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Archive for Mai 2015

Winsen/Buchholz (kst/ots) – Volksfeste gingen auch in früheren Zeiten nicht immer ganz friedlich vonstatten. Da gab es hier und da mal eine Schlägerei und es wurde natürlich auch gern über den Durst getrunken. Aber was sich heutzutage bei Volksfesten an hemmungslosen Saufereien und brutalster Gewalt, an Vandalismus und Randale, an Raubüberfällen und Diebstählen ereignet, das ist mehr als erschreckend.

Die Polizei muss hier ausbaden, was gesellschaftlich falsch läuft – den besinnungslosen Hedonismus dieser Gesellschaft, die Anything-goes-Ideologie eines entfesselten Kapitalismus, der die Selbstverwirklichung an die erste und Rücksicht auf andere an die letzte Stelle setzt!

Die Polizeiinspektion Harburg hat jetzt eine Bilanz des Stadtfestes in Winsen/Luhe vorgelegt, die einen gruseln lässt. Mehr als 50 Einsätze absolvierten Beamte des Polizeikommissariats Winsen an den fünf Festtagen. Die traurigen Höhepunkte:

  • An Christi Himmelfahrt wurde ein 17-Jährer mit 3,2 Promille (!) nach Streitigkeiten auf dem Schloßplatz quer durch Winsen verfolgt und anschließend Opfer einer gefährlichen Körperverletzung, bei der er mehrfach geschlagen und am Boden liegend mehrfach getreten wurde. Das Opfer erlitt der dabei Wirbelbrüche und wurde stationär im Winsener Krankehaus aufgenommen.
  • In neun Fällen wurden Stadtfestbesucher bestohlen, während sie tanzten oder den Musikdarbietungen zusahen, zumeist fehlten die Smartphones und Geldbörsen. Nachdem die Polizei zwei Täter gestellt hat, hörten die Diebstähle prompt auf.
  • Ein 18 Jahre alter Winsener wurde von einem 17Jährigen vom Stadtfestgelände ins Dunkle gelockt. Dort schlug der Täter mehrfach auf sein Opfer ein, drohte ihm, ihn abzustechen, wenn er nicht seine Taschen ausleere. Der Täter entkam mit dem iPhone des Opfers und Zigaretten.
  • Die Polizei musste mehrfach Streitigkeiten schlichten, zwei Randalierer landeten in der Gewahrsamszelle der Polizei.
  • Auf dem Schloßplatz wurde ein 16 Jahre altes Mädchen aufgegriffen, das sich aufgrund seiner starken Alkoholisierung mehrfach übergeben musste. Es wurde den Eltern zugeführt.
  • Ebenfalls in die Obhut seiner Eltern wurde ein 16Jähriger übergeben, nachdem dieser mit 1,78 Promille ins Stolpern geraten und in einen Zaun gestürzt war.

Schwerpunkt der Negativereignisse am Himmelfahrtstag war neben der Innenstadt Winsen der Bereich Grevelau, wo folgende Einsätze zu verzeichnen waren:

  • Eine Gruppe auf Vatertagstour war gerade dabei, einen defekten Kühlschrank in der Natur zu entsorgen, als sie von einer Polizeistreife
    angetroffen wurde. Leider war der Hauptverursacher aufgrund seines Alkoholisierungsgrades nicht mehr in der Lage, die Teile selbst einzusammeln, und stürzte mehrfach.
  • Einem „Vatertagstourer“ wurde in das Gesicht getreten.
  • Einer Polizeibeamtin wurde Blut in das Auge gespuckt.
  • Ein Vatertagstourer meinte gegen einen Funkstreifenwagen urinieren zu müssen.
  • In allen Fällen leitete die Polizei Strafverfahren ein. Die bespuckte Polizeibeamtin begab sich in das Winsener Krankenhaus, ließ sich dort u. a. eine Blutprobe entnehmen, um die Infektion mit einer ansteckenden Krankheit ausschließen zu können. Aus gleichem Grund wurde auch dem Täter eine Blutprobe entnommen.
  • Ein 21 Jahre alter Steller sprang einem vorbeifahrenden Pkw auf die Motorhaube. Als der Pkw abgebremst wurde, rutschte der Mann von der Motorhaube und der Pkw rollte über sein Bein. Der Mann erlitt leichte Verletzungen und kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.
  • In mehreren Fällen wurde durch das Einschreiten der Bundespolizei wie auch der Winsener Polizei ein Betreten der Bahngleise (Hauptfahrstrecke Hamburg-Hannover) durch alkoholisierte Jugendliche verhindert.

