Immer mehr Asylbewerber: Landkreis schlägt Alarm – Jetzt auch Turnhallen und Zeltlager als Notunterkünfte geplant

Veröffentlicht: 2014-09-08 in Lokales, Politik
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Der Landkreis hat alle Bürgermeister der Städte, Samtgemeinden und Einheitsgemeinden zu einem Gespräch mit dem Verwaltungsvorstand ins Kreishaus geladen und sie dringend gebeten, kurzfristig freie Grundstücke und Gebäude für Asylbewerberunterkünfte zu melden. Anlass ist die steigende Zahl von Flüchtlingen, die sich in den letzten Wochen fast verdoppelt hat. „Seit Mitte August weist uns die Niedersächsische Landesaufnahmebehörde wöchentlich 35 bis 40 Asylbewerber zu, die wir in den Gemeinden unterbringen müssen“, sagte Erster Kreisrat Rainer Rempe der Bürgermeisterrunde.

„Die drei niedersächsischen Landesaufnahmestellen für die Erstaufnahme in Braunschweig, Bramsche und Friedland sind überfüllt. Darum müssen wir davon ausgehen, dass sich diese erhöhte Quote auf absehbare Zeit nicht verringern wird“, ergänzte Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales für den Landkreis. Insgesamt rechnet er bis Ende 2015 mit mehr als 2000 neuen Flüchtlingen, die in den 42 Gemeinden des Landkreises untergebracht werden müssen.

„Wenn wir in den nächsten Wochen keine kurzfristig nutzbaren Unterkünfte für jeweils mindestens 30 bis 120 Flüchtlinge finden, sind unsere Platzkapazitäten bereits in vier Wochen, also Anfang Oktober, komplett ausgeschöpft“, rechnete Kaminski vor. Die Planung und Errichtung neuer Containerwohnanlagen dauere bis zu sechs Monaten, feste Neubauten haben mindestens ein Jahr Vorlaufzeit.

Mitte September eröffnet der Landkreis für rund 90 Flüchtlinge in Salzhausen und Jesteburg zwei Containerwohnanlagen, die bereits im Frühjahr geplant wurden. Weitere Unterkünfte mit insgesamt rund 120 Plätzen entstehen bis Ende 2014 in den Gemeinden Hollenstedt, Hanstedt und Jesteburg. Seit Anfang 2013 hat der Landkreis insgesamt 40 neue Unterkünfte mit fast 900 Plätzen geschaffen. Doch das reicht für die steigenden Zuweisungen nicht aus, betonte Kaminski.

„Bei der dramatisch wachsenden Zahl an Flüchtlingen müssen wir auch größere Einrichtungen mit mehr als 100 Plätzen sowie Notunterkünfte einplanen“, räumt Reiner Rempe ein. Bislang hatte der Landkreis 58 bis 60 Plätze als Obergrenze für Unterkünfte festgelegt. Doch jetzt werden in allen 42 Gemeinden des Landkreises auch Turnhallen, Gasthöfe oder Schützensäle sowie geeignete Gelände für Zeltlager geprüft, um sie kurzfristig als Notunterkünfte zu nutzen.

„Natürlich wollen wir möglichst keine Turn- oder Schützenhallen, schon gar nicht Zeltlager mit Flüchtlingen belegen“, sagte Rolf Roth, Bürgermeister der Samtgemeinde Elbmarsch, als Sprecher der Bürgermeister des Landkreises. „Aber wenn wir in unseren Ortsgemeinden keine geeigneten Grundstücke oder Immobilien zur Verfügung stellen können, müssen wir auf solche Notunterkünfte zurückgreifen.“ Alle Bürgermeister und die Landkreisführung waren sich einig, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Sie betonten, dass die Maßnahmen im vollen Umfang von allen Bürgermeistern mitgetragen und unterstützt werden.

Alle Ortsgemeinden sind aufgefordert, dem Landkreis bis zum 10. September geeignete Flächen und Immobilien sowie Schützen- oder Sporthallen zu melden, die als Notunterkünfte in Frage kommen. „Alle Gemeinden des Landkreises sind gefordert, in dieser schwierigen Situation daran mitzuwirken, kurzfristig Lösungen für die Unterbringung von Flüchtlingen zu finden“, sagte Erster Kreisrat Rempe.

