Plane verfing sich in Stromtrasse ++ Kontrollierte Abschaltung am Mittag ++ Ganz Winsen mehr als eine Stunde ohne Strom

Sorgte für einen kontrollierten Blackout in Winsen - die Plane in der Stromtrasse.  Die Behörden hatten zum Glück einen Plan...
Sorgte für einen kontrollierten Blackout in Winsen – die Plane in der Stromtrasse. Die Behörden hatten zum Glück einen Plan…

Winsen/Buchhoz (kst) – Fast eineinhalb Stunden war am heutigen Pfingstmontag die Kreisstadt des Landkreises Harburg, Winsen an der Luhe, ohne Strom. Die gezielte Abschaltung des Stromnetzes am Pfingstmontagmittag wegen eines Schadenfalls betraf alle rund 35.000 Bürger. Zwischenfälle seien bisher nicht bekannt geworden. Das teilte die Polizeiinspektion Harburg mit.

In der Nacht zum Pfingstmontag hatte sich im Bereich Borstel eine rund 100 Meter lange Plastikplane in den Leitungen einer Stromtrasse verfangen und für Stromüberschläge gesorgt. Um die Plane entfernen und den Schaden begutachten zu können, musste das Netz in Winsen komplett ausgeschaltet werden.

Nach Bekanntwerden des Schadens hatten die Stadt Winsen und die Polizei gemeinsam mit der Feuerwehr und den Versorgern umgehend einen Planungsstab eingerichtet, um die Abschaltung vorzubereiten. Über Radiosender wurde die Bevölkerung informiert und Verhaltenshinweise weitergegeben. Sensible Einrichtungen wie das Krankenhaus in Winsen, Pflegeeinrichtungen große Firmen wurden noch in der Nacht von der Abschaltung in Kenntnis gesetzt und konnten sich vorbereiten.

Die Wasserversorgung war sichergestellt. Auf den Straßen von Winsen waren während des kontrollierten Shutdowns alle Ampeln ausgeschaltet, die Autofahrer mussten sich nach der Beschilderung richten. Die Notrufnummern 110 und 112 waren weiterhin erreichbar, aber die meisten Festnetzanschlüsse waren während der Abschaltung deaktiviert.

Telefonieren war so lange nur über Mobiltelefone möglich, die Netze waren entsprechend stärker belastet. Die Stadt hatte für die Bürger eine Hotline eingerichtet, bei der etwa 50 Anrufer Rat suchten. In den Ortsteilen hatte die Feuerwehr ihre Häuser geöffnet, um dort als Ansprechpartner bereit zu stehen.

Polizei und Feuerwehr sperrten das Feld unterhalb der betroffenen Leitung ab. Um 13.08 Uhr wurde der Strom abgeschaltet. Das Flies konnte von der Feuerwehr zum Teil vom Boden aus, zum Teil von einer Drehleiter aus entfernt werden, ohne dass Schäden am Leitungsnetz entstanden. Bereits nach einer guten Stunde wurden die ersten Ortsteile bereits wieder mit Strom versorgt. Gegen 14.30 Uhr war das Netz wieder vollständig in Betrieb. Der Stab konnte am späten Nachmittag wieder aufgelöst werden. Insgesamt waren rund 120 Kräfte von Feuerwehr und Polizei im Einsatz.

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