Kritik unerwünscht – Wochenblatt diffamiert Teilnehmer des Schwarzen Dinners

Veröffentlicht: 2014-07-24 in Lokales, Politik
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Von Kristian Stemmler

Dass in diesem Land die sozialen Gegensätze größer werden, lässt sich wohl kaum übersehen. Für das Nordheide Wochenblatt ist das kein Grund, sich mit Kritik an der gesellschaftlichen Ungleichheit auseinander zu setzen. Man hält zu seinen Anzeigenkunden, zu den Geschäftsleuten, der Wirtschaft, den Besitzenden – und macht im Gegenzug Kritiker der bestehenden Verhältnisse nieder.

Der Beitrag über das Weiße und das Schwarze Dinner im Rathauspark in der Ausgabe vom Mittwoch ist da ein typisches Beispiel. Den Organisatoren des Weißen Dinners, denen das Wochenblatt näher steht, lobhudelt die Kollegin Katja Bendig im PR-Sprech, der in dieser Redaktion verbreitet ist. „Bei schönstem Sommerwetter“ habe man sich getroffen, „unter großen Bäumen gegessen und geplaudert“ und „zum stimmungsvollen Abschluss zündeten alle Gäste Wunderkerzen an und sangen gemeinsam“. Da geht einem doch das Herz auf, nicht wahr!

Die Organisatoren des Schwarzen Dinners werden dagegen mit Häme überzogen. „Ein versprengtes Grüppchen“ nennt die Kollegin die Teilnehmer, sie hätten vor allem „Spaß an Pöbelrufen“ gehabt und: „Ihre Hinterlassenschaften: ein Haufen leerer Bierdosen und ein Einkaufswagen samt Gartenstuhl“. So was nennt man Gossenjournalismus!

Organisator Uwe Schulze, Ex-Bürgermeisterkandidat, hat bereits eine Gegendarstellung ans Wochenblatt gerichtet. Darin weist er darauf hin, dass der Platz des Schwarzen Dinners sauber gewesen sei, als er die Veranstaltung kurz nach acht aufgelöst habe. Es ist davon auszugehen, dass die Kollegin um die Uhrzeit gar nicht mehr vor Ort war, sondern sich auf die Angaben des Organisators des Weißen Dinners, mit dem sie vermutlich hinterher telefoniert hat, verlassen hat.

Was die „Pöbelrufe“ angeht: Wie der buchholz express bereits berichtete, hat einer der Teilnehmer des Schwarzen Dinners in der Tat einige Male etwas zu den Teilnehmern des Weißen Dinners hinübergerufen. Dass die das weder akustisch noch inhaltlich verstehen konnten, davon kann man ausgehen. Aber es war eine Form des Protestes und hat zum Ausdruck gebracht, dass man die Teilnehmer des Weißen Dinners nicht ungestört schlemmen lassen wollte.

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Kommentare
  1. Hallo Krischan, ich werde mal mit Uwe über das Thema reden. Ich fürchte nur, dass die Organisatoren des Weißen Dinners nicht sehr zugänglich sein werden. Gruß Kristian

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  2. Hans-Christian Keunecke sagt:

    Hallo kristian -alias buchholz express und Hallo uwe-alias GEGENGIFT !!??

    Nachdem das Wochenblatt , vermutlich aus „Personalmangel“,keine Gegendarstellung über den falsch geparkten Einkaufswagen und die anderen“ schwer wiegenden Vorfälle“ zum
    SCHWARZ/WEISSEN DINNER, gebracht hat, sollten wir uns der Zukunft zuwenden. Uwe und Kristian wäre es nicht besser ein gemeinsames BUNTES BUCHHOLZER DINNER zu
    veranstalten . Könntet ihr Euch vorstellen mit den Veranstaltern des weissen Dinners darüber zu reden. Äußert Euch bitte einmal dazu?. Oder was spricht dagegen.!!?? Ihr habt das Bunte Buchholze Dinner doch auch vorgeschlagen.!!??

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  3. Könnte man machen.

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  4. Hans-Christian Keunecke sagt:

    Ich habe ja in meinem Kommentar zum zweiten Weiß/Schwarzen Dinner- Artikel klar gemacht, warum ich es für sinnvoller halten würde ein BUCHHOLZER DINNER unter dem Thema “ BUCHHOLZ DINIERT BUNT UND ALLE GEMEINSAM“ zu v eranstalten. Hier könnte sich jeder das aus seinem Kleiderschrank holen, was er besitzt und es anziehen. Man zeigt dabei auch niemandem, das man sich in sc hwarz oder weiß von anderen abgrenzen will. Ein Gespräch muß mann dann auch nicht schreiend praktizieren , denn man sitzt nicht getrennt. trifft.
    Eventuell loten die Veranstalter vom WEISSEN DINNER und vom SC HWARZEN DINNER
    den Vorsc hlag einmal aus. Den Meinungsaustausch im Wochenblatt über über einen „schlecht geparkten Einkaufswagenund drei falsch abgelegten leeren Bierdosen, sowie
    sehnsüchtig erwartete Gegendarstellungen “ , ist allerdings ein schlechter Einstieg für Gespräche.
    Herr „Chefredakteur“ macht es Sinn die Buchholzer Bürgerinnen zu befragen , ob sie ein getrenntes weiß/ schwarzes oder ein buntes Dinner möchten im nächtsten Jahr.!!?? Ähnlich wie die Vorwahl der Bürgermeisterkandidaten im Buchholzexpress.??

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  5. Chris sagt:

    Das Wochenblatt lebt von Anzeigen. Wer will es ihnen da verdenken, dass sie einseitig zu Gunsten ihrer Anzeigenkunden (und damit ihrer Geldquelle) berichten??

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