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Was bleibt noch vom alten Buchholz..?

Von Kristian Stemmler

Die Buchholzer Flügel hat offenbar dem nächsten Investor die Lizenz zum Gelddrucken erteilt. Wie das Nordheide Wochenblatt in seiner Wochenendausgabe berichtet, wird in die Brachfläche an der Schützenstraße vis-a-vis City-Center-Parkplatz ein postmodernes Scheusal von Bauwerk hingeklotzt, das wieder einmal nur an Reiche und Geschäftsleute vermietet wird. „Investor“ ist in diesem Fall der ubiquitäre Steffen Lücking, finanziert von der VBN Immobilien, einer Tochter der Volksbank Lüneburger Heide. Diese schimpft sich zwar eingetragene Genossenschaft – was das in diesem Fall heißt, bleibt dahingestellt…

Wer noch einen letzten Rest von Geschmack bewahrt hat, dem wird beim Anblick der Animation im „Buchholzer Flügel“ getauften Komplex im Wochenblatt speiübel. Noch mehr kotzen muss der neutrale Beobachter, wenn er oder sie liest, dass sich Lücking mit einer Art Stiftung ein gutes Gewissen erkauft. Der komplette Gewinn so wird der Mann zitiert, fließe in eine in Gründung befindliche Stiftung namens Casiopeia, die ein „Stiftungshaus“ errichteten soll, mit der „Aufgabe, Familien mit Hospizkindern und -jugendlichen, speziell den hinterbliebenen Geschwisterkindern, über den Verlust hinweg in ein neues Leben zu helfen“.

So weit, so schlecht. Ein Wort noch zur Hospizbewegung: Ist es richtig und gut, den Tod immer mehr auszulagern..? Wortmeldungen dazu ausdrücklich erwünscht!

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Die Polizeiinspektion Harburg meldet (Zwischenüberschrift Blog):

Tor des Monats

Buchholz – Einen Mercedes 350 CDI im Wert von 22.000 Euro entwendeten Unbekannte am Dienstag nachmittag. Zunächst brachen die Täter einen Spind im Schwimmbad im Holzweg auf. Daraus wurde neben einem Handy und Bargeld auch der Schlüssel für den PKW entnommen. Dieser wurde dann vom Parkplatz gestohlen. Zeugen, die das Fahrzeug mit dem Kennzeichen WL-DR 444 nach 15:45 Uhr noch gesehen haben, melden sich bitte bei der Polizei Buchholz unter 04181/ 2850.

Brandgefährlich

Wörme/Holm-Seppensen – Nachdem am Montag gegen 07:00 Uhr im Van der Smissenweg in Holm-Seppensen Waldboden in Brand gesetzt wurde, geschah gleiches am Mittwochmorgen gegen 01:45 Uhr in Wörme, Am Büsenbach. Zeugen bemerkten die Feuer jeweils rechtzeitig, so dass ein Ausbreiten der Flammen durch die hinzugerufene Feuerwehr verhindert werden konnte. Die Brandorte liegen nahe beieinander. Die Polizei geht daher von einem Zusammenhang aus. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, melden sich bitte bei der Polizei Buchholz unter der Nummer 04181/ 2850.

Rein, aber nicht sauber

Seevetal – Ein 68 Jähriger fuhr am Dienstagmittag in das Schaufenster einer Reinigung in der Straße Am Gerätehaus. Warum der Mercedes-Fahrer diesen Unfall verursachte ist unklar. Personen befanden sich zum Glück nicht in der Nähe. Es blieb daher bei einem vierstelligen Sachschaden an Fahrzeug und Gebäude.

 

Gesehen an der Neuen Straße.


 

Dieses Interview mit Julia Staron, Quartiersmanagerin auf St, Pauli erschien zuerst in der Tageszeitung junge Welt:

St. Pauli gehört zu den Touristenmeilen der Welt, Inbegriff von Matrosenromantik und Rotlicht. aber wie in anderen Städten zerstört der Tourismus seine eigene Grundlage: Atmosphäre und Traditionen. Sie haben mit Mitstreitern eine Initiative gestartet, das Leben im Kiez auf die Liste der Unesco für immaterielles Kulturerbe zu setzen. Ist auf St. Pauli denn noch was zu retten?

Hier stellt sich die Frage nach der Perspektive. St. Pauli ist in seiner etwa 400jährigen Geschichte als Ort zwischen den Grenzen einem ständigen Wandel unterworfen. Seeleute gibt es schon lange nicht mehr. Das Rotlicht hat in den 80er Jahren seinen massivsten Einschnitt erfahren. Auf diese Veränderung erfolgte eine der buntesten und innovativsten Entwicklung im Bereich der Klubkultur. Bei unserer Initiative kann es also gar nicht um die Bewahrung einer folkloristisch anmutenden Tradition gehen, sondern um eine Kulturforschung, um den Kern dessen, was man gemeinhin mit St. Pauli verbindet. Um ein Erforschen von Mythen, Klischees und dem tatsächlichen Gefühl, das die Menschen hier bei allen Gegensätzlichkeiten verbindet.

Was ist das für eine Liste, von der nur wenige bisher gehört haben? Darauf stehen Handwerkstechniken oder Brauchtum, zum Beispiel der rheinische Karneval und das Sternensingen.

Die Liste kennt kaum jemand, weil sie auch für die dort gewürdigten Kulturen und kulturellen Ausdrucksformen faktisch keine wirklichen Folgen hat. Viele Menschen verbinden mit dem Weltkulturerbe eben das materielle, was dann auch Rechtsfolgen wie eine Stärkung des Denkmalschutzes mit sich bringt und zudem durch die Liste der Weltkulturstätten dann auch eine touristische Stärkung nach sich zieht. Das gilt für das immaterielle Erbe nicht. Hier geht es mehr um eine Würdigung einer Besonderheit, eine innere Stärkung und Bewusstseinsmachung.

