UPDATE Peinlich! Wochenblatt will „den Opfern“ gedenken – und auf Seite 1 ist am nächsten Sonntag schon Totensonntag

Screenshot Wochenblatt Zeile NEUWer das Nordheide Wochenblatt durchblättert, stößt dabei regelmäßig neben schlecht geschriebenen Beiträgen, langweiligen Fotos, einem altbackenen Layout und schwer erträglichem PR-Geseiere auf stilistische und orthographische Fehler. Natürlich wirkt es immer etwas beckmesserisch, wenn man sich über solche Fehler aufregt, aber in der aktuellen Ausgabe des Wochenblattes taucht ein Fehler auf, der so haarsträubend ist, dass man ihn thematisieren sollte – vor allem weil es ein Fehler in der Überschrift eines Seitenaufmachers ist.

„Den Opfern still gedenken“ heißt es da über einer Zusammenstellung von Terminen im Landkreis Harburg am bevorstehenden Volkstrauertag. Peinlich, dass so etwas durchgeht! Gedenken gehört nun mal leider zu den Verben mit Genitivobjekt. Heißen müsste es also: Der Opfer still gedenken. Orthographie-Spezialist Bastian Sick machte auf diesen ziemlich gängigen Fehler schon 2005 bei Spiegel online aufmerksam unter der lustigen Überschrift „Wir gedenken dem Genitiv“.

Was die Sache noch schlimmer macht, ist ein weiterer krasser Fehler im Aufmacher der Seite 1 zur selben Thematik. Kollege Oliver Sander hat hier zwar im ersten Satz korrekt geschrieben: „…gedenken in Deutschland tausende Menschen ihrer Verstorbenen“. Aber dafür stimmt die erste Hälfte des Satzes nicht so ganz: „Am kommenden Sonntag, dem Totensonntag,…“. Am kommenden Sonntag ist aber leider erst Volkstrauertag, wie ja weiter hinten im Blatt auch zu lesen ist. Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist am Sonntag darauf.

Früher gab es bei Zeitungen mal Korrektoren, die alle Texte und Zeilen noch mal gegenlasen, bevor sie verabschiedet wurden. Die konnten meist besser Deutsch als die Redakteure. Das Wochenblatt leistet sich ja offenbar noch nicht einmal einen Textchef, obwohl man dort sicher genug Geld hat (wenn man sich nur mal den Umfang der Anzeigen ansieht). Immer wieder hört man ja munkeln, von den schlechten Arbeitsbedingungen im Verlag.

Schon ein Armutszeugnis, dass diese Zeitung quasi das Monopol im Landkreis hat.

PS: Um nicht falsch verstanden zu werden: Es geht mir nicht darum, einzelne Kollegen zu kritisieren. Beim Wochenblatt arbeiten durchaus auch kompetente Leute, Oliver Sander zählt sicher dazu. Aber Kritik an dem Produkt sollte dennoch erlaubt sein, gerade wo man beim Wochenblatt selbst oft scharfe Maßstäbe anlegt. (kst)

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14 Comments

  1. Lieber Herr Keunecke, ich finde es schwierig ein Wochenblatt was den Anspruch hat davon zu leben bzw. Geld zu verdienen, mit Herrn Stemmlers Buchholz Express zu vergleichen. Soweit ich informiert bin ist Herr Stemmler noch neben dieser Website Berufstätig. Ich finde dafür ist diese Seite sehr professionell und eine schöne alternative zum Wochenblatt. Wenn sie nicht zufrieden sind mit den Beiträgen oder der Geschwindigkeit der Aktualisierung manch anstehender Themen, sollten sie selbst einen Blog einrichten. Ich schau dann auch ab und an mal vorbei und fordere sie auf, doch bitte dies und jenes an Artikeln auf den Weg zu bringen. Wie oft haben sie das gegenüber dem Wochenblatt in letzter Zeit gemacht? Weiter finde ich es überhaupt nicht unwichtig wie und warum manch ein Feiertag entstanden ist. Sonst können wir ja auch Weihnachten in Zukunft auf Ostern legen! Ich bin davon überzeugt, dass Hinterbliebene einen festgelegten Trauertag brauchen! Ihr denken fördert den Schwachsinn, dass z.B. alle von Halloween sprechen, aber keiner mehr weiß, dass es mal so etwas wie ein Erntedankfest gab. Der einzige der hier einen Schnellschuss machte, sind ja wohl sie.

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  2. Hallo Thomas !
    Ich Ihr Beitrag zur Sach e war sogenannter Schnellschuß!? Das Wochenblatt hat z. B. in seiner vorletzten Ausgabe Berichtet, das ein Allparteienantrag über ein Denkmal der Naziopfer in Buchholz auf der am 5.12. 14 stattfindenden Ratssitzung beschlossen werden soll. Es war Kristian Stemmlers Grundantrag. Er hat also die Initialzündung hierzu gegeben. Außerdem hat das Wochenblatt zumindest die Bürger darüber informiert, wo weiterhin Asylbewerder/Flüchtlinge Menschenwürdig untergebracht werden sollen. Über beides hat Kristian nicht berichtet oder keine Zeit gefunden darüber in seinem EXPRESS zu berichten, obwohl ich ihn zweimal in Kommentaren darum gebeten hatte. Beispielhaft hätten diese beiden Sachpunkte auch im Express besser dargestellt werden können. Kristian bekammt die Drucksachen und Unterlagen.
    Ich finde es wichtiger Sachpunkte in den Zeitungen darzubringen als sich um“ Kleinigkeiten“ zu kümmern und sichdiese gegenseitig vorzuhalten.
    Üb rigens ich finde die leider vielen Opfer der beiden Weltkriege sind vom Kapital und Schwachsinnigen Politikern sinnlos geopfert und verheizt worden . Ich glaube den Hinterbliebenen ist es egal wie die Trauersonntage heißen. Dieses lindert das Elend, und die Trauer der Hinterbliebenen nicht.

