenig Zugriff auf die Baustelle hat, liegt vor allem daran, dass die Regie im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages an den Bauträger abgegeben worden ist. Offenbar ist kein fester Zeitplan verabredet worden, was meines Wissens durchaus möglich wäre. Ob das in dem Gewerbe üblich ist, weiß ich nicht, aber rein theoretisch kann man ja Zeitverzögerungen auch mit spürbaren Konventionalstrafen belegen.

Wie das Thema Elbphilharmonie zeigt (ohne das von der Dimension her vergleichen zu wollen), geben die Kommunen auf der hirnlosen Jagd nach Investoren immer mehr Rechte an diese ab, etwa im Zuge von PPP (Public Private Partnership). Das ist eine mehr als bedenkliche Entwicklung und wohin das führt, zeigen die Vorgänge im Buchholzer Zentrum gerade prototypisch. Die gesamte Verkehrsführung zum Parkhaus der Buchholz Galerie ist zum Beispiel mehr als abenteuerlich, die Absperrung der Baustelle mangelhaft.

Am Marktplatz macht der Bauträger des Volksbank-Gebäudes (Groth Bau) offenbar auch, was er will (der buchholzblog berichtete). Wenn das hier eine Glosse wäre, würde ich vorschlagen, die gesamte Innenstadt an DC Commercial abzutreten, die dann auch das Hausrecht hätten und jeden nicht konsumwilligen oder -fähigen Bürger des Platzes verweisen könnten… Was mich wundert, ist der Umstand, dass die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zuständige Polizei nicht viel öfter eingreift.

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Von Kristian Stemmler

Warum geht es nicht voran mit der Neugestaltung von Peets Hoff? Der Projektleiter der Buchholz Galerie, Georg Burgner vom Investor DC Commercial, hat bereits vor Wochen bei einer Führung gegenüber der Spitze der Verwaltung, Bürgermeister Wilfried Geiger (parteilos) und Erster Stadtrat Jan-Hendrik Röhse eingeschlossen, und dem halben Stadtrat erklärt, der Platz südlich der Shopping Mall werde zum Jahresende fertiggestellt sein. Es müssten nur noch die Container, die beim Bau der Galerie benötigt wurden, abgeholt werden.

Jetzt sind immer noch etwa zehn Container da. Und die Geschäftsleute, deren Läden an den Peets Hoff grenzen, gehen auf die Barrikaden – angeführt von Jochen Weiß, Chef der Tostedter Bäckereikette Weiß, der gerade 300.000 Euro in die Neugestaltung seiner Filiale im famila-Markt, die unmittelbar an den Platz grenzt, gesteckt hat. „Meine Kunden schauen auf Müll“, klagte er auf der ersten Seite des Nordheide Wochenblattes und sprach von Wettbewerbsverzerrung.

Man habe die Stadt bereits im Sommer vor der Lage gewarnt, weil es offensichtlich sei, dass die Pflasterung eines Platzes im Spätherbst und Winter problematisch sein könne. Die Stadt wäscht ihre Hände in Unschuld. Man versuche auf die Baufirma einzuwirken, die Belastung so gering wie möglich zu halten, habe aber rechtlich keine Möglichkeit, die Arbeiten zu beeinflussen, wird der Pressesprecher der Stadt, Heinrich Helms, zitiert. Das Wochenblatt geht davon aus, dass es noch bis mindestens Ende März 2013 dauert, bis alle Container verschwunden sind.

Das wirft nicht gerade ein gutes Licht auf die Verwaltung. Die Stadt hat die enorme Summe von 550.000 Euro für die konsumkompatible Umgestaltung des Platzes springen lassen, hält sich aus dem operativen Geschäft offenbar aber weitgehend raus. Dabei handelt es sich um eine öffentliche Fläche. Die Verwaltung ist ja noch nicht einmal in der Lage, für eine anständige Absperrung der Baustelle zu sorgen.

Auf der Baustelle passiert derzeit wenig bis gar nichts. Die Einlassung von Weiß, seine Kunden würden auf Müll schauen, ist nicht abzustreiten. Erst mal gucken sie vor allem auf die Container, die nur wenige Meter vor der Front von famila zweistöckig aufgebaut sind. Und der schmale Sandstreifen dazwischen ist zugemüllt mit einer großen schwarzen Plastikplane, Paletten, Plastikrohren und dergleichen.

Überhaupt sieht der Platz aus wie eine Mülldeponie, überall liegen Teile und Materialien, die da sicher nichts zu suchen haben und für die Neugestaltung wohl nicht gebraucht werden. Ytong-Steine, haufenweise Paletten, Rohre, ein ganzer Berg von Metallteilen, die offenbar zum Bau von Lüftungssystemen dienen, und anderes mehr. Das Material, das wirklich für die Fertigstellung von Peets Hoff gebraucht wird, die Penter Klinker nämlich, liegt weitgehend unberührt am Rande der Baustelle. Das versprochene Wasserspiel ist noch nicht einmal ansatzweise zu erahnen.

Es ist mehr als offensichtlich, dass die städtische Verwaltung mit den Großprojekten im Zentrum gnadenlos überfordert ist. Kürzlich sperrte die Firma Bredehöft mal eben die Fußgängerzone, um vor dem Rohbau des Volksbanksgebäude, das offenbar nicht fertig werden soll, das Pflaster aufzureißen. Bei der Stadt wusste niemand was von der Sache. Derzeit hat dieselbe Firma das Pflaster fast an derselben Stelle noch mal aufgerissen, offenbar um einen Betonring für die Entwässerung neu zu setzen. Ich hoffe, dass diesmal eine Genehmigung vorliegt.

Auch auf dem Peets Hoff scheint die Stadt alle Rechte an die Baufirmen abgetreten zu haben. In anderem Zusammenhang spricht man da von einem rechtsfreien Raum. Unser Bürgermeister gibt sich zwar immer gern energisch und allzeit informiert, aber hier scheint er ebenso orientierungslos wie machtlos zu sein. Darauf spielt das Wochenblatt offenbar mit der süffisanten Überschrift „Herr Geiger, übernehmen Sie!“ an.

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