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Posts Tagged ‘Gesellschaftskritik’

Buchholz (qu) – In Buchholz benötigt man nicht die Räumung oder Teilräumung eines besetzten Hauses wie in Berlin um Gewalt gegen Polizeibeamte zu generieren. Da reicht ein Schützenfest und reichlich Alkohol. Wie die Polizeiinspektion Harburg heute mitteilt, sind Polizeibeamte der Inspektion am frühen Sonntagmorgen am Rande der auslaufenden Sonnabendfeiern des Buchholzer Schützenfestes von mehreren Personen attackiert worden. Ein Beamter wurde leicht verletzt, drei Angreifer in Gewahrsam genommen.

Hier der Text der Polizeimeldung:

„Am frühen Sonntagmorgen wurde kurz vor 5:30 Uhr der Polizei ein PKW-Aufbruch beim Schützenplatz mitgeteilt. Die alarmierten Polizeibeamten konnten zwei 20-jährige Tatverdächtige aus Tostedt antreffen, von dem noch einer im PKW saß und gerade ein Autoradio ausbaute. Die offensichtlich stark berauschten Männer stellten die Polizeikontrolle in höchst aggressiver Form in Frage und solidarisierten sich mit umherstehenden Personen, die gerade vom
auslaufenden Schützenfest kamen und den Polizeieinsatz massiv behinderten. Platzverweisen kamen die Störer nicht nach.

Als zwei der Aggressoren dabei selbst untereinander in Streit gerieten und ein Polizeibeamter die beiden trennen wollte, griffen die beiden Tatverdächtigen zum Pkw-Aufbruch und ein weiterer 20-jähriger Tostedter die Polizeibeamten unvermittelt mit Schlägen und Tritten an. Nur durch das Eintreffen weiterer Polizeibeamter und der Anwendung von Zwangsmaßnahmen, auch unter Anwendung von Reizstoffsprühgeräten, konnten weitere Störer ferngehalten und die drei Tostedter in Gewahrsam genommen werden.

Ein Polizeibeamter wurde bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Den Beschuldigten wurden für die Strafverfahren auf der Polizeiwache Blutproben zur Feststellung von berauschenden Mitteln entnommen, anschließend wurden sie nach einer kurzen Ausnüchterungszeit entlassen. Zeugen zum Vorfall werden gebeten, sich bei der Polizei Buchholz zum melden, Tel. 04181-2850.“

Und das ist im Landkreis noch am Wochenende passiert: Mutter schubst in Meckelfeld ihr etwa vier Jahre altes Kind aus Bus, zwei Männer drohen 15-Jährigem in Buchholz ihn „abzuknallen“, in Ohlendorf randalieren zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren und zwei 15-Jährige versuchen in einem Laden in Salzhausen Spirituosen zu entwenden, bei der Kontrolle findet die Polizei einen Elektroschocker in ihrem Rucksack… (die Texte der entsprechenden Polizeimeldungen folgen unten)

Zu alldem eine Anmerkung des querschläger:

Die Redaktion verurteilt alle Angriffe, bei denen Menschen zu Schaden kommen, also auch wenn Polizeibeamte angegriffen werden. Aber wer heute zur Polizei geht oder gegangen ist, muss wissen, worauf er sich einlässt. Die Polizei ist längst zum Prügelknaben und zum Ausfallbürgen für gesellschaftliche Erosionsprozesse geworden. Den Menschen wird heute an allen Ecken und Enden beigebracht, dass sie sich nichts gefallen lassen sollen, dass „Sichselbstverwirklichen“ eine Art Grundrecht und jeder sich selbst der Nächste ist.

Tatsächlich werden aber immer mehr Menschen mit Konsum und Eventhopping abgespeist und abgelenkt, während sie im Alltag, am Arbeitsplatz und anderswo, zu funktionieren und zu gehorchen haben. Dass dies der beste Nährboden für Frustration, Wut und Angst und daraus resultierend für Rücksichtslosigkeit, Brutalität und Egoismus ist, bedarf keiner näheren Erklärung. Vor allem und zuerst natürlich in marginalisierten Schichten, die Mittelschicht zieht derweil den Kopf ein.

