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Archive for Oktober 2018

Preisfrage: Was gibt es für Kinder und Jugendliche, die an der Tür „Süßes oder Saures?“ fragen – Saures natürlich, also gleich auf die Fresse!

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Nach Informationen des Blogs sind die Hintergründe des schweren Zugunglücks im Buchholzer Bahnhof am 17. Oktober nach wie vor nicht restlos ungeklärt. Offenbar kam es vor dem Unglück zu einem Wortwechsel zwischen einer Gruppe junger Leute, die sich auf dem Schotterparkplatz auf der Nordseite des Bahnhofs getroffen hatte, und dem 33 Jahre alten späteren Unglücksopfer.

Wie berichtet, fühlte sich der 33-Jährige provoziert und lief trotz Dunkelheit über die Gleise auf die Gruppe zu, wobei er auch noch den benachbarten Bahnsteig überqueren musste, gefolgt von seiner 19 Jahre alten Begleiterin. Vor dem ungenutzten und zugewachsenen Bahnsteig 7 wurden beide von dem heranrasenden Intercity Koblenz – Altona erwischt, offensichtlich aber nicht frontal, was beide bei der Geschwindigkeit und dem Gewicht des Zuges nicht überlebt hätten. Trotz einer schnellen Notbremsung des Zugführers, der die Personen erst relativ kurz vor dem Bahnhof gesehen haben kann, hatte der Zug nach Informationen des Blogs noch eine Geschwindigkeit von etwa 60 Stundenkilometern.

Die Bundespolizei, die in Deutschland für Bahnareale zuständig ist, übernahm kurz nach dem Unglück die Ermittlungen, geführt werden sie von der Bundespolizeiinspektion Bremen. Die Ermittler versuchen den Ablauf des Streits und des Unglücks zu rekonstruieren. Mehrere Zeugen haben sich zur Verfügung gestellt, die das Geschehen etwa von der Wohlau-Brücke beobachtet haben. Die Gruppe, die sich auf dem Parkplatz aufhielt und wohl zuvor Getränke im Penny-Markt Kabenhof eingekauft hatte, hat sich – Stand Dienstag – bisher nicht gemeldet.

Die beiden Unglücksopfer haben offensichtlich unglaubliches Glück gehabt, dass sie das Unglück überhaupt überlebt haben. Der 33-Jährige hat aber nach Informationen des Blogs ein Bein verloren. Für die Zugführer der Bahn und privater Bahngesellschaften sind solche Unfälle und Suizide leider traurige Normalität. Etwa jeder Zweite hat Derartiges bereits erlitten, nicht wenige geben ihren Beruf später auf. (bb)

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Von Kristian Stemmler

Unglaublicher Leichtsinn hat am Mittwochabend zu einem schweren Zugunglück im Buchholzer Bahnhof und einen Großeinsatz der Feuerwehr Buchholz, der Polizei Buchholz und weiterer Einsatzkräfte gesorgt. Ein 33-Jähriger und seine 19 Jahre alte Begleiterin wurden kurz nach 19 Uhr beim Überqueren der Gleise auf Gleis 7 vom IC 2307 Koblenz – Hamburg-Altona auf der Fahrt von Bremen nach Hamburg erfasst und schwer verletzt. Offenbar war dem Unfall ein Streit vorausgegangen. Zwar leitete der 59 Jahre alte Triebfahrzeugführer noch eine Schnellbremsung ein und gab Signalpfiffe ab, den Zug konnte er jedoch erst 200 Meter hinter dem Bahnsteig zum Halten bringen.

Die für das Bahngelände zuständige Bundespolizeiinspektion Bremen teilte am Donnerstag vormittag mit, nach ersten Ermittlungen der Inspektion und der Polizeiinspektion Harburg sei „nicht auszuschließen“, dass zuvor beide Personen, als sie sich auf Bahnsteig 3 befanden, von einer Gruppe auf der Nordseite von Gleis 7 provoziert worden waren. Das ist mit der bei behördlichen Pressemitteilungen gebotenen Vorsicht formuliert. Der Autor dieses Beitrags hat etwa um 19 Uhr vor dem Penny-Markt im Kabenhof laute Streitereien und ein hektisches Hin- und Herlaufen junger Erwachsener beobachten können, was die Vermutung dem Anschein nach bestätigt.