Bürger können ihre Vorschläge für mögliche Geländeflächen oder Immobilien in ihrer Ortsgemeinde melden oder sich damit direkt an den Landkreis wenden. Sobald neue Standorte nach einer zügigen Klärung aller Konditionen mit Vermieter, Gemeinde und Landkreis feststehen, werden Anwohner und Öffentlichkeit möglichst zeitnah durch Landkreis und Gemeinde informiert. (ein)

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Kommentare
  1. Ich habe keine genaueren Infos, kann mich aber demnächst um das Thema kümmern. Grüße Kristian

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  2. hans-christian keunecke sagt:

    Also Leute ich finde viel wichtiger als das Ihr Euch mit dem AFD- Mitglied Hans-Jürgen auseinandersetzt ist doch die Frage, wo die Stadt Buchholz in Zukunft die Flüchtlinge/ und Asylbewerber menschenwürdig unterbringt, ganz konkret. Laut den ortsansässigen Zeitungen bekommt das Land Niedersachsen und der LKr. Harburg immer mehr Flüchtlinge zugeteilt. Ich finde es ist unbedingt wichtig um die positive Willkommenskultur auch in Buchholz zu erhalten, dass hier die Buchholzer konkret vorbereitet werden. Andere Gemeinden verfahren ebenfalls so. Es stellt sich doch auch die Frage ,ob hier nicht kurzfristig der Bau von menschenwürdigen Unterkünften geplant und ausgeführt werden muß.Denn offensichtlich werden diese in Not geratenen Menschen bei der allgemeinen Weltlage noch langer zu uns kommen und hier Schutz suchen.
    Ich finde Rat, Politik und Verwaltung haben auch in Buchholz die Verantwortung hier eine Lösung zu finden und die Öffentlichkeit rechtzeitig zu informieren.
    Kristian ich hatte vor ca. 3 Wochen hier im Express Dich schon mal angesprochen. Hast Du eventuell als Ratsherr schon genauere und umfangreichere Informationen?.
    Müssen wir womöglich in Buchholz unsere Flüchtlingsgäste menschenunwürdig in Zelten unterbringen oder Turnhallen ??

    Ist mein Eindruck eigentlich richtig, das die Politik in dieseer Problematik kaum aktiv ist in Buchholz oder täusche ich mich? Eine ausführliche Antwort wäre sehr nett !!

    Grüße Christian

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  3. Hallo Herr Zeil, schließe mich Ihrem Kommentar voll an. Ich habe die Kommentare, die Sie erwähnen, freigegeben, obwohl sie teilweise grenzwertig sind. Ich wollte die Debatte aber nicht künstlich abwürgen und hoffe, dass sich die AfD-Propagandisten selbst entlarven. Gruß K. Stemmler

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  4. Carsten Zeil sagt:

    GutenTag!
    Ich möchte nicht beleidigend werden, aber die AfD, zu der Herr Hans-Jürgen offensichtlich und nachgeprüft auch gehört, wendet hierist nichts als ein psychologischen Trick an den angeblich mächtige immer gern anwenden um Ängste zu schüren.Ein kurzer Blick heute durch die Onlineplattformen zeigte mir das Hans-Jürgen auch anderswo die AfD Gehirnwäsche vollzieht. Innerhalb der Facebook Gruppe Nordheide aufgepasst praktiziert er auch diese AfD Gehirnwäsche und findet dort auch reichlich BefürworterInnen die ohne viel Nachdenken alles schlucken was man ihnen in Bezug auf Flüchtlinge, Asylanten, Migranten oder sogar in Bezug auf Heideruh zum Frass vorwirft.Sie sind hilflos und überprüfen die Aussagen nicht.
    Die das dort schlucken, wissen es halt nicht besser und springen auf diese uralte Masche total an.

    Am heutigen Vormittag habe ich den Kontakt zu Herrn Uwe Schulze aufgenommen, und mich mit ihm über die teilweise hetzerischen Kommentare anderer hier und bei Facebook unterhalten.
    Seine Meinung, allerdings auch die von Starbuck, DesTeufelsPoncho und Hans-Christian Keunecke decken sich auch mit meinen Ansichten.

    Aber zurück zu Hans-Jürgen: Sie Hans-Jürgen und die AfD sollten sich schämen!
    Sie führen sich auch als wären sie die Retter von Buchholz und vom Landkreis Harburg. Sie versuchen zu Vermitteln, dass nur Sie und die AfD dieses angebliche Problem lösen können. Sie spielen sich auf als seien Sie eine Art Polizei und hätten als einzige die Weisheit mit Löffeln gefressen und ein Patentrezept was die Flüchtlingspolitik angeht.

