buchholz express exklusiv: Buchholzer Ratsherr stellt Benimmregeln für Flüchtlinge auf!

NotausgangBuchholz (be) – Paukenschlag in der Buchholzer Kommunalpolitik: Der Ratsherr Kristian Stemmler (Die Partei) hat einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, Benimmregeln für die in der Stadt ankommenden Flüchtlinge aufzustellen. Diese Verhaltenshinweise sollen in einen Flyer umgesetzt werden, der dann in den Unterkünften an die Flüchtlinge verteilt werden soll.

„Die Vorfälle von Köln in der Silvesternacht zeigen, dass unsere Werte in Gefahr sind“, sagte Stemmler dem buchholz express, „wir müssen den Flüchtlingen klar machen, dass sie sich an die hier geltenden Regeln zu halten haben. Wenn ich irgendwo zu Gast bin, benehme ich mich ja auch anständig. Flüchtlinge brauchen Grenzen!“

Und so lautet der Antrag im Wortlaut:

Der Rat möge beschließen: Die Verwaltung setzt die im folgenden niedergelegten „Benimmregeln für Flüchtlinge“ in einen Flyer um, der in den Flüchtlingsunterkünften an die Bewohner verteilt wird.

Begründung: Nach den Ereignissen in Köln und anderen Großstädten in der Silvesternacht wird auch über das Verhalten von Flüchtlingen diskutiert. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Flüchtlingen aus anderen Kulturkreisen die Regeln des Zusammenlebens in Deutschland zu vermitteln sind. Die folgenden Benimmregeln sollen ihnen die wichtigsten dieser Regeln vermitteln und so einen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten. Hier der Text, wie er in dem beantragten Flyer abzudrucken ist:

Lieber Flüchtling, dear refugee,

willkommen in Deutschland, willkommen in Buchholz! Sie sind aus Ihrer Heimat geflohen und in unser Land gekommen. Sie sind also ein Gast, der sich an gewisse Regeln halten muss. Die wichtigsten haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Eine kleine Bitte zu Beginn: Bitte lernen Sie schnell deutsch, damit Sie sich mit ihren deutschen Mitbürgern verständigen und Anweisungen in Ämtern, bei der Polizei oder am Arbeitsplatz verstehen können.

In Deutschland respektiert man das Eigentum anderer Menschen. Brechen Sie also bitte nicht in Häuser ein und bezahlen Sie die Ware im Supermarkt. Das Berauben anderer Menschen ist in Deutschland bestimmten Personengruppen vorbehalten, etwa Bankern, Maklern und Versicherungsagenten.

Deutschland ist ein sauberes Land. Abfall entsorgen Sie bitte in den dafür vorgesehenen Mülltonnen. Die Verschmutzung der Umwelt ist hierzulande industriell organisiert und darf nur von dafür zugelassenen Unternehmen wie RWE oder Vattenfall durchgeführt werden.

Im öffentlichen Raum sind sexuelle Belästigungen von Frauen nicht gern gesehen. Diese gehören in den familiären Bereich, in Diskotheken oder auf Großveranstaltungen wie Oktoberfest, Karneval oder Schützenfeste.

In Deutschland begegnen sich die Menschen mit Respekt. Eine Ausnahme bilden Supermarktkassen, der Fußballplatz, Talkshows im Fernsehen, Versammlungen politischer Parteien oder Vereine, der Straßenverkehr, die Nachbarschaft, die Familie und der Arbeitsplatz.

Bedenken Sie, dass Sie neu in Deutschland sind und daher noch nicht zu den Gruppen gehören, die andere mobben oder unterdrücken dürfen, sondern zu denen, die gemobbt und unterdrückt werden. Dies gilt vor allem am Arbeitsplatz, sollten Sie eine Arbeit finden. Verhalten Sie sich gegenüber Vorgesetzten und deutschen Kollegen unterwürfig und folgsam.

In Deutschland ist es allgemein nicht üblich, dass die Arbeit Spaß oder Sinn macht. Daher kann es sein, dass am Arbeitsplatz Frust und Ärger entstehen. Diesen Ärger baut der Deutsche zum Beispiel durch Pöbeln und Drängeln beim Autofahren, so genanntes Partymachen am Wochenende und das Drangsalieren nächster Familienangehöriger ab. Wenn Sie sich wirklich integrieren wollen, folgen Sie bitte diesem Muster.

Die wichtigste deutsche Sitte ist das Einkaufen, Konsumieren oder Shoppen. Der Deutsche findet sich in regelmäßigen Abständen in so genannten Einkaufszentren und Elektronikmärkten ein, um dort die so genannte Ware anzubeten. Bitte übernehmen Sie diese Sitte!

Lieber Flüchtling, wenn Sie in Deutschland nicht auffallen und sich schnell integrieren wollen, beherzigen Sie bitte diese Regeln. Denn eines müssen Sie sich merken: Wer sein Gastrecht missbraucht, hat sein Gastrecht verwirkt!

Ihre Stadt Buchholz in der Nordheide

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8 Comments

  1. …die Redaktion druckt also lediglich den Antrag des Herrn S. ab? Gehen Sie mal zum Arzt, Schizophrenie lässt sich behandeln!

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  2. Da kann Ihnen die Redaktion nur zustimmen – was ist in diesen Mann nur gefahren, so einen haarsträubenden Blödsinn abzusondern! Das ist tatsächlich eine Herabwürdigung der Buchholzer Qualitätskommunalpolitik!

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  3. Mit Satire hat der Antrag nichts zu tun. Es ist eher als eine Art Herabwürdigung der Buchholzer Politik zu tun, zu der Herr Stemmler als Mitglied im Stadtrat sich selbst als unfähig darstellt. Immerhin hätte er die Möglichkeit sich entsprechend sachlich und zielorientiert einzubringen. Diese Möglichkeit ist mit so einem Antrag komplett verwirkt.

    Zitat aus dem Antrag: “ Im öffentlichen Raum sind sexuelle Belästigungen von Frauen nicht gern gesehen. Diese gehören in den familiären Bereich, in Diskotheken oder auf Großveranstaltungen wie Oktoberfest, Karneval oder Schützenfeste.“

    Das sagt aus: Man darf sexuelle Belästigung in der Nichtöffentlichkeit stattfinden lassen. Dazu sollte man bedenken, dass hier die seuelle Belästigung im familiären Bereich scheinbar völlig okay ist laut dem Antragsteller. Auch scheinen laut Antragsteller die sexuelle Belästigung in Discotheken, auf Großverantaltungen (Oktoberfest, Karneval, Schützenfest) im Nichtöffentlichen Raum stattzufinden.

    Entschuldigung, aber alles im Antrag ist krank! Ich hoffe der Rat beschäftigt sich nicht ein Sekunde mit diesem Antrag.

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  4. …warum treten Sie die Demokratie so mit Füßen? Nehmen Sie das Ihnen von den Bürgerinnen und Bürgern übertragene Mandat endlich ernst!

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