Reeperbahn, wenn ich Dich heute so anseh‘ Kulisse für’n Film, der nicht mehr läuft“, sang Udo Lindenberg schon 1989. Seitdem ist es ja erst richtig schlimm geworden, oder?

Ich weiß ja nicht. Das wird immer so in den Raum gestellt. Die Straßen sind voller als Anfang der 80er. Touristischer Ort war St. Pauli schon immer – seit vielen hundert Jahren. Es gibt aber viele St. Paulis. Es gibt das der 20er/30er Jahre, der 50er, das St. Pauli der Beatles, des Rotlichts, der Kaschemmen und Kneipen, der Theater, der Shows, den Lebensraum St. Pauli in Nord und Süd, das St. Pauli der Seeleute, der gestrauchelten Träume, der Clubkultur, der Subkultur, der Hafenstraße, des Fußballs … ach und noch so viel mehr. Darf es in dieser Vielfalt überhaupt so etwas wie eine Deutungshoheit geben?

Aber die Reeperbahn quillt doch über vor Touristen?

Ja, ein paar Dinge fühlen sich heute anders an und einige Bilder passen irgendwie nicht mehr. Es gibt eine Art Tourismus, der die Leichtigkeit wie auch Austauschbarkeit eines Strand- und Party-Urlaubs in urbane Räume trägt. Städte verkommen zu merkwürdigen Kulissen. Die tatsächliche Freiheit St. Paulis wird genutzt wie ein Kostüm bei einem Junggesellenabschied. Zudem gibt es immer mehr touristische Angebote, die gar nicht mehr aus dem Viertel kommen, sondern wo St. Pauli eben eher von Eventagenturen aufgrund seines Images und seiner Kulissen-Wirksamkeit missbraucht wird.

Auch die Investoren tun dem Kiez nicht immer gut. Südlich der Reeperbahn fühlt man sich zwischen sterilen Bürotürmen wie in einem Alptraum, oder?

Also, ich wohne im Brauquartier in einer Wohnung der Bergedorf-Bille Genossenschaft. Wunderbar bezahlbar. Man kann über die Architektur streiten – ich finde die roten Häuser ganz ok. Der Platz ist allerdings eine stadtplanerische Pleite. Die Fallwinde, die bei den tanzenden Türmen sogar noch schlimmer sind, machen ein Leben im Außenbereich und Erdgeschoss fast unmöglich. Die Nachbarschaftlichkeit hat hier aber zum Glück andere Wege gefunden.

Was bleibt von der Seele des Quartiers, haben Sie gefragt – ein starker Satz. Hat St. Pauli seine Seele nicht längst verkauft?

Niemals.

Wie sieht das weitere Verfahren aus, wie schätzen Sie Ihre Erfolgsaussichten ein?

Das ist schon ein hartes Brett; denn wir wagen uns ja durchaus an die Deutung des Kulturbegriffes der Unesco heran. Das Immaterielle Weltkulturerbe ist halt recht folkloristisch geprägt und urbane Kulturen haben es per se schon schwerer. Unser Unterfangen ist gewagt – aber nicht unmöglich. Interview: Kristian Stemmler

Seit der letzten massiven Kritik hat sich das Stadtcafé Buchholz der Kette Bäckerei Weiß aus Todtglüsingen zwar etwas gebessert, aber leider liegt Manches immer noch im Argen. Zuletzt wechselte das Personal doch ein wenig abrupt, so dass es man ständig mit neuen Nasen zu tun hatte. Bei der Auswahl des Personals scheint Jochen Weiß nicht immer ein glückliches Händchen zu haben – er wählt nicht immer die hellsten Kerzen auf dem Kuchen aus – um mal einen Begriff aus seinem Bereich zu wählen. So wurde dem Blog zugetragen, dass ein Stammkunde, der gerade einen Kaffee bestellt und bekommen hatte, vom Verkäufer darauf hingewiesen wurde, wo die Geschirrabgabe sich befindet…

Herr, lass Hirn vom Himmel regnen und nicht immer nur Mann! (ws)

 

 

Dass Lkw aller Art, oft in hohem Tempo, durch Buchholz fahren, lässt sich offenbar kaum vermeiden. So ist jedenfalls aktuell schwer vorstellbar, wie etwa die Discounter im Zentrum wie Penny und Famila anders beliefert werden sollten als mit großen Lastern. Dasselbe gilt für die Versorgung der Baustellen mit Baumaterial. Warum aber Zugmaschinen mit Schiffscontainern, wie vom Blog mehrfach beobachtet, über Schützenstraße und Bremer Straße rasen müssen, ist nicht zu erklären und nicht zu akzeptieren.

Offensichtlich handelt es sich dabei um reinen Durchgangsverkehr, das heißt die Fahrer kürzen ab oder umgehen eine mautpflichtige Strecke. Dass das erlaubt ist, ist nicht nachvollziehbar. Diese Ungetüme stellen eine immense Gefahr für alle Buchholzer Verkehrsteilnehmer dar, insbesondere für Alte und Kinder. Das gilt nicht nur für Buchholz – in ganz Deutschland werden immer wieder Menschen von Lkw überrollt, wie zuletzt etwa eine junge Mutter an der Osterstraße im Hamburger Bezirk Eimsbüttel.

Der Blog fordert darum: Lkw raus aus Buchholz – soweit dies irgend machbar ist!

Und dann fangen wir doch gleich mit dem Lkw an, der inklusive Container und Anhänger mit zweitem Container (siehe Foto) auf dem Schützenplatz abgestellt ist. Vermutlich verbotenerweiese. (ws)