    Sie und die AfD sind nichts weiter als Blender! Wenn ihnen etwas an der Lösung der Probleme liegen würde, dann würden sie da anpacken wo gerade Hilfe nötig ist und nicht die „Braunen“ mit ihrem möchtegern intelektuellem Gesabbel mobilisieren, denn die fahren total auf den Quatsch ab den sie verbreiten.Da haben sie sich ja schöne Erfüllungsgehilfen zugelegt, ich hoffe sie wissen dass!
    Das hilft nicht, dass behindert und ist zudem gefährlich!

    Die AfD streitet auch gern alles negative ab, so habe ich deren Vorsitzenden kennengelern, der sogar abstreiten würde wenn er aus der AfD geflogen ist.

    Abstreiten und ins lächerliche ziehen die AfD Leute sicherlich auch den Monitorbeitrag unter den Link hier:

    Das ist wahrscheinlich alles manipuliert, gell Hans-Jürgen?

    Und zu Herrn Wichern noch ein Satz: Der Spruch mit dem Zimmer ist so etwas von Platt und dämlich!
    Übrigens interessiert es Herrn Schulze nicht wer solche Sprüche von sich gibt und so wie ich ihn verstanden habe könne er in der Zeit wo er auf so etwas antwortet woanders helfen.
    Das hat Stil!!

    Carsten Zeil

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  5. Starbuck sagt:

    @HJ… Es wird vermutlich unmöglich sein, Sie in ihrer Grundhaltung anzusprechen, weil Sie mir in Ihrer AFD-Freundlichkeit nicht bereit für Argumente erscheinen. Aber nun gut. Eo Ipso darf jedeR BürgerIn Anfragen stellen….die „Frechheit“ waren die populistischen (wie aufgezeigt) Rückschlüsse und der Ton dieser Anfrage. Das „Wie“, nicht das „Was“. Auch Sie schreiben was von „Ängsten“ und „Ignoranz“ und „Explosion“… Eine historische Institution wie „Heideruh“ hat dies schon immer zu ihrem zentralen Anliegen gemacht… Nur nicht für Intoleranz und Faschsimus. Schön wäre zudem, wenn auch Sie den Begriff „Extremismus“ einmal historisch-politisch korrekt, (im Sinne z.B. von Hern U. Backes, T. W. Adorno usw.) verwenden würden. Und falls es irgendein Outung bedarf, dann gerne so, dass mir aktive linke, alternative, ökologisch denkende und handelnde Männer und Frauen immer noch lieber sind, als rechte Biedermänner, die hier in diesem Land schon viel zu viel Unglück angerichtet und toleriert haben.
    Kann man gut nachlesen bei Heinrich Böll, Thomas Mann, aber auch Johano Strasser, Feridun Zaimoglu, usw.
    Vor allem finde ich schön wieviele „Biedermänner und Brandstifter“ inzwischen dass Zitat von R. Luxemburg kennen und verwenden…wenn auch nur, so weit, wie es passt. Meist aber niemals jemanden, der Denkverbote, Rassismus, Faschismus und Hetzerei betreibt.
    Rosa Luxemburg, ermordet, gerade weil Sie laut, engagiert und mit Herz und Verstand gegen den Krieg und den aufkeimenden Nationalsismus kämpfte, schrieb diese Zeilen im Gefängnis und erst drei Jahre nach ihrem Tod wurden sie publiziert.
    Zitat:“Während der herrschende Neoliberalismus eine Herrschaft als Freiheit feiert, die soziale Chancen zwischen Reich und Arm, Nord und Süd, gegenwärtigen und zukünftigen Generationen immer weiter polarisiert und Freiheit interessengeleitet mit Privileg vertauscht, während dieser Neoliberalismus Freiheit als Barbarei der gewaltsamen Durchsetzung herrschaftlicher Privilegien praktiziert und dafür WTO und IWF, Weltbank oder NATO einsetzt, führt Rosa Luxemburgs Entdeckung, dass Freiheit immer die Freiheit der Anderen ist, zu der Erkenntnis, dass wirkliche Freiheit in der Gerechtigkeit gründet. Kapitalismus, Militarismus und Nationalismus sowie die politische Diktatur gerade auch der Gleichgesinnten waren für sie Fratzen einer Barbarei, der sie die Freiheit als Freiheit der Anderen, und damit die Freiheit als praktizierte Gerechtigkeit gegenüberstellte.“
    Prof.Michael Brie
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/freiheit-ist-immer-die-freiheit-der-anderen

    Mensch bleiben!

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  6. Kleo sagt:

    Entschuldigung, aber ich habe das Gefühl, dass bei manchen nicht nur die Tastatur nicht richtig funktioniert. Unser Ursprung liegt in Afrika und nicht auf dem Mond!

