Alle reden über Köln – der buchholz express redet über perversen Reichtum

Von Kristian Stemmler

Köln, Köln, Köln, Flüchtlinge, Flüchtlinge, Flüchtlinge – es gibt keine anderen Themen mehr. Wie wäre es denn, wenn man sich mal wieder mit den sozialen Ursachen gesellschaftlicher Erosionsprozesse befasst?! Die Vorgänge von Köln sind ja nichts anderes als ein Kollateralschaden des entfesselten Kapitalismus, ein Ausdruck der allgemeinen Verrohung und Enthemmung. Darum hier ein Verweis auf eine aktuelle Untersuchung der Nichtregierungsorganisation Oxfam, über die unter anderem Spiegel online berichtet.

Nach dieser Studie besitzen fünf Dutzend Menschen so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – 1760 Milliarden Dollar. Wenn das nicht pervers ist! Oxfam stützt sich auf die jährlich erscheinende Reichenliste des US-Wirtschaftsmagazins Forbes. Demnach sind die Vermögen der Superreichen seit 2010 um 44 Prozent gewachsen. Die Vermögen der ärmsten 50 Prozent in der Welt sind dagegen seit einem Höhepunkt 2011 kräftig gefallen – konkret um 41 Prozent.

Zudem hat die ärmere Hälfte der Bevölkerung von den weltweiten Vermögenszuwächsen seit der Jahrtausendwende nur ein Prozent abbekommen, während der größte Teil an das reichste Prozent der Menschheit ging. Die Schuld für diese Entwicklung sieht Oxfam grundsätzlich in einer Wirtschaftspolitik, die vor allem dieses reichste Prozent der Menschheit begünstige.

Millionäre und Milliardäre, aber auch Großkonzerne könnten weiterhin ihr Geld in Steueroasen in Sicherheit bringen, klagt die Organisation. Da hilft es auch nicht, dass einige der 62 Reichsten ihr Vermögen für wohltätige Zwecke spenden. Hier der Link zum Beitrag bei Spiegel online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/oxfam-diesen-62-superreichen-gehoert-so-viel-wie-der-halben-welt-a-1072576.html

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4 Comments

  1. Hallo Leute Sorry !
    Meine Fakten waren aus dem „Neuen Deutschland“ vom 19.1.16 und nicht aus der Frankfurter Rundschau. Peinlich !!

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  2. Hallo Buchholzexpress!, Hallo Leute!
    Herr oder Frau „mein Name“ gut dass sie mit einem Taschenrechner umgehen können!
    Ansonsten hat uns Ihre “ sehr wichtige Einlassung “ nicht wirklich weiter gebracht.!?

    Ich finde es muss sich nicht nur in der BRD an den Steuergesetzen sondern auch international insgesamt , in der Zusammenarbeit der Länder bei der Abschaffung der Steueroasen etwas tun. Auch die Entwicklungspolitik muss sich dahingehend ändern, dass nicht nur praktische Hilfe zum Leben gegeben wird, sondern auch verstärkt über
    Bildung die Bevölkerung diese in die Lage versetzt wird, die Korruption in ihrem Lande und die Ausbeutung durch internationale Konzerne zu Erkennen und zu unterbinden.

    Hier noch einige Fakten aus der „Frankfurter Rundschau „vom 19.1.16 ÜBER DIE
    GLOBALE UNGLEICHHEIT
    —Die reichsten zehn Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen mindestens 63 Pro-
    zent des Gesamtvermögens. Der größte Anteil dieser Ungleichheit geht auf Erbschaf-
    ten zurück.
    DEUTSCHLAND WEISST DIE HÖCHSTE VERMÖGENSUNGLEICHHEIT in der
    EUROZONE AUF.
    — Neun von zehn großen Unternehmen haben mindestens eine Niederlassung in eineR
    Steueroase. Entwicklungsländer verlieren durch Steuervermeidung von multinatio-
    nalen Konzernen jährlich 100 MILLIARDEN US– DOLLAR AN STEUEREIN–
    NAHMEN.
    — REICHE EINZELPERSDONEN HABEN 7,6 BILLIONEN US–DOLLAR IN STEUER
    OASEN ANGELEGT. Das ist mehr als das Bruttosozialprodukt Deutschlands und
    Großbritanniens zusammen. Den Heimatländern dieser Personen entgehen so rund
    190 MILLIARDEN US–DOLLAR pro Jahr an Steuereinnahmen.
    — FAST EIN DRITTEL DES VERMÖGENS REICHER AFRIKANER UND AFRIKA-
    NERINNEN—-rund 500 Milliarden US–Dollar—- sind in Steueroasen angelegt. Dadurch
    verlieren ihre Heimatländer schätzungsweise 14 MILLIARDEN US–DOLLAR pro
    Jahr an Steuereinnahmen.

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  3. Ganz einfach: Wir nehmen die 1760.000.000.000 Dollar und verteilen sie die ärmeren 4.000.000.000 Menschen auf der Welt.
    Macht einmalig 440 Dollar pro Person.

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