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Archive for April 2016

Auch der buchholz express öffnet sich für die Buchholzer Geschäftswelt. Bisher haben vor allem technische Gegebenheiten dafür gesorgt, dass Beiträge über die Aktivitäten der hiesigen Betriebe weitgehend unterblieben, einfach weil das Einbetten von Anzeigen bei einem kostenlosen WordPress-Blog nicht möglich ist.

Darum hat der buchholz express einen neuen Weg gefunden. In der Rubrik „Buchholz Business“ sollen ab sofort in unregelmäßigen Abständen kreative und belebende Unternehmen der Region vorgestellt werden. Das kann das neu eröffnete Blumengeschäft an der Ecke ebenso sein wie ein ausgefallener Modeladen, ein angesagtes Restaurant ebenso wie ein Tierpark oder Museum.

Wie es für den buchholz express schon Tradition ist, werden sich die Beiträge dabei wohltuend von dem PR-Geseire abheben, das die Titel des Wochenblatt-Verlages ihren Lesern zumuten. Die lieblos hingehauenen Texte in den so genannten Kollektiven (Seiten, die über Betriebe mit Anzeigen und redaktionellen Texten berichten) werden vom Leser kaum wahr genommen, ebenso wie die fantasielosen Fotos in einem langweiligen Layout.

Die Rubrik „Buchholz Business“ soll ganz anders sein. Die journalistischen Fähigkeiten und Erfahrungen des Chefredakteurs Kristian Stemmler garantieren ein hohes Niveau, Originalität und Witz. Dass es bisher kaum Beiträge über die Geschäftswelt von Buchholz im buchholz express gegeben hat, dürfte, zumindest anfangs, für besondere Aufmerksamkeit sorgen.

Auch wenn der buchholz express, seiner inhaltlichen Agenda folgend, die Aktivitäten von Unternehmen bisher eher kritisch begleitet hat, so sieht er doch gerade den Erfolg lokaler Geschäftsleute als substanziell an. Er ist Voraussetzung dafür, dass die Stadt nicht einem Einerlei von immer denselben Läden großer Ketten geopfert wird.

Natürlich hat der buchholz express nach wie vor Vorbehalte gegen bestimmte unternehmerische Aktivitäten, so etwa die der Banken, oder der Betriebe, die für einen besonderen Luxus und damit auch für die gesellschaftliche Spaltung stehen, also etwa Mercedes-Benz. In diesem Punkt wird der Blog keine Kompromisse machen.

Der buchholz express ist seit Ende 2011 als lokaler journalistischer Blog in Buchholz und im Landkreis aktiv, anfangs unter dem Namen Buchholzblog. Er berichtet auf hohem journalistischem Niveau über Vorgänge in der Region. Der buchholz expres hat eine relativ überschaubare, aber, soweit erkennbar, sehr qualifizierte Leserschaft.

Im vergangenen Jahr verzeichnete der buchholz express rund 80.000 Zugriffe. Das sind 220 pro Tag im Schnitt. Für einen lokalen Blog in einer Stadt mit rund 40.000 Einwohnern ist das ein guter Wert. In diesem Jahr lag der Durchschnittswert pro Tag bisher sogar noch ein wenig höher, bei derzeit 236 Zugriffen.

Wer seinen Betrieb, seinen Laden, sein Projekt in der neuen Rubrik „Buchholz Business“ wiederfinden möchte, der wende sich bitte an Chefredakteur Kristian Stemmler unter Kristian.Stemmler@web.de

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Der buchholz express ist wieder da. Nach einer schöpferischen Pause, in der das Redaktionskollektiv in sich ging, ob es unter erschwerten Bedingungen weitermacht oder doch das Handtuch wirft, ist die Entscheidung fürs Weitermachen gefallen. Gerade heute braucht die Medienwelt Stimmen, die nicht in den Chor der Schreibhuren einfallen.

Zur positiven Entscheidung hat beigetragen, dass nach dem Spendenaufruf des Redaktionskollektivs auf dem Konto des buchholz express Spenden eingegangen sind. Es sind nicht sehr viele, aber die Geste ist entscheidend – danke dafür!

