Jetzt auch noch eine neue Sporthalle… Wie lange soll Buchholz noch bluten für Arno Reglitzkys Größenwahn?

Veröffentlicht: 2015-11-07 in Hintergründe, Kommentare, Lokales, Politik
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Logo Blau-WeißVon Kristian Stemmler

Muss die Stadt Buchholz eigentlich immer weiter für den Größenwahn eines Vereinsvorsitzenden bluten? Diese Frage sollte sich allen an der Kommunalpolitik interessierten Bürgern angesichts der maßlosen Forderungen des Vorsitzenden von Blau-Weiß Buchholz, Arno Reglitzky, allmählich stellen. Der kriegt offenbar den Hals einfach nicht voll. Die 188.000 Euro Zuschuss, die dem Verein für das völlig überflüssige Kletterzentrum hinterhergeworfen wurden, reichen nicht – jetzt will Reglitzky auch noch eine neue Sporthalle am Holzweg.

Dass ein Sportverein sein Angebot erweitert, dass die Mitgliederzahlen steigen, dass der Vorsitzende für den Verein wirbelt, alles schön und gut. Aber Blau-Weiß ist offenbar schon längst ein Unternehmen, bei dem es nur noch um Expansion um jeden Preis geht. Ständig wird irgendwas Neues gebaut oder irgendwo angebaut, die Abteilungen immer weiter aufgeblasen. Wenn dann die Nordheidehalle nicht mehr reicht, wird einfach eine neue Halle gefordert.

Mit der größten Selbstverständlichkeit gehen Reglitzky und seine Mitstreiter dabei davon aus, dass diese Expansion von der Stadt bezuschusst wird. Man hat keine Skrupel, Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (CDU) für den Bau der neuen Halle um ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück am der Bendestorfer Straße anzugehen, das der Verein erwerben oder in Erbpacht nutzen möchte. Laut Wochenblatt sollen die Gesamtkosten für die Errichtung der Halle bei rund 1,3 Millionen Euro liegen. Natürlich soll die Stadt auch da ihren Teil beitragen.

Angesichts der finanziellen Herausforderungen durch die Flüchtlingskrise, der nach Röhses Aussage unter anderem die Dorferneuerung Dibbersen zum Opfer fallen könnte, sollten derartige Forderungen nicht mehr mit öffentlichen Geldern bezuschusst werden. Die Kommunen sind nicht dafür zuständig, dass gesettelte Mittelschichtler und ihre Kinder irgendwelche albernen Trendsportarten ausüben können. Blau-Weiß und auch die anderen Buchholzer Sportvereine haben genug zahlungskräftige Mitglieder, die mit einer Umlage Großprojekte wie die neue Halle locker finanzieren könnten.

Mehr als bedenklich ist in Buchholz auch die starke Vermischung von Sport und Politik. Reglitzky ist bekanntlich auch noch Fraktionschef der FDP im Stadtrat. Und das Projekt eines Hallenneubaus wird von dem Buchholzer Ex-Bürgermeister Wilfried Geiger betreut, der nach dem Ende seiner Amtszeit dem Vorstand von Blau-Weiß beitrat. Solch dreiste Vermischungen sind in der Bananenrepublik Deutschland zwar nichts ungewöhnliches, aber sie schaden der Allgemeinheit.

Bezeichnend ist im übrigen auch, dass Reglitzky ausgerechnet einer Partei angehört, die sich mit besonderem Nachdruck dafür einsetzt, dass die Vermögenden nicht genug Steuern zahlen und dadurch die Kassen der Kommunen immer leerer werden. Das hindert ihn nicht daran, immer wieder aufs Neue kräftig in diese Kassen zu langen…

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Kommentare
  1. PS sagt:

    Lieber eine neue Sporthalle die den Kindern und Jugendlichen in Buchholz zu Gute kommt als jedes Jahr 500.000 Euro Zuschuss (+bald auch noch die Renovierung/Umbau) in eine Kultureinrichtung (Emopore) zu stecken, die nur von einem Bruchteil der Bevölkerung und von außerhalb genutzt wird!

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  2. Anonymous sagt:

    …die B75 „alt“ in Dibbersen wird nicht zurückgekauft, weil es von einem Großteil der Bevölkerung und insbesondere den Anliegern in diesem Umfang nicht gewünscht ist.

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