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Archive for Januar 2019

Die aktuelle Ausgabe des Nordheide Wochenblattes zeigt exemplarisch, wie bürgerliche Medien sich als Mahner vor rechten Tendenzen in der Gesellschaft aufspielen und diese zugleich befördern. Auf Seite 1 wird in großer Aufmachung über die Einweihung einer Gedenktafel in Handeloh am Gedenktag für die Opfer des deutsches Faschismus‘ berichtet. Weiter hinten wird die Berichterstattung über den Gedenktag fortgesetzt. In derselben Ausgabe ist ein Seitenaufmacher einem Antrag der AfD in Seevetal gewidmet, für die Gemeinde Stadtrechte anzustreben, und auf der Leserbrief-Seite sind gleich zwei Leserbriefe von Buchholzer AfD-Stadträten zum Thema Ostring abgedruckt.

Welches Argument jetzt kommt, ist klar: Die AfD-Vertreter seien in demokratischen Wahlen gewählt worden und dann gehe es um kommunale Themen und keine anstößigen Äußerungen rechter Prägung. Genau das ist ja der Punkt. Die AfD, eine protofaschistische Partei, deren Führung in menschenverachtender Weise über Flüchtlinge und andere Minderheiten herzieht, wird durch derartige Berichterstattung als völlig normale Partei wahrgenommen. Erst die bürgerlichen Medien haben diese Leute groß gemacht, es hätte von Anfang an einen Konsens geben müssen, dass Leute mit derartigen Ansichten ignoriert werden statt sie prominent in TV-Talkshows zu Wort kommen zu lassen.

Und natürlich kann auch eine Lokalzeitung entscheiden, wo sie Schwerpunkte setzt. Liebes Wochenblatt: Wie wäre es denn, wenn Ihr mal skandalisiert, dass die Stadt Winsen dem Konzern Amazon mit einer eigenen Busspur und dergleichen hinten reinkriecht – einem Unternehmen, das allgemein für seine Schikanen gegen die eigenen Mitarbeiter bekannt ist? Das wäre allemal sinnvoller als Vorstöße von AfD-Leuten groß aufzumachen.

 

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Vor 100 Jahren wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht brutal ermordet. Die Führung der deutschen Sozialdemokratie weigert sich bis heute, die Verantwortung von Gustav Noske und Friedrich Ebert für diese Taten anzuerkennen. Dazu folgender Beitrag:  https://www.jungewelt.de/artikel/347153.konterrevolution-kein-vergeben-kein-vergessen.html

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