Archiv für die Kategorie ‘Realsatire’

Hey Uhlmann, alter Schwede, Unternehmerfreund, Sie kleine rechte Demagogensocke! Wie fühlt sich das als Musterchrist so an, wenn man daheim in Holm-Seppensen unterm Tannenbaum sitzt mit dem wohligen Gefühl, vor dem Fest noch mal so richtig gegen die Ärmsten der Armen, gegen Flüchtlinge, ausgeteilt zu haben. Ist das Ihr Ernst, diese protofaschistische Scheiße ausgerechnet zum Fest abzuliefern, ist das Ihre frohe Botschaft??

In einem als „Weihnachtsgrüße 2017“ titulierten Text, den Sie unter anderem auf der Homepage des von Ihnen geführten Kreisverbands Harburg-Land der Mittelstandsvereinigung MIT ihrer Partei publiziert haben, hetzen Sie in bester AfD-Manier gegen Zuwanderer. Kostproben:

Viele dieser Menschen finden sich in unserer modernen und hochtechnisierten Welt nicht zurecht und können deshalb nur schwer integriert werden. Das Ergebnis sind immer größer werdende problematische Parallelgesellschaften.“

Oder:

Dazu kommt, dass die meisten moslemischen Glaubens sind. Im Gegensatz zur Bibel ist der Koran ein allumfassendes Gesetzeswerk, auch für die Politik. Aber er stammt aus dem siebten Jahrhundert, er kann gar nicht auf die heutige Zeit angepasst sein. Eine Studie hat ergeben, dass zwei Drittel aller in Europa lebenden Moslems die Scharia für wichtiger halten, als die Gesetze unserer Staaten.“

Na, Sie sind jetzt also nicht nur Unternehmensberater, sondern auch Koranwissenschaftler. Die Studie, die Sie da erwähnen, können Sie die vielleicht mal namhaft machen! Diese Zahl von zwei Drittel ist doch kompletter Nonsens! Und dann sollten Sie sich auch mal ein Bild von den evangelikalen Christen hierzulande machen, die gerade im Landkreis Harburg sehr umtriebig sind. Die sind keinen Deut fortschrittlicher oder toleranter als islamistische Fanatiker. Na gut, gegen Evangelikale können Sie ja nichts haben, die hetzen ja nur gegen Muslime, gegen Schwule und andere Minderheiten.

Sie machen sich also Sorgen, dass man die Zuwanderer nicht integrieren kann und dass sie unsere Gesellschaft „überfremden“, wie Sie das wohl ausdrücken, wenn die Presse nicht dabei ist. Dann darf ich Ihnen mal Eines erklären:

Wenn irgendetwas diese Gesellschaft und all ihre Überlieferungen, ihre Bräuche und Traditionen, ihre ganze Kultur zerstört, dann sind es allein der von Ihnen und Ihrer Partei so leidenschaftlich propagierte Kapitalismus und der diesem System eigene Konsumismus. Weihnachten ist doch das beste Beispiel. Die Adventszeit war ursprünglich eine Fastenzeit – der Konsumismus hat daraus die größte Fresserei und Sauferei des Jahres und eine Konsumschlacht ohnegleichen gemacht. Es ist nur noch widerlich!

Im Gegensatz zu den meisten Christen hierzulande, glauben viele Muslime noch wirklich an einen Gott. Denen dürfte ein Verhalten, wie es am heutigen Heiligabend Hunderttausende in Deutschland zeigen, völlig fremd sein – in das Gotteshaus nur einmal im Jahr gehen, um sich blicken zu lassen, ein paar nette Lieder zu sehen und die festliche Atmosphäre zu genießen.

Es gibt keine Kultur, in die wir Flüchtlinge integrieren können, da kann Ihr Parteifreund Thomas de Maizière noch so oft sein schwachsinniges „Wir sind nicht Burka“ wiederholen. Es ist eher umgekehrt: Was Traditionsbewusstsein, familiären Zusammenhalt und Menschlichkeit angeht, können wir von vielen Flüchtlingen noch eine Menge lernen. Aber bleiben Sie man in Ihrer Parallelgesellschaft der hohlen Materialisten und Porschefahrer, da sind Sie bestens aufgehoben.

Merry Christmas

Kristian Stemmler, Buchholz in der Nordheide

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Von Kristian Stemmler

Morgen Kinder, wird’s was geben. Und übermorgen, und überübermorgen sowieso. Denn die Regale sind bis zum Bersten gefüllt. Mit Smartphones und Konsolen, Stabmixern und wunderbaren Herrendüften, elektrischen Schallzahnbürsten und Kaffeevollautomaten. Oder diesmal was aus Platin? Scheißegal, Hauptsache der Rubel rollt. Von Black Friday bis White Christmas ist Shoppen angesagt, Leute! Hopphopp, runter vom Sofa!

Manche nennen diese Tage tatsächlich immer noch Advent oder Vorweihnachtszeit, aber das ist natürlich dummes Zeug. Die Wochen vor dem 24. Dezember sind nur noch Eines: eine Konsumorgie ohne Ende, ein Flächenbombardement des Einzelhandels, Amazon Festspiele, Shoppingschlachten. Alle Innenstädte zugepflastert mit Tannenbäumen und blinkenden Sternen, überall Christbaumkugeln, rote Schleifchen, aus Kaufhausboxen rieselt „Driving home for Christmas“. Ein Terror, dem keiner entkommt.

Nie tritt die Verlogenheit und Doppelmoral dieser Gesellschaft deutlicher zu Tage als in dieser Zeit. Das Gedröhne von den christlichen Werten, von „unserer Art zu leben“, das Politiker gebetsmühlenartig nach jedem Anschlag absondern, entpuppt sich als bodenloser Schwindel. Es gibt nichts mehr zu verteidigen. Wie alles Brauchtum sonst ist auch Weihnachten restlos entkernt, eine leere Hülle, nur noch Anlass fürs Kaufen, Saufen und Fressen, für Parkplatzschlägereien und Familiendramen.

Mit dem Ursprung und Sinn des Festes hat das alles nicht mehr das Geringste zu tun. Man muss ja mit dem ganzen Zinnober, überhaupt mit Religion, nicht unbedingt was anfangen können – aber dass das Christentum eine lange Tradition hat und dass dem Kirchenjahr eine innere Logik inne wohnt, lässt sich kaum leugnen. In der Abfolge der Feste ist ein Wechsel von Zeiten der Erwartung mit Zeiten der Erfüllung erkennbar, ein durchaus raffiniert konstruierter und auf die Jahreszeiten abgestimmter Rhythmus.

Der Advent zum Beispiel ist im Ursprung, wie die Wochen vor Ostern, eine Fastenzeit, die der inneren Einkehr und Besinnung dienen soll und der mit der Weihnachtzeit Tage der Feier und Freude folgen. Mit dem 1. Advent beginnt das Kirchenjahr, das eine Woche zuvor mit dem Totensonntag, den die Protestanten auch Ewigkeitssonntag nennen, seinen Abschluss findet. Die zweite Bezeichnung verweist darauf, dass es an diesem Tag nicht nur um Totengedenken geht, sondern auch um das von Christen geglaubte „Ende der Zeit“.

Aber will man von den konsumverblödeten Abendlandverteidigern aus den Reihen von CDU, CSU, AfD & Co. wirklich erwarten, dass sie all das wissen?! Statt den Rummel anzuprangern, kämpfen sie gegen eine „Islamisierung“, entfachen einen Shitstorm nach dem anderen im Internet. Etwa weil die schleswig-holsteinische Kleinstadt Elmshorn ihren Weihnachtsmarkt in „Lichtermarkt“ umbenannt hat, übrigens vor Jahren und ohne irgendwelchen religiösen Beweggründe.

Wie weit muss man in ein Paralleluniversum abgedriftet sein, um nicht zu sehen, dass es allein der Kapitalismus ist, der alles platt macht. Alles was an Traditionen, Ritualen und Bräuchen, ob religiösen Ursprungs oder nicht, noch vorhanden ist, alles, was irgendwie noch Halt geben könnte. Haltlose Menschen sind die besten Konsumenten.

Aus der Pressemeldung der Polizeiinspektion Harburg für den 21. bis 23. April 2017:

+++ Buchholz – Einbruch in Bäckerei

In der Nacht auf Sonntag kam es, gegen 01.00 Uhr, in der Hamburger
Straße in Buchholz zu einem Einbruch in eine Bäckerei. Hier
versuchten Täter zuerst die Tür aufzuhebeln. Als dies misslang,
schmissen sie die Verglasung mit einem Gullydeckel ein, stiegen in
das Geschäft und erbeuteten Diebesgut. Wer Hinweise zu der Taten
geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Buchholz unter
04181-285-0 zu melden.

+++ Buchholz – Nachbarschaftsstreit endet im Gewahrsam

In der Nacht zum Sonntag kam es im Dibberser Mühlenweg zu
Streitigkeiten zwischen Nachbarn. Grund soll die Nutzung eines
Besucherparkplatzes gewesen sein. Als einer der Nachbarn beleidigend
wurde und dem anderen mehrfach gegen die Wohnungstür trat, wurde die
Polizei hinzugerufen. Diese traf vor Ort auf den stark
alkoholisierten und uneinsichtigen Aggressor. Bei der anschließenden
Ingewahrsamnahme versuchte dieser das Verbringen in den
Funkstreifenwagen zu verhindern, indem er sich mit den Füßen gegen
den Streifenwagen stemmte. Nur durch das Zupacken mehrerer Beamten
konnte der Aggressor letztendlich seiner Übernachtungsmöglichkeit in
der Wache in Buchholz zugeführt werden. Jetzt erwarten den Buchholzer
Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Widerstand gegen
Polizeibeamte.

+++ Drestedt – Anwohnerstreit mit anschließender Trunkenheitsfahrt

In Drestedt kam es am Samstagmorgen zu Streitigkeiten zwischen
Anwohnern in der Sraße Zum Bauernholz. Im Verlauf fuhr eine
Anwohnerin mit ihrem Pkw gereizt und aggressiv vom Grundstück in das
benachbarte Waldstück, wo ihre Fahrt durch die Polizei gestoppt
wurde. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten nicht
nur starken Atemalkoholgeruch bei der 22-jährigen Fahrerin fest,
sondern sie war auch nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Ein
Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,85 Promille. Zudem wurden die
Beamten bei einer Durchsuchung des Pkw fündig und durften Haschisch
sicherstellen. In der Folge wurde die Fahrerin zur Wache nach
Buchholz verbracht und ihr eine Blutprobe entnommen. Jetzt erwarten
sie und ihren 25-jährigen Beifahrer mehrere Strafverfahren.

+++ Buchholz – Polizei holt stark betrunkenen Autofahrer aus
seiner Wohnung

In der Nacht zum Samstag meldet sich ein Zeuge telefonisch bei der
Polizei und teilt einen stark betrunkenen Autofahrer in der Stettiner
Straße in Buchholz mit, welcher soeben gerade seinen Pkw eingeparkt
habe, ausgestiegen und in einem Wohnhaus verschwunden sei. Da den
Beamten an der betroffenen Wohnung auf Klingeln und Rufen nicht
geöffnet wird, verständigen diese die Feuerwehr zur Türöffnung. Als
diese gerade ansetzen möchte, um die Tür zu öffnen, wird diese von
dem stark betrunkenen und schwankenden 55-jährigen Buchholzer
widerwillig geöffnet. In der Folge wird er zur Wache in Buchholz
verbracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wird. Hierbei zeigt der
Buchholzer den Beamten seinen Protest indem er sie mehrmals
beleidigt. Weiterhin wird ihm der Führerschein abgenommen sowie
mehrere Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. Jetzt muss der
Buchholzer seinen Pkw für einige Zeit stehen lassen.

Tostedt – Fahrkartenautomat aufgebrochen

In der Nacht zu Sonntag versuchten Unbekannte am Bahnhof in
Tostedt einen Fahrkartenautomat aufzubrechen. Hierbei nutzen sie
zuerst vermutlich Böller, um diesen aufzusprengen. Als dies misslang,
versuchten sie mittels eines Straßengully’s den Automaten
aufzuhebeln. Wer Hinweise zu der Taten geben kann, wird gebeten, sich
bei der Polizei in Buchholz unter 04181-285-0 zu melden.
Rosengarten – Diebe fahren Pkw vom Grundstück

Am frühen Samstagmorgen kam es gegen 05:00 Uhr Alvesener Schulweg
in Rosengarten zu einem Diebstahl eines Mitsubishi Outlander. Durch
Geräusche am Fahrzeug wurde der Fahrzeuginhaber auf die Tat
aufmerksam. Bei seiner Nachschau musste er dann beobachten, wie sein
Fahrzeug durch bisher unbekannte Täter vom Grundstück gefahren wurde.
Das für das Fahrzeug zugeteilte Kennzeichen lautet WL-MW 542.
Personen, die Hinweise zu der Tat oder zu verdächtigen Beobachtungen
im Tatzeitraum machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei
Hittfeld unter 04105-6200 zu melden.

+++ Ramelsloh – Trunkenheitsfahrt auf der A7

Am Sonntag den 23.04.2017, gegen 01.00 Uhr befuhr ein 28-jähriger
Kroate mit seinem Pkw die BAB 7 in Richtung Hannover. Zwischen dem
Horster Dreieck und der AS Ramelsloh fiel er einer
Streifenwagenbesatzung durch seine unsichere Fahrweise auf. Während
der anschließenden Kontrolle wurde beim Fahrer Alkoholgeruch
festgestellt. Ein Alcotest ergab einen Wert von 1,17 Promille. Eine
Blutentnahme wurde angeordnet, der Führerschein wurde sichergestellt.
Ein entsprechendes Strafverfahren wurde eingeleitet.

Was ist bloß mit diesem Land los: Jetzt verfahren sich schon die Züge! Metronom bog nach Bremen ab, wollte aber eigentlich nach Uelzen. Klappt denn hier eigentlich noch irgendetwas..??

Dass die Absicht von Angela Merkel, einer bekennenden Protestantin, erneut ins Kanzleramt einzuziehen, ausgerechnet am Ewigkeitssonntag bekannt gemacht wurde – sollte uns das zu denken geben..?

Ja, prima, das ist doch genau das richtige Signal der Eliten an die „Abgehängten“, von denen nach Trumps Triumph soviel geredet wird und die man der AfD wieder abspenstig machen wolle: Man macht einen der Architekten der Agenda 2010 zum Bundespräsidenten! Wunderbar! Wie kann man besser vormachen, dass die Herrschaften im Berliner Regierungsviertel in einer Parallelwelt leben und den Schuss einfach nicht hören! Das Bundespräsidentenamt verkommt zur Belohnung für abgehalfterte Politiker, die Schmutzarbeit fürs System zur Zufriedenheit der Mächtigen erledigt haben. Gauck wurde dafür belohnt, dass er mit der Führung der Stasi-Behörde zur Diskreditierung der DDR nach der Wende entscheidend beigetragen hat, und Steinmeier soll offenbar jetzt dafür belohnt werden, dass er zur Demontage des Sozialstaats an vorderster Front beigetragen und als Koordinator der Geheimdienste größte Sauereien gedeckt hat…

Wer wettet mit mir? In spätestens zehn Jahren, eher früher, haben wir einen deutschen Trump!

Was soll eigentlich der Hype um die TV-Show mit Trump und Clinton in den USA? Der querschläger meint: Kann uns doch scheißegal sein, welche Marionette im Weißen Haus sitzt!