Das Fazit des Einsatzleiters Michael Zidorn: „Das Einsatzgeschehen ist für uns leider nichts Besonderes bzw. entspricht dem der Vorjahre. Erneut hat sich gezeigt, dass eine Vielzahl von stark alkoholisierten Jugendlichen am Ende ihrer Vatertagstour das Stadtfest aufsuchen und dort für unschöne Bilder und Polizeieinsätze sorgen.“ Deswegen auch spricht sich der langjährige Leiter des Einsatz- und Streifendienstes in Winsen/Luhe für eine terminliche Trennung von Stadtfest und Christi Himmelfahrt aus.

Wenn man sich die Liste der Ereignisse ansieht, kann man ihm nur zustimmen.

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Von Kristian Stemmler

Wie ist es zu bewerten, wenn die Vereinsgastronomie des größten Buchholzer Sportvereins einer rechtspopulistischen, in der Öffentlichkeit umstrittenen Partei einen Raum zur Verfügung stellt? Für den 2. Juni lädt der Stadtverband Buchholz der Alternative für Deutschland (AfD) zu einem „Politischen Stammtisch“ in Lim’s Sportsbar ein, die sich im Sportzentrum von Blau-Weiß Buchholz befindet. Die Sportsbar ist ausweislich der Homepage des Unternehmens die offizielle Vereinsgastronomie von Blau-Weiß.

Der Vorsitzende des Vereins, Arno Reglitzky, kann in der Raumvergabe kein Aufregepotenzial erkennen. „Wir haben ans Lim’s Räume verpachtet und Nutzungsrechte für einen Raum übertragen, mit Sanitär- und Lagerräumen. Das alles ist in privatrechtlichen Verträgen vereinbart“, teilt er dem buchholz express auf Anfrage mit. Der Betreiber der Sportsbar habe daher das Recht „nach seinen Vorstellungen Veranstaltungen mit Bewirtungen durchführen“.

Auch Blau-Weiß habe „ausdrücklich keine Nutzungsbeschränkungen für Gruppen oder Personen irgendwelcher Art festgelegt“, so Reglitzky weiter: „Es gibt damit auch keinerlei Bewertungs- und Einschränkungsregelungen, weder bei uns als Sportverein noch für den Restaurantpächter Lim.“ Die AfD sei außerdem eine rechtmäßig zugelassene demokratische Partei, „die auch nach den gerade durchgeführten freien demokratischen Wahlen in Bremen in das Bremer Parlament einzieht“.

Der Pächter der Sportsbar, Allan B. K. Lim, zog es vor, auf eine Anfrage des buchholz express gar nicht zu antworten. Wir wollten von ihm unter anderem wissen, wie er als Migrant (er kommt aus Malaysia, ist chinesischer Abstimmung) einer Partei einen Raum für eine öffentliche Veranstaltung zur Verfügung stellen könne, die vor allem davon lebt, gegen Flüchtlinge und andere Migranten Stimmung zu machen. Offenbar war Lim dieses Thema zu brisant.

Dass die AfD gegen Flüchtlinge hetzt und damit eine gefährliche Entwicklung in diesem Land anheizt, dafür gibt es Belege genug. Jüngstes Beispiel ist ein Flyer des Kreisverbands Harburg mit der pseudo-sachlichen Überschrift „Asyl in Deutschland – Zahlen und Fakten“. Schon das Foto unter der Überschrift zeigt eindeutig, von welchen Ängsten die Partei profitieren will. Das Bild zeigt eine große Zahl von schwarzen Flüchtlingen auf einem Pier, die offenbar gerade von einem Schiff einer Küstenwache, das man in Hintergrund sieht, an Land gegangen sind.

Auch im Inneren des Flyers bemüht man sich sehr, den Anschein zu erwecken, sachlich und objektiv zu argumentieren. Da werden Grafiken abgedruckt und Gesetzestexte zitiert wie der Artikel 16 a des Grundgesetzes, in dem das Recht auf Asyl formuliert ist. Eine Grafik zeigt den Anstieg der Asylanträge von 2005 bis heute, womit man wohlweislich verschweigt, dass Anfang der 90er die Zahlen schon ähnlich hoch waren wie jetzt. Die Grafik darunter stellt die Zahl der Ausreisepflichtigen die Zahl der tatsächlichen Ausreisen gegenüber.

Die Tendenz des Ganzen ist klar. Erst einmal soll die Furcht vor der „Flüchtlingsschwemme“ geschürt werden. Dann soll der Eindruck erweckt werden, in Deutschland werde nicht schnell genug abgeschoben und viele Asylbewerber seien nur „Wirtschaftsflüchtlinge“. Natürlich reitet die AfD auch auf dem Dubliner Abkommen herum, laut dem der Asylantrag in dem EU-Land gestellt werden muss, das der Antragsteller zuerst betreten hat.

