Das Canteuleu Quartier – Geldruckmaschine für die Firma terra mit brachialer Architektur

Veröffentlicht: 2018-02-25 in Politik

Der medienlotse verfügt wenig Neigung, sich in die von bürgerlichen Pappnasen bestimmte Kommunalpolitik in Buchholz einzumischen. Ausnahmsweise hier aber mal kurze Anmerkungen zum Großprojekt „Canteleu Quartier“ am Bahnhof:

  • Es ist jämmerlich, dass dieses Projekt ohne großen Widerspruch durchgewinkt wird. Keinem fällt auf, wie unglaublich fantasielos die Architektur dieses Quartiers daherkommt. Aber wie sollte es auch?! Wir sind total abgestumpft durch die überall dominierende neoliberale Brachialarchitektur.
  • Wie kann es zudem angehen, dass die Stadt einer auf Profit ausgerichteten Firma, hier der terra real estate, erlaubt, sich mit der Bebauung eines riesigen Areals eine goldene Nase zu verdienen. Wann fangen die Kommunen endlich an, solche Großprojekte selbst zu übernehmen und die Gewinne dem Nutzen der Allgemeinheit zuzuführen, statt „Investoren“ die Lizenz zum Gelddrucken zu erteilen?!

Andererseits: Die Herren und Damen Kommunalpolitiker sind natürlich mit den ganz großen Zukunftprojekten mehr als ausgelastet und können sich um solche Kleinigkeiten nicht kümmern, zum Beispiel mit 3D-Zebrastreifen…

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Kommentare
  1. Kristin B. sagt:

    Genauso ist es leider. Die Gebäude sind viel zu überdimensioniert und potthässlich.Genau wie der ach so tolle Kabenhof. Große Bäume wurden einfach im Bahnhofsviertel abgeholzt mit der Bemerkung,das man sich später um die Begrünung wieder kümmern werde…Ja klar…Man wird dann ein paar Minibüsche pflanzen,wenn überhaupt und das war es dann. Die Luft wird durch die vielen Autos, das unglaublich viele Abgeholze jeglicher Bäume und das Zubauen jeder noch so kleinen Grünfläche zwecks Versilberung(nicht nur durch Investoren, sondern auch geldgeile Bürger) immer schlechter…Man gehe nur an einem Wochentag durch die Innenstadt. Die Luft ist definitv schlechter geworden. Und ausserdem, wenn auf dem Gelände von Plaza ein Parkhaus hinkommt und noch ein paar Mehrfamilienhäuser wie geplant plus der Südtangente,dann kann man sich in Bezug zur Bahnhofsnähe jetzt schon ausrechnen, das über kurz oder lang dort eine Art Ghetto entsteht mit allen dazugehörigen Folgen…Aber über sowas denken die Politiker ja nicht nach…Hauptsache Profit…Man kann eigentlich nur noch weg aus Buchholz ziehen und auch niemanden raten hier her zuziehen….der Beton- ,Auto- und Lobbystadt 😦

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  2. R. Schrecker sagt:

    Ja, leider hat der Stadtrat keine Mitglieder, die über Geschmack und Rückgrat verfügen. Die Investoren machen hier, was sie wollen, der Stadtrat winkt’s durch. Auf Kosten der Bevölkerung. So hat ja auch das Bauaumt (schon lange) und das „Grünamt“ (in letzter Zeit) gehandelt. Was die Bürger brauchen, wo sie sich wohl fühlen, was für sie schön ist, das interessiert nicht. Nur das Geld, die Großmannssucht, das Steigern von Steuereinnahmen zählt. Von den Grenzen des Wachstums hat hier keiner was gehört. Und andererseits kommt man nicht zu Potte mit der Verkehrs-) Infrastruktur.

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