Auf derartige Hintergründe und Zusammenhänge sollten auch Polizisten über ihre Gewerkschaften aufmerksam machen, statt sich als Schutzmacht der Wohlhabenden und Beschleuniger für von manchem Politiker herbeigesehnte „Weimarer Verhältnisse“ missbrauchen zu lassen. Das gilt sicher insbesondere für Großstädte, aber nicht minder für Städte wie Buchholz, wo der gesellschaftliche Zerfall schon längst angekommen ist – wobei das Wort „Zerfall“ die Dynamik der Prozesse schlecht abbildet.

Ist hinter der bürgerlichen Fassade nicht längst die Anarchie ausgebrochen?

Hier die oben angesprochenen weiteren Meldungen der Polizeiinspektion Harburg vom Wochenende:

Buchholz/Nordheide – 15-jähriger mit Schussabgabe bedroht
Am Sonntag, kurz vor drei Uhr morgens, wurde einem 15-jährigen Fahrradfahrer der Weg nach hause von einem hellblauen PKW versperrt. Zwei deutsch sprechende Männer bepöbelten aus dem Auto heraus den Jungen und fuhren mit bis zu seiner Wohnanschrift. Dabei drohten sie unter anderem, ihn abzuknallen, wenn er frech sei. Kurze Zeit später hörte der Junge einen Knall. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass in der Nähe eine Schreckschusspistole abgefeuert worden ist. Die unbekannten Täter sind flüchtig. Hinweise nimmt die Polizei Buchholz entgegen (04181-2850)

Buchholz/Nordheide – Unfallflucht

Am Samstag, zwischen 16:25 Uhr und 17:25 Uhr, hinterließ ein Unfallflüchtiger einen geparkten Ford Focus beschädigt auf dem Parkplatz vor dem Rathaus, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Hinweise nimmt die Polizei Buchholz entgegen (04181-2850)

Seevetal /Ohlendorf – randalierende Mädchen

Freitagnacht wurden der Polizei randalierende Jugendliche gemeldet, welche mehrere Mülltonnen umgeworfen haben. Als eine Anwohnerin die Mädchen ansprach, beschädigten die Jugendlichen zum Dank das Auto der Frau. Die Beamten folgten der Spur der Verwüstung und konnten zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren antreffen, welche sich nun verantworten müssen.

Rosengarten – Täter gehen PKW an

In der Nacht von Freitag aus Samstag kam es in Rosengarten/Klecken zu einem versuchten Diebstahl eines Mercedes Viano. Täter versuchten vergeblich, das Schloss des Fahrzeugs zu knacken. In Emmelndorf gelang es Tätern hingegen, an einem Audi SQ 5 Nebelscheinwerfergitter im Wert von ca. 300 Euro zu entwenden. Hinweise nimmt die Polizei Seevetal entgegen (04105-6200)

Meckelfeld – Mutter schubst Kind aus Bus

Eine bislang unbekannte Frau schubste am Samstag gegen 17:00 Uhr nach Zeugenangaben ihr schreiendes Kleinkind (vermutl. vier Jahre) bei der Höpenstraße mehrfach aus dem Linienbus, so dass das Kind hinfiel. Eingreifende Zeugen konnten das Verhalten der Mutter unterbinden und verständigten die Polizei. Die Mutter entfernte sich mit dem Kleinkind noch vor dem Eintreffen der Polizei von der Bgm.-Heitmann- Straße in Richtung Glüsinger Straße. Hinweise an Polizei Seevetal (04105-6200)

Salzhausen – Jugendliche Ladendiebe mit Tarn-Elektroschocker

Zwei 15-jährige versuchten am Samstag in einem Supermarkt zwei Flaschen hochprozentige Spirituosen in einem Rucksack zu entwenden. Bei der polizeilichen Aufnahme wurde festgestellt, dass der eine Jugendliche einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker mit sich
führte. Darüber hinaus wurde bei ihm Tütchen mit Marihuanaresten aufgefunden. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet und der Jugendliche an seine Eltern übergeben.