In der Pressemitteilung wird der weitere Verlauf so geschildert: „Daraufhin soll zunächst der 33-Jährige über die Durchfahrtgleise auf die Gruppe zugelaufen sein, gefolgt von seiner 19-jährigen Begleiterin. Beiden gelang es nicht mehr, den Bahnsteig 7 zu erreichen.“ Bei Bahnsteig 7 handelt es sich offensichtlich um den stillgelegten Bahnsteig auf Seiten des Schotterparkplatzes.

Mehrere Augenzeugen hätten einen Schock erlitten und hätten betreut werden müssen. Sie könnten erst in den nächsten Tagen vernommen werden. Die Bundespolizeiinspektion Bremen weist darauf hin, dass durchfahrende Züge den Bahnhof Buchholz mit bis zu 140 Stundenkilometer Geschwindigkeit passieren – die Reaktionszeit zum Verlassen der Gleise beim Erkennen eines nahenden Zuges liege bei rund zwei Sekunden! Gleis 7 sei für 110 Stundenkilometer freigegeben.

Der buchholzblog war kurz nach Auslösen des Alarms vor Ort. Um 19.12 Uhr ging bei der Buchholzer Feuerwehr die Einsatzmeldung „Person unter Zug“ ein. Mit mehreren Fahrzeugen rückte die Feuerwehr zum Bahnhof aus. Der Zufall wollte es, dass eine Schulung von Gruppenführern in der Wache an der Bendestorfer Straße stattfand, so dass diese sofort ausrücken konnten.

Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) rasten vom Buchholzer Krankenhaus heran. Drei Notärzte waren nach Informationen des buchholzblogs im Einsatz, einer wurde aus Hamburg hinzugezogen. Von der Werksfeuerwehr der Deutschen Bahn im Rangierbahnhof Maschen waren zwei Fahrzeuge angerückt. Die Buchholzer Polizei sperrte den Einsatzort weiträumig ab, auch die Bundespolizei war vor Ort. Laut Bundespolizei waren 40 Angehörige der Feuerwehr Buchholz, Seelsorger, Sanitäter, ein Notfallmanager der Bahn und mehrere Polizeistreifen

Auf der Lindenstraße vor dem Kabenhof, auf der Nordseite des Bahnhofs, bot sich ein Bild wie bei einem Katastropheneinsatz. Über mehrere hundert Meter blockierten Einsatzfahrzeuge mit zuckenden Blaulichtern die Straße. Auf den Bänken gegenüber vom Penny-Markt saßen geschockte Zeugen des schweren Unfalls, die von Sanitätern und Feuerwehrleuten betreut wurden. Eine Frau, die offenbar einen schweren Schock erlitten hatte, redete ohne Unterbrechung. An der Zugstrecke tauchten Lampenmasten der Feuerwehr die Szenerie in taghelles Licht. Ärzte und Sanitäter behandelten direkt neben dem Zug an der Böschung die offenbar schwerer verletzte Person. Die zweite Person konnte in einen Rettungswagen gebracht und dort behandelt werden.

Die Bundespolizei warnt weiterhin vor dem lebensgefährlichen Betreten von Bahnanlagen. So ist am 22. September ein 16-jähriger in Lunestedt bei Bremerhaven von einem Güterzug überrollt worden, als er vom Bahnsteig aus über die Gleise lief. Am Montag verstarb eine 16-jährige Schülerin in Stade an einem Bahnübergang, den sie trotz geschlossener Schranken überquerte. Gleisüberschreitungen werden täglich gemeldet werden und führen zu Blaulichteinsätzen.

Wenn Züge Schnellbremsungen einleiten müssen, wird, so die Pressemitteilung, strafrechtlich wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Das Überqueren von Bahnübergängen bei sich schließenden Schranken wird bei Fahrzeugführern mit 700 Euro Bußgeldern und dreimonatigen Fahrverboten geahndet. Und auch Fußgänger werden mit 350 Euro an Bahnübergängen belangt.

