Frankreichs Arbeitnehmer wieder mal ganz vorn! Managerpack in die Mangel genommen

Von Anna Lüse

Endlich!! Endlich hat mal einer dieser Dreckschweine aus den Vorstandsetagen der europäischen Konzerne, einer dieser Herrenmenschen neuen Typs, die mit einem Federstrich Hunderte von Familien ins Unglück stürzen, die Folgen seines Handelns zu spüren bekommen. Und wo ist das gestern geschehen? Natürlich in Frankreich, denn die französischen Arbeitnehmer sind bekanntlich kampfbereiter, da brennen auch schon mal Autoreifen auf der Autobahn.

Die Bilder liefen gestern in den Nachrichten, und es war sicher für manchen eine Freude, dieses Pack mal in Panik zu sehen. Passiert war folgendes: Aufgebrachte Mitarbeiter der Fluggesellschaft Air France hatten in Paris ein Treffen von Konzernleitung und dem Betriebsrat gestürmt, bei dem über einen neuen Sparplan beraten werden sollte, der rund 2900 Arbeitsplätze bedroht. In ihrer Wut attackierten die Demonstranten Manager des Unternehmens.

Air-France-Personalchef Xavier Broseta wurde bei dem Tumult das Hemd abgerissen, er musste von Security-Leuten in Sicherheit gebracht werden. Auch das Hemd und der Maßanzug des Managers Pierre Plissonnier wurden zerrissen. Er musste bei seiner Flucht über einen Zaun klettern. Bei den Zusammenstößen wurden nach Angaben von Air France sieben Menschen verletzt, ein Wachmann habe schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen.

Über die Verletzten kann sich sicher keiner freuen, aber für einen Wachmann ist das Berufsrisiko. Grundsätzlich ist es verwunderlich, dass solche Tumulte nicht viel öfter passieren, dass Europas Arbeiter so vieles widerstandslos schlucken. Die Herrenmenschen aus den Vorstandsetagen steigen abends ungestört in ihre panzergleichen SUVs, ziehen sich in ihre geräumigen Villen zurück oder fressen in ihren Luxusrestaurants, bis der Arzt kommt. Keiner zieht sie zur Verantwortung.

(Hinweis: Der o. a. Beitrag ist eine Zuschrift und gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.)

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8 Comments

  1. Niemand hat bestritten, dass es auch Manager gibt, die versuchen, etwas im Guten zu verändern, ebenso wie in einem Mercedes hin und wieder ein sympathischer Mensch sitzt. Es geht hier um gesellschaftliche Entwicklungen und Prozesse und wenn ich nur einmal nach Hamburg fahre und mich etwa in der Hafen-City oder ähnlichen Gegenden umsehe, dann sehe ich halt zu 90 Prozent selbstgefällige, bornierte, ignorante Herrenmenschen mit dem typischen Siegergrinsen! Machen Sie doch die Augen auf!

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  2. Na dann werden wir doch mal wieder sachlich: Der Herr Verfasser soll bitte seinen Klassenkampf weiterführen – einverstanden. Dennoch die Frage: LIegt es im Bereich des theoretisch möglichen (für Sie), dass es Manager gibt, die sehr wohl am Wohlergehen der Beschäftigten interessiert sind und sich ein Bein ausreissen bevor sie Kündigungen als ultima ratio aussprechen? Wenn ja, seien Sie doch so freundlich, etwas differenzierter zu „berichten“. (Überlegen Sie sich die Antwort gut – auch Gewerkschaften, Parteien und soziale Betriebe haben Manager und auch dort kommt es zu Kündigungen!). Wenn nicht, nutzen Sie gern weiter inflationär den Zusatz „-pack“. Es zeigt letztendlich ein weiteres Mal Ihre fehlende journalistische Grundausbildung und ein völliges Versagen im Verstehen volkswirtschaftlicher Zusammenhänge.
    Und bevor Sie das nun hochdramatisch vermuten müssen, sag ich es gleich: Ich gehöre zu diesem Pack! Ich bin als Managerin schon gefeuert worden, weil ich mich geweigert habe, Entlassungen auszusprechen… Aber egal, mitgefangen, mitgehangen, gelle?

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  3. Hallo Leute !
    Wer diese INHALTSVOLLE FACHGESPRÄCHE verfolgt neigt dazu diesen Blog nicht wieder anzuklicken !!!!! Ihr Diskussionsfreudigen „Anonymen“ !!!???
    Warum trinkt ihr nicht mal ein Bier zusammen und ödet Euch da auf niedrigem Niveau an,!!
    Ansonsten interessiert Euer“ Sachbeitrag “ niemand !!
    Legt Euch wieder hin !! Zu Eurer Entschuldigung kann nur ein schlechtes Fernsehprogramm
    oder Streit mit dem Partner herhalten.!!??

    Gruß Christian

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  4. …sehr freundlich, aber da bekäme ich kein Bissen runter oder ich würde die sorgsam dekorierten Tische vollkotzen, wenn mir das Blabla des dort gegenwärtigen Packs an die Ohren dringt.

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  5. Der Neid, der Neid, das ist alles was Euch einfällt, weil Ihr Euer komplett von Gefühl gereinigtes Leben für das Nonplusultra haltet. Lieber erschieß ich mich, als mein Leben in SUV’s und Luxusrestaurants zu verbringen!

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  6. …aus Anna Lüse (mal wieder ein gelungenes Wortspiel, Herr Stemmler) spricht der pure Neid. Schade das Sie sich nicht getraut haben den Artikel mit Ihrem Namen zununterzeichnen – aber Sie wissen warum…

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