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dsc_9575Von xxx – Fortsetzung, zweiter Teil

Levin warf sich mit Schmackes auf einen Stuhl an dem Tisch im „Last Exit“, an dem Jasper bereits in Seelenruhe einen grünen Tee zu sich nahm. „Das ist ja ein Riesenknaller!“, platzte es aus ihm heraus. „Wir sind auf allen Sendern, auf allen Portalen. Wahnsinn!“

„Posaun‘ es doch noch lauter heraus, vielleicht hat es noch nicht jeder im Lokal mitbekommen“, zischte Jasper ihm zu. Levin duckte sich schuldbewusst. „Entschuldige, die Begeisterung hat mich davongetragen.“ Jasper beugte sich zu ihm vor. „Wenn du über die Angelegenheit reden willst, dann bitte erstens leiser und so unverbindlich, dass es auch um was ganz anderes gehen könnte, am besten in sprachlichen Bildern. Comprende?“

Levin nickte und sah sich um, als wollte er sich vergewissern, dass niemand hinter ihm saß oder stand. „Wie habt Ihr das hinbekommen: so viele Treffer in einem Spiel?“

„Ja, das ist die richtige Masche! Na ja, gute Vorbereitung, gutes Training, gute Mannschaftsaufstellung.“

„Ja, klar. Aber trotzdem Chapeau! Da scheint ja eine fitte Mannschaft auf dem Platz gestanden zu haben.“

„Kann man sagen. Und zwar gemischte Teams, wenn Du weißt, was ich meine. Die funktionieren sowieso meist besser. Das wissen sogar die Bullen.“

„Raffiniert! Aber der Sinn des Ganzen leuchtet mir nach wie vor nicht ein.“

„Kommt Zeit, kommt Aufklärung! Momentan will ich mehr nicht sagen, wir sind ja nicht unter uns. Nur soviel: Wir brauchen immer gute Leute und du kannst dabei sein. Eine Vergnügungsreise wird das natürlich nicht, um ein anderes Sprachbild zu gebrauchen, eher eine Expedition ins Unbekannte. Und auch nicht auf einem Kreuzfahrtschiff, sondern eher auf einem Schnellboot mit leichter Bewaffnung.“

„Bewaffnung?“ Levin sah ihn fragend an. Jasper grinste. „Rein metaphorisch gesprochen, vorerst.“

Er blickte sich nach der Bedienung um. „Ich glaube, heute ist mal wieder ein Tomatensaft fällig. Was Knallrotes!“ Levin lachte. „Also, ich halte mich an Kaffee, wobei das sicher nicht politisch gemeint ist.“

xxx

Levin hatte nicht übertrieben. Das Netz war voll von den Vorgängen, die sich in der Nacht auf Hamburgs Straßen zugetragen hatten. Jasper war zu Hause bewusst offline geblieben und hatte auch kein Radio angemacht. Im „Last Exit“ klappte er sein kleines Notebook auf und ging über das W-LAN des Lokals ins Netz.

Jasper war ein nüchtern denkender Mensch, aber angesichts dessen, was im Internet auf ihn zubrandete, konnte er ein Hochgefühl nicht unterdrücken. Mit vergleichsweise geringem Aufwand eine derartige Welle zu erzeugen, nicht übel!

„47 SUVs in einer Nacht demoliert – Vandalismus-Wahnsinn in Hamburg“, hieß die Zeile bei bild.de, Focus.de schrieb „47 SUVs geschrottet – Wer tut denn so etwas?“, Spiegel online vermeldete, gewohnt seriöser als die Boulevardkollegen: „Hamburg: 47 SUVs in einer Nacht beschädigt – Polizei steht vor einem Rätsel“.

In den Beiträgen herrschten die üblichen Floskeln vor, von einer „Spur der Zerstörung“, „sinnlosem Vandalismus“ oder „der Polizei, die im Dunkeln tappt“. Einige Medien drehten die Geschichte schon weiter, so fabulierte die Morgenpost von einer „SUV-Bande“, die in Hamburg ihr Unwesen getrieben habe.