Kein Wort über die Ursachen der weltweiten Flüchtlingsströme, kein Wort davon, dass der Westen im Mittleren Osten und in afrikanischen Ländern für Krisen, Krieg und Chaos sorgt, wie derzeit in Syrien und in Libyen. Vielleicht sollten sich Reglitzky und Lim doch noch mal Gedanken machen, was für Leuten sie erlauben, unter ihrem Dach zu hetzen und Anhänger zu rekrutieren.

Aber vielleicht sehen wir hier ja die Vorboten kommender Koalitionen… Reglitzky ist bekanntlich auch Fraktionschef der FDP im Buchholzer Stadtrat. Und kürzlich ist der frühere Bürgermeister Wilfried Geiger, parteilos, aber FDP und CDU nahe stehend, zum Vorstand von Blau-Weiß gestoßen.

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Landrat Rainer Rempe_zum_FlüchtlingsgipfelBuchholz/Winsen (be) – Nach dem Flüchtlingsgipfel in Berlin hat Landrat Rainer Rempe bekräftigt, dass die Kommunen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben in der Flüchtlingshilfe besser ausgestattet werden müssen.

„Wir begrüßen das klare Signal des Berliner Flüchtlingsgipfels, die Lösung der aktuellen Problematik als gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen zu begreifen und durch ein neues Maßnahmenpaket zu untermauern, statt wie bisher die Verantwortung für diese gesamtstaatliche Aufgabe sich jeweils wechselseitig zuzuschieben“, sagte Rempe. „Doch diesen Worten müssen jetzt auch endlich Taten folgen! Bund und Länder dürfen sich nicht auf die Beschleunigung der Verfahren und eine Aufstockung von Integrationskursen beschränken. Landkreise, Städte und Gemeinden brauchen mehr Finanzmittel, um ihre Aufgaben zur Betreuung der Flüchtlinge vor Ort auch künftig verantwortlich wahrnehmen zu können.“

Nach dem Flüchtlingsgipfel am 8. Mai, an dem neben Bundeskanzlerin Merkel die beiden Bundesminister de Maizière und Gabriel sowie Ministerpräsidentin Kraft und Ministerpräsident Seehofer teilgenommen hatten, kündigte die Kanzlerin ein neues Maßnahmenpaket an, das auf der Konferenz der Ministerpräsidenten am 18. Juni 2015 verabschiedet werden soll. Als erste Maßnahmen hatte Minister de Maizière die Personalaufstockung für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge um 2000 neue Stellen zugesagt, um die Verfahrensdauer zu beschleunigen.

Dabei soll genauer unterschieden werden zwischen denjenigen, die aus Herkunftsländern mit hoher Anerkennungsquote kommen und denen, die das Land wieder verlassen müssen. Auch das Angebot an Integrationskursen für Asylbewerber mit Aussicht auf Bleiberecht und Anerkennung soll erhöht werden. „Doch ob und in welcher Weise die Kommunen und Landkreise für ihre Aufgaben auch finanziell besser ausgestattet werden sollen, blieb leider noch völlig offen“, kritisiert Rempe die Ergebnisse.

Bereits im Vorfeld des Flüchtlingsgipfels hatte der Landrat gemeinsam mit den zwölf Bürgermeistern der Städte, Einheits- und Samtgemeinden des Landkreises intensive Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden, dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius sowie mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten des Landkreises geführt, um auf das durch die Flüchtlingsunterbringung entstandene Haushaltsdefizit des Landkreises hinzuweisen.

„Wir appellieren mit großem Nachdruck auch an unsere Vertreter beim Land und beim Bund, sich für die Forderungen des Landkreises auf der jeweiligen Ebene tatkräftig einzusetzen“, sagt Landrat Rempe. Die Konferenz der Ministerpräsidenten im Juni sollte als Chance genutzt werden, um den Landkreisen und Kommunen mit einer kostendeckenden Ausstattung den Rücken zu stärken, damit sie ihre Aufgaben vor Ort im Interesse ihrer Bürgerinnen und Bürger ebenso wie der Flüchtlinge angemessen bewältigen können.

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Logo Seen on TVIn der neuen Rubrik „Seen on TV“ befasst sich der buchholz express in loser Folge mit dem Geschehen in der Glotze, kommentiert, analysiert, parodiert, glossiert Gesehenes – und das in zugespitztem, gern auch polemischem Stil. Material gibt es da ja bis zum Abwinken. Zum Einstand hier ein kleiner Beitrag über einen Auftritt der Bundeskanzlerin im fernen Moskau.

Sorry Leute, dass ich jetzt noch damit ankomme! Aber ich habe Tage gebraucht, um mich von dem Schock zu erholen. Noch jetzt gefriert mir das Blut in den Adern, wenn ich an die Szene denke, die ich in der Tagesschau sah. Oder waren es die Tagesthemen? Egal!