Die Bahnstrecke Hamburg-Bremen wurde mach dem Zugunfall in beiden Richtungen umgehend gesperrt, um 20.44 Uhr fuhr der erste Metronom Richtung Bremen wieder in den Bahnhof ein. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden schwer verletzten Personen bereits auf dem Weg in Kliniken in Hamburg. Das Kriseninterventionsteam war angekündigt, um Zeugen weiter zu betreuen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Im Zug, der hell erleuchtet im Bahnhof stand, saßen die Fahrgäste. Einige schien der Unfall nicht besonders mitgenommen zu haben, sie tranken im Bordbistro ungerührt ihr Bier weiter. Andere bestanden darauf, während des laufenden Einsatzes, da war der Verletzte allerdings schon abtransportiert worden, aus dem Zug auszusteigen. Mit der Begründung, sie hätten auch Rechte und dürften nicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden…

Von den rund 430 Passagieren im Zug sei niemand verletzt worden, teilte die Bundespolizeiinspektion Bremen mit. Nach Ablösung des Triebfahrzeugführers habe der Zug um 21:48 Uhr die Fahrt fortsetzen können. Es hätten sich 34 Züge verspätet, 13 weitere Züge seien ausgefallen.

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Von Kristian Stemmler

Buchholz gehört zu den nicht gerade wenigen Kommunen hierzulande, die von der Bahn terrorisiert werden, vor allem durch anhaltenden Lärm oft jenseits der Schmerzgrenze. Im Gegensatz zu allen anderen Lärm-Emmissionären muss sich das vom Staat dem Markt in den Rachen geworfene Unternehmen – man spricht vornehm von Privatisierung – dabei an keinerlei Regeln oder gar geschriebene Gesetze halten. Ellenlange Güterzüge, die zu jeder Tages- und Nachtzeit durch Stadt und Land donnern, egal wie alt die Achsen und die Radreifen sind – alles kein Problem!

Das Nordheide Wochenblatt hat verdienstvollerweise in seiner Ausgabe vom Sonnabend einen Vorgang öffentlich gemacht, der aufs Neue zeigt, wie dreist und skrupellos die Bahn vorgeht. Die Interessen der Allgemeinheit sind für die Herrschaften im Vorstand des Konzerns offenbar nicht von Belang, wenn es darum geht, Profitinteressen zu verfolgen. Das Schlimme daran: Das Alles geschieht offensichtlich mit Deckung resp. sogar Förderung der Politik, zumindest der in Berlin. Die Bahn erweist sich hier als Staat im Staate, als eine im Grunde mafiöse Organisation auf Augenhöhe mit dem DFB, Volkswagen und der Deutschen Bank.

Der Beitrag im Wochenblatt lässt sich so zusammenfassen: Die Bahn hat zwei Jahre lang geheim ein zusätzliches Gleis von Ashausen nach Celle geplant, weil mehr Güterzüge von Hamburg auf drei Strecken Richtung Süden fahren sollen, und wollte das Ganze ohne Bürgerbeteiligung durchziehen. Der Sprecher des Projektbeirats Alpha-E, der Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt, Peter Dörsam, kritisierte das Vorgehen der Bahn in der Zeitung massiv.

Das ist allerdings nur ein erster Schritt und nicht mehr. Die Kommunen müssen endlich das Recht in die eigene Hand nehmen. Soll heißen: Warum lässt man es sich gefallen, dass die Bahn auf ihrem Gelände machen kann, was sie will? Auch das Land der Bahn, etwa in Buchholz, gehört zur Stadt und ist dem hiesigen Recht unterworfen. Man könnte zum Beispiel, wie man das mit Autos schließlich auch macht, mal Geschwindigkeitsbeschränkungen für Güterzüge verhängen – oder Fahrverbote…

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Wie wäre es denn, wenn die Stadt Buchholz, etwa mit Hilfe von Feuerwehr oder THW, dafür sorgt, dass Sauerstoff in den Teich im Rathauspark kommt ? Der scheint nämlich wegen der aus dem Lot geratenen meteorologischen Verhältnisse gekippt zu sein.

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