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Archive for Dezember 2018

Gerade zu Weihnachten und zum Jahreswechsel leisten sich bürgerliche Medien wie das Hamburger Abendblatt oder das Nordheide-Wochenblatt allgemeine Betrachtungen des menschlichen Umgangs miteinander. So wird gern die wachsende Rücksichtslosigkeit und Ellbogenmentalität beklagt, etwa im Straßenverkehr. Nur: Was die Leitmedien in ihrer geistigen babylonischen Gefangenschaft nicht begreifen oder begreifen dürfen, ist die Tatsache, dass es sich hier um Kollateralschäden des entfesselten Turbokapitalismus handelt.

Also, bereitet Euch darauf vor, dass Alles im neuen Jahr noch viel, viel schlimmer wird. Denn dieses System ist wie eine Lok, die auf einen Abgrund zurast und in deren Führerstand der Lokführer dem Heizer anschreit: „Noch mehr Kohlen reinwerfen! Noch mehr Kohlen!“ Leute, so lange Ihr den Skandal der wachsenden materiellen Ungleichheiten hinnimmt, so lange wird nichts besser. Und die herumfliegenden Trümmer treffen beim großen Bang am Ende alle!

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Von Kristian Stemmler

Gern rühmt sich das Krankenhaus Buchholz, etwa in flott gestalteten Flyern oder Beilagen im Nordheide Wochenblatt, der modernen medizinischen Leistungen, die man anbiete. Ohne Frage arbeiten an dieser Klinik wie an anderen auch viele engagierte Ärzte, Pfleger und Schwestern, die sich am Wohl der Patienten orientieren und dabei moderner Technik bedienen. Aber leider gibt es auch Fälle, in denen Patienten im Krankenhaus Buchholz nicht so gute Erfahrungen gemacht haben. Von denen soll in einer kleinen Serie die Rede sein, die der buchholzblog mit diesem Beitrag beginnt.

Der folgende Bericht beruht auf den Angaben der Leserin Anna Schmidt (Name geändert), die vor einigen Wochen in die Internistische Notaufnahme (INA) eingeliefert wurde. Zuerst war sie allein im Zimmer, am Abend desselben Tages bezog eine Frau mittleren Alters jedoch das zweite Bett. Keine angenehme Bettnachbarin, da sie aus zuerst ungeklärten Gründen unter starkem Durchfall litt und ständig im zum Zimmer gehörenden Badezimmer verschwand.

Natürlich konnte man diesen Umstand der Mitpatientin kaum anrechnen, zu einem kleinen Skandal wurde die Angelegenheit erst, als ein Arzt auftauchte. In Gegenwart von Angehörigen der Frau, die um ihr Krankenbett herum standen, teilte er ihr mit, sie habe nicht etwa eine Lebensmittelvergiftung oder dergleichen, sondern sei von einem Virus der Gattung Norovirus befallen. Der ist bekanntlich hoch ansteckend und keineswegs harmlos, wenn es auch höchst selten zu Todesfällen kommt.

In diesem Fall wurde die Sache allerdings nicht so dramatisch gesehen. Der Arzt teilte der Frau und ihren Angehörigen mit, dass man im Krankenhaus Buchholz nichts für sie tun könne und sie daher entlassen werde. Daheim in ihrem dreistöckigen Haus empfehle es sich, so der Mediziner weiter, eine Etage für die Kranke zu reservieren, also eine Art Quarantäne-Station einzurichten. Mit dieser Maßgabe wurde die Frau entlassen und war etwa eineinhalb Stunden nach Ankunft schon wieder verschwunden.

Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Denn die körperlich geschwächte Anna Schmidt hatte verständlicherweise etwas Probleme damit, das von der zeitweisen Bettnachbarin genutzte Klo aufzusuchen, da sie sich ungern zu ihren eigenen gesundheitlichen Problemen eine Darmerkrankung aufhalsen wollte, und fragte eine Schwester, ob sie das Bad nicht reinigen könne. Diese antwortete in unfreundlichem Ton, sie sei keine Putzfrau. Dennoch erschien die Schwester wenig später in einem Ganzkörperoverall mit Handschuhen und Mundschutz, um das Bad dann doch sauber zu machen.

Wenig später erfuhr die inzwischen verlegte Anna Schmidt, dass eine Station des Krankenhauses vom Norovirus befallen war. Ob es da einen Zusammenhang zu der Bettnachbarin gab, ließ sich nicht feststellen. Wie dem auch sei, die Anekdote zeigt zumindest, wie man mit Patienten nicht umgehen sollte.

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Von Kristian Stemmler

Wie verheerend sich der Einsatz von Laubbläsern in der Natur auswirkt, darauf wird mittlerweile immer wieder hingewiesen. Nicht nur, dass die Betreiber dieser Geräte Hunderte von Menschen gleichzeitig beschallen, sie blasen mit dem Laub auch noch die Lebenswelt von vielen Kleintieren einfach so weg. Dann ist der Einsatz der Geräte auch noch komplett unnötig, denn es hat sich längst herausgestellt, dass man mit den herkömmlichen Instrumenten, also etwa Rechen, nicht oder kaum langsamer das Laub entfernen kann.

Leider haben sich solche Erkenntnisse nicht bis zur Stadt Buchholz herumgesprochen. Wie ist es sonst zu erklären, dass alle paar Tage eine so genannte Gartenbaufirma in die Grünanlage zwischen Parkstraße und Schützenplatz einfällt und für tabula rasa sorgt?! Deren Mitarbeiter lassen da ihre Laubpuster aufjaulen, während ein Kollege mit einem Laubsauger auf vier Rädern, etwas größer als ein Sitzrasenmäher, durch die Anlage fährt und das Laub einsammelt.

Das macht das Gefährt so gründlich und rabiat, das praktisch nix liegen bleibt, mal abgesehen von Dingen, die nun wirklich eingesammelt werden sollten wie zerbrochene Flaschen. Die Anlage sieht hinterher aus wie geleckt, allerdings sind auf allen Wegen und Grasflächen Reifenspuren zu sehen. Auch nicht gerade schön! Viel schlimmer dürfte aber sein, dass mit dem Laub praktisch alle Insekten weggeputzt werden. Warum lässt man das Laub oder wenigstens einen Teil davon nicht einfach liegen??

Aber es ist hier wohl so wie so oft: Es wird ein Auftrag ausgeschrieben „Entfernung von Laub in der Grünanlage an der Parkstraße“ oder so ähnlich, es wird Geld dafür eingestellt, es wird eine Firma beauftragt – und wie die das dann macht und welche Folgen das hat… interessiert nicht.

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