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Posts Tagged ‘Bundeswehr’

Buchholz (kst) – Kommt jetzt mehr Zug in die Arbeit der CDU-Fraktion des Buchholzer Stadtrats? Der bisherige Chef der Fraktion, der Unternehmer Klaus Gütlbauer (48), der sich nie recht profilieren konnte und meistens eher unbeholfen auftrat, hat das Handtuch geworfen. Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Andreas Eschler (29), der am Dienstag einstimmig von der CDU Buchholz in sein neues Amt gewählt wurde.

Gütlbauer sagte dem Nordheide Wochenblatt, er habe sein Amt aus „rein familiären Gründen“ niedergelegt, mit politischen Inhalten habe sein Rückzug nichts zu tun. Sein Mandat als Ratsherr wolle er behalten. Die Arbeit als Fraktionsvorsitzender sei kaum zu bewältigen, wenn man noch einem Beruf nachgehen müsse, gerade in der Zeit der Haushaltsberatungen sei man praktisch täglich für die Partei im Einsatz.

Andreas Eschler wird vom Wochenblatt als „selbstständiger IT-Unternehmer“ bezeichnet, auf seinem Twitter-Account steht unter seinem Foto allerdings „Netzwerkadministrator der Bundeswehr“. Vielleicht ist er erst kürzlich beim Militär ausgeschieden und hat den Account noch nicht aktualisiert. Wobei mir neu ist, dass man mit 29 Jahren einen sicheren Job beim Bund kündigt. Aber vielleicht ist Herr Eschler ja grundsätzlich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr (war ein Witz..!).

In seinem Alter Chef einer Fraktion im Stadtrat einer nicht ganz kleinen Kommune zu werden, ist aber sicher bemerkenswert. Eschler sitzt bisher im Finanzausschuss, im Schulausschuss und im Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe. Seine Stellvertreter in der Fraktion sind Ralf Becker und Sigrid Spieker. Übrigens hat die CDU Buchholz es inzwischen geschafft, eine Homepage zu gestalten und freizuschalten, nachdem sie im Internet Monate lang öffentlich nicht zu erreichen war. Vielleicht ja auch ein Zeichen für neuen Elan.

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Mein Lieblings-Liedermacher, Hans-Eckardt Wenzel, hat einen wunderbaren Text nach der Vorlage von „Der Mond ist aufgegangen“ zur unsäglichen Rede von Bundespräsident Joachim „der Schwätzer“ Gauck an der Führungsakdemie der Bundeswehr in Hamburg-Blankenese verfasst. Ich dokumentiere ihn hier:

Der Gauck ist aufgegangen!

Die Uniformen prangen

Am Hindukusch so klar.

Die Welt steht da und schweiget

Und aus den Reden steiget

Der alte Scheiß so wunderbar.

Ach, Gauck, du clevre Nudel

In deinem Freiheitsstrudel

Folgst du dem deutschen Brauch.

Du lebst im ob’ren Drittel

Da heilt der Zweck die Mittel

Und unsern toten Nachbarn auch.

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In seiner heutigen Rede beim Antrittsbesuch bei der Bundeswehr fordert Bundespräsident Joachim Gauck mehr Akzeptanz für Auslandseinsätze der Bundeswehr und wirbt für ein Verständnis in die Notwendigkeit von Kriegen für „unsere“ Freiheit.

Dazu erklärt Sabine Lösing, außenpolitische Expertin der Europafraktion und Mitglied im Parteivorstand der LINKEN:

Die Partei DIE LINKE lehnt Krieg als Mittel der Politik grundsätzlich ab. Für uns ist die Bundeswehr keine Stütze der Freiheit und ich frage mich auch wessen Freiheit der Bundespräsident Gauck eigentlich meint. Die Freiheit der Reichen und Mächtigen ihre Interessen auch mit Gewalt gegen andere Interessen durchzusetzen oder die Freiheit der Mütter, die es sich nicht ausgesucht haben um ihre getöteten Kinder zu weinen. Eine freie, demokratische und gerechte Gesellschaft kann nur eine Friedensgesellschaft sein. Nur der internationale solidarische Kampf gegen Armut und Ausgrenzung ist wirkungsvoll für Frieden und Freiheit sich.

Das in vielen Bereichen zunehmende Engagement, Armeen als integralen Bestandteil in unserer Gesellschaft zu verankern und Kriegen Achtung zu zollen, sehe ich mit großer Besorgnis.

Ich teile auch nicht Gaucks Aussage, dass „Soldatinnen und Soldaten im Alltag unserer Städte und Gemeinden“ zu wenig präsent sind. Die Bundeswehr und ihr martialisches Bild gehört nicht weiter in unseren Alltag sondern in den Ruhestand.

Unser Weg die Freiheit zu erreichen ist die internationale Solidarität.

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