Archiv für Juni, 2014

 

DSC_0241Von Kristian Stemmler

Vor Gericht sah es zuletzt so aus, als hätte es eine Annäherung zwischen der Stadt und den Anwohnern des Kunstrasenplatzes der Wiesenschule gegeben – tatsächlich kann davon aber wohl keine Rede sein. Nach wie vor gibt es immer wieder Streit um den Spielbetrieb auf den Platz. Zuletzt sorgte ein Aufstiegsspiel der Ersten Herren der Hockeyabteilung von Buchholz 08 für Ärger.

Das Spiel gegen Altona-Bahrenfeld II war am 25. Juni, einem Mittwoch, für 20 Uhr angesetzt. