Massenvergiftung in Inzmühlen: Patienten randalierten im Krankenhaus – Hintergründe immer noch unklar

Veröffentlicht: 2015-09-07 in Hintergründe, Lokales
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Handeloh-Inzmühlen (kst) – Wie es genau zu der Massenvergiftung im Tagungszentrum „Tanzheimat Inzmühlen“ gekommen ist, das ist auch drei Tage nach dem Großeinsatz in dem Handeloher Ortsteil unklar. Ein Teil der 29 Seminarteilnehmer, die unter Krämpfen, Schmerzen, Halluzinationen und ähnlichem gelitten hatten, offenbar nach der Einnahme des Psychedelikums 2C-E, ist nach Medienberichten inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie sollen bisher aber wenig Motivation zeigen, zur Sache auszusagen.

Es liegt nahe, dass sich Betroffenen nicht selbst belasten wollen, wobei sich die Abläufe bei einer so großen Gruppen schließlich wohl kaum verdecken lassen. Am Wochenende hatten Polizei und Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die 29 Personen – manche Medien sprechen von Ärzten und Heilpraktikern, andere von Heilpraktikern und Homöopathen – wegen des Verdachtes aufgenommen, sie hätten gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen. Das in der Wirkung mit LSD zu vergleichende 2C-E ist seit Dezember 2014 in Deuschland verboten.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, hätten Seminarteilnehmer nach der Einlieferung in die Asklepios Klinik Harburg dort so stark halluziniert, dass sie andere gefährdeten und fixiert werden mussten. „Die waren völlig außer Rand und Band“, zitierte die Zeitung einen Kliniksprecher. Die Polizei habe mittlerweile nach Urin- und Blutproben der Betroffenen gefragt. In den Proben werden die Ermittler vermutlich ein Halluzinogen in Überdosis finden.

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