Als Nachrichtenkern blieb, dass im gesamten Hamburger Stadtgebiet in der Nacht zum Donnerstag insgesamt 47 Fahrzeuge, alles hochwertige SUVs, die Mehrzahl deutscher Herkunft, also Mercedes, BMW, Porsche und Audi, aber auch einige Fahrzeuge ausländischer Herkunft wie Jeep oder Volvo massiv beschädigt worden waren. Die unbekannten Täter hatten alle in etwa zur selben Zeit zugeschlagen, die Vorgehensweise war fast überall dieselbe.

Es war sowohl der Polizei als auch den Medien klar, dass es sich um ein organisiertes Vorgehen einer Gruppe handeln musste, allein schon wegen der schieren Zahl von beschädigten SUVs in derselben Nacht. Und es musste sich um eine große Gruppe handeln, da die Tatorte relativ weit auseinander lagen.

Bei allen beschädigten Fahrzeugen war der Lack zerkratzt und die Reifen waren zerstochen worden. Auf allen Motorhauben waren, vermutlich die Signatur der Gruppe, in roter Farbe das Kürzel „SG“ gesprüht worden.

Die Polizei hatte keine Ahnung, was das Kürzel bedeuten konnte. Auch sonst war die Ermittlungslage dünn. Hier und da hatten Zeugen schwarz gekleidete und vermummte Gestalten davonlaufen sehen. An den Tatorten war bisher nichts gefunden worden: keine weggeworfene Kippe, Fingerabdrücke schon gar nicht, kein Fetzen von der Kleidung der Täter. Noch wurden die Tatorte aber untersucht.

Auch über die Frage, was das Ganze eigentlich sollte, konnten die Medien ebenso wie die Polizei nur spekulieren. So wurde die Frage aufgeworfen, ob es sich um eine Art „skurrilen Flashmob“ handelte oder eine ausgefallene Mutprobe. Eine Auseinandersetzung im Milieu hatte die Polizei bereits ausgeschlossen, da die Halter der Fahrzeuge nichts miteinander zu tun hatten und die Tatorte wahllos über das Stadtgebiet verstreut waren.

Der Pressesprecher der Hamburger Polizei konnte zu den Hintergründen nur eines sagen. „Wir haben es mit einem völlig neuen Phänomen zu tun, ein solches Vorgehen hatten wir noch nicht.“ Man habe bereits eine Ermittlungsgruppe gegründet.

Jasper klappte sein Notebook zu und pfiff leise durch die Zähne. „Gar nicht schlecht für den Anfang.“

(wird fortgesetzt)

 

 

 

 

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Der buchholz express ist wieder da. Nach einer schöpferischen Pause, in der das Redaktionskollektiv in sich ging, ob es unter erschwerten Bedingungen weitermacht oder doch das Handtuch wirft, ist die Entscheidung fürs Weitermachen gefallen. Gerade heute braucht die Medienwelt Stimmen, die nicht in den Chor der Schreibhuren einfallen.

Zur positiven Entscheidung hat beigetragen, dass nach dem Spendenaufruf des Redaktionskollektivs auf dem Konto des buchholz express Spenden eingegangen sind. Es sind nicht sehr viele, aber die Geste ist entscheidend – danke dafür!

Als Gegenleistung sozusagen beginnt der buchholz express seinen Neustart mit einer Rubrik, die es in dieser Form (jedenfalls durchgängig) im Blog noch nicht gegeben hat: einem aktuellen Fortsetzungsroman. Der Text soll unterhalten und aufklären zugleich, hat aber nicht den Anspruch zu missionieren, sondern will einfach nur beschreiben, was da ist.

Zugang zur Wirklichkeit einer Gesellschaft, und dies vor allem in einer Großstadt, die ja in gewisser Hinsicht die Avantgarde darstellt, ist nach Überzeugung des Kollektivs eher über solche fiktiven „Geschichten“ herzustellen, als über Analysen, Berichte, Nachrichten.