Als Gegenleistung sozusagen beginnt der buchholz express seinen Neustart mit einer Rubrik, die es in dieser Form (jedenfalls durchgängig) im Blog noch nicht gegeben hat: einem aktuellen Fortsetzungsroman. Der Text soll unterhalten und aufklären zugleich, hat aber nicht den Anspruch zu missionieren, sondern will einfach nur beschreiben, was da ist.

Zugang zur Wirklichkeit einer Gesellschaft, und dies vor allem in einer Großstadt, die ja in gewisser Hinsicht die Avantgarde darstellt, ist nach Überzeugung des Kollektivs eher über solche fiktiven „Geschichten“ herzustellen, als über Analysen, Berichte, Nachrichten.

Einen Titel hat der Roman noch nicht, vielleicht gibt es den erst zum Schluss. Hier jedenfalls der erste Abschnitt (die weiteren folgen in unregelmäßigen Abständen). Der buchholz express wünscht geistigen und emotionalen Gewinn.

 

Von ***DSC_9575

Jasper trat mit voller Wucht gegen den Außenspiegel des SUV. Das Ding gab kurz nach und ploppte dann in seine Ausgangsstellung zurück. „Scheißplastikteil!“, fluchte Jasper. Beim zweiten Tritt holte er noch weiter aus. Der Spiegel flog samt Plastikummantelung meterweit durch die Luft und polterte über den Straßenbelag.

„Bist Du bescheuert! Willst du die Leute aufwecken?!“, zischte Levin, der ein paar Meter abseits Schmiere stand ihm zu. Jasper grinste nur. „In dieser scheintoten Gegend müsstest du schon ’ne Stinger abfeuern, um jemanden aus dem Schlaf zu holen. Ich bin im übrigen noch nicht fertig.“

Jasper holte ein Messer mit langer spitzer Klinge aus dem Gurt, den er unter seiner Jacke trug, ging ohne viel Federlesens einmal um den Wagen und stach kurz in jeden Reifen. Danach steckte er das Messer wieder weg und holte einen kleinen Schraubendreher aus demselben Gurt, umrundete den SUV ein zweites Mal, um diesmal eine umlaufende Schramme im Lack zu hinterlassen. Das erzeugte ein unangenehm schrilles, aber mäßig lautes Geräusch.

„Nun lass uns aber“, rief Levin ihm halblaut zu, aber Jasper schüttelte den Kopf. „Das Wichtigste kommt ja noch, oder kennst du einen Künstler, der sein Werk nicht signiert.“ Mit diesen Worten holte er eine Farbsprühdose unter seiner Jacke hervor, stellte sich vor die Motorhaube und sprühte schwungvoll die Buchstaben „SG“, ineinander verwoben, auf die Haube.

Er hielt noch kurz inne und betrachtete sein Werk, wandte sich dann abrupt Levin zu und meinte: „So gefällt mir die Karre erheblich besser.“ Levin lachte, dann verschwanden die beiden jungen Männer in der Dunkelheit.

*

Auf dem Weg in ihr Viertel versuchte Levin mehr aus Jasper herauszubekommen. „Einen SUV verschandeln, das ist sicher verdienstvoll“, eröffnete er seinen Versuch, „aber wozu das Ganze, wo liegt da der Sinn, die politische Botschaft?“

„Na ja“, erwiderte Jasper, „für eine gewisse Zeit bedeutet das, einen Spritfresser auf den Straßen weniger, das hilft dem Klima. Und optisch gewinnt das Stadtbild ja auch, wenn einer von den Panzern verschwindet.“

„Nein, im Ernst!“, versuchte Levin es erneut, „in Hamburg sind Tausende SUVs auf den Straßen und es werden täglich mehr. Was soll das bringen, einen SUV für ein paar Tage lahm zu legen. Soll das ein Zeichen sein? So eine Sachbeschädigung schafft es doch noch nicht mal in das Wochenblatt des Stadtteils.“

Jasper ließ sich nicht beirren. „Jedes Sandkorn im Getriebe ist ein Gewinn“, erklärte er stoisch.

