Zustrom von Asylbewerbern hält an – Buchholz sucht weiter nach Unterkünften

 

Die Stadt Buchholz wird in den kommenden Monaten weitere Asylbewerber aufnehmen müssen. „Wir suchen nach wie vor nach Unterkünften“, sagte Alfred Baum, Leiter des Fachdienstes Jugend und Soziales im Ausschuss für Wirtschaft und Soziales. Wegen des starken Zustroms von Asylbewerbern nach Deutschland wird mit einer Erhöhung der Quote für den Landkreis Harburg gerechnet. Bis Anfang Mai waren im Landkreis 185 Asylbewerber neu aufgenommen worden, bis Ende des Jahres kommen voraussichtlich noch 350 dazu, wie Anja Pährisch, Leiterin des Integrationsbüros, erklärte.

Was das für Buchholz bedeutet, ist noch nicht ganz klar. „Wir haben noch keine Nachricht vom Landkreis und müssen abwarten“, so Sozialdezernent Jan-Hendrik Röhse im Ausschuss. Bisher sind in Buchholz rund 130 Asylbewerber an sechs Standorten untergebracht. Alfred Baum betonte, die Stadt sei „seit 22 Jahren gut aufgestellt für die Unterbringung von Flüchtlingen, auch von Familien mit Kindern“. Die neuen Zahlen der UNHCR nannte Baum „erschreckend“. Danach sind weltweit zum erstenmal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht.

Baum berichtete den Ausschussmitgliedern, dass Buchholz in den letzten zwei Monaten mit einem neuen Problem zu tun hat. Vermehrt habe es Anfragen aus dem Landkreis gegeben, Personen aus Leiharbeitsverhältnissen, vor allem Rumänen, Bulgaren und Ungarn, in Buchholz unterzubringen, darunter auch Familien. Auf die Unterbringung dieses Personenkreises sei man aber nicht vorbereitet. „Und da muss man auch klar sagen: Wir sind nicht zuständig“, so Baum.

Eine positive Bilanz der Arbeit ihres Büros zog Anja Pährisch. Die Förderangebote, die sich vor allem an Kinder und Jugendlich richten, würden weiterhin „stark nachgefragt“. So nahmen an den Förderkursen, die vor allem die Sprachkenntnisse verbessern sollen, zuletzt 81 Schüler teil. Sehr gut angenommen werde auch das Integrationscafé, das einmal in der Woche als „Ort der Begegnung“ öffne (donnerstags 14 bis 17 Uhr). „Zuerst kamen vor allem junge Männer, jetzt vermehrt auch weibliche Jugendliche und junge Frauen“, so Pährisch. (kst)

 

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1 Comment

  1. ist es notwendig und sinnvoll, den begriff „zustrom“ in diesem kontext zu verwenden? ich finde nicht, zumal es vom strom auch nicht mehr weit zur flut ist. ansonsten: so weitermachen!

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