Endlich wieder eine gute Nachricht: „Die Welt“ schmeißt Matthias Mattusek raus

Veröffentlicht: 2015-11-17 in Überregionales, Politik
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Von Kristian Stemmler

Auch in diesen Tagen voll dramatischer Nachrichten gibt es noch gute Neuigkeiten. Die Tageszeitung „Die Welt“ trennt sich, wie Medien berichten, mit sofortiger Wirkung von ihrem Autor Matthias Matussek. Was eines zeigt: Sogar im neoliberalen Flaggschiff des Springerverlages gibt es rote Linien, die man nicht ungestraft überschreitet. Was allerdings für Henry M. Broder nicht zu gelten scheint.

Vielleicht war Matussek einfach zu direkt. Denn dieser Mann ist nicht nur ein rechter Hetzer vom Feinsten, er ist auch noch dummdreist, auch wenn er sich den Anstrich eines Intellektuellen zu geben versucht. Und darum wurde er rausgeschmissen: Der Dummgrinser hatte noch in der Nacht nach den Anschlägen von Paris auf Facebook geschireben, er schätze, „der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen“. Dahinter setzte er ein lächelndes Smiley!

Und dann hat Matussek offenbar noch seinen Chefredakteur Jan-Eric Peters als Arschloch bezeichnet. Das war vermutlich am Ende ausschlaggebend.

Matusseks Äußerung wurde im Internet vielfach kommentiert. „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann bezeichnete sie als ekelhaft, immerhin…  Jan-Eric Peters distanzierte sich im Namen der „Welt“ von der Äußerung seines Autors. Die Zeitung stehe für andere Werte, für Freiheit, für Menschlichkeit. Das ist mir zwar noch nicht aufgefallen, aber wenn es dazu führt, dass Matussek auf der Straße steht, bin ich dafür.

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Kommentare
  1. Der, dem wir das Ganze u. a. zu verdanken haben war ein wiedererweckter Christ, der Ex-Alkoholiker George W. Bush!!

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  2. P. Aranoia sagt:

    Ach der Todenhöfer, auch so ein Heissluftgebläse. Der Vergleich Moslems/Isis und Deutsche/Nazis ist mMn auf andere Weise zutreffend, als er es gemeint hat. Denn natürlich sind beide nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Ohne ein allgemeines Klima an Ressentiments bis hin zur mehr oder weniger klammheimlichen Zustimmung wären die Nazis hier nicht so aktiv, wie sie es sind. Und es gäbe wohl auch weniger islamistische Terroristen ohne die eine oder andere Ermunterung oder auch nur wohlwollendes Schweigen aus der Umma heraus. Man kann einfach nicht sagen dass es nur eine Handvoll islamistischer Terroristen auf der einen Seite, und ansonsten nur tolerante und friedliebende Moslems gibt, eben genauso wenig, wie es nur ein paar Nazis und sonst nur tolerante und friedliebende Mitbürger. Zu bestreiten, dass in diesen Zeiten mehr Gefahr von durchgedrehten Moslems ausgeht, als von Christen zb. ist ja wohl ein wenig absurd. Herr Todenhöfer würde gerne das Laber-Erbe des Herrn Scholl-Latour antreten, das merkt man schon sehr. Leider hat er nicht (einmal) dessen Format.

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  3. hans-christian keunecke sagt:

    Hallo Buchholz Express ! Hallo Leute !
    War der Journalist Matthias Matthusek nun ein Dummschwätzer oder glaubte er an seine „Journalistischen Aussagen“?? Diese Frage muß man sich schon stellen ? Die Einlassungen des Publizisten JÜRGEN TODENHÖFER am
    17.november 2015 , in der JUNGEN WELT zu den „Pariser Terroristischen Massenmorden“ von seiner Facebookseite sind nach meiner Ansicht aber lesenswert.

