Die USA, Geburtshelfer des Islamischen Staates – Zitat des Tages

„So brutal Saddam Hussein war – ihn nur zu eliminieren, war falsch. Das Gleiche gilt für Gaddafi und Libyen, das heute ein failed state ist. Die große historische Lektion lautet, dass es eine strategisch unglaublich schlechte Entscheidung war, in den Irak einzumarschieren. Die Geschichte sollte und wird über diese Entscheidung kein mildes Urteil fällen.“

Michael Flynn (56) im Spiegel. Flynn war zuletzt Chef des Militärgeheimdienstes DIA, von 2004 bis 2007 war er in Afghanistan und dem Irak stationiert; als Kommandeur der US-Spezialkräfte jagte er im Irak den Top-Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi, einen der Vorgänger des heutigen Chefs des „Islamischen Staats“, Abu Bakr al-Baghdadi

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2 Comments

  1. Hallo Leute!
    Auch der Westen scheint den IS mit Geldquellen des Terrors finanziell zu unterstützen und weiter am leben zu erhalten. Man will ja die Waffenindustrie
    unterstützen und gleichzeitig seine geplanten „Regimewechsel“ für geopolitische Interessen durchführen!!??
    Hier ein interessanter und lesenswerter Artikel aus der „JUNGEN WELT“ vom
    23.11.15 von Arnold Schölzel.

    Zitat Anfang:

    Aus: Ausgabe vom 23.11.2015, Seite 8 / Ansichten

    Sauerstoff für den IS

    Der Westen und die Geldquellen des Terrors

    Von Arnold Schölzel

    Die Anstrengungen des Westens im Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS) bleiben stark gezügelt. Die Bombardements einer Militärkoalition unter Führung der USA auf IS-Stellungen haben geringe Wirkung. Die Unterstützung des NATO-Partners Türkei für diese und andere Mörderbanden hält an. Ankara will vielmehr Kurden am Kampf gegen den IS hindern. Alle beteiligten Länder versorgen »gemäßigte« Terroristen mit Waffen und Geld. Russland bildet auch hier eine Ausnahme. Vor allem aber: Der Westen denkt nicht daran, die Waffen- und Finanzierungsquellen der Banden zu verstopfen.

    Es lohnt sich, der Frage nachzugehen, warum das so ist. Peter Mertens, der Vorsitzende der Partei der Arbeit Belgiens, hat soeben in einem Artikel darauf hingewiesen, dass der Iran 2012 »ohne Probleme aus dem Versorgungsnetz für internationale Bankoperationen SWIFT ausgeschlossen« wurde. Das habe das Land, hieß es im Westen, an den Verhandlungstisch gezwungen. Ob das zutrifft, sei dahingestellt, die Mittel zur Kontrolle von Finanzbewegungen durch diese Institution sind jedenfalls beachtlich. SWIFT erfasst die Aktionen zwischen mehr als 10.000 Banken in mehr als 200 Ländern. Für 2013 wird das täglich übertragene Geldvolumen mit etwa 7,5 Billionen Euro beziffert. Die als Genossenschaft gebildete Einrichtung hat ihren Sitz in Belgien, im Aufsichtsrat sind die Notenbanken der USA, Belgiens, Deutschlands, Frankreichs und anderer Länder vertreten. Bekannt wurde SWIFT, als herauskam, dass die Einrichtung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 vertrauliche Daten an die CIA weitergab. Seit Edward Snowden weiß die Welt, dass die USA darüber hinaus auf mehreren Kanälen das SWIFT-Netz anzapfen.

    Mertens zitiert das Wall Street Journal, das im Juni schrieb, westliche Funktionäre hätten »Schwierigkeiten zu erreichen, dass Kuwait und andere Bundesgenossen am Golf Privatspenden an dschihadistische Gruppen stoppen«. Der belgische Politiker konstatiert: »Die vom IS kontrollierten Banken jedoch haben monatelang ohne Probleme weiter funktioniert, und selbst heute ist der formelle und informelle Geldfluss noch immer nicht völlig gestoppt.«

    Das besagt: Während Politiker der EU-Staaten Panikmeldungen verbreiten, Repressionsgesetze durchpeitschen, das Militär den Notstand probt und die staatliche Überwachung ausgedehnt wird, gibt es keine Anstrengung für eine effektive Eindämmung des IS und ähnlicher Gruppen. Den »Sauerstoff«, d. h. Waffen und Geld, wie es der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, ausdrückte, will der Westen den Terrormilizen nicht entziehen. Sie fungieren seit Jahren als seine Bodentruppen für Regime-Change sowie Einschüchterung und Vertreibung der Bevölkerung in mehreren Staaten. Anschläge in den betreffenden Ländern selbst wie außerhalb derselben sind Teil des Kalküls. Der Westen wird wie im Fall Syrien gezwungen werden müssen, seine mörderische, den Weltfrieden bedrohende Politik zu beenden.
    Zitat Ende:

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  2. Und was „M(m)acht“ Merkel? Sie wiederholt die Fehlentscheidungen von damals 1 zu 1. Man sollte die Staatsführung weder Schwachköpfen wie Busch, noch Physikern wie Merkel überlassen.

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