Schwarzwälder Kirsch für Jörg Meuthen – Antifaschist attackiert AfD-Chef in Hittfeld

Veröffentlicht: 2016-08-30 in Überregionales, Lokales, Politik, Widerstand
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Eiskalt erwischt... ein Bild aus dem Youtube-Video zum Tortenwurf von Hittfeld

Eiskalt erwischt… ein Bild aus dem Youtube-Video zum Tortenwurf von Hittfeld

Buchholz/Seevetal (qu) – Da soll noch einer sagen, die Alternative für Deutschland (AfD) könne im Landkreis Harburg ungestört ihre Hetze verbreiten! Bei einem Auftritt in der Burg Seevetal in Hittfeld ist einer der beiden Bundessprecher der AfD, Jörg Meuthen, von einem jungen Antifaschisten attackiert worden, der den Rechten mit einer Torte bewarf. Wie immer bei solchen Gelegenheiten nutzte die protofaschistische Partei den Vorfall dazu, sich als Opfer von „Linksextremisten“ zu gerieren, und löste einen Schwall brauner Hetze in den sozialen Netzwerken aus.

Bisher sind über den Vorfall nur Berichte rechter Medien zu finden. So berichtet die Rechtsaußenpostille „Junge Freiheit“ auf ihrer Homepage über den Tortenwurf. Die Torte sei gefroren gewesen, das „Geschoss“ habe den Politiker am Hinterkopf getroffen und leicht verletzt. Die mutmaßlichen Täter seien von der Polizei „verhaftet“ und wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt worden. Die AfD-nahe Blogzeitung Freiewelt.net widmet dem Vorgang einen ausführlichen Beitrag.

In dem Beitrag wird Meuthen, der nach einer Pause seinen Auftrag zur Volksverhetzung übrigens nahtlos wieder aufnahm, mit einem späteren Eintrag auf Facebook zitiert. Dort wollte er offenbar zeigen, wie gelassen und humorvoll er die Sache genommen hat. Er schrieb: „Nur eine Torte… …es war doch nur eine Torte. Aber eigentlich habe ich heute keinen Geburtstag und anstelle von gefrorenen Torten bevorzuge ich übrigens auch lieber selbstgemachte Kuchen und Torten.

Weitaus hysterischer reagiert laut Freiewelt.net die Co-Vorsitzende der AfD, Beatrix von Storch. Meuthen sei Opfer eines „massiven körperlichen Angriffs“ geworden, es sei „der (bisherige…) Höhepunkt aller Anschläge auf Vertreter der AfD“. Von Storch – das ist übrigens die, die den Schießbefehl auf Flüchtlinge an den Grenzen propagiert – führt weiter aus: „Die Anschläge der Linksextremen, Refugee-Welcomer und A-Faschisten werden härter und gefährlicher.“

Dann rastet die Dame komplett aus: „Wo leben wir?!!! Ach ja, in einem Land, in dem Justiz- und Innenminister die freie Meinungsäußerung ganz offiziell verbieten und zensieren wollen. In einem Land, in dem Justizminister diesen Banden öffentlich applaudieren und Familienministerinnen ihnen und ihren Sympathisanten Aber-Millionen an Fördermitteln ausschütten. Da muss man sich vielleicht auch nicht wundern. Die Täter sind doch die Guten, weil sie laut „Refugees-are-welcome-here“ brüllten. Und ich frage mich: Was kommt nach Wurfgeschoß an den Kopf? Ich will nicht weiter darüber nachdenken. Die Antwort würde uns alle beunruhigen.“

Was eine Torte so alles bewirken kann… Bei Youtube ist übrigens ein Video des Tortenwurfs zu finden, aus dem sich eher ergibt, dass Meuthen an der Schulter und nicht am Hinterkopf getroffen wurde, weil er sich noch abwenden konnte. Ob das nun gefährliche Körperverletzung ist, ist tunlich zu bezweifeln, vielleicht eher Sachbeschädigung… Bei der Torte handelte es sich offenbar um eine Festtagstorte Schwarzwälder Kirsch von Coppenrath & Wiese für 8,99 Euro. Leute, nächstes mal was Billigeres, das ist die AfD nicht wert!