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  7. Söreen sagt:

    Ich habe eher Angst vor @Karsten Wiechern und würde ihm deswegen nicht helfen wollen. Helfer werden ja nicht nur hier in den Arsch getreten.

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  8. Hans-Jürgen sagt:

    @starbuck:
    Die „Frechheit“ der Anfrage bei gewählten Vertretern ist ein Grundrecht JEDEN Bürgers. Herr Röhse hat getreu dieser Tradition auch geantwortet, auch wenn ihm das vielleicht nicht gerade ein Anliegen war, sich mit der AfD aueinander zu setzen. Dieses Recht gilt auch für die AfD und besonders Herrn Krause, der stellvertretend angefragt hat.
    Ein empörter Leserbriefschreiber im Wchenblatt hat Rosa Luxemburgs Zitat: „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ verwendet. Ein Zitat, das ich jederzeit unterschreibe. Es scheint zumindest nicht Ihr Anliegen zu sein, denn Sie nutzen Worte wie „billig“ und „populistischen Rattenfängerei“. Das ist ein undemokratischer Wortschatz. Ich wünsche mir, daß Sie anerkennen, daß Menschen Ängste und Bedenken haben. Die Menschen artikulieren ihre Ängste immer weniger (warum wohl) in der Öffentlichkeit, aber diese Ängste sind da. Die permanente Ignoranz dieser Ängste wird irgendwann explodieren und das ist der Zeitpunkt, von dem ich hoffe, daß Sie den auch nicht erleben wollen.
    Was war so schwer zu verstehen an dem Text? Die AfD will, daß die Förderung (auch jenseits monetärer Zuwendung) und Tolerierung egal welcher extremistischen Gesinnung eingestellt wird. Das sollten Sie wirklich unterschreiben können. Wenn nicht, ist das ein Outing!

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  9. Hans-Jürgen sagt:

    @Karsten Wichern:
    Ich habe mich auch nicht wirklich angesprochen gefühlt 😉
    Aber ich gebe Dir im Prinzip Recht. Der derzeitige Ansturm ist riesig und niemand hinterfragt
    – Ursachen
    – Wirkung
    – Wahre Beweggründe der verschiedensten Gruppen von Asylsuchenden

    Ich fürchte genauso wie Du, daß, wenn der Zustrom so weiter geht und die „Obrigkeit“ weiterhin so tut, als ob alles Gott gegeben sei, wir über kurz oder lang in Deutschland ein Aufkeimen von Radikalen zu verzeichnen haben werden. Und das will ich nicht! Radikalität ist der Tod von Demokratie.
    Wir müssen zu einer sogenannten wehrhaften Demokratie zurückkehren, einer Demokratie, die – wenn sie gelernt hat, für sich selbst zu sorgen – auch und nur dann für wirklich Hilfsbedürftige sorgen kann. Jedes andere Modell führt ins Chaos.

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  10. Karsten Wiechern sagt:

    Entschuldigung!

    Ich meinte natürlich nicht Hans-Jürgen, sondern Herrn Uwe Schulze….hoffentlich hat er schon ein paar Zimmer bei sich frei gemacht! Auch wenn wir es wollten, wir können nicht jedem helfen!

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  11. Karsten Wiechern sagt:

    Es ist kaum zu ertragen wie die Menschen hier die Augen vor einem Problem verschliessen, von dessen Ausmassen hier noch niemand zu träumen wagt.
    Es ist gut und schön den Flüchtlingen zu helfen, aber wie vielen Flüchtlingen kann ein einzelner Mensch unterstützen? Der Landkreis Harburg bekommt pro Woche 40 (offizielle) Flüchtlinge zu gewiesen. Macht pro Monat 160 und im Jahr 2080 Flüchtlinge für den Landkreis. Anfangs waren es noch 20 Personen pro Woche, jetzt 40, nächste Woche vieleicht schon 50 oder 60. Wie soll man diesen Ansturm bewältigen??? Es wird auf dauer nicht gehen. Und da können Kommentatoren wie Hans-Jürgen und Poncho noch so viel von gut gemeinter Hilfe und Unterstützung reden. Es wird etwas passieren müssen, wir können nicht so tun als ob alles gut und schön ist. Ansonsten wird es sicherlich den grossen Knall geben den sich keiner wünscht! Die Politik muss handeln bevor es zu spät ist. Lachen sie meinetwegen über mich, aber ich habe wirklich Angst vor dem was da noch kommt!

