NPD-Demo in Stade wird zum Rohrkrepierer – Gegendemonstranten stören Kundgebung

Veröffentlicht: 2016-03-06 in Hintergründe, Lokales, Politik, Widerstand
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Stade/Buchholz (be) – Die Anhängerschaft der NPD in der Region scheint eher überschaubar zu sein. Jedenfalls fanden sich zur Kundgebung der Faschopartei auf dem Pferdemarkt in Stade laut Medienberichten gerade einmal etwa 15 Personen ein. Nur durch den Schutz eines Großaufgebots der Polizei konnten sie überhaupt demonstrieren, das allerdings nicht ganz störungsfrei. So gingen die Reden weitgehend in den Pfiffen und Parolen der Gegendemonstranten unter.

Die Versuche der Antifa und anderer Gegendemonstranten auf den Pferdemarkt zu gelangen, konnten offenbar von der Polizei weitgehend vereitelt werden. Die Polizei sprach von rund 90 Personen „aus dem linken Spektrum“, die mit dem Zug aus dem Hamburger Bereich nach Stade gekommen seien. Man habe die Zufahrten zum Pferdemarkt abgeriegelt, um eine direkte Konfrontation zwischen Antifa und Nazis zu verhindern.

Den Nazi-Gegnern gelang es allerdings noch gegen Abend eine Taxe, in der NPD-Anhänger abrücken wollten, zu stoppen, da der Fahrer von der vorgeschlagenen Route abgewichen war. Die Polizei bahnte dem Auto mit Pfefferspray den Weg, sie wurde dabei nach eigenen Angaben mit Flaschen beworfen. In der Fußgängerzone Holzstraße sei es zu einem Zusammentreffen von Antifa und Nazis gekommen, bei dem Pfefferspray eingesetzt wurde. Eine Person sei in ein Geschäft geflüchet, die Verfolger hätten Teile der Ladeneinrichtung umgerissen. Ansonsten seien zwei Böller und eine Bierdose geworfen worden, einem NPD-Jünger seien Autoscheiben eingeschlagen worden, vermeldet das Stader Tageblatt.

Rund 350 Menschen demonstrierten nach Angaben der Polizei auf dem Platz Am Sande gegen den Auftritt der Nazis. Dort sprach unter anderem die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Tiemann. Nach Ende ihrer Kundgebung machen sich etwa 200 Nazigegner auf den Weg zum Pferdemarkt, wo sie an den Absperrungen mit Trillerpfeife und lauten Parolen dafür sorgten, dass die Reden der NPDler kaum zu verstehen wwaren. Für die Nazis sprachen unter anderem der NPD-Landesvorsitzende Ulrich Eigenfeld, dessen Stellvertreter, Ingo Helge, und der Stader Kreistagsabgeordnete Adolf Dammann, die alle die übliche braune Soße ausschieden.

Hier Links zu Beiträgen und Fotos von den Demos:

http://www.tageblatt.de/lokales/aktuelle-meldungen_artikel,-NPD-Kundgebung-in-Stade-verlaeuft-friedlich-_arid,1200629.html

http://sonar-archiv.com/05-03-2016-npd-kundgebung-stade

http://www.demophotographie.hamburg/polizei-niedersachsen/

 

 

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