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Kommentare
  1. PS: Soweit wir wissen nimmt Herr Stemmler (von Ausnahmen abgesehen) in Buchholz auch keinen mehr ernst, das trifft sich doch!

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  2. Diese Gangsterbande von Unterbelichteten möchten wir ungern als Partei bezeichnen…

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  3. Haha, lustig zu sehen, wie Stemmler und Keunecke aufgrund einer aufstrebenden neuen politischen Partei auch noch die letze Contenance verlieren. In Ihrem Brass und Hass lesen Sie doch nur noch, was sie verstehen wollen. Wie verblendet kann man nur sein. Kein Wunder, dass Sie in Buchholz keiner mehr ernst nimmt und nur noch mitleidig belächelt werden.

    PS: Übrigens bin ich kein AFD-Mitglied und beabsichtige auch nicht, eines zu werden. Und mit Herrn Reitzenstein halte ich es auch nicht.

    Schönen Abend noch und viel Freude bei den kommenden Wahlwochenenden. Ich verabschiede mich jetzt von dieser Seite, da ich vom vielen Lachen immer gräusliche Bauchschmerzen bekomme.

    MfG V. Knaack

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  4. hans-christian keunecke sagt:

    Hallo Buchholz Express ! Hallo Leute !
    Ich kann noch einen von den geistig hochentwickelten rechtsradikalen AFD–lern berichten !!??

    ENTNOMMEN DEM HANDELSBLATT

    –AFD-Eklat in DRESDEN–

    –ABGEORDNETER der AFD wünscht MERKEL den TERRORTOD !! —
    ( von Dietmar Neuerer)

    Ein AFD-Abgeordneter im Sächsischen Landtag hat bedauert , dass die jüngsten Anschläge nicht
    Kanzlerin Merkel “ getroffen “ hätten. Die CDU reagierte empört und machte AFD-Chefin PETRY
    für den Eklat verantwortlich.

    „Leider habe es bei den Anschlägen in Bayern und Baden-Württhemberg nicht die Willkommens-Politik getroffen, so der Polizist und AFD-Abgeordnete.“

    BERLIN: Die AFD hat am Mittwoch im Sächsischen Landtag für einen Eklat gesorgt. In der aktuellen
    Debatte zum Thema Innere Sicherheit hat der Abgeordnete Sebastian Wipper
    sein Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den
    jüngsten Terrorattacken nicht getroffen wurde.
    Mit Blick auf die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik sagte Wippel nach Angaben des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) im Plenum des Landtages. “ Unsere Bundeskanzlerin hat uns die Suppe eingebrockt ! Eine Suppe die niemand bestellt hat, nach dem Rezept wir Schaffen das !
    Das ist ein bisschen einfach. Und nun haben wir die Quittung bekommen auch in Deutschland,
    erstmalig in Bayern und Baden Württhemberg. Leider hat es nicht die Verantwortlichen dieser Politik getroffen.

    Der Generalsekretär der Sachsen CDU und Unions -Fraktions-Vizevorsitzender im Bundestag
    Michael Kretschmar reagierte mit scharfer Kritik und machte die Landesvorsitzende Frauke PETRY
    für den Vorfall verantwortlich.
    Diese Entgleisung ist unakzeptabel . Die Radikalisierung der AFD beschleunigt sich, sagt Kretschmar dem Handelsblatt.
    Die AFD hat unter Frauke PETRY jede Hemmung und jeden Anstand verloren.

    Auch Vertreter anderer Parteien übten scharfe Kritik

    Erst am Ende der Sitzung bekam der Abgeordnete Wippel Sitzungsleitung des Landtages eine Rüge.

    NOCH FRAGEN ZUR AFD !!
    .

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  5. Wir würden nie so weit gehen, Herrn Meuthen als Andersdenkenden zu bezeichnen, denn das würde implizieren, dass er denken kann…

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  6. hans-christian keunecke sagt:

    Hallo Buchholz Express ! Hallo Frau Knaack !
    Dicke Überschrift am 1.9.2016, erste Seite Hamburger Abendblatt mit dem Hinweis :
    °AFD–CHEF // WIR WÜRDEN AUCH MIT DER NPD STIMMEN !! ( Auf den Leitartikel und einen weiteren Bericht in der Zeitung wird hingewiesen ) Gemeint ist einer der AFD Chefs Jörg Meuthen , der Hittfeld besucht hatte und mit einer “ leider harten Torte empfangen wurde“ , WAS
    NICHT GEWALTFREI WAR!! Ich frage mich, netter und Persönlicher und gewaltfrei wäre gewesen zum Empfang nicht zu Werfen sondern einen Eimer mit Pferdemist gewaltfrei vor den Füßen der Redner auszulehren.!!??.