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  12. Starbuck sagt:

    Nun, @HJ, man und auch Sie sollten die TATSÄCHLICH gestellten Fragen zitieren, in denen Herr Krause mind. vier mal den Begriff „extremistisch“ verwendet. Allerdings falsch verwendet. Die Gruppierungen in den Fragen 1a- ff. sind per se nirgends extremistisch eingestuft. Hier wird von Herrn Krause über das Ziel hinausgeschossen und mit falschen politischen Vokabeln gearbeitet.
    Aber um billigen Populismus zu betreiben reicht es allemal. Die Aktivitäten des „JUZ“, incl. der Band „Upon a Frey Sky“ sind absolut inhaltlich akzeptabel; eine Jugendleiterausbildung ist nun wirklich nicht diskutabel und die Hardcore-Musik dieser Gruppe ist vielleicht nicht jedermanns Fall, ihre gesellschaftlich-kritischen Positionen sollten Sie, lieber HJ, eher loben, da unsere Jugend sonst „immer so unpolitisch ist.“ Schon interessant, einerseits regt sich der Mensch auf, wenn die Jugend nur daddelt, werden sie aber tatsächlich mal aktiv, dann ist es nur erlaubt, solange die Neo-spiesserbelange der älteren Generation nicht tangiert werden. Gleiches gilt für die Jungs aus Holm-Seppensen, (Rainy Wednesday…Zitat Homepage: “Faschismus, Intoleranz sowie sonstige Ausgrenzung haben in unserer Weltanschauung keinen Platz!“)… Die angesprochene „Explicit“ Einordnung bei Amazon entsteht, weil bestimmte Wörter im Text benutzt werden, und NICHT, weil der Text als politisch gefährdend eingestuft wird. (Im Vergleich, „Rihanna“ wird als „Explicit“ eingestuft, weil sie Wörter wie „Nigga“ ode „Fuck“ benutzt).
    Die AFD möchte hier ihre billige Variante der populistischen Rattenfängerei (was leider oft gelingt) weiter ausdehnen, solch falsche und irreführende Politik sollte als solche enttarnt werden.
    Und zum Formalen…Was denkt sich die AFD / Herr Krause eigentlich, mit solch einem frechen Brief Ansprüche an die Stadt und die gewählten Vertreter zu stellen?
    Aber ich bin überzeugt, „Heideruh“ wird von seiner neuen Popularität profitieren.

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  13. Uwe Schulze sagt:

    Lieber Hans-Jürgen, sicherlich erinnerst Du dich noch an mich von der Bürgermeister Kandidatur.
    Ja, ich habe das komplette Schreiben im Original schon länger vorliegen, und was ich dazu zu schreiben hatte stand im Wochenblatt vom 10.09.2014

    Ich werde dazu jetzt auch nur diesen Kommentar schreiben, denn das Thema „Heideruh“ und die im Brief befindlichen Angriffe von Jens Krause gegenüber einer antifaschistische Begegnungsstätte, kann man schlicht als den Fehlgriff des Jahrhunderts werten.
    Der Umkehrschluss zur Aussage aus dem Brief von Jens Krause treibt mir eine Gänsehaut auf den Körper und lässt mich fast erstarren.
    Als AfD oder deren Mitglied(er) solltet ihr euch zu dem Thema nicht um Kopf und Kragen reden, dass macht alles nur sehr viel schlimmer. Auch schönreden ist falsch. An dieser Stelle geht man auf „DesTeufelsPoncho“ Anregung ein und macht sich direkt in Heideruh mal ein Bild von der wirklich sehr guten humanitären Arbeit dort, und sagt ruhig Bescheid wann ihr dort hinfahrt, dann bin ich auch dort.

    Was jetzt zu tun ist:
    Ich erwarte, dass man sich bei Heideruh und seinen dort ehrenamtlich tätigen Menschen zeitnah und merkbar entschuldigt, alles andere ist inakzeptabel.

    Viele Grüße
    Uwe

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  14. Hans-Jürgen sagt:

    Hat eigentlich irgend jemand das Anliegen wirklich gelesen? Oder glaubt Ihr alles, was im Wochenblatt steht? Es gibt eine Webseite der AfD, da steht der Text im Original drauf. Bevor der Poncho wieder meckert, hier ein Auszug:

    Sehr geehrter Herr Geiger, sehr geehrter Herr Röhse,
    ich bitte Sie eindringlich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger von Buchholz, die gestellten Fragen zu beantworten und eine offizielle Stellungnahme dazu abzugeben. Ihr Engagement gegen Rechtsextremismus begrüßen wir außerordentlich. Es rechtfertigt aus unserer Sicht aber keine Zusammenarbeit mit Extremisten der anderen Seite. Im Gegenteil: Aus unserer Sicht stünde es der Stadt Buchholz gut an, wenn sie sich gegen Extremismus jeglicher Art engagieren würde. Der Linksextremismus ist nicht neu, hinzu kommt nun verstärkt ein islamischer Extremismus. Wie sehen in diesen Fällen Ihre Konzepte aus? Der gemeinsame Kampf gegen Extremismus ist eine Grundvoraussetzung zum Erhalt unserer Demokratie, mit der wir die letzten 65 Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht haben und die aus unserer Sicht unbedingt erhaltenswert ist
    Gerade im Sinne unserer Kinder, deren Bildung ausgerichtet sein sollte, sie zu demokratischen, jedem Extremismus kritisch gegenüberstehenden und verantwortungsvollen Staatsbürgern zu erziehen, hinterfragen wir die Praxis der Zusammenarbeit mit extremen Kräften. Hier reicht die Vorbildfunktion öffentlicher Einrichtungen weit über das Selbstverständliche hinaus. Wir stehen Ihnen mit weiterem Recherchematerial auch für persönliche Gespräche gern zur Verfügung und organisieren gern einen Tag „gegen Extremismus“ mit Ihnen zusammen.

    Und nun? Sieht irgendwie doch nicht nach Skandal aus, oder?

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  15. Starbuck sagt:

    @DTP, aus diesem Grunde merke ich das ja an (Flüchtlingsgeschichte)…ich habe Sie ja nicht kritisiert, sollte dieser Eindruck entstehen…entschuldige ich mich dafür.
    Wie so viele… fast jeder hat etwas damit zu tun… Es wird leider viel vergessen, auch in der eigenen Geschichte, die, wie wir inzwischen wissen, ja generationsübergreifend erzieherischen Einfluss hat.
    Und Heideruh zu unterstützen sollte grundsätzlich ein Anliegen sein… Auch und gerade nach den unsäglichen Angriffen aus der Kreis-AFD… Wehret den Anfängen!

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  16. DesTeufelsPoncho sagt:

    Lieber Hans-Jürgen, fahr doch mal zu den Flüchtlingen nach Heideruh in Seppensen vorbei und frage sie direkt oder die Leute, die sich für sie einsetzen. Die müssten das doch nun 100 %ig beantworten können.
    Aus gegebenem Anlass möchte ich eine Veranstaltung vor allem für die Menschen aus der Umgebung anbieten:
    „Was ist eigentlich Heideruh?“
    Wir laden alle, die Heideruh kennenlernen wollen, zu einer Informationsveranstaltung ein, auf der alle Fragen über Heideruhs Geschichte, Zukunft und Hintergründe gestellt werden können.
    Sonntag, den 21.09.2014 um 17.00 Uhr in Heideruh
    Natürlich wäre es schön, wenn auch Heideruh-KennerInnen kommen um von ihren Erfahrungen zu sprechen.
    Ansonsten sind alle herzlich eingeladen
    zum Sommercafé: dieses Jahr noch am
    21. und 28.09.2014, 14-17.00 Uhr und
    zum Filmclub, der ab 29.September, montags,
    14-tägig, um 19.00 Uhr, Spielfilme mit antifaschistischen Inhalten zeigt.
    29.9. Im Westen nichts Neues
    13.10. Der große Diktator
    27.10. Angst essen Seele auf
    10.11. The Rocky Horror Picture Show
    24.11. Das Tagebuch der Anne Frank
    8.12. Hans Beimler, Kamerad (Teil 1, 2)
    22.12. Hans Beimler, Kamerad (Teil 3, 4)

    @starbuck, grade weil meine Eltern geflüchtet sind, unterstütze ich die Flüchtlinge. So und für mich hat diese Diskussion jetzt ein Ende.

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  17. starbuck sagt:

    Liebe Kommentargebenden…
    Was ich nicht verstehe, warum so schnell die einzelnen Schreiber hier sich sofort selbst IQ-Schwäche und Dummheit um die Ohren hauen. Wer sich in dies Thema einarbeiten will, hat leider mit komplexen Sachverhalten zu tun. Schon allein der Umstand, dass man als junger MANN, in den meisten Ländern der Verfolgung am stärksten ausgesetzt ist. Da Männer die aggressivsten sind, müssen sie auch am schnellsten migrieren, Alte, Frauen, Familien sind meist nicht in der Lage über Grenzen zu gehen. Dabei ist die Binnenmigration, die größte Wanderungsbewegung von allen. (In den Berichten ist dies gut zu sehen, die Flüchtlingslager an der Grenzen sind meist voll mit Familien)
    Niemand verlässt ohne Not seine Heimat, wohl wissend, in einem fremden Land selten freundlich begrüsst zu werden. Ohne Perspektive, evtl. unter Lebensgefahren. Und den meisten hier rate ich, seine eigene Familiengeschichte zu erforschen, da wird schon der eine oder andere Opa auch nicht aus Buchholz stammen und wegen der besseren wirtschaftlichen Lage in die Richtung HH gewandert sein. Ein gerechtes Leben gibt es nur bei einer gerechten Wirtschaft- und Sozialordnung. Und die kann Liederbach nur eine gerechte Demokratie bieten. Auch wenn viele von Neid zerfressen sind, weil nun kein Porsche fahren….wir jammern hier auf unglaublich hohen Niveau. Und selbst wenn jemand, wie Frau Mausbach, Angst um den Turnunterricht oder dass Schützenfest hat, wenn solche Veranstaltungen zugunsten von Schicksalen anders als gewohnt stattfinden…na und?
    Mensch bleiben!

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  18. Hans-Jürgen sagt:

    @DesTeufelsPoncho:
    Ach, junge Frauen können das nicht? Ich beneide Sie nicht um Ihr Weltbild.

    Ich bin übrigens doch auf eine Quelle gestoßen. Diese Zahlen stehen nämlich nicht in den Migrationsberichten. Der offizielle Prozentsatz liegt nicht bei den gefühlten 90%, im Durchschnitt liegt der Frauenanteil bei ca.35%, also 65% Männeranteil
    Aber: Während aus Staaten wie Russland, Iran, Irak, Mazedonien und Serbien die zu erwartende annähernde Gleichheit des Anteils voll zutrifft, ist das bei Ländern wie Syrien und Afghanistan nicht mehr (25% Frauen) und bei Somalia, Eritrea und Pakistan überhaupt nicht der Fall (10-15% Frauen).
    Ineressanterweise ist das Verhältnis bei Kindern ausgeglichen.

    Da ich nicht glaube, daß somalische Frauen langsamer rennen können als iranische, gibt es hier wohl andere Zusammenhänge.

    Nochmal meine Bitte um Auskunft, warum in Afrika und im nahen Osten immer nur junge Männer politisch verfolgt sind?

    Bitte kein Geblubbere ‚ala „wir müssen doch“ usw. Rumgesülze hilft bei dem Thema nämlich niemandem. Wenn wir in Deutschland die Asylproblematik im Spannungsverhältnis Asylgesetz (Schutz für wirklich verfolgte) gegenüber Bevölkerungszufriedenheit zufriedenstellend und vor allem friedlich lösen wollen, braucht es Fakten und nochmal Fakten. Alles andere ist kontraproduktiv.

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  19. Nina sagt:

    Danke an Uwe Schulze!!!!! Endlich mal einer mit Verstand!!!!!! 👍👍👍👍👍

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  20. DesTeufelsPoncho sagt:

    @Hans-Jürgen
    Nein, gesunder Menschenverstand! Aber ich hätte eine dumme Antwort auf Deine Frage, warum es so viele junge Männer sind: Sie können schlichtweg schneller laufen als der Rest der Familie.

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  21. Tiredofit sagt:

    „Scheinbar wird zu dem Punkt keine Statistik geführt (zumindest nicht offiziell), jedenfalls schweigt sich das offizielle Deutschland dazu aus.“

    Verzeih, aber wie hast du diese Seite gefunden? Einfach mal kurz googeln, so ziemlich alle beteiligten europäischen und nationalen Behörden und Agenturen veröffentlichen diese Zahlen.

    Und zu dieser Unterscheidung von „richtigen“ und „falschen“ Flüchtlingen: schön für dich, dass du dir nicht vorstellen kannst, wie die Grenzen zwischen Armuts- und Gewaltflüchtlingen sich auflösen, wenn es einem nur richtig schlecht geht. Dann geht’s dir wohl gut genug.

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  22. Hans-Jürgen sagt:

    @DesTeufelsPoncho:

    Danke für die qualifizierte (sachdienliche) Auskunft.
    Antifa?

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  23. DesTeufelsPoncho sagt:

    Lieber Hans-Jürgen, Du solltest mit Deinem IQ (Intelligenzquotient) zur AfD gehen, die recherchieren auch wie im Mittelalter.

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  24. Uwe Schulze sagt:

    Mal völlig frei von parteilichem Gesäusel:
    Mir geht diese Diskussion um die Flüchtling mächtig auf die Nerven!
    Warum zum Teufel kapieren eigentlich die wenigsten Menschen warum den Flüchtlingen geholfen werden muss, und warum zum Teufel ist mittlerweile das Internet voll von Hetze gegen Flüchtlinge?
    Kapiert man nicht das diese Menschen dem sicheren Tod in ihrem Land ausgeliefert sind,
    Kapiert man nicht das die Chancen allein eine Flucht anzutreten höher sind,
    Kapiert man nicht das wir im goldenen Hofstaat Deutschland so etwas nicht erleiden muss!

    Entschuldigung, aber statt sich hier endlos über die Flüchtlingspolitik aufzuregen sollte man versuchen den Menschen zu helfen, so wie wir hoffentlich auch jedem Nachbarn helfen würden. Diese verkappte Gesellschaft, die nur auf ihren eigenen Teller schaut widert mich an!
    Uwe Schulze

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  25. Hans-Jürgen sagt:

    Kann mir einer hier mal völlig unideologisch und möglichst mit Fakten oder Quellen erklären, warum in Afrika und im nahen Osten immer nur junge Männer politisch verfolgt sind? Was ist mit den Mittelalten, den Alten und mit den vielen Frauen? Wo sind die Kinder?
    Scheinbar wird zu dem Punkt keine Statistik geführt (zumindest nicht offiziell), jedenfalls schweigt sich das offizielle Deutschland dazu aus.
    Mein Eindruck ist, daß 90% der Asylsuchenden hier im Norden junge Männer sind. Wenn Sie die lokalen Zeitungen durchblättern und diverse Meldungen und Artikel lesen, ist die Rede von jungen Männern. Da ich nicht glaube, daß die Frauen im Süden oder wlw. in Norwegen untergebracht werden, stellt sich hoffentlich nicht nur mir die Frage, inwieweit die Asylsuchenden nicht wirklich Verfolgte, sondern einfach nur Wirtschaftsflüchtlinge sind. Gerade in Afrika und im nahen Osten nimmt man bei politischer Verfolgung keine selektive Rücksicht. Hier wird bei echter Verfolgung gerne die ganze Familie ausgelöscht. Warum also flüchten die Familien nicht? Warum flüchten nur junge Männer?

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  26. Hallo Krischan, soweit ich weiß, versucht die Stadt bisher, Massenunterkünfte oder Unterbringung im Zelt zu vermeiden. Ich werde aber gern noch mal nachfassen. Beste Grüße
    Kristian

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  27. hans-christian keunecke sagt:

    Hallo KRISTIAN -alias-Buchholz Express- Du müßtest doch wissen als Ratsherr, wo Buchholz seine zukünftigen Flüchtlinge unterbringt. Ich hoffe doch nicht in Zelten als Notlösung!!?? Es gibt doch sicher noch mehr leerstehende Häuser in Buchholz, die die Stadt anmieten könnte ? Zum Beisspiel das Mehrfamilienhaus am Bhf gegenüber der Firma
    Köhnke, die wohl auch Besitzer ist!? Hier zu Wohnen währe immer n och besser als in einem Zelt zu“ hausen.“ Ich finde die Bürger haben ein Anrecht darauf rechtzeitig zu Wissen wann, wo und wie die Flüchtlinge und zukünftigen Buchholzer Bürger menschenwürdig untergebracht werden.
    Da die Flüchtlingsproblematik noch einige Jahre anhalten wird, muß der Stadtrat sich wohl auch kurzfristig mit dem Bau von menschenwürdigen Unterkünften befassen ..
    Evt. hat hast Du oder Euere Gruppierung, dieses Thema ja im Stadtrat sc hon einmal angeregt oder nachgefragt!?
    Denn wie heißt es so schön , so lange wir Waffen liefern ernten wir Krieg und Flüchtlinge.!

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  28. Katrin Mausbach sagt:

    Die Geister die sie riefen!!!! Jeder Politiker sollte mit gutem Beispiel voran gehen und je 3-5 Asylbewerber bei sich zuhause aufnehmen, mal schauen wie lange sie dann noch auf so tolle Ideen kommen. Auf welche Zeit sollen Turnhallen und Schützenhäuser denn belegt sein? Wird beim nächsten Königsball dann drum rum getanzt. Und in der Sporthalle?? Da bekommt das Kinderspiel „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ gleich eine ganz andere Bedeutung. Scherz beiseite…..die Politik muss etwas tun sonst wird das für die einzellnen Gemeinden nicht schön werden. Ich denke da mit Unbehagen an Anfang der 90er zurück, wo es schon einmal eine große Asylwelle gab.

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