Buchholzer Nazi Denny Reitzenstein übernimmt „Streetwear Tostedt“

Veröffentlicht: 2015-08-08 in Hintergründe, Politik
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Screenshot Streetwear NEU

Nach Relaunch wieder online: die Seite „Streetwear Tostedt“

Von Kristian Stemmler

Neues von den Nazis der Region: Der Buchholzer Nazikader Denny Reitzenstein, Vorturner der Aktionsgruppe (AG) Nordheide, hat die Homepage „Streetwear Tostedt“ übernommen und vertreibt über die Seite jetzt rechte T-Shirts, Poster, Aufnäher und dergleichen, vor allem aber CDs mit Rechtsrock. Offenbar versucht Reitzenstein mit diesem Schritt seinen Einfluss in der Szene, der bisher nicht gerade als besonders bedeutend eingestuft wird, weiter auszubauen.

„Streetwear Tostedt“ erlangte schon vor Jahren traurige Berühmtheit und zwar als Name eines Ladens in Todtglüsingen, in dem der Tostedter Nazi Stefan Silar rechtes Material verkaufte und der zugleich Kristallisationspunkt der dortigen Szene war. Immer wieder mobilisierten die Antifa und bürgerliche Gruppen und Parteien gegen den Laden und die Szene, die Samtgemeinde machte Druck. Silar kündigte schließlich im Janaur 2013 an, den Laden schließen und nur noch die Restbestände online verkaufen zu wollen.

Ob sich Silar damit wirklich endgültig aus der Szene verabschiedet hat, ist schwer zu entscheiden. Es hieß, er wolle seine Familie schützen und aus den Schlagzeilen raus. Wie dem auch sei, die Homepage und der Name „Streetwear Tostedt“ existierten weiter und haben offenbar einen neuen Betreiber gefunden. Nach Recherchen des querschläger gehört Silar die Seite nicht mehr, das Impressum weist Denny Reitzenstein mit seiner Buchholzer Adresse als Betreiber aus.

Auf der Homepage der AG Nordheide wird der Relaunch und Neustart der Seite bejubelt. „Zurzeit nimmt eine erfreuliche Nachricht durch die nationale Bewegung ihren Lauf“, heißt es da. „Diese kommt für einige sehr überraschend. Per E-Post, SMS oder auf anderen Wegen verbreitet sich die Meldung, dass der Onlineshop Streetwear Tostedt im neuen Glanze und unter neuer Leitung erwacht ist.“

Bei „Streetwear Tostedt“ gibt es neben den üblichen T-Shirts mit Aufschriften wie „Amok“ oder „In hate we trust“ vor allem CDs. Die Bands heißen da zum Beispiel „Jungsturm – Kameraden“, „Kampfgeschwader Foier Frei“ oder „Frontalkraft“, die CDs etwa „Krieg bis zum Sieg“, „Völkischer Schwarzmetall“ oder „Endlöser vs. Antifa“. Es dürfte nicht schwer sein, Volksverhetzendes zu finden, wenn man sich mal einige der Lieder genauer anhört.

Aber die Arbeit macht sich bei Staats- und Verfassungsschutz ja offenbar längst keiner mehr. Wenn schon im Mainstream erfolgreiche Gruppen wie Frei.Wild protofaschistische Texte absondern, warum soll man da noch intervenieren. Im Grunde wird doch schon längst auf breiter Front hingenommen, dass Teile der Jugend, und zwar vor allem die deklassierten, mit diesem Dreck vergiftet werden.

Dass Reitzenstein mögicherweise ohnehin keine ernsthafte Verfolgung befürchten muss, kann auch noch einen anderen Grund haben. Schon länger wird in der linken Szene spekuliert, dass er für den Verfassungsschutz aktiv ist. Angesichts der Skandale um den NSU und anderes besteht dafür durchaus eine gewisse Wahrscheinlichkeit.

Eine andere Information besagt, Reitzenstein würde für eine Security-Firma arbeiten. Nach Recherchen des querschläger war er tatsächlich drei Wochen lang für ein solches Unternehmen tätig, überstand aber nicht die Sicherheitsüberprüfung, die in dem Gewerbe verlangt wird. Wenn die Information stimmt, ist uns etwas erspart geblieben. Die erwähnte Firma soll nämlich auch Unterkünfte von Asylbewerbern bewachen…

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Kommentare
  1. Mit den meisten Menschen in diesem Land hat ein Diskurs wenig bis gar keinen Sinn…

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  2. Tante Käthe sagt:

    Mensch Stemmler, keine Argumente mehr? Das ist mal ne kreative Klatsche für diskursive Bloggbesucher

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  3. Heute hab ich mal was anderes zu tun, als mich mit Leuten zu befassen, die Rassismus relativeren. Sorry!

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  4. Tanta Käthe sagt:

    Aha, die AfD eine im Kern faschistische Partei. Wofür steht Faschismus: Rassenhass, Totalitarismus, Militarismusß Man kann das sicher beliebig erweitern.
    Nun schauen wir wieder auf die AfD:
    Rassenhass?
    Mmmmh, die AfD propagiert eine andere Sichtweise zum Umgang mit Flüchtlingen als die Vertreter der pseudodemokratischen Meschpoke-Parteien – meinen Sie das?
    Totalitarismus? Absolutheitsanspruch bzgl. Nicht-Anerkennung anderer Meinungen? Da das finden wir auch hier in diesem Blogg..
    Militarismus? Die AfD fordert m.W. die sofortige Beendigung aller Auslandseinsätze der BiBaBundeswehr – jetzt sollten Sie mir mit Ihrem klaren Blick auf alles Wesentliche, mit einer Ihrer messerscharfen Analysen politischer Realität und Ihrem unendlichen Interpretationsgeschick helfen…
    Ich bin sicher, Ihnen wird was einfallen…

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  5. AG Nordheide sagt:

    Wir bedanken uns für die kostenlose Werbung!

    Dieses VS Märchen wird ihnen keiner abnehmen! Nur weil nichts strafrechtliche vorliegt und somit nichts gegen das Gründungsmitglied unternommen werden kann, heißt es nicht automatisch, dass die Person für den Staatsschmutz tätig ist! Kristian Stemmler fangen sie mal das denken an und bilden sie sich nicht bei ihren Freunden von der Antifa.

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  6. Ist das nicht eine im Kern faschistische Partei..?

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  7. Tanta Käthe sagt:

    Warum hat die AfD Experten für faschistische Ansichten?

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  8. Als Vertreter der AfD sind Sie ja Experte für faschistische Ansichten und Methoden…

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  9. Erschrecker sagt:

    So lange die Antifa sich faschistischer Methoden (wie Plakatzerstörung, Hetze und Aktionen gegen Andersdenkende…) bedient, hat sie wohl nicht das Recht, auf die „Nazis“ (Schimpfwort, auch aus der Kriegskiste der Undemokraten) zu schimpfen. Sie sollte erst mal selbst Demokratie lernen.
    Außerdem gibt es wahrhaftig ernstere Probleme als einige wenige Reste von Gestern, deren Lösung viel dringlicher wäre. Schauen Sie sich um! Man sollte sich nicht immer auf einen „Feind“ festlegen,das ist engstirnig (fanatisch?).

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