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Archive for Juni 2018

Seit der letzten massiven Kritik hat sich das Stadtcafé Buchholz der Kette Bäckerei Weiß aus Todtglüsingen zwar etwas gebessert, aber leider liegt Manches immer noch im Argen. Zuletzt wechselte das Personal doch ein wenig abrupt, so dass es man ständig mit neuen Nasen zu tun hatte. Bei der Auswahl des Personals scheint Jochen Weiß nicht immer ein glückliches Händchen zu haben – er wählt nicht immer die hellsten Kerzen auf dem Kuchen aus – um mal einen Begriff aus seinem Bereich zu wählen. So wurde dem Blog zugetragen, dass ein Stammkunde, der gerade einen Kaffee bestellt und bekommen hatte, vom Verkäufer darauf hingewiesen wurde, wo die Geschirrabgabe sich befindet…

Herr, lass Hirn vom Himmel regnen und nicht immer nur Mann! (ws)

 

 

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Dass Lkw aller Art, oft in hohem Tempo, durch Buchholz fahren, lässt sich offenbar kaum vermeiden. So ist jedenfalls aktuell schwer vorstellbar, wie etwa die Discounter im Zentrum wie Penny und Famila anders beliefert werden sollten als mit großen Lastern. Dasselbe gilt für die Versorgung der Baustellen mit Baumaterial. Warum aber Zugmaschinen mit Schiffscontainern, wie vom Blog mehrfach beobachtet, über Schützenstraße und Bremer Straße rasen müssen, ist nicht zu erklären und nicht zu akzeptieren.

Offensichtlich handelt es sich dabei um reinen Durchgangsverkehr, das heißt die Fahrer kürzen ab oder umgehen eine mautpflichtige Strecke. Dass das erlaubt ist, ist nicht nachvollziehbar. Diese Ungetüme stellen eine immense Gefahr für alle Buchholzer Verkehrsteilnehmer dar, insbesondere für Alte und Kinder. Das gilt nicht nur für Buchholz – in ganz Deutschland werden immer wieder Menschen von Lkw überrollt, wie zuletzt etwa eine junge Mutter an der Osterstraße im Hamburger Bezirk Eimsbüttel.

Der Blog fordert darum: Lkw raus aus Buchholz – soweit dies irgend machbar ist!

Und dann fangen wir doch gleich mit dem Lkw an, der inklusive Container und Anhänger mit zweitem Container (siehe Foto) auf dem Schützenplatz abgestellt ist. Vermutlich verbotenerweiese. (ws)

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https://de.wikipedia.org/wiki/Johannistag

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Von Kristian Stemmler

Just in time. Pünktlich auf die Minute enterte Truck Stop die Jesteburger Naturbühne zwischen Freibad und neuem Schützenhaus. Just in time war auch das Wetter. Eben hatte es noch aus dunklen Wolken geregnet – als die Cowboys von der Waterkant nach ihren Instrumenten griffen, blieb den Wolken die Spucke weg. Es hörte auf zu regnen und die Wolkendecke riss auf, ziemlich genau über der kleinen Bühne, auf der die sechs Musiker ohne Umstände loslegten. Das Publikum war ebenso pünktlich zur Stelle, ging schon bei den ersten Songs voll mit.

Trotz der dunklen Wolken und des auffrischenden Windes war der Auftritt der erfolgreichsten deutschen Countryband am Freitagabend im idyllischen Jesteburg wieder ein Erlebnis der besonderen Art, glich oft eher einem Happening als einem Konzert. Kinder spielten vor der Bühne, es wurde getanzt und geklatscht, es gab frisch gezapftes Bier, Weißwein und Caipirinha, Würstchen vom Grill, niemand musste darben. Aber vor allem gab es richtig was auf die Ohren.

Die sechs Musiker ließen nichts anbrennen und spielten einen Klassiker nach dem anderen, aber auch Neueres, weniger Bekanntes. „Ich möcht so gern Dave Dudley hören“ aus der Anfangzeit in den 70ern durfte natürlich ebenso wenig fehlen wie „Männer sind so“, „Take it easy altes Haus“ oder die Erkennungsmelodie vom Großstadtrevier, die nun wirklich jeder mitsummen oder -singen kann. „Wenn der Schutzmann ums Eck kommt…“

Zum Schutz vor dem Regen waren gekonnt Zeltplanen so gespannt worden, dass sie quasi ein durchgehendes Dach bildeten und sich die Zuhörer darunter sicher auf alle Arten von Sitzgelegenheiten niederlassen konnten, vom Liegestuhl bis zum Klapphocker. Sehr erfreulich: Viele körperlich oder geistig beeinträchtigte Menschen waren im Publikum genossen die Musik und die Atmosphäre, und zwar ganz selbstverständlich.

