8. Mai 2016 – ein Tag der Erinnerung und der Mahnung vor den Gefahren von morgen

Veröffentlicht: 2016-05-08 in Überregionales, Hintergründe, Politik
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Blick zurück nach vorn - der Gedenkstein auf dem Marktplatz von Buchholz.

Blick zurück nach vorn – der Gedenkstein auf dem Marktplatz von Buchholz.

Aus Anlass des heutigen Tages der Befreiung veröffentlicht der buchholz express erneut den Beitrag vom 8. Mai 2015, leicht modifiziert.

Von Kristian Stemmler

Der buchholz express feiert heute mit allen aufgeklärten Menschen den Tag der Befreiung und dankt den Allierten: thanks, Spasibo, Merci! Es kann gar kein Zweifel bestehen, dass am 8. Mai 1945 dieses Land von einer perversen Diktatur befreit wurde, wie es sie in dieser Form in der Geschichte noch nie gegeben hatte.

An diesem Tag sollte man bestimmt nicht den hohlen Phrasen von staatstragenden Historikern, wie sie sich im deutschen Bundestag oder anderswo verbreiten, lauschen, sondern sich Gedanken darüber machen, welche Rolle die Eliten, die Konzerne, die kaltherzigen Mächtigen bei der Installation des verbrecherischen NS-Regimes gespielt haben. Die Nationalität der handelnden Personen ist dabei eigentlich das unwichtigste Kriterium.

Stehen wir vielleicht heute wieder vor einem Zivilisationsbruch ungeheuren Ausmaßes, von dem wir uns heute noch keine Vorstellung machen können?

Wer seine Augen und Ohren nicht verschließt, kann Tendenzen zur Barbarei nicht übersehen. Der Gefahren sind viele, eine, die wohl bisher nur in Fachkreisen wahrgenommen wird, ist der Transhumanismus, dessen Ziel angeblich darin besteht, Krankheiten und Gebrechen zu überwinden, „der vor allem aber einem Zweck dient: der Kaste, die den Fluss der großen Gelder steuert, ihre eigene Unsterblichkeit zu sichern“.

Der Erziehungswissenschaftler Sven Kluge, die Professorin für Ideen- und Sozialgeschichte Ingrid Lohmann und der Didaktikprofessor Gerd Steffens schreiben dazu:

„Mehr als das mögliche Ende moderner Pädagogik, die sicher noch eine Weile gebraucht wird, und sei es für die Verbreitung von Akzeptanz für den Gebrauch von Human ressources und das Züchten von Klonen, die als Ersatzteillager für das Original dienen, ist die Agenda zu fürchten, die der Transhumanismus vielleicht in sich birgt und verbergen soll: Schaffung von Unsterblichkeit für die kleine Kaste der Götter, die man schon heute fast nie sieht und denen sterbliche Menschen in einem Maße wie vielleicht nie zuvor in der Geschichte der Menschheit gleichgültig sind.“

Mahnmale wie das für die NS-Opfer auf dem Marktplatz von Buchholz sind also keine Orte für nur rückwärtsgewandte Gedanken, sondern vor allem Mahnung für morgen: dass wir es nicht wieder zulassen, dass wenige Menschen soviel Macht über andere bekommen, dass sie mit ihnen alles tun können, ohne irgendwelche Schranken von Gesetz und Moral.

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