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Porträt RöhseVon Kristian Stemmler

Das erste Etappenziel hat er erreicht: Jan-Hendrik Röhse (49) ist am späten Freitagabend von der Mitglieder-versammlung der CDU Buchholz zum Kandidaten der Partei bei der Bürgermeisterwahl am 25. Mai gewählt worden. Der Erste Stadtrat erreichte im zweiten Wahlgang etwa zwei Drittel der Stimmen und setzte sich damit gegen die Verwaltungsbeamtin Karin Gedaschko aus Holm-Seppensen durch. Damit kommt es zu dem vom buchholzblog bereits vor Wochen prognostizierten Duell zwischen Röhse und Joachim Zinnecker, Fraktionschef der Grünen im Stadtrat.

Einen zweiten Wahlgang gab es auch im Februar 2009, als Röhse in sein heutiges Amt gewählt wurde. Damals erreichte er mit den 22 Stimmen der konservativen Mehrheit im Rat knapp das notwendige Quorum von 20 Stimmen. Seine Wahl war umstritten, weil es im ersten Wahlgang im Dezember zu einem Rechtsfehler gekommen war, der erst später bemerkt wurde. Einen zweiten Wahlgang sieht die niedersächsische Kommunalverfassung eigentlich nicht vor.

Als Erster Stadtrat ist der Jurist der zweite Mann hinter Bürgermeister Wilfried Geiger, der im Mai nicht noch mal antritt. In seiner fachlichen Zuständigkeit ist Röhse Sozial- und Schuldezernent, leitet das Dezernat II, zu dem auch die Bereiche Verkehr und Ordnung gehören. In dieser Funktion hat er sich nicht nur Freunde gemacht, was in diesen Fachbereichen, deren Arbeit viele Bürger betrifft, aber auch nicht immer zu vermeiden ist.

So wird der Hockeyfan von den Anwohnern des Kunstrasenplatzes an der Wiesenschule, die gegen den Vereinsbetrieb auf dem Platz geklagt haben, scharf kritisiert. Dort dürfte er eher wenig Stimmen bekommen. Das Wochenblatt ging Röhse zuletzt wegen vermeintlicher Versäumnisse im Umgang mit dem Obdachlosen Rolf Pöker an, behandelt ihn insgesamt bisher aber eher pfleglich. Den Eltern der Mühlenschule in Holm-Seppensen musste Röhse die Verzögerungen beim Neubau der Sporthalle erklären, die allerdings thematisch in das Dezernat von Stadtbaurätin Doris Grondke fallen.

Bevor er vor fünf Jahren in die Verwaltung wechselte, arbeitete Jan-Hendrik Röhse als Anwalt und Notar in der Kanzlei Stöver, die vom CDU-Ratsmitglied Jan Stöver, auch Vorsitzender von Haus & Grund Buchholz, geführt wird. Ob aus dieser Zeit eine Nähe zu Grundstückseigentümern und Investoren übrig geblieben ist, sei dahin gestellt.

In den kommenden Wochen wird es darauf ankommen, wem es besser gelingt, sich in der Bevölkerung bekannt zu machen: Röhse oder Zinnecker? Man darf auf den Wahlkampf gespannt sein. Intellektuell sind die beiden Duellanten auf Augenhöhe, Röhse kennt sich sicher in der Verwaltung besser aus, dafür kann man bei Zinnecker mehr politischen Instinkt erkennen. Beiden ist aber zuzutrauen, dass sie an ihren jeweiligen Defiziten arbeiten.

Bekleidungstechnisch liegt Röhse, der immer picobello in Schale ist, vorn: Wenn er die Wahl im Mai gewinnt, dürfte er der bestangezogene Bürgermeister in der Geschichte von Buchholz sein…

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Die sechsköpfige Findungskommission der Buchholzer CDU, die einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 25 Mai 2014 suchte, hat sich für den Ersten Stadtrat Jan-Hendrik Röhse (49) entschieden. Das berichtet das Nordheide Wochenblatt in seiner Sonnabend-Ausgabe. Damit wird ein Duell zwischen Röhse und dem Grünen-Fraktionschef im Stadtrat, Joachim Zinnecker, um die Nachfolge von Wilfried Geiger, das der buchholzblog bereits vor einigen Tagen prophezeite, immer wahrscheinlicher.

Die endgültige Entscheidung über Röhses Kandidatur trifft allerdings erst die Mitgliederversammlung der Buchholzer CDU am 17. Januar. Die Empfehlung der Findungskommission ist formal nicht bindend. Aber man kann wohl davon ausgehen, dass die Mitglieder dem Votum folgen werden. (kst)

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