Da steht Mutti, also unsere Kanzlerin, im Kreml bei einer Pressekonferenz neben Putin. Jeder hat ein Pult mit einem Mikro vor sich, und unsere Blazerträgerin No. 1 spricht in eben dieses Mikro doch tatsächlich diese Wörter: „verbrecherische und völkerrechtswidrige Annexion der Krim“. Mehr weiß ich nicht, weil ich einen sofortigen Hörsturz erlitt. Mir war allerdings so, Putin habe kurz gezuckt, als die Übersetzung ankam. Mit soviel Dreistigkeit hatte offenbar selbst er nicht gerechnet.

An den meisten Fernsehzuschauern ist diese Szene vermutlich folgenlos vorbeigegangen oder sie haben gar zustimmend genickt. Darum hier noch mal zum Mitschreiben: Merkel war aus Anlass des 70. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs in Moskau! Ein Krieg, den Deutschland angezettelt hat, der für Millionen Menschen Leid und Tod bedeutet hat, in dem Deutsche Verbrechen in unübersehbarer Zahl begangen haben! Ein Krieg, für dessen Beendigung Millionen Russen mit ihrem Leben bezahlt haben!

Der Chefredakteur der Tageszeitung junge welt, Arnold Schölzel, war vermutlich einer der wenigen deutschen Journalisten, der begriffen hat, wie skandalös Muttis „mutiger“ Auftritt in Moskau war. Er schrieb: „Der Affront übersteigt das gewohnte Maß auf dem diplomatischen Parkett des Kalten Krieges. Es handelt sich um Kriegshetze, wie sie ansonsten von den in Kiew durch die von den USA installierten Kreaturen à la Jazenjuk zu hören ist.“

Und weiter: „Mit ihrer Wortwahl hat sich die Kanzlerin fest an die Seite der „Fuck the EU“-Strategen gestellt. Lügen und Russophobie sind wichtigste Bestandteile der dazugehörigen Propaganda.“ Der Druck aus Washington, schärfer gegenüber Moskau aufzutreten, nähme zu. Gleichzeitig lasse der Druck des deutschen Kapitals, wenigstens den Handel mit Russland nicht weiter einzuschränken, nicht nach. Schölzel schließt: „Merkels Worte sind insofern ein deutliches Signal: Sie hat sich für Eskalation, wenn nicht Krieg entschieden.“

Florian Flimmer

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Von Kristian Stemmler

Bierkiste auf den Bollerwagen, drei Flaschen Wodka in die Kühlbox, vorn den Grill, hinten den Ghettoblaster, und los geht’s! Endlich wieder Vatertag! Morgen heißt es wieder hinaus in die Natur und hinein mit dem Alkohol. Für die Polizei des Landkreises ist es ein Großkampftag mit Sonderschichten, denn Schlägereien, Vandalismus und ähnliches sind an diesem Tag allgemein Usus. Eigentlich sollte der Tag Sauf-und-Pöbel-Tag heißen oder Drink-and-Destroy-Day. An diesem christlichen Fest geht es nur um Spirituosen, nicht um Spiritualität!

Was soll’s, könnte man da sagen. Lass die Leute doch feiern, die haben’s schwer genug, und da ist ja auch was dran. Mich nervt aber jedes Jahr, wie dumpf, besinnungslos und ziellos dieses Gefeiere, Pöbeln und Randalieren ist. Warum hauen die jungen Leute sich gegenseitig auf die Omme, warum machen sie Polizisten das Leben schwer, die auch nur ihren Dienst tun, für lausiges Geld?!

Warum toben sie sich an schönen Ecken aus wie der Horster Mühle oder dem Brunsberg statt vielleicht mal in den Vierteln der Reichen und Mächtigen, im Uhlengrund oder im Wilfried-Wroost-Weg, in Bendestorf oder Jesteburg, aufzukreuzen und da rumzukrakeelen? Diese Viertel sind so tot, dass die Anwohner sich bestimmt freuen, wenn ein bisschen Leben reinkommt… Aber nichts kaputt machen, die Leute da sind sehr empfindlich, wenn es um ihr Eigentum geht!

Aber ganz im Ernst: Himmelfahrt ist ein Tag an dem uns allen in aller Drastik demonstriert wird, wie heruntergekommen diese Gesellschaft bereits ist. Von Tendenzen zur Barbarei, die nicht zu übersehen sind, habe ich bereits vor einiger Zeit gesprochen. Das ist im Grunde tagtäglich zu erkennen. Ich nenne nur mal ein Beispiel: Die CD einer Band, deren Texte kaum verhüllte faschistische Inhalte haben, war im April zeitweise die meistverkaufte in Deutschland!! Gemeint ist die CD „Opposition“ der deutschsprachigen Südtiroler Rechtscombo Frei.Wild.

