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So berichtete Bild

Dieser Mann hat ein Herz für die Menschen, ein echter Freund und Helfer: Polizeioberrat Frank Freienberg, stellvertretender Leiter der in Buchholz residierenden Polizeiinspektion Harburg. Als Experte für Wohnungseinbrüche weiß er um die schrecklichen Folgen, die solche Taten für die Opfer haben. Wenn man nach Haus kommt und der 2000 Euro teure Flatscreen-Fernseher steht nicht mehr an seinem Platz, der Schmuck ist weg und der Wandtresor aufgebrochen, dann kann das schwere Traumatisierungen zur Folge haben.

„Ein Einbruch stellt einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre der Menschen dar, für viele wiegen die psychischen Folgen der Tat ebenso schwer wie die materiellen“, sagte Freienberg 2016 dem Nordheide Wochenblatt. Aber es gibt ja Leute wie ihn, Helden in blau, die sich gegen das Gesindel stellen, das die Unverletzlichkeit der Wohnung einfach nicht anerkennen will. „Dieser Mann weiß, wie man Einbrecher fängt“, schrieb das Polizeimitteilungsblatt Bild im Juli 2016 über den Oberrat aus der Nordheide und fasste seine offenbar wesentlichen Vorzüge so zusammen: „Er ist 1,90 Meter groß, hat blau-graue Augen und eine durchtrainierte Figur wie ein Zehnkämpfer.“

Wie oben erwähnt: Dieser Mann will vor allem die Privatsphäre der Menschen schützen – allerdings nicht aller, sondern vermutlich nur der Menschen, bei denen was zu holen ist, also sagen wir mal: seinesgleichen und höher. Wenn der Herr Freienberg dagegen meint, jemand sei „asozial“ oder habe es nicht anders verdient, dann ist ihm dessen Privatsphäre sowas von scheißegal. Dann ist alles erlaubt, dann wird diffamiert und desinformiert, was das Zeug hält, dann trägt er auch gern dazu bei, einer Familie die Wohnung zu nehmen, in der ein Einbruch ohnehin nicht in Frage kommt.

Herr Freienberg, ganz ehrlich: Denken Sie eigentlich manchmal noch darüber nach, dass auch polizeiliches Handel psychische Folgen für Menschen haben kann, die schwer wiegen. Oder geht Ihnen und Ihren Kollegen die Menschlichkeit vielleicht immer mehr abhanden, weil Sie in Ihrer Wagenburg die Polizei nur noch als Opfer von Respektlosigkeit und Aggressivität sehen können??

 

Was ist das bloß für eine Welt, in der hart arbeitende Wirtschaftsbosse ihren Wohlstand nicht mehr in Ruhe genießen können, ohne dass ihnen ihr Landrover vor der Tür angezündet oder ihre Riesenvilla in Blankenese mit Farbbeuteln beworfen wird! Ist denn die Hamburger Polizei nicht mehr in der Lage, die Stützen dieser Gesellschaft vor den linken Radikalinskis zu schützen?! Was passiert denn als nächstes? Werden Unternehmer womöglich bald in unserem Land als Ausbeuter hingestellt oder auf der Straße nicht mehr gegrüßt? Wo soll das alles noch hinführen!

Als ich von der schlimmen Nachricht aus Hamburg erfuhr, dass den Reichen der Krieg erklärt wurde, habe ich mich erst einmal eine Stunde aufs Klo zurückgezogen, um in Ruhe weinen zu können. Die armen Opfer, dachte ich. Wie geht es ihren Frauen und Kindern, die jetzt nicht mehr im Landrover zum Einkaufen oder zur Schule fahren können? Wird die Versicherung ihnen den Schaden ersetzen oder werden sie bald schon am Hungertuch nagen? Fragen über Fragen.

Bevor ich mich auf dem Weg zum Jobcenter machte, um meinen Weiterbewilligungsantrag einzuwerfen, fiel mir dann aber doch noch ein, dass es ja die Reichen waren, die uns den Krieg erklärt haben – und da habe ich dann von dem Plan Abstand genommen, für die Opfer des Anschlags in Blankenese in der Kirche eine Kerze anzuzünden.

 

https://www.jungewelt.de/artikel/307756.amok-und-abbildung.html

Osterdeko

https://linksunten.indymedia.org/de/node/206906

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Der Übersee-Club an der Hamburger Binnenalster ist eine Institution mit großer hanseatischer Tradition. Auf deutsch: Wie an vielen anderen Orten in der Metropole der Gilettefressen treffen sich hier reiche Arschlöcher, um ihr Vermögen und ihre Macht zu festigen und zu mehren. Leute, die den Hals nicht vollkriegen können, halt!