    Weiter heißt es im Abendblatt !!

    Die AFD kann sich bei einem Wahlerfolg in Mecklenburg Vorpommern auch eine
    UNTERSTÜTZUNG DER NPD IM LANDTAG VORSTELLEN.

    „Man muss in einem Parlament in der Sache abstimmen“, sagte der Bundesvorsitzende der rechtspopulistischen Partei AFD, J ö r g M e u t h e n dem “ Mannheimer Morgen „.

    Die Rechtsradikalen rücken also zusammen. Die AFD zeigt ihr wahres Gesicht wie der Redakteur des Abendblattes richtig feststellt.

    Hat die AFD keine Berührungsängste mehr mit den Neonazis wie es der DGB sieht.Hinter der bürgerlichen Maske der Rechtspopulisten verbirgt sich der gleiche Hass , sagt DGB- Nord Vize
    Ingo Schlüter.
    Grünen -Chef Cem Özdemir bezeichnete die AFD als ein „Sammelbecken mit offenen Rechtradikalen „. Diese Partei werde keine einzige Sorge und kein einziges Problem der Menschen lösen, sondern vergifte die Demokratie, sagte er der „Heilbronner Stimme“.
    Die AFD verbrüdert sich jetzt auch offiziell mit den Neonazis der NPD zu einer Art braunen Koalition“,sagte die stellvertretende SPD Vorsitzende Manuela Schwesig der „Rheinischen Post“.

    Also Frau Knaack, wenn es denn ihr richtiger Name ist, nach dem sie den Kristian Stemmler und mich als nicht brauchbar beschrieben haben, überprüfen sie doch ein mal als AFD-Mitglied und Wählerin ob sie nicht verdrehte Vorstellungen haben!!?? Wir überzeugen Sie auch noch !
    Frau Knaack , nicht vergessen Abendblatt lesen !

    Ich bin ja gespannt womit die AFD in Buchholz schon zusammenarbeitet ( AG Nordheide , Nazikameradschaft um Denny Reitzenstein )

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  7. Anonymous sagt:

    Der verführerische Duft der Ulbricht-Honecker-Ära weht in der Blog-Redaktion wie auch bei den „Friedensbewegten“ aus den Tiefen des Holm-Seppenser Dunkelwalds, die „Frieden“ sagen, aber Kommunismus wollen und dazu auch Gewalt gegen Andersdenkende gutheißen.

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  8. GAnz ruhig, Braune…

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  9. Herr Stemmler (und auch Herr Keunecke),

    was sind Sie eigentlich für armselige primitive Kreaturen? Hetzen Jugendliche zu Straftaten gegen eine demokratisch legitimierte Partei auf. Sie zeigen deutlich, dass Sie alles andere als demokratisch sind und es wird Zeit, dass man Ihnen das Handwerk legt. Nicht die AFD sondern Leute wie Sie sind eine Schande für die Politik.

    Sie leben ein selbstverpfuschtes Leben und gönnen niemanden den Dreck unter den Fingernägeln. Haben Sie zu Hause alle Spiegel abgenommen, damit Sie sich nicht den ganzen Tag für den Blödsinn schämen müssen, den Sie hier zum Besten geben?

    MfG
    V. Knaack

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  10. Anonymous sagt:

    Wer war das den nun mit dem Schießbefehl Storch ,
    Petry???

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  11. lesmona sagt:

    Ich zeige mich durchweg verständnisvoll und tolerant. Der Bericht über den Tortenwurf geht allerdings zu weit. Einen politischen Gegner würde ich niemals körperlich attackieren. Bisher habe ich es immer so gehalten, dass ich solchen Versammlungen, die ich inhaltlich ablehne, einfach fern bleibe und durch meine Anwesenheit nicht aufwerte.

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