    A B G E S C H R I E B E N

    Zitat Anfang:
    (…..)Für Terrorismus gibt kann es keine Entschuldigung geben, aber es gibt Ursachen. Nicht der ISLAM IST DIE URSACHE des IS–
    TERRORS, SONDERN DIE KRIEGE DES WESTENS. Vor allem der Irakkrieg des von Georg W. Bush., der schon im Oktober 2003 zur Gründung der IS führte.
    Wir dürfen nicht vergessen,dass der Westen im mittleren Osten seit Jahrzehnten gemordet hat. Millionen Muslime, ,Frauen und Kinder hat er gefoltert und getötet. Die meisten Westler hat das nie wirklich interessiert. Es waren ja nur Muslime, die da starben.
    Jeden Tag töten auch heute noch Amerikaner , Russen, Franzosen in Syrien zahllose Zivilisten. Trauern wir um sie ?
    Der Westen hat im mittleren Osten Krieg gesät. Jetzt kommt der Krieg nach Europa zurück. (….) Die französisc he Regierung hat im mittleren Osten eine
    besonders dunkle Vergangenheit. Als Kolonialmacht und als militärischer Aggres
    sor . Deutschland nicht. Wenn es darum ging, in der muslimischen Welt militärisch zu intervenieren, war Frankreich immer vorne dabei.Eine Million Algerier haben die Franzosen ermordet. Am Suezkanal, in Libyen, in Mali und in vielen anderen Ländern haben ihre Truppen brutal zugeschlagen.
    Ihre rassistische Integrationspolitik ist gescheitert. Die Vororte der französischen Städte sind eine Brutstätte der Kriminalität und des terrorismus. In Frankreich hat der IS es leicht , Verbündete zu finden. Das ist nicht die Schuld der einfachen Franzosen. Und schon gar nicht die der unsc huldigen Opfer von Paris. Aber sehr wohl die von Männern v on wie Sarkozy (…)
    Über 99,9 Prozent der fünf Millionen deutschen Muslime lehnen den IS ab. Der IS
    betrachtet die demokratischen Muslime von Deutschland als Todfeinde. Immer
    wieder hat man mir das im “ islamisc hen Staat “ gesagt. Von den 9000 deutschen Salafisten sind maximal 3000 gewaltbereit und damit potentielle An hänger des IS. Daß heißt im Kampf gegen den Terrorsismus ist die überwältigende Mehrheit der Muslime unser wichtigster Verbündeter. (…)

    An die nichtmuslimischen Deutschen appelliere ich :: Nehmt unsere muslimisc hen Mitbürger und Freunde jetzt nicht in Kollektivhaft. Sie können für den perversen IS–Terror genauso wenig , wir ihr für den PERVERSEN TERROR DER DEUTSCHEN RECHTSRADIKALEN , die Flüchtlingsheime anzünden
    und die seit der Wiedervereinigung 180 Menschen , teilweise bestialisch ermordet haben.
    Den Attentätern von Paris aber sage ich : Ihr seid Gotteslästerer !! Es ist eine anmaßende Beleidigung Gottes ,wenn ihr Euch bei der Ermordung Unschuldiger
    auf Allah beruft, den der Koran den “ Allerbarmer und Barmherziger “ nennt. (….)
    Den Koran muß man mit dem Herzen lesen, nicht mit der Kalaschnikow (….)
    Mit Euren barbarischen Morden werdet ihr nie ins Paradies kommen. Sondern
    allenfalls neben Georg W.Bush in der Hölle braten (…)

    Zitat ende:

    Ich finde Herr JÜRGEN TODENHÖFER ist ein mutiger Mann , wenn er sich auf Facebook und in der Presse so sachlich und eindeutig äußert.
    Eventuell besinnen sich alle die “ Wir sind im Kriegdummschwätzer“ auf die Realität und die Ursachen des IS-Terrorismus. Oder sind die Flüchtlinge immer noch Schuld !!??
    Leute sagt da mal etwas zu !! Christian Keunecke

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