Bei einer kleinen Mahlzeit, sagen wir mal: marinierte Schwarzwurzeln in Rhabarbervinaigrette oder Sauerkrautschaumsüppchen mit Fasan und Trauben, klopfen sich die Geldsäcke gegenseitig ab, versichern einander, wie ehrbar sie sind, und verabreden das eine oder andere Geschäftchen. Manus manum lavat, sagten die alten Lateiner, eine Hand wäscht die andere. Der inoffizielle, aber gar nicht so geheime Artikel 1 des Grundgesetzes im real existierenden Brachialkapitalismus.

Natürlich sagt man das nicht laut, sondern gibt sich als Wohltäter aus. Eiskalt abkassieren, und dann den Warmherzigen geben, keiner kann das besser als die Hamburger Pfeffersäcke. Der Übersee-Club trete „seit jeher für klare Werte und Ziele“ ein, wird in der Eigendarstellung behauptet – was ja auch stimmt, nur dass man die wahren Werten und Ziele nicht benennt, sondern von „sozialem und gesellschaftlichem Engagement“ faselt. Tatsächlich stellen Kapitalisten aus der obersten Etage des Systems und ihre Speichellecker aus Politik, Kultur und Wissenschaft hier Weichen. Ihrer eigenen Klasse zu Frommen selbstverständlich.

Das goldverzierte Protzgebäude des Übersee-Clubs, in dem nur die rund 2300 Mitglieder des Vereins (darunter etwa 200 Frauen) und gelegentliche Gäste Zutritt haben, liegt am Neuen Jungfernstieg, nur ein paar hundert Meter vom Hotel Vier Jahreszeiten entfernt. Da treibt sich dasselbe asoziale Gesindel rum. An dieser Straße, nur einen Steinwurf von der roten Zone entfernt, kann man wirklich eine Menge reiche Leute treffen. Am 20. März referiert im Übersee-Club übrigens der grün angestrichene Reaktionär Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen. Der freut sich bestimmt über Besuch. Aber nicht vergessen: Im Übersee-Club herrscht Krawattenzwang!

Kommando Jaja Diabi, Hamburg, 8. März 2017

Ein Verkehrsteilnehmer meldete heute (3.3.2017), gegen 3:00 Uhr einen brennenden Schaltkasten an einer Mautstation auf der Fahrbahn in Richtung Hamburg, etwa in Höhe der Ortschaft Nenndorf. Polizisten, die den Einsatzort erreichten, löschten den brennenden Schaltkasten mit einem Feuerlöscher ab. Aufgrund der Spurenlage ist davon auszugehen, dass jemand zunächst den Schaltkasten aufhebelte und im Anschluss Feuer darin legte. Die Motivation ist unklar. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 1000 EUR.

Liebe Polizei, über die „Motivation“ könnt Ihr hier mehr lesen:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/205505

Erst kürzlich berichteten die Mainstreammedien wegen neuer gesetzlicher Regelungen landauf landab darüber, dass Polizisten und andere Vollzugsbeamte immer öfter in ihrem Dienst angegangen und respektlos behandelt werden. Da ist auch sicher etwas dran, nur ist das nicht, wie viele meinen, eine Folge zu liberalen Umgang, also quasi eine Spätfolge der 68er, sondern ein Kollateralschaden des Kapitalismus. Wenn den Leuten auf allen Kanälen gesagt wird, sie sollen einen drauf machen, sich verwirklichen etc. pp., dann tun sie das halt auch. Zugleich nimmt die soziale Erosion unaufhörlich zu und draußen laufen immer mehr Zeitbomben auf zwei Beinen herum. Die Polizei muss es ausbaden.

Auf der anderen Seite nehmen angesichts der Lage Wagenburgmentalität und ein unseliger Korpsgeist bei der Polizei zu. Man ist extrem dünnhäutig. Wenn ein Zivilfahnder in St. Georg dreimal auf einen Afrikaner ballert, dürfen keine Fragen gestellt werden – und Kritik erst recht nicht. Gegen den Linkspolitiker Martin Dolzer wurde eine unsägliche Kampagne losgetreten, weil er es gewagt hat, in der Sache zu recherchieren und den Eindruck eines Augenzeugen, es habe wie eine „rassistisch motivierte Hinrichtung“ ausgehen, an die taz weitergegeben hat. Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer zeigte gar Dolzer wegen übler Nachrede an.

Herr Meyer, damit werden Sie vermutlich nicht weit kommen, denn Ehrdelikte werden kaum noch verfolgt – zumindest im Bereich der Staatsanwaltschaft Stade nicht…

Übrigens: Die Polizei ist sehr empfindlich, wenn sie kritisiert wird, teilt aber selbst gern auch. So darf die in Buchholz ansässige Polizeiinspektion Harburg offensichtlich völlig ungestraft Bürger diffamieren. Üble Nachrede von Staats wegen ist halt was anderes…