Was der Pressetext behauptete, davon konnte man sich an diesem Abend überzeugen. „Auch wenn es nicht immer einfach war, hat die Band stets gewusst, wo sie hingehört: auf die Bühne und zu ihren Fans, die ihr immer treu geblieben sind.“ 45 Jahre gibt es Truck Stop jetzt schon, das ist nun wirklich ein Grund zu feiern. Im Frühjahr ist ein Jubiläumsalbum bei ihrem Label Telamo herausgekommen unter dem Titel „Das große Jubiläum“ mit allen bekannten und etwas unbekannteren Hits.

Genau am 10. März 1973 begann die legendäre Geschichte der Band: Damals sang sie noch auf englisch, spielte Country, Rock ’n‘ Roll und Blues, veröffentlichte vier Alben. Trotz diverser Fernsehauftritte, etwa im Musikladen, verkauften sich die Alben der Gruppe zunehmend schlechter, woraufhin ein Stilwechsel beschlossen wurde. Die Mitglieder der Gruppe verständigten sich auf den Schwerpunkt Country in deutscher Sprache.

Maßgebend für diesen mutigen Schritt war der legendäre Maschener Produzent Joe Menke, der als erstes mit der Band in seinem, später ja von Truck Stop besungenen, Tonstudio, ein Demo aufnahm, das mehreren Plattenfirmen präsentiert wurde. Telefunken bot der Gruppe schließlich 1973 einen Plattenvertrag an. Der Grundstein für den kometenhaften Aufstieg von Truck Stop. Eine Tochter des 2001 verstorbene Menke ist übrigens Franziska Menke, die unter dem Namen Frl. Menke zu den Stars der Neuen Deutschen Welle gehörte.

Das musikalische „Sixpack“ besteht heute aus Andreas Cisek (Leadgesang, Gitarre) Wolfgang „Teddy“ Ibing (Schlagzeug), Chris Kaufmann (Lead Gitarre), Tim Reese (Fiddle, Gitarre, Banjo, Mandoline), Uwe Lost (Bass, Gesang, Akkordeon) und Knut Bewersdorff (Gesang, Pedal Steel, Dobro, Gitarre). In dieser Formation geht Truck Stop ab November 2018 auf große Jubiläumstour und präsentiert ihre besten Songs in 20 Städten Deutschlands. Gehen Sie hin, erleben Sie den wilden, wilden Westen live!

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Von Kristian Stemmler

Warum sind in Deutschland immer noch Straßen und Plätze nach einem Mann benannt, der mitverantwortlich ist für Millionen von Toten? Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg hatte bereits als Chef der Obersten Heeresleitung in den letzten Jahren des Ersten Weltkrieges Hunderttausende auf dem Gewissen. Mit seinem Kumpan Erich von Ludendorff saß er trocken im belgischen Spa und traf eine strategische Fehlentscheidung nach der nächsten, sorgte dafür, dass der Krieg um einiges verlängert wurde, obwohl er längst verloren war.

Das Kriegsende überstand der aus einem alten ostpreußischen Adelsgeschlecht stammende Mann dennoch unbeschadet. Seine reaktionären Freunde sorgten mit der so genannten Dolchstoßlegende dafür, dass die Schuld für den verlorenen Krieg den in Kiel, Hamburg und anderswo revoltierenden Arbeiter und Soldaten in die Schuhe geschoben wurde – sie brauchten Hindenburg noch. 1925 hievten die rechten Parteien ihn auf den Posten des Reichspräsidenten. Traurig genug: Er ist bis heute das einzige deutsche Staatsoberhaupt, das direkt vom Volk gewählt wurde.

