Offensive gegen Klimakiller – Buchholzer Ratsherr Stemmler beantragt Verbot von Heizpilzen

Veröffentlicht: 2015-10-16 in Hintergründe, Lokales, Politik
Schlagwörter:, ,
Klimakiller in Betrieb - ob ein Gast daneben sitzt, interessiert nicht...

Klimakiller in Betrieb – ob ein Gast daneben sitzt, interessiert nicht…

Buchholz (be) – Die Stadt Buchholz unternimmt viel für den Klimaschutz. Um so ärgerlicher ist es, dass einige Buchholzer Gastronomen es nach wie vor für notwendig zu halten scheinen, in ihrem Außenbereich so genannte Heizpilze aufzustellen und zu betreiben. Und zwar aus dem einzigen Grund: Damit Gäste nicht frieren, wenn sie ihren Cappuccino schlürfen oder ihre Zigarette rauchen. Oft sieht man nur einen Gast neben einem solchen Gerät sitzen.

Der parteilose Buchholzer Ratsherr Kristian Stemmler will den Klimakillern jetzt im Bereich der Stadt den Garaus machen. Er hat im Stadtrat den Antrag gestellt, per Verordnung das Betreiben von Heizpilzen sowohl durch Gaststätten als auch auf Privatgrundstücken zu untersagen, letzteres nur, soweit es rechtlich überhaupt möglich ist. Der Betrieb von Heizpilzen in der Gastronomie ist bereits in diversen Kommunen wegen ihrer schädlichen Auswirkungen fürs Klima verboten.

„Es ist doch ganz einfach: Wenn es zu kalt oder nass draußen ist, setzt man sich in die Gaststätte“, erklärt Stemmler, „oder wenn man unbedingt draußen sitzen will, zieht man sich entsprechend an.“ Heizpilze seien so überflüssig wie ein Kropf und Ausdruck der Degeneration der heutigen Menschen und eines überbordenden Anspruchsdenkens. Stemmler hofft jetzt auf Unterstützung der Fraktionen der Ratsmehrheit.

Hier der Antrag im Wortlaut:

Der Rat der Stadt möge beschließen:

Die Stadt Buchholz verfügt per Verordnung ein Verbot des Betriebs von Heizpilzen auf dem gesamten Gebiet der Stadt, sowohl vor Gaststätten als auch (soweit rechtlich zulässig) auf Privatgrundstücken.

Begründung: Heizpilze werden von Gastronomen aufgestellt, um Gästen an kühlen Tagen den Aufenthalt im Außenbereich ihrer Gaststätten zu ermöglichen. Auch in Buchholz stellen Gastronomen sowie Privatleute diese Geräte auf. Da propangasbetriebene Heizpilze pro Stunde bis zu 3,5 Kilogramm Kohlendioxid in die Luft pumpen, gelten sie als Klimakiller. Nach Angaben von Greenpeace kommen bei einem 36-Stunden-Betrieb in der Woche jährlich vier Tonnen Kohlendioxid pro Strahler zusammen.

Ein solche Schädigung der Umwelt steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Nach Beobachtung des Antragstellers sitzen vor Buchholzer Gaststätten oft nur ein oder zwei Gäste unter einem Heizpilz, nicht selten auch nur aus dem Grund, dass sie im Innenbereich der Gaststätten nicht rauchen dürfen. Nach Ansicht des Antragstellers besteht keine Notwendigkeit dafür, dass Gäste sich im Außenbereich einer Gastronomie aufhalten, wenn die Witterung dafür nicht geeignet ist.

Auch andere Kommunen – im Internet genannt werden zum Beispiel Stuttgart und Köln – sollen bereits den Betrieb von Heizpilzen verboten haben. Zum Schutz der Umwelt sollte Buchholz sich diesem Vorgehen anschließen.

Advertisements
Kommentare
  1. hans-christian keunecke sagt:

    Hallo Leute !

    Kommen wir zur Sache ! Die Autoindustrie interessiert das Klima offensichtlich einen “ DRECK “ wie die mafiosen VERSCHMUTZUNGSZUSTÄNDE bei der Weltfirma VW aufzeigen. Sie betrügt nicht nur international ihre Fahrzeugkäufer sondern verschmutzt im erheblichen gesundheitlich schädlichen Bereich auch noch die Luft / Klima unseres Lebensraumes.aus Dummheit und Geldgier der Managmentelite und ihrer Helfershelfer ????
    Hat nicht seit 2011 der Konzern von diesen Machenschaften gewußt??? Sind nicht die Benzinverbrauchsangaben bei allen Fahrzeugen ungenau und falsch !!?? Eine erhebliche Mehrbelastung für das Klima !!??

    Wir müssen also selber auf unsere saubere Umwelt ;Luft und das Klima aufpassen und da ist der Antrag von dem Ratsherrn Stemmler genau der richtige Beitrag . Die Gastronomie wird
    nicht zusammenbrechen, wenn die Wärme beim Sitzen im Freien durch Heiße Getränke und
    Decken erzeugt wird!!!?? Dieses sollte Bundesgesetz werden !!

    Gefällt mir

  2. unbekannt sagt:

    Da gebe ich Ihnen Recht „Andreas“. Herr Stemmler meint sowieso nur seine Meinung ist richtig! Ich denke, das mit den Heizpilze hat seinen Grund. Vor Jahren sind die Raucher aus den Gaststätten vertrieben worden, nun haben die Gastronome sich was einfallen lassen, um die Raucher wieder zu gewinnen. Ich finde es in Ordnung. Übrigens bin ich kein Raucher und rieche auch nicht gerne nach Rauch. Aber ich finde, man kann nicht Jahrzehnte die Raucher rauchen lassen und von heute auf morgen das Rauchen verbieten. Aber das ist nicht das Thema hier. Ich brauche keinen Heizpilz, wenn es mir kalt ist ziehe ich eine Jacke an. Aber ich finde, man muss sich auch nicht gegen alles auflehnen und das macht der Herr Stemmler gerne. Ich vermute mal, der ist so unzufrieden mit sich selber, dass ihn alles um in herum stört und er sich darüber aufregen muss. Aber ich will jetzt gar nicht den Herrn Stemmler analysieren, schließlich wohne ich ja nicht in der Ana-Lyse-Straße wie Herr Stemmler, lach!

    Gefällt mir

  3. Andreas sagt:

    Die paar Heizpilze, sind ein Witz im vergleich zum täglichen Autoverkehr,
    der durch Buchholz donnert. Herr Stemmler sollte sich lieber um
    wichtigeres kümmern (wenn er überhaupt weiß was wichtig ist), als den Rat mit so einem Blödsinn zu beschäftigen. Ostring!!!!!!! Dann kann man über Heizpilze reden.

    Andreas

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s