In diesem Land werden sehenden Auges die Armen auf die Ärmsten gehetzt, und Ober- und Mittelschicht ziehen sich in ihre Quartiere zurück und schotten sich zunehmend ab. Aber diese Rechnung geht nicht auf, weil die sozialen Kämpfe und die kulturelle Implosion uns alle in Mitleidenschaft ziehen werden – mehr und mehr. Der Sänger und Musiker Wenzel hat zum Geschehen an Christi Himmelfahrt bereits vor Jahren ein schönes Lied geschrieben und die gegenwärtige Endzeitstimmung dabei gut getroffen.

Nachfolgend der Text und als Zugabe noch der Text eines anderen schönen Songs von Wenzel „Die Zeit der Irren und Idioten“:

Wer nicht mehr kann, der zählt schon fast als Leiche,
S´ist Herrentag! Die Glatzen zeigen Seele.
Es klatschen Patrioten in die grünen Teiche
Gefüllt mit Volkslied, Schlamm und Schlick die Kehle.

Dann schäumt das Bier aus dicken, wunden Pfoten.
Die Zoten dröhnen, jeder Schuß ein Treffer.
Steh ihnen bei, mein Gott, den Schwarzen, Gelben, Roten,
Und laß sie bleiben, wo er wächst, der Pfeffer.

Dann klingen Glocken und die Straßen wanken.
Jetzt aber Schluß mit den bescheidenen Dekaden.
Wir sind zu Hause! Grölen betrunken die Gedanken.
Geschecktes Kampfhundsvolk verbeißt sich in den Waden.

Auf Pferdewagen häufen sich die Leiber.
Die Gäule, irr von Flieder, sieht man sich verneinen.
Tief in der Nacht noch stehen frierend Weiber

Vor Krankenhäusern, wo sie sittsam weinen.

Als wäre Krieg. Die Männer an den Fronten.
So hart die Witwentrauer! Wie ein Pimmel hart.
Vertan die Küsse, die sie heut nicht küssen konnten.
S´ist Herrentag, der Tag der Himmelfahrt.

Und hier der Text von „Die Zeit der Irren und Idioten“:

Es ist wie Sommer heut im Mai.
Die Nutten haben Hitzefrei.
Die Polizei putzt ihre Scheiben.
Die Heiratsschwindler übertreiben.
Die Stadt riecht schweißig und nach Äther.
Es kichert leis der Attentäter.
Noch unentdeckt sind all die Toten.
Das ist die Zeit der Irren und Idioten.

Betrogne Männer gehen mit Strick
Zum Stadtwald, kommen nicht zurück.
Die Nonnen lutschen an Lakritzen.
Die Mönche untern Kutten schwitzen.
Ein Onanist stiert vom Balkon.
Ein BMW fährt durch Beton.
Es sterben zwanzig Fahrradboten.
Das ist die Zeit der Irren und Idioten.

Ein Ex-Minister lacht verstört.
Der Mittelstand ist höchst empört.
Die Spanner liegen auf der Lauer.
Die Hochdruckzone bleibt von Dauer.
Der Asphalt hat sich hochgebogen.
Der Fliederduft setzt unter Drogen
Und jede Logik ist verboten.
Das ist die Zeit der Irren und Idioten.

Ein Säufer hat sich stumm gegölt.
Die Hausfrau hat sich eingeölt.
Selbst nachts bleibt diese Affenhitze
Ueber die Stadt wie eine Mütze.
Es wird verrückt selbst der Solide.
Dann häufen sich die Suizide.
Touristen kotzen von den Boten.
Das ist die Zeit der Irren und Idioten.

Wer mehr hören und sehen  will, hier ein Video der betreffenden CD „Schöner Lügen“:

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Von ***

Am Rande der Gemeinde Tostedt im Landkreis Harburg, die vor allem durch die Umtriebe von Neonazis zeitweise in die Schlagzeilen geriet, steht ein auffälliges Haus mit einem Kreuz. Es ist eine Kirche, das Christus Centrum Tostedt (CCT), eine freikirchliche, evangelikale Gemeinde mit großem Zulauf aus der Umgebung. Mehr als 500 Mitglieder gehören inzwischen zur Gemeinde. Man gibt sich modern und aufgeschlossen – aber hinter den Kulissen herrscht eine rigide Moral und ein fataler Glaube an Dämonen und den Teufel, die schlimme Folgen für viele Gemeindemitglieder haben.

Bereits vor einigen Monaten hat dieser Blog ausführlich über die Umtriebe des CCT und anderer evangelikaler Gemeinden berichtet. Jetzt ist es dem Blog gelungen, eine Frau ausfindig zu machen, die bereit ist, über ihre traumatischen Erlebnisse im Christus Centrum Tostedt zu berichten. In die dramatischen Ereignisse, die diese Frau bis heute verfolgen, ist auch der erste vollamtliche Pastor der Gemeinde, Ingolf Ellßel, verwickelt, der später zu einem der einflussreichsten pfingstlich-charismatischen Predigern wurde. So war er Vorsitzender der Europäischen Pfingstbewegung (PEF) und Vorstandsmitglied der „Vereinigung evangelischer Freikirchen“ (VEF).