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  3. wenn ich wollte, dass der buchholz express sich mit einigen Themen mit dem Wochenblatt zusammen tut, könnte ich gleich das Wochenblatt lesen! ich finde es voll in Ordnung, Fehler die das Wochenblatt macht zu benennen. Ich bin kein gläubiger Mensch, aber es ist schon erschreckend wenn man die „angebliche“ Wichtigkeit der Religion in unserer Zeit betrachtet, diese beiden Tage durcheinander zu bringen. Einer dieser „blöden“ Feiertage liegt dann ja auch nur in zwei „blöden“ Weltkriegen begründet!!

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  4. Handwerklich in Ordnung…
    Falls damit gemeint ist, daß er die Tasten an seinem PC findet, kann ich übereinstimmen.

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  5. Kristian, niemand spricht von einer Verbrüderung mit dem Wochenblatt. Doch ein Kaffee/Sahnetortegespräch mit Deinem ehemaligen Kollegen O. Sander , der ja jetzt „Oberjournalist“ von Buchholz wurde , ist, in gleichstimmigen Sachthemen ja im Interesse der der von mir beispielhaft aufgeführten Punkten.
    Du sagst, Du glaubst nicht an eine Zusammenarbeit von Seiten des Wochenblattes mit Dir
    aber mit O. Sander kommst Du ja in der Sache evt. ins Gespräch.
    Ich finde auch für die Sachpunkte die wir alle durchsetzen wollen ist es einen Versuch wert.,
    Gruß Christian

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  6. Was ich bisher von ihm gesehen habe, fand ich handwerklich in der Regel in Ordnung, was nicht heißen soll, dass ich immer einer Meinung mit ihm war. Und natürlich muss er auch sich immer wieder mal der Linie des Wochenblattes anpassen. Aber das musste ich beim Abendblatt auch.

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  7. Eine Frage, Herr Stemmler:
    Auf welcher Grundlage sprechen Sie Herrn Sander Kompetenz zu?
    Ich frage deshalb, weil Sie ihn in Ihrem Artikel explizit erwähnen und er selbst in seinem Artikel auf der ersten Seite den Volkstrauertag mit dem Totensonnatg verwechselt…

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  8. Als ob es wichtig ist, ob so’n blöder Feiertag nu Volkstrauertag oder Totensonntag oder Bus- und Betttag ist, dem geneigten Leser ist’s egal und Hauptsache man macht genug Kohle mit Werbung.
    Inhalt wird überbewertet !

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  9. Hallo Chefredakteur Kristian !

    Ja, Kristian es ist ein Ausdruckfehler ,den Dein Kollege vom Nordheide Wochenblatt sich geleistet hat. Denk mal an die Fehler die wir beruflich im Leben gemacht haben !!?? Hast Du nichts wichtigeres zu schreiben als auf diesem Niveau Streit zu pflegen mit dem Nordheide Wochenblatt. Dein ehemaliger befreundeten Kollege Oliver Sander ist doch
    jetzt „Oberjournalist“ für Buchholz beim Wochenblatt. Ich finde mit Ihm hättest Du die Sache
    im Gespräch klären können. Hierbei hättet Ihr ja auch versuchen können eine sachliche Zusammenarbeit bei Getränken oder Kaffee und Sahnetrorte zu vereinbaren. Auch wenn Wochenblatt und Buchhholz Express auf Grund finanziellen Abhängigkeiten nicht immer die
    gleiche Meinung vertreten werden.
    Aber sie könnten in den Sachthemen:

    Denkmal für Naziopfer in Buchholz- – Sozialatlas für Buc hholz– Auswirkung TTIPP für Buchhholz– Besserer Info zur Akzeptanz der Bürger bei Unterbringung weiterer Flüchtlinge
    (die herzlich willkommen sind) in Buchholz/ hierzu sind evt Bauten zu planen– kein City-Center „2 in Buchholz– Bebauung Rüttgersgelände– Soll Buchholz mehr als 45 000 Einwohner groß werder?? usw. …………

    zusammenarbeiten und den Rat bzw. die Fraktionen bei Anträgen und Anfragen in Ihrer
    Politik unterstützen. Sie könnten auch politisch Streiten ab er z.B. in Sachen den Thema
    HEIDERUH und AFD besteht doch eine gewisse Berichtssachlichkeit. Nur öffentliches
    mäkeln und vorführen fördert evt. nicht die Gesprächsbereitschaft.

    Das Abendblatt ist jedenfalls zu einseitig und schlecht informiert über den Landkreis. Es bleiben also nur Gegengift, Buchholz Express, Wochenblatt in unserem Bereich.

    Ich glaube Deinen Lesern ist mehr gedient Du könntest Dich überwinden und in gleichstimmigen Sachthemen mit dem Wochenblatt gemeinsam für die Sache zu kämpfen.
    Auch wenn es nur in wenigen Punkten ist Einigkeit macht stark.!!

    Übrigens diese Beratung ist kostenfrei. (Kleiner Scherz von mir!!??)

    Gruß Christian

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  10. Diese Monopolstellung sorgt dann auch weiterhin dafür, dass Vorgänge im Kreis regelmäßig einseitig, aus dem Zusammenhang gerissen und auch noch schlecht recherchiert dargestellt werden…

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