Der Rest der Geschichte ist bekannt. Hindenburg war es, der Adolf Hitler den roten Teppich ausrollte. Am 30. Januar 1933 ernannte der „große Feldmarschall“ den „kleinen Gefreiten“ zum Reichskanzler. Damit ist Hindenburg mitverantwortlich für Millionen von Toten, woran jedes nach 1945 bemühte Argument – er sei unpolitisch gewesen, habe nicht wissen können, was kommt etc. pp. – nicht das Geringste ändert. Dieser Mann hatte, als er am im August 1934 ins Grab stieg, die Weichen für das größte Schlachten der Weltgeschichte gestellt.

Wie kann man eine solche nach 1945 mit der Benennung von Straßen, Plätzen und Kasernen ehren?! Diese Frage stellt sich bis heute, beantwortet sich aber von selbst, wenn man bedenkt, wie viele Nazis in der Bundesrepublik wieder ans Ruder gekommen sind und die Nachkriegszeit geprägt haben. Es ist eine Schande für dieses Land, dass es länger als 70 Jahre gedauert hat, bis es zumindest hier und da zu einem Umdenken in dieser Sache gekommen ist. Zum Beispiel im beschaulichen Tostedt.

Dort hat laut Nordheide Wochenblatt vom 20. Juni der Rat einstimmig beschlossen, die bisher Hindenburgplatz genannte Grünanlage an der B 75/Schützenstraße in Töster Platz umzubenennen. Dem vorausgegangen waren, wie die Zeitung schreibt, monatelange Diskussionen, nachdem im Mai die Gruppe FDP/Burkhard Allwardt die Umbenennung der Anlage in Europa-Park beantragt. Allwardt und der Tostedter FDP-Chef, so das Wochenblatt, seien der Ansicht, es sei an der Zeit, „sich von einem alten Kriegshelden, Militärdiktator und Präsidenten, der Hitler zur Macht verholfen hat, als Aushängeschild der Gemeinde zu trennen“.

Eine späte Einsicht, aber in der heutigen Zeit Gold wert! Leider ist Buchholz da weit hinter Tostedt zurück. Es sei erinnert an den einstimmen Beschluss des Ortsrates von Holm-Seppensen, mit dem im Juli 2015 der Antrag des Autors dieses Beitrag auf Umbenennung des Hindenburgwegs abgeschmettert wurde. Dazu sei hier aus dem Artikel des damals noch querschläger genannten Blogs wiedergegeben:

„Einstimmig lehnte der Ortsrat Holm-Seppensen auf dieser Sitzung den Antrag des parteilosen Mitglieds im Buchholzer Stadtrat, Kristian Stemmler, ab, den Hindenburgweg in Ernst-Neuhaus-Weg umzubenennen. Damit bekannten sich nicht nur die zwei Vertreter der UWG und die drei von der CDU, sondern auch die jeweils drei grünen und sozialdemokratischen Vertreter im Ortsrat zu dem Kriegsverbrecher Paul von Hindenburg, dem Wegbereiter Adolf Hitlers. Traurig, traurig!

Seinen Antrag hatte Stemmler im Stadtrat gestellt, der Antrag wurde aber an den Ortsrat weitergegeben, weil Umbenennungen von Straßen in den Ortsteilen in die Kompetenz der jeweiligen Ortsräte fallen. Hindenburgs Name sollte laut Antrag durch den von Ernst Neuhaus ersetzt werden, einem der wenigen Opfer des NS-Regimes, die namentlich bekannt sind. Neuhaus war Kommunist, seine Wohnung an der Steinstraße galt als „Kommunistentreff“. Er verschwand eines Tages spurlos, man kann davon ausgehen, dass er von den Nazis ermordet worden ist.

„Mit der Umbenennung des Hindenburgweg in Ernst-Neuhaus-Weg würde der Stadtrat von Buchholz 70 Jahre nach der Befreiung Deutschlands von der faschistischen Diktatur und in einer Zeit, in der rechtspopulistische und faschistische Tendenzen in diesem Land wieder erstarken, ein klares Zeichen setzen“, heißt es wörtlich in Stemmlers Antrag. Zur Sitzung des Ortsrats am 1. Juli konnte der Ratsherr wegen eines anderen Termins nicht erscheinen.

„Dass der Ortsrat Holm-Seppensen für dieses Thema zu kleinkariert ist, wundert mich nicht“, sagte Stemmler dem querschläger, „wobei ich nicht glaube, dass es im Stadtrat viel besser gelaufen wäre.“ Es sei die klassische Heuchelei und Doppelmoral in bürgerlichen Kreisen, sich für Flüchtlinge zu engagieren und Nazis verbal abzulehnen – aber im entscheidenden Moment den Schwanz einzuziehen und eine Politik zu forcieren und zu befürworten, die all diese Probleme erst verursacht.