Das Geschehen hat sich Ende der 80er Jahre abgespielt und ob es heute im CCT noch ähnliche Praktiken gibt, ist dem buchholz express nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass es in der fraglichen Zeit und davor seit Gründung der Gemeinde in den 50ern viele ähnliche Vorfälle gegeben hat. Und die Gemeinde hat sich offensichtlich bis heute nicht mit dem fragwürdigen Vorgehen in diesen Fällen und den Folgen befasst oder sich dazu bekannt. Hier der Bericht der Zeugin:

„Unsere Familienverhältnisse waren von Anfang an chaotisch. Meinen leiblichen Vater habe ich nie kennengelernt, weil meine Mutter das verhindert hat. Als Kleinkind habe ich miterleben müssen, wie sie ständig wechselnde Männerbekanntschaften mit nach Haus brachte, in eine Zwei-Zimmer-Wohnung! Sie nahm da keinerlei Rücksicht auf mich.

Anfang der 80er zogen wir nach Tostedt, Meine Mutter heiratete ihren neuen Partner, meinen Stiefvater. Schon in der Hochzeitsnacht haben sie sich geprügelt. Es gab von da an fast täglich heftige Auseinandersetzungen, körperliche Gewalt eingeschlossen. Sie prügelten sich mit Fäusten, es flogen Stühle durch Glastüren, meine Mutter bedrohte ihn mit einem Fleischermesser. Dabei war sie eigentlich immer betrunken. Immer wieder hat sie mich abends aus dem Bett gerissen, weil sie angeblich abhauen wollte. Das Ganze war der absolute Horror für mich!

Ende der 80er stieß meine Mutter zum CCT. Ich war damals zwölf Jahre alt. Die Gemeinde bekam schnell Wind von den Problemen bei uns Zuhause. Zwei- oder dreimal kam der damalige Pastor Ingolf Ellßel zu uns, als die Fetzen flogen, und versuchte die Gemüter zu beruhigen. Aber an einer wirklichen Bearbeitung der Schwierigkeiten oder an seelsorgerlicher Hilfe war ihm nicht gelegen, wie sich bald zeigen sollte. Es ging um etwas ganz anderes.

Bald nach den Interventionen von Ellßel wurde meine Mutter vor das Gremium der Gemeindeältesten zitiert. Dort wurde ihr eröffnet, dass sie von Dämonen besetzt sei und man diese austreiben müsse. Diese „Austreibung“ fand kurz danach statt. Ich wusste damals natürlich von nichts. Meine Mutter schleppte mich an diesem Nachmittag mit ins CCT. Ich wurde in einen Raum der Pfadfinder gesetzt, meine Mutter verschwand mit Ellßel, zwei Gemeindeältesten und einer Frau, die spezialisiert sein sollte auf Dämonen, gegenüber in dem Büro des Pastors.

Schon diese Situation versetzte mich in Angst, die aber noch anwuchs, als ich Schreie aus dem Büro hörte. Ich erkannte die Stimme meiner Mutter. Dann schrie ein Mann: „Satan, fahr aus aus ihr!“ und immer wieder „Nenn deinen Namen!“. Das ging eine ganze Zeit so, dann hörte ich wieder eine Stimme, die völlig unnatürlich klang, wie die eines Tieres, es war aber meine Mutter. Ich saß zitternd auf meinem Stuhl und traute mich nicht, mich irgendwie zu rühren. Ich weiß, das alles klingt wie aus einem schlechten Hollywood-Schocker – aber genau so war es.

Nach etwa einer Stunde öffnete sich die Tür und die drei Männer, die Frau und meine Mutter kamen aus dem Büro. Sie hatte ein völlig verheultes Gesicht, sagte aber nur zu mir: „Mach dir keine Sorgen, ich bin befreit.“ Wir gingen nach Haus und über die Angelegenheit wurde nicht mehr geredet. Die Auseinandersetzungen hörten aber nicht auf, sie wurden eher noch schlimmer.

Einige Zeit später tauchte meine Mutter plötzlich mit der Frau, die bei der „Dämonenaustreibung“ dabei gewesen war, in meinem Zimmer auf. Die Frau lief in meinem Zimmer herum, wedelte vor meinen Kassetten und Büchern herum, rief aus, da wären überall Dämonen und fing an zu beten. In diesem Moment glaubte ich tatsächlich einen Zwerg oder Gnom vor meinem Bett zu sehen und lief panisch ins Badezimmer. Meine Mutter und die Frau räumten in der Zwischenzeit die Kassetten und Bücher in einen Müllsack, um sie in den Mülleimer zu werfen.

