Weiter so, Griechenland! Auch wenn die deutsche Medienmeute heult

Von Kristian Stemmler

Auch wenn es Buchholz ja nicht direkt betrifft, soll hier eine Lanze für Griechenland gebrochen werden. Denn der buchholz express nimmt Anteil am überregionalen Geschehen und erlaubt es sich von Zeit zu Zeit, einen Kommentar dazu abzugeben. Wie zu erwarten war, fallen die deutschen Leitmedien mit großem Geheul über die frisch gewählte Linksregierung in Athen her und beweisen damit aufs Neue, wie gleichgerichtet die deutschen Medien in ihrer großen Mehrheit schon sind.

Albrecht Müller hat auf den Nachdenkseiten dazu einen ausführlichen Beitrag geschrieben, der im Grunde schon alles sagt. Daher hier nur der Link: http://www.nachdenkseiten.de/?p=24809#more-24809

Und Kollege Rainer Rupp stellt in der jungen welt zutreffend fest: „Tsipras hat den Großeuropäern in Berlin und den Eurokraten in Brüssel deutliche Zeichen geschickt. Er scheint nicht bereit kleinbeizugeben. Für das neoliberale EU-Projekt ist das eine ernste Gefahr. Denn ihm waren bisher alle Regierungen und die Eliten aller Mitgliedsländer verpflichtet. Den Spitzen der Gesellschaft garantierte es die eigenen Vermögen und Karrieren. Vor mehr als einem Jahrzehnt aber wurde klar, dass trotz wachsender Wirtschaftsleistung immer weniger Wohlstand von oben zu den Unteren durchsickert.“

Und weiter: „Fest steht, dass Tsipras und Varoufakis eine große Gefahr für die neoliberalen Großeuropäer sind. Denn das griechische Beispiel könnte Schule machen und andere, gleichgesinnte Kräfte – insbesondere in Spanien und Italien – an die Macht bringen.“

Schon zum Abschluss des vergangenen Jahres habe ich ja der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Griechen die Troika abwählen und damit auch Merkels verdammte Austeritätspolitik. Darum kann man nur hoffen, dass Tsipras und seine Leute so weitermachen und sich von der EU nicht in Bockshorn jagen lassen. Weiter so, Griechenland!

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5 Comments

  1. Da haben Sie allerdings Recht – Ausdrücke wie „Medienmeute“ oder „Merkels >verdammte< Austeritätspolitik" haben nun wirklich nichts in der Zeitung zu suchen.

    Bitte missverstehen Sie mich nicht: Ihre Leser sind ganz sicher nicht ungebildet, die Wirkung des Textes auf einen vorbeikommenden ungebildeten Menschen war gemeint.

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  2. Das ist wirklich ideologisches Gewäsch. Aber hey – Fremdworte als sozialistische Buzzwords gefallen mir. Das könnte definitv auf Akzeptanz stoßen, denn moralische Überlegenheit suggeriert man durch.. na? Richtig: intelligent wirkende Aussagen. Bei ungebildeten Lesern reicht da meißt schon ein Fremdwort, dessen Inhalt eher nebensächlich ist. Als Kommentar ist sowas schon in Ordnung, wirkt allerdings ideologisch engstirnig.

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