Cyclassics – eine Bedrohung für die Grundrechte? Das Wochenblatt kämpft für Sie

In einer Woche stehen wieder die Cyclassics auf dem Programm und fast schon traditionell geht die Meckerei über die Straßensperrungen wieder los. Das Nordheide Wochenblatt, Zentralorgan der Entrechteten, nimmt den Ball zu gern auf und bläst die Beschwerde eines Lesers aus Rosengarten zu einem Beitrag in der Sonnabendausgabe auf. Ein Beitrag, der mal wieder völlig daneben ist.

„Fast wie Hausarrest“ steht allen Ernstes über dem Zweispalter und der Einstieg ist noch besser: „Warum werden unsere Grundrechte eingeschränkt, nur damit ein paar Radbegeisterte ihrem Hobby nachgehen können?“, heißt es da. Sag mal, geht’s noch?! Worüber reden wir hier? Der Leser regt sich auf, dass er wegen der Cyclassics zwischen 7 und 13.30 Uhr sein Grundstück nicht mit dem Auto verlassen kann. Das Radrennen diene vor allem dem Veranstalter, der auf Kosten der Betroffenen Geld verdiene.

Nun bin ich jederzeit bereit, die fortschreitende Kommerzialisierung im Sport zu kritisieren. Aber diese Argumentation ist wirklich komplett hanebüchen! Seit wann ist es ein Grundrecht, mit seinem Auto in der Gegend herumzufahren? Es ist schlimm genug, wie viele überflüssige Autofahrten hierzulande unternommen werden – da ist es wohl nicht zu viel verlangt, am Sonntag (!) mal für ein paar Stunden das Auto stehen zu lassen.

Bei den Cyclassics machen Tausende von fahrradbegeisterten Amateuren mit, insofern ist dies sehr wohl ein Sportereignis von allgemeinem Interesse, zumal ja auch noch viele tausend Zuschauer das Spektakel verfolgen. Wenn der Wochenblatt-Leser sich unter Hausarrest gestellt und in seinen Grundrechten beschädigt fühlt, sollte er sich vielleicht an den Gerichtshof in Den Haag wenden oder an Amnesty International… (kst)

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8 Comments

  1. Na, Kleo, dann schreibe doch einmal auf, wieviel Mal es in den diversen Jahren – die es die Cyclassic in dieser Form gibt – passiert ist, dass Du nach Hamburg zu einem Familien-Notfall fahren musstest. Wie wäre es, wenn Du dann an diesem Wochenende nach Hamburg fährst, dann bist Du gleich da, um Deiner Familie zu helfen, wenn es Probleme gibt? Und solltest Du Dich wirklich über so vieles in Buchholz ärgern, wäre es vielleicht doch eine Alternative, sich einen anderen Wohnort zu suchen.

    Es gibt ja leider viele Menschen, die mit gar nichts zufrieden sind und immer nur negativ denken. Diesen Menschen ist dann leider wohl nicht zu helfen.

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  2. Realistin, wach mal auf und schau auf die Realität. Wenn Dir jemand etwas erzählt wie es ist, gibt es wahrscheinlich keine Alternativen.

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  3. Soll sowieso bald nicht mehr durch die Nordheide führen. Es wurde mir schon vor 2jahren von einem Streckenposten erzählt, mit dem wir schon auf du und du sind, da wir immer sehr viel Lärm machen und Spass haben .Die Tage dieser Strecke sind gezählt. Vor allem wenn sie schon in beide Richtingen gefahren wurde! Der Streckeverlauf wird alle paar Jahre neu ausgeschrieben, also immer mit der Ruhe, an alle die sich hier in ihren Rechten eingeschränkt sehen. „Arme Leute“

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  4. Es ist schon richtig, dass man sich über Notfälle Gedanken macht. Nur denke ich, dass solche Notfälle am Tage der Cyclassics nicht die Regel sind. Um sich an diesem Tage abzulenken, wäre es vielleicht eine Möglichkeit, einen schönen Wochenendausflug außerhalb von Buchholz zu unternehmen. Da fühlt sich der genervte Buchholzer auch nicht genötigt, diesen – wenige Stunden dauernden – Rummel miterleben zu müssen. Ein Grundrecht würde ich darin bedroht sehen, wenn 365 Tage im Jahr die Bewegungsfreiheit des Buchholzer Bürgers eingeschränkt wäre.

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  5. Es könnte ja auch ein familiärer Notfall geben und ich müsste, ohne das ich es vor hatte, los nach Hamburg. Da ist der Weg etwas weit zu laufen, oder soll ich jetzt tatsächlich in meinem Alter anfangen mich mit der Bahn auseinander zu setzen? Nö, ich hab schon genug Bahnlärm um die Ohren und muss nicht das auch noch unterstützen. Die ganzen Fahrradgeschichten gehen mir mittlerweile auch auf die Nerven, denn die sind nicht so toll mehr. Ich muss hier alles akzeptieren und keine Änderung ist in Sicht. Meine Persönlichkeitsentfaltung leidet doch arg hier in Buchholz. Und nein, leider kann ich hier nicht weg ziehen!

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  6. Gerade die Cyclassics sind doch eine Bereicherung für die kleine Stadt Buchholz, ein Event, das nur ein Mal im Jahr stattfindet. Wenn die Strassen gesperrt sind, ist es immer noch möglich, zu Fuss zu gehen. Das soll doch auch ganz gesund sein. Was mich an den Strassensperrungen evtl. stören würde, dass im Notfall auch Krankenwagen oder Polizei ein wenig länger benötigen, um zu helfen.

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