Einen Titel hat der Roman noch nicht, vielleicht gibt es den erst zum Schluss. Hier jedenfalls der erste Abschnitt (die weiteren folgen in unregelmäßigen Abständen). Der buchholz express wünscht geistigen und emotionalen Gewinn.

 

Von ***DSC_9575

Jasper trat mit voller Wucht gegen den Außenspiegel des SUV. Das Ding gab kurz nach und ploppte dann in seine Ausgangsstellung zurück. „Scheißplastikteil!“, fluchte Jasper. Beim zweiten Tritt holte er noch weiter aus. Der Spiegel flog samt Plastikummantelung meterweit durch die Luft und polterte über den Straßenbelag.

„Bist Du bescheuert! Willst du die Leute aufwecken?!“, zischte Levin, der ein paar Meter abseits Schmiere stand ihm zu. Jasper grinste nur. „In dieser scheintoten Gegend müsstest du schon ’ne Stinger abfeuern, um jemanden aus dem Schlaf zu holen. Ich bin im übrigen noch nicht fertig.“

Jasper holte ein Messer mit langer spitzer Klinge aus dem Gurt, den er unter seiner Jacke trug, ging ohne viel Federlesens einmal um den Wagen und stach kurz in jeden Reifen. Danach steckte er das Messer wieder weg und holte einen kleinen Schraubendreher aus demselben Gurt, umrundete den SUV ein zweites Mal, um diesmal eine umlaufende Schramme im Lack zu hinterlassen. Das erzeugte ein unangenehm schrilles, aber mäßig lautes Geräusch.

„Nun lass uns aber“, rief Levin ihm halblaut zu, aber Jasper schüttelte den Kopf. „Das Wichtigste kommt ja noch, oder kennst du einen Künstler, der sein Werk nicht signiert.“ Mit diesen Worten holte er eine Farbsprühdose unter seiner Jacke hervor, stellte sich vor die Motorhaube und sprühte schwungvoll die Buchstaben „SG“, ineinander verwoben, auf die Haube.

Er hielt noch kurz inne und betrachtete sein Werk, wandte sich dann abrupt Levin zu und meinte: „So gefällt mir die Karre erheblich besser.“ Levin lachte, dann verschwanden die beiden jungen Männer in der Dunkelheit.

*

Auf dem Weg in ihr Viertel versuchte Levin mehr aus Jasper herauszubekommen. „Einen SUV verschandeln, das ist sicher verdienstvoll“, eröffnete er seinen Versuch, „aber wozu das Ganze, wo liegt da der Sinn, die politische Botschaft?“

„Na ja“, erwiderte Jasper, „für eine gewisse Zeit bedeutet das, einen Spritfresser auf den Straßen weniger, das hilft dem Klima. Und optisch gewinnt das Stadtbild ja auch, wenn einer von den Panzern verschwindet.“

„Nein, im Ernst!“, versuchte Levin es erneut, „in Hamburg sind Tausende SUVs auf den Straßen und es werden täglich mehr. Was soll das bringen, einen SUV für ein paar Tage lahm zu legen. Soll das ein Zeichen sein? So eine Sachbeschädigung schafft es doch noch nicht mal in das Wochenblatt des Stadtteils.“

Jasper ließ sich nicht beirren. „Jedes Sandkorn im Getriebe ist ein Gewinn“, erklärte er stoisch.

„Na, das ist aber ein sehr kleines Sandkorn in einem sehr großen Getriebe.“

„Nun warte doch einfach mal ab“, schloss Jasper die Debatte und grinste spitzbübisch, „schau morgen in die Nachrichtenportale im Netz oder hör mal wieder Radio,“

Sie waren in ihrem Viertel angekommen, an der Peripherie der Stadt, das Viertel, in dem sie aufgewachsen waren und heute noch lebten. Es war ziemlich frisch jetzt, morgens gegen vier. Der Nachtbus fuhr vorbei, sie freuten sich aufs Bett.

(wird fortgesetzt)

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