Das dritte traumatische Ereignis im Zusammenhang mit dem CCT ereignete sich im August des Jahres. Am Tag vor meiner Taufe war es zu Hause wieder zu einer Prügelei zwischen meiner Mutter und dem Stiefvater gekommen und ich war zu einer Nachbarin geflüchtet, die auch Mitglied der Gemeinde war. Pastor Ellßel wurde geholt und vermittelte, danach wurde ich wieder in die Wohnung geholt. Dabei wäre ich viel lieber bei der Nachbarin geblieben, bei der ich mich geborgen fühlte.

Am Tag danach zwang mich meine Mutter, vor der ganzen Gemeinde vors Mikrofon zu treten und mich bei ihr dafür zu entschuldigen, dass ich zur Nachbarin gelaufen und von Streitigkeiten berichtet hatte. Sie hatte es so hingedreht, dass eigentlich gar nichts gewesen sei und ich sie denunziert hätte. Ich war damals, wie gesagt, zwölf Jahr alt!

Auch nach der Taufe wurde nichts besser. Meine Mutter war oft stockbetrunken und es kam dann nach wie vor zu massiven Streitigkeiten mit meinen Stiefvater. Meine ganze Kindheit war eigentlich die Hölle und im CCT hat mir keiner wirklich geholfen, sondern man hat nicht eingegriffen, obwohl die Probleme klar zu Tage traten. In dieser Gemeinde geht es nur darum, nach außen eine heile Fassade zu präsentieren. Wenn man sich hinter den Gardinen die Köpfe einschlägt oder Kinder gequält werden, interessiert das eigentlich nicht.“

Soweit der Bericht der Zeugin. Was sie erlebt hat, findet sich so oder ähnlich in Berichten zahlreicher anderer Opfer evangelikaler Gruppierungen. Diese Gemeinden sind ein Hort schwarzer Pädagogik, und rigider sozialer Kontrolle. Über Ingolf Ellßel heißt es im Buch „Mission Gottesreich“, das die Umtriebe der Evangelikalen schildert: „Er glaubt an das Gute und das Böse auf der Welt, an Gott, den Teufel und Dämonen. Die Autoren des Buches zitierten den Pastor: „Es gibt sehr intelligente Dämonen, ich empfehle grundsätzlich, nicht mit ihnen zu reden.“ Dämonenaustreibung sei eine wichtige Aufgabe der Seelsorge.

Welche Verheerungen ein derartiger Irrglauben und die daraus folgenden Praktiken anrichten, lässt sich an den Opfern erkennen. Die Frau, mit der dieser Blog reden konnte, ist noch heute traumatisiert von den Ereignissen im CCT. Sie erwägt jetzt, Strafanzeige gegen die damals Beteiligten, ihre Mutter eingeschlossen, zu stellen – wegen Kindesmisshandlung oder ähnlicher in Frage kommender Delikte.

Wer Ähnliches mit dem CCT oder in anderen evangelikalen Gemeinden erlebt, kann sich, gern auch anonym, an den buchholz express wenden. Die Mail-Adresse: buchholzexpress@gmx.de

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There’s a country where no one knows
What’s going on in the rest of the world
There’s a country where minds are closed
With just a few asking questions
Like what do their leaders say
In sessions behind closed doors
And if this is the perfect way
Why do we need these goddamn lies
This doesn’t go down too well
„We give you everything and you throw it back
Don’t like it here you can go to hell
You’re either with or against us . . .“
There’s a country that’s great and wide
It’s got the biggest of everything
Try to attack it and you can’t hide
Don’t say that you haven’t been warned
You can’t hide in a gunman’s mask
Or kill innocent folks and run
But if you’re good at it they might ask –
Come on over to the other side
There’s a country that’s tired of war
There’s a country that’s scared inside
But the bank is open and you can draw
For guns to fight in their backyard
I could go on but what’s the use
You can’t fight them with songs
But think of this as just
Another tiny blow against the Empire
Another blow against the Evil Empire
Just another blow against the Evil Empire.

Joe Jackson

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Buchholz/Winsen (be) – Die wachsende Zahl von Flüchtlinge, die in Deutschland aufgenommen werden, stellt die Kommunen vor große Probleme, sowohl organisatorisch als auch finanziell. Darauf hat Landrat Rainer Rempe (CDU) jetzt hingewiesen. Der Erstattungsbetrag des Landes Niedersachsen von 6195 Euro pro Flüchtling pro Jahr reiche bei weitem nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken, sagte Rempe im Vorfeld des Flüchtlingsgipfels, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag eingeladen hatte. Erforderlich wäre der doppelte Betrag.