Nach der Ablehnung seines Antrags im Ortsrat hat Stemmler jetzt einen neuen Antrag gestellt, der eine Straße im Kernbereich der Stadt betrifft und damit vom Rat behandelt werden muss. Er hat beantragt, die Adolfstraße in Ernst-Neuhaus-Straße umzubenennen. „Natürlich kommt der Antrag nicht durch“, sagte der Ratsherr, „aber man muss doch ab und zu demonstrieren, wie wenig dieser Rat tatsächlich gewillt ist, beim Thema Antifaschismus Farbe zu bekennen.“

Hier der Antrag im Wortlaut:

Der Rat der Stadt möge beschließen:

Die Adolfstraße wird in Ernst-Neuhaus-Straße umbenannt.

Begründung: Auch wenn die Adolfstraße nicht nach Adolf Hitler, sondern nach dem früheren Gemeindevorsteher Adolf Behrens benannt ist, und dies – zumindest an einem der Schilder – in einer Legende vermerkt ist, bleibt eine gewisse Verwechslungsgefahr. Nach Kenntnis des Antragstellers freuen sich Neonazis aus Buchholz klammheimlich, dass eine wichtige Straße im Buchholzer Zentrum Adolfstraße heißt. Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtsextremer und rechtspopulistischer Tendenzen in unserer Gesellschaft sollten solche Kristallisationspunkte in der Öffentlichkeit nach Möglichkeit beseitigt werden.

Ernst Neuhaus war Kommunist und gehört zu den wenigen Opfern des NS-Regimes in Buchholz, die namentlich bekannt sind. Seine Wohnung an der Steinstraße galt als „Kommunistentreff“. Er grüßte Genossen auf offener Straße mit dem „Rotfront“-Gruß, fuhr zur 1.-Mai-Kundgebung nach Hamburg. Neuhaus verschwand eines Tages spurlos, man kann davon ausgehen, dass er von den Nazis ermordet worden ist.

Die Umbenennung der Adolfstraße in Ernst-Neuhaus-Straße wäre ein deutliches Signal gegen rechtsextremische und rechtspopulistische Kreise und eine Verbeugung vor den Opfern des NS-Regimes. Die Straße bietet sich für die Umbenennung auch deshalb an, weil sie eine Nachbarstraße zur Steinstraße ist, wo, siehe oben, die Wohnung von Neuhaus lag.“

Dass diese Antrag im Buchholzer Stadtrat nicht durchkam, versteht sich von selbst…

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Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Der Bauzaun an  der Baustelle zwischen Wilhelm-Baastrup-Platz und Schützenstraße wurde wieder aufgestellt (Stand: 12.15 Uhr)

Seit gut einer Woche haben, wie der Blog berichtete, auf der Brachfläche an der Schützenstraße vis-s-vis vom City Center Bauarbeiten begonnen. Am gestrigen Donnerstag grub ein Bagger mit einem großen Bohraufsatz tiefe Löcher, in die offensichtlich die Stahlträger gerammt werden sollen, die bereits auf dem Areal bereit liegen. Auch eine Dampframme steht auf dem Gelände sowie ein Radlader. Die Absperrung der Baustelle war bereits an den ersten Tagen mangelhaft, dann wurde nachgebessert. Am Donnerstag ist der Bauzaun zur Kehre des Wilhelm-Baastrup-Platzes auf fast ganzer Länge umgekippt – vermutlich bei dem Unwetter am Mittag. Obwohl auf der Baustelle nachmittags wieder gearbeitet wurde, dachte keiner der Verantwortlichen daran, den Bauzaun wieder aufzurichten. Auch heute morgen um etwa 8.30 Uhr lag er noch unverändert auf dem Boden. Jedes Kind kann ungehindert die Baustelle betreten!

Der Stadtverwaltung von Buchholz liegt eine mündliche Meldung über den Missstand vor. Es bleibt abzuwarten, wann der Bauzaun wieder steht. Juristisch gesehen sind die kleinen, bekannten Schilder an den Zäunen rund um das Gelände „Betreten der Baustelle verboten…“ wertlos. In diesem Zustand haften die Verantwortlichen für den Zustand der Baustelle. (ws)

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