„Na, das ist aber ein sehr kleines Sandkorn in einem sehr großen Getriebe.“

„Nun warte doch einfach mal ab“, schloss Jasper die Debatte und grinste spitzbübisch, „schau morgen in die Nachrichtenportale im Netz oder hör mal wieder Radio,“

Sie waren in ihrem Viertel angekommen, an der Peripherie der Stadt, das Viertel, in dem sie aufgewachsen waren und heute noch lebten. Es war ziemlich frisch jetzt, morgens gegen vier. Der Nachtbus fuhr vorbei, sie freuten sich aufs Bett.

(wird fortgesetzt)

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In eigener Sache

Liebe Leser,

seit Dezember 2011 ist der buchholz express auf Sendung, damals noch unter dem Namen buchholzblog. In der Zwischenzeit hieß er auch mal querschläger. Der buchholz express hat Zeit seines Bestehens versucht, ein Gegengewicht zur Lokalpresse in Buchholz und im Landkreis Harburg zu sein, vor allem zum Quasi-Monopolisten, dem Wochenblatt-Verlag.

Für seine Arbeit hat der buchholz express im Gegensatz zu den Kollegen im genannten Verlag nie einen Heller bekommen. Auch Anzeigen hat der buchholz express keine, weil dies einen Umbau der Seite voraussetzen würde, die erst finanziert werden müsste.

Für die Pflege dieses Blogs geht sehr viel Zeit drauf, und natürlich steckt auch viel Herzblut im Projekt. Dass viele Beiträge anecken oder verärgern, liegt an der schonungslosen Linie des Blogs. Es soll ja gerade der Finger in die Wunde gelegt, sollen die gesellschaftlichen Defizite benannt werden.

Leider geht den Beteiligten an diesem Projekt nun langsam die Puste aus. Es geht viel Energie in den Blog, die woanders fehlt. Aus diesem Grund ist die Existenz des buchholz express akut gefährdet. Schweren Herzens haben wir uns entschieden, daher einen Spendenaufruf zu starten. Mit relativ wenig Geld könnten wir weitermachen.

Wer spenden möchte, zahlt bitte auf das Konto des Chefredakteurs ein, da wir kein eigenes Konto führen:

Kristian Stemmler, Haspa , IBAN DE15 2005 0550 1383 9047 76 – oder ohne Leerstellen: DE1520050550138394776

Danke im Voraus!

Die Redaktion des buchholz express

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Song des Tages

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Buchholz (kst) – Die Polizei hatte es in Buchholz in den vergangenen Tagen nicht nur mit einer Horde Neonazis zu tun, sondern auch mit einem anderen Raubtier. Wie die Polizeiinspektion Harburg jetzt mitteilt, wurde am Freitag in Steinbeck mehrfach ein einzelner Wolf gesichtet, der kurzzeitig das Stadtgebiet aufgesucht habe und dann weitergezogen sei.

Ob der Wolf ein weisser Wolf war oder ein Vorbote der Demos der Neonazis am Sonntag in der Buchholzer Innenstadt, weiß der buchholz express nicht. Allerdings ist es auch ziemlich unfair, einen Wolf in Verbindung mit diesen Leuten zu bringen, da es sich bei Wölfen um sehr soziale Wesen handelt, die niemals ohne Notwendigkeit angreifen.

Wie die Polizei noch mitteilt, habe sie das Tier „begleitet“, was sie dann am Sonntag bei den Nazis ja auch getan hat. Es sei mit einem Sender ausgestattet gewesen und dem zuständigen „Wolfsbüro“ bekannt. In der Pressemitteilung heißt es abschließend: „Ein erneuter Besuch sei leider unwahrscheinlich, da dieser Bereich zu dicht besiedelt sei.“ Dass die Nazis wiederkommen, ist dagegen leider mehr als wahrscheinlich.

Apropos: Es wäre doch eine wunderbare Idee, die Nazis alle mit einem Sender auszustatten…

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