Die Ottos haben Olympia so richtig gern – ein Zwischenruf

Veröffentlicht: 2015-03-17 in Überregionales, Kommentare
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Gesehen in Berlin

Gesehen in Berlin

Buchholz (kst) – Leute, wie tief wollen wir eigentlich noch sinken?! Feuer und Flamme für die Olympischen Spiele, nur weil wir aus Hamburg kommen und Lokalpatrioten sind – das kann es doch nicht sein! Es geht hier doch wieder nur um die Frage, welche Stadt und welche Gesellschaft wir haben wollen. Wenn ich allein schon die Hackfresse von Alexander Otto als Olympiabotschafter im Fernsehen sehe, wie er Olympia in Hamburg anpreist, dann wird mir schon speiübel.

Herr Otto gehört der reichsten Familie der Hansestadt an, er ist Chef der ECE, die Hamburg und den Rest der Republik mit luxuriösen Einkaufszentren überzieht. Wenn der sich darüber freut, dass die Olympischen Spiele demnächst vielleicht in Hamburg stattfinden könnten, dann erübrigen sich doch alle weiteren Fragen, oder? Wem kommt diese kommerzialisierte Spektakel also zugute, wer profitiert davon und wer hat das Nachsehen?

Wie immer in diesen Tagen machen die Vertreter der Eliten in diesem Staat die Politik, die letztlich vor allem ihnen zugute kommt, und die breite Mittelschicht applaudiert brav, weil sie hofft, dass Krümel für sie vom Tisch fallen. Wo das abgehängte Drittel abbleibt, interessiert nicht wirklich, dafür gibt es ja die Tafeln, die Caritas und die Diakonie.

Die Antwort auf Feuer und Flamme für Olympia kann daher nach wie vor nur die bewährte Formel sein: Feuer und Flamme für diesen Staat! Auf geht’s!

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Kommentare
  1. Zum Kotzen ist aber auch nicht das feinste Deutsch…

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  2. Hallo Christian, das ist nett gemeint, aber Du kannst mir glauben, dass ich meine persönliche Wut sehr gut aus meiner Tätigkeit raushalten kann. Ich habe mich hier lediglich über die Empörung des Kommentierers lustig gemacht. Und: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil! Im übrigen: Wenn es mich beleidigen würde, dass mich ein Kommentarschreiber als Arschloch bezeichnet, müsste ich mir einen anderen Job suchen.

    Ich halte es mit Martin Luther, der auch eine sehr deutliche Sprache gepflegt hat – wenn er am Ende aber doch wenig rebellisch war… Solid. Grüße Kristian

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  3. hans-christian keunecke sagt:

    Hallo Buchholz Express! Hallo Chefredakteur ! Hallo Kristian !

    Neuligst bist Du von einem, vermutlich ja anonymen, Kommentarschreiber, als Arschloch bezeichnet worden , gib zu es hat Dich gekränkt!? Immerhin hast Du es aber gedruckt !

    Deine Kritik an Hamburgs Olympiabewerbung und den
    komerziellen Interessen von vielen
    Geschäftsleuten , die sich bei der Bewerbung auch finanziell einbringen und den Bürger
    manipulieren teile ich ebenfalls. Vorallendingen hat Hamburg schon genug Geld mit der
    HafenEventhalle verbrannt, die sich nur gut betuchte bei den Eintrittspreisen leisten können.

    Nur Du wirst diese Welt nicht verändern , wenn Du die Leute die Du kritisierst in Deinem BlOG BUCHHOLZ EXPRESS, als HACKFRESSE; PISSER; GILETTFRESSE bezeichnest.

    Du solltest Deine persönliche Wut und Deinen Frust aus Deinem Journalismus heraushalten.
    Du mußt die Tatsachen und Fakten scharf kritisieren aber nicht im Gossenjargon. Ich möchte nicht, das Du Deine „Weltzeitung“, alleine Lesen mußt. In sofern wäre es gut, wenn noch mehr Kommentare zu dieser “ Entgleisung “ kommen würden.. Du und wir wollen doch
    auch politisch etwas erreichen . Sowird es glaube ich nichts !?

    Meine Bitte und meine Anregung sprich noch einmal mit Deinen Freunden und natürlich auch mit Deiner Familie über die Angelegenheit. Weiterhin viel Erfolg und Danke für Deine
    immerhin ehrenamtlichen Bemühungen mit dem BUCHHOLZ EXPRESS.

    Mit solidarischen Grüßen Christian

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  4. …dass es Pisser sind…??? Schlimm ist, dass Millionen nicht wissen, wo ihnen er Kopf steht – und diese Herrschaft zelebrieren wie selbstverständlich ihr Luxusleben.

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  5. Anonymous sagt:

    …was ist an reichen Pissern eigentlich so schlimm?

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  6. Ich glaube nicht, dass die Bild jemals Systemkritik geübt hat – insofern ist das weit weg von Bild! Aber dass bürgerliche Kreise immer erschrecken, wenn die Sprache etwas deutlicher wird, wundert mich nicht. Und was das Positive und Negative angeht – warum soll ich mich in die große Schar der Journalisten einreihen, die immer alles ganz toll und neu und sensationell finden. Davon gibt es nun wirklich genug. Außerdem wird ex negativo sehr klar, wofür ich mich einsetze: für Menschlichkeit, das gerechte Teilen, eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder. Aber leider steht davor die Analyse und Kritik der ganzen Scheiße, in der wir stecken…

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  7. Ja, das tut mir leid, Alexander Otto ist natürlich eine Gilettefresse, ein Ausbeuter und reicher Pisser.

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  8. Karsten Müller sagt:

    Ich bin wirklich total überrascht, dass du gegen die Olympischen Spiele in HH bist, wo du doch ansonsten immer für alles bist! Auch, wenn es eine Glosse sein soll! Tut mir leid, aber das ist leider Bild-Zeitung-Niveau.

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