„Es kann nicht sein, dass Bund und Land die Hauptlast der Unterbringungs- und Betreuungskosten für die steigende Zahl von Flüchtlingen allein den Kommunen überlassen und die Verantwortung für diese gesamtstaatliche Aufgabe sich jeweils wechselseitig zuschieben“, erklärte der Landrat. Gemeinsam mit allen Bürgermeistern der zwölf Städte, Einheits- und Samtgemeinden des Landkreises forderte er ein klares Signal aus Berlin.

„Bereits in diesem Jahr mussten wir die Kreisumlage für 2015 um drei Prozentpunkte erhöhen und einen Nachtragshaushalt auflegen, um das allein durch die Flüchtlingsunterbringung und Betreuung entstandene Defizit von 18 Millionen Euro zu decken“, erläuterte Rempe. „Und für das nächste Jahr rechnen wir mit einer noch größeren Deckungslücke von 35 Millionen Euro, gegen die wir aus eigener Kraft nicht mehr ansparen können. Hier ist schnelle Abhilfe durch Bund und Länder gefordert.“

Bereits mehrfach hatten Landkreis, Kreistag und Bürgermeister an das Land Niedersachsen und den Bund appelliert und auf das wachsende Problem der Unterfinanzierung hingewiesen, zuletzt mit einer öffentlichen, parteiübergreifenden Resolution des Kreistags vom 9. März 2015, die an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten des Landkreises Harburg sowie an die kommunalen Spitzenverbände und an das Bundeskanzleramt gerichtet war.

„Der Flüchtlingsgipfel in Berlin ist für uns ein willkommener Anlass, erneut auf die Dringlichkeit dieses Problems hinzuweisen und konkrete Lösungen einzufordern“, ergänzte Rempe. „Wir erwarten ein klares Signal aus Berlin, dass wir die Flüchtlingsproblematik in Deutschland und Europa nur gemeinsam lösen können. Die Kommunen und Landkreise sind dazu nach wie vor uneingeschränkt bereit und leisten schon heute ihren Beitrag dazu, der allerdings längst weit über unsere Kräfte geht.“

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Tag der Befreiung 2Von Kristian Stemmler

Der buchholz express feiert heute mit allen aufgeklärten Menschen den Tag der Befreiung und dankt den Allierten: thanks, Spasibo, Merci! Es kann gar kein Zweifel bestehen, dass am 8. Mai 1945 dieses Land von einer perversen Diktatur befreit wurde, wie es sie in dieser Form in der Geschichte noch nie gegeben hatte. Mörderisch und pervers!

An diesem Tag sollte man bestimmt nicht den hohlen Phrasen von staatstragenden Historikern, wie sie sich im deutschen Bundestag oder anderswo verbreiten, lauschen, sondern sich Gedanken darüber machen, welche Rolle die Eliten, die Konzerne, die kaltherzigen Mächtigen bei der Installation des verbrecherischen NS-Regimes gespielt haben. Die Nationalität der handelnden Personen ist dabei eigentlich das unwichtigste Kriterium.

Sollten wir nicht endlich begreifen, dass das Ganze auch der Versuch einer umfassenden Konditionierung einer Bevölkerung gewesen ist und dass eine solche umfassende Konditionierung in einem vermutlich noch viel tiefer greifenden Ausmaß längst in Gange ist – und zwar dieses Mal global. Stehen wir vielleicht vor einem Zivilisationsbruch ungeheuren Ausmaßes, von dem wir uns heute noch keine Vorstellung machen können?

Wer seine Augen und Ohren nicht verschließt, kann Tendenzen zur Barbarei nicht übersehen. Der Gefahren sind viele, eine, die wohl bisher nur in Fachkreisen wahrgenommen wird, ist der Transhumanismus, dessen Ziel angeblich darin besteht, Krankheiten und Gebrechen zu überwinden, „der vor allem aber einem Zweck dient: der Kaste, die den Fluss der großen Gelder steuert, ihre eigene Unsterblichkeit zu sichern“.

Der Erziehungswissenschaftler Sven Kluge, die Professorin für Ideen- und Sozialgeschichte Ingrid Lohmann und der Didaktikprofessor Gerd Steffens schreiben dazu:

„Mehr als das mögliche Ende moderner Pädagogik, die sicher noch eine Weile gebraucht wird, und sei es für die Verbreitung von Akzeptanz für den Gebrauch von Human ressources und das Züchten von Klonen, die als Ersatzteillager für das Original dienen, ist die Agenda zu fürchten, die der Transhumanismus vielleicht in sich birgt und verbergen soll: Schaffung von Unsterblickeit für die kleine Kaste der Götter, die man schon heute fast nie sieht und denen sterbliche Menschen in einem Maße wie vielleicht nie zuvor in der Geschichte der Menschheit gleichgültig sind.“

Da schließt sich der Kreis.

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