Der buchholz express präsentiert: „Advent Calendar for Refugees“ – Das kleine Abc der deutschen Kultur

Veröffentlicht: 2015-12-02 in Überregionales, Politik, Satirisches
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Mit einer betriebsbedingten Verzögerung von einem Tag startet heute der ganz besondere Adventskalender des buchholz express‘, daher mit dem Öffnen von zwei „Türen“. Es ist ein Adventskalender, der den vielen Flüchtlingen gewidmet ist, die derzeit in unser Land kommen – ein „Advent Calendar for the Refugees“. Dieser Kalender ist gestaltet als kleines Abc und soll den Flüchtlingen helfen, die deutsche Kultur, deutsche Traditionen und Sitten besser zu verstehen. Er will damit nicht nur unterhalten, sondern auch zur Integration seinen Beitrag leisten.

Heute beginnen wir mit A und B:

+++ 1 +++ Autobahn

Die deutsche Autobahn ist der Ort, an dem der Deutsche am ehesten ganz bei sich ist. Auf den Autobahnen, die das ganze Land durchziehen, frönen die deutschen Autofahrer ungehemmt ihrer Leidenschaft, dem Rasen und Drängeln. Die Autobahnen sind der größte rechtsfreie Raum – hier darf man, ohne eine Verfolgung durch die Justiz befürchten zu müssen, Straftaten begehen wie Nötigung, Straßenverkehrsgefährdung und versuchter Totschlag.

In Euer Heimat, liebe Flüchtlinge, sind Autos vermutlich in der Regel einfach Fahrzeuge, die der Personenbeförderung dienen, also um von A nach B zu kommen. Das ist in Deutschland ganz anders. Hier ist das Auto ein so genanntes Statusobjekt, mit dem man armen Schluckern demonstrieren kann, dass man es geschafft hat. Und das Auto ist ein Vehikel, um Aggressionen abzubauen und andere Menschen ausstechen und schikanieren zu können.

Einige von Euch haben die Autobahn ja schon kennen gelernt, zu Fuß auf dem Standstreifen. Das war sehr unvernünftig. Wenn man aus einem Kriegsgebiet kommt und das Mittelmeer überwunden hat, sollte man sich in Deutschland nicht gleich auf das Gelände begeben, auf dem es in diesem Land mit Abstand am lebensgefährlichsten ist.

+++ 2 +++ Bier

Bier ist ein alkohol- und kohlensäurehaltiges Getränk, das durch Gärung aus den Zutaten Wasser, Malz und meistens Hopfen gewonnen wird – und das Nationalgetränk der Deutschen. Hierzulande ist man besonders stolz auf das Reinheitsgebot von 1516, das Sauereien beim Bierbrauen verbietet, was tatsächlich bei der Lebensmittelherstellung sehr ungewöhnlich ist. Bier dient vielen deutschen Männern zur Formung eines so genannten Bierbauches, der wie eine Art Trophäe zur Schau gestellt wird.

Der Deutsche kann große Mengen von Bier vertilgen, wozu er sich gern auf so genannte Volksfeste begibt, Schützenfeste zum Beispiel oder das Oktoberfest in München. Nach dem Konsumieren einer bestimmten Menge von Bier geht man auf diesen Festen, wie das bei uns heißt, zum „geselligen Teil“ über, also zu Massenschlägereien und kollektivem Kotzen. Für die Deutschen sind das Höhepunkte ihrer Freizeitgestaltung, von denen sie später ihren Enkeln erzählen können.

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Kommentare
  1. Ein Bürger dieser Stadt ... sagt:

    Lieber schlechtes Bild von Deutschland, als schlechtes Deutsch in Hasstirade …
    das ist des Pudels Kern 🙂

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  2. Pudel sagt:

    Herr Stemmler, nur weil Sie kein Auto fahren (können),müssen sie anderen den Spass nicht nehemn. Und noch was, wenn Sie den Flüchtlingen so ein schlechtes Bilde von Deutschen aufzeigen, dann hauen die bald freiwillig wieder ab. Also aufpassen, was Sie mit Ihrem Refugees Kalender so anrichten. Sonst sind Ihre neuen Leser bald weg.

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  3. Bernd Leber sagt:

    Also, was da als Adventskalender verkauft werden soll, ist doch eher ein ziemlich belehrend daherkommendes ABC zum Verständnis Deutschlands und seiner Bürger. Die ersten Beiträge sind allerdings nicht ermutigend: in Syrien und besonders im Irak sind die Autobahnen eindrucksvoller und in besserem Zustand als bei uns und dürften den meisten Asylbewerbern und Flüchtlingen (die wollen wir doch unterschieden haben) wohl vetraut. Vierspuriges gibts auch in den meisten afrikanischen Ländern, auch wenn da mal eine Eselkarre auf der Überholspur entgegen kommt: die Nutzungen der Autobahn sind jenseits unseres Tellerrandes vielfältig. Und zum Bier braucht man Irakis und Syrern (jedenfalls vor dem IS und sonstigen islamistischen Spinnern) nichts erzählen, und den Afrikanern schon gar nicht.
    Fazit: die Satire (wenn’s denn eine ist) kommt interkulturell wihl kaum rüber, und schon gar nicht das in manchen Kreisen gerne gepflegte D-bashing (wo doch alle eigens hierher gekommen sind und nicht im Iran, Türkei oder gar Österreich geblieben sind).
    Vorschlag: bitte keine weiteren Advents-Türchen öffnen, höchstens zu Nikolaus, denn der (und nur der) darf in unserer Kultur belehrend-mahnend daherkommen.
    Trotzdem frohe Adventsgrüße (derzeit aus Conakry / Guinea)

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  4. No games with names, bitte! Ich habe im übrigens gar kein Auto… trinke gelegentlich ein Bier, nehme aber derzeit eher ab. Auf Schützenfesten und dem Oktoberfest bin ich selten anzutreffen…

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  5. Trockeneis sagt:

    Stammler, sie müssen nicht von sich auf andere Deutsche schließen…

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