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Posts Tagged ‘Jürgen Steinhage’

DSC_0897Von Kristian Stemmler

Mancher Buchholzer bekommt in diesen Tagen einen Riesenschreck, wenn er oder sie die Parkstraße in Richtung Steinbeker Mühlenweg hinabfährt oder -geht. Denn da, wo einmal Wald war, ist nur noch gähnende Leere. Dass an dieser Stelle zahlreiche Bäume der Kettensäge zum Opfer gefallen sind, liegt aber nicht daran, dass mal wieder Blocks mit teuren Eigentumswohnungen hochgezogen werden sollen – diese Fällungen haben einen guten Grund.

Die Parkstraße soll saniert, ein größerer Kanal und ein Regenrückhaltebecken gebaut werden, Maßnahmen, die dringend nötig sind, weil sonst die Innenstadt bei Starkregen bald volllaufen könnte. Das Regenrückhaltebecken soll so angelegt werden, dass es am Ende zu einem wertvollen Biotop wird, wie versichert wird.

Im Rathaus sei man heilfroh, dass der Rat 2013 grünes Licht gegeben hat, die Causa Parkstraße in diesem und nächsten Jahr endlich anzugehen, erklärt Heinrich Helms, Pressesprecher der Stadt. „Die Straße ist in einem schlechten Zustand und der Regenwasserkanal ist zu klein“, sagt der Leiter des Fachbereichs Betriebe, Jürgen Steinhage. „Beide Probleme werden jetzt beseitigt.“
Das Regenwasser ist aus städtischer Sicht dabei die härtere Nuss. „Bei einem so genannten Starkregen ist unser Entwässerungssystem schnell an der Kapazitätsgrenze“, erläutert Lothar Meyer vom Fachdienst Stadtentwässerung.

Denn zurzeit wird der Großteil des Regenwassers vom Krankenhausberg – also aus dem Dibberser Mühlenweg, der Brandenburger- und der Steinbecker Straße – via Innenstadt und Bremer Straße ins Steinbachtal geführt. Nur ein kleiner Teil fließt über den – zu kleinen – Kanal der Parkstraße ab. Legte die Stadt die Hände in den Schoß und täte nichts – es wäre nur eine Frage der Zeit, bis das Kanalsystem über- und die Innenstadt vollliefe.
Ehe im kommenden Jahr die Parkstraße für rund drei Millionen Euro saniert wird und einen neuen, leistungsfähigen Regenwasserkanal bekommt, sind allerdings Vorarbeiten zu erledigen. Eine davon ist der Bau eines knapp 4000 Quadratmeter großen Regenrückhaltebeckens. Mitte Februar wurde mit den Arbeiten begonnen. Um das Baufeld freizuräumen, mussten unter anderem zunächst 89 Bäume mit einem Stammumfang von mehr als 80 Zentimetern gefällt werden.

Vorher hat die Verwaltung „eine wasserrechtliche Erlaubnis und eine wasserrechtliche Genehmigung eingeholt“, sagt Stefanie Tillessen-Bremer vom Fachdienst Stadtentwässerung. Bestandteil dieser Genehmigung sei überdies ein landschaftspflegerischer Begleitplan der in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde erstellt wurde und unter anderem naturschutzrechtliche Ersatzmaßnahmen festschreibt, die die Verwaltung umzusetzen hat.

Rund 300 000 Euro investiert die Stadt in das Landschaftsbauwerk an der Parkstraße. Anfang März werden die verbliebenen Stubben gerodet, danach beginnen die eigentlichen Bau- oder besser: Gestaltungsarbeiten. „Wir legen das Regenrückhaltebecken weitgehend naturnah an“, sagt Tillessen-Bremer.

So werden Erlen gepflanzt, Sumpfzonen, Tümpel und Schilfflächen angelegt. Der Steinbach behält seinen natürlichen Lauf. Im Gegensatz dazu wird der parallel zum Bach verlaufende Schmutzwasserkanal an die Südseite des künftigen Beckens verlegt.

„Wenn es starke Regenfälle gibt, kann sich der Steinbach ausdehnen und das Becken fluten“, erklärt Meyer. Über den Überlauf fließt das Regenwasser dann gleichmäßig über den Steinbach Richtung Stadtsee ab. Der ist – genauso wie der Neubau an der Parkstraße – eines von mehreren Regenrückhaltebecken, die den Lauf des Fließgewässers säumen und mögliche Wassermassen bändigen sollen.
Bis zu den Sommerferien soll das Becken fertig werden, im Herbst wird es bepflanzt. „Und in zwei, drei Jahren“, ist Steinhage überzeugt, „haben wir hier eine Anlage die mehr Biotop als Regenrückhaltebecken ist.“

 

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DSC_1238Eine überraschende Verkehrsbehinderung im Stadtzentrum sorgt für Fragezeichen bei vielen Buchholzern. Seit Ende vergangener Woche ist die Breite Straße in Höhe Schlachter Wiese gesperrt, so dass eine Durchfahrt zur Adolfstraße nicht mehr möglich ist. Auch der Fußweg auf der Nordseite ist gesperrt, so dass Passanten nur noch auf dem Fußweg auf der Südseite passieren können. Den Grund für die Sperrung teilte Jürgen Steinhage, Leiter des Fachbereichs Betriebe der Stadt, bei der Sondersitzung des Stadtrates am Freitag in der Rathauskantine, bei der der Haushalt eingebracht wurde, mit. Und zwar sei eine Hausabflussleitung komplett verstopft, so dass es bei mehreren Häusern Probleme mit dem Abfluss gibt. Steinhage rechnet damit, dass die Arbeiten und damit auch die Sperrung noch für etwa zwei Wochen anhalten. (kst)

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Von Kristian Stemmler

Erregte Anwohner der Lohbergenstraße sorgten am Mittwoch im Ausschuss für Stadtplanung, Mobilität, Bauen und Ordnung in der Rathauskantine für einen kleinen Eklat. Obwohl Zuhörer außerhalb der Bürgerfragestunde kein Rederecht haben, schrien und pöbelten sie dazwischen, als der Ausschuss über die mögliche Dauersperrung der Straße diskutierte. Eine Zuhörerin mittleren Alters fuhr den Ausschussvorsitzenden Norbert Stein (SPD) mit den Worten an: „Sie haben doch keine Ahnung!“

Grund der Erregung: Die Anwohner wollen, dass die marode Straße dauerhaft gesperrt bleibt, weil sie unter der Belastung durch aufgewirbelten Staub leiden. In ihren Zwischenrufen behauptete die Gruppe von etwa sechs Personen, sie repräsentiere quasi sämtliche Anwohner der Lohbergenstraße, was allerdings etwas übertrieben war. Im Publikum saßen auch Anwohner, die gegen die Sperrung sind, weil sie dadurch Umwege in Kauf nehmen müssen. Bei einer Unterschriftenaktion kamen immerhin 40 Unterschriften gegen die Sperrung zusammen.

Das Ergebnis der Ausschusssitzung: Die Verwaltung will die Anwohner demnächst befragen, um ein komplettes Meinungsbild zu bekommen, zugleich wird geprüft, ob der Ausbau der Straße von 2017 auf 2016 oder sogar 2015 vorgezogen werden kann.

Bürgermeister Wilfried Geiger (parteilos) zeigte in der Diskussion Verständnis für beide Seiten. Die viel befahrene Lohbergenstraße sei in einem beklagenswerten Zustand, ein Teil sei Kopfsteinpflaster, ein Teil teerähnliche Elemente, ein dritter Sand. Schon seit vielen Jahren sei ein Ausbau geplant gewesen, der jedoch von einem Grundeigentümer lange verhindert wurde, so dass die Straße jetzt, nachdem die Eigentumsverhältnisse geklärt sind, erst 2017 ausgebaut werden könne. „Wenn das nicht gewesen wäre, hätte die Straße schon 2005 ausgebaut werden können“, sagte Geiger.

Schweren Herzens habe er sich vor kurzem entschieden, die Lohbergenstraße in Höhe Wiesenstraße zu sperren. Von vielen Autofahrern werde die Straße als Durchgangsstraße genutzt, das habe sich im Sommer noch verschärft, auch durch die Sperrung der K28. Der Verkehr und die Staubbelastung für die Anwohner hätten erheblich zugenommen. Geiger: „Das war für mich eine Abwägung. Da mute ich eher den Autofahrern zu, einen Umweg von einem halben oder einem Kilometer zu fahren. Die sitzen im Trockenen.“

Mit anderen technischen Maßnahmen könne man gegen den Staub nicht ankommen, auch Tempobeschränkungen hätten nichts gebracht. Jürgen Steinhage, Leiter des Fachbereichs Betriebe, erklärte, die Verwaltung habe im oberen Teil der Straße kürzlich eine Tränkdecke aufgebracht, was die Belastung bis zum Ausbau minimiert. Im unteren Teil sei das aber wegen des desolaten Kopfsteinpflasters nicht möglich.

Arno Reglitzky von der FDP bestätigte zwar, dass auf der Straße ziemlich gerast würde, wie er aus eigenem Erleben wisse (er joggt dort), eine Sperrung sei aber „ein rabiater Eingriff“. An anderen staubbelasteten Straßen könne das möglicherweise als Präjudiz genommen werden, Ähnliches zu verlangen. Grünen-Fraktionschef Joachim Zinnecker fragte, ob die Anwohner denn wirklich für die Sperrung seien. Und Peter Eckhoff von der Buchholzer Liste schlug vor, den Ausbau der Straße vorzuziehen.

Dies soll nun geprüft werden. Geiger machte allerdings deutlich, dass auch dann „frühestens 2015, eher 2016“ mit dem Ausbau zu rechnen sei. Bis dahin müsse man mit einer Sperrung leben, wenn die Politik diese beschließt. Zuerst sollen, wie erwähnt, aber noch die Anwohner befragt werden. Zu den Gegnern der Sperrung gehört das Restaurant „Il Sole“ am unteren Ende der Lohbergenstraße. Nach Informationen erwägt man dort sogar, gegen eine Sperrung zu klagen.

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Wie der Pressesprecher der Stadt Buchhoz, Heinrich Helms, mitteilt, verzögert sich der Abriss der Brandruine der Turnhalle der Mühlenschule in Holm-Seppensen. Die Halle war in der Nacht zum 5. Mai niedergebrannt. Hier der Wortlaut der Pressemitteilung:

Der Abriss der Brandruine der Turnhalle an der Mühlenschule wird komplizierter als erwartet. Eigentlich hätten die verkohlten Reste des Gebäudes bis zum Ende der Sommerferien abgeräumt sein sollen. Dass daraus nichts geworden ist, hängt mit den Vorgaben der Feuerversicherung zusammen. Deren Sachverständiger hatte festgestellt, dass die Sohlplatte sowie Teile der Stahlbetonstützen und Ringbalken der ehemaligen Halle vom Feuer kaum in Mitleidenschaft gezogen worden und deshalb zu erhalten und in einen Neubau zu integrieren seien.

Doch das ist leichter begutachtet als getan: Beim Abbruch der Giebelwände wurde festgestellt, dass zwischen den Stützen weitere Querstreben aus Stahlbeton eingebaut sind. Die lassen sich freilich nicht demontieren, ohne eben genau jene Stützen und Ringbalken in Mitleidenschaft zu ziehen, die laut Gutachten eigentlich stehen bleiben müssen. Zwar könnte die Stadt die Vorschläge der Versicherung ignorieren und die noch verwertbaren Reste einfach komplett mit abräumen. Aber das würde teuer: Den Abriss sowie den Neubau der besagten Gebäudeteile wäre von der Versicherungsleistung nicht gedeckt – die Stadt müsste das selbst bezahlen.

Es muss deshalb geprüft werden, ob bei den veränderten Bedingungen die Statik der Gebäudereste noch gegeben ist“, erläutert Henri Pawelke vom Fachdienst Hochbau. Da die Versicherungsleistung für den Brandschaden über ein Sachverständigengutachten ermittelt wird, sind nun nochmals die Gutachter gefragt. Die müssen die neuen Erkenntnisse in Augenschein nehmen, prüfen und letztlich die Geldleistung der Versicherung neu bewerten. Und das kostet Zeit. „Durch die Abhängigkeiten von der Versicherung und den beteiligten Gutachtern haben wir nur bedingt Einfluss auf die Abläufe“, sagt der Leiter des Fachbereichs Betriebe, Jürgen Steinhage. „Wir setzen aber alles daran, um so schnell wie möglich mit den Planungen für den Neubau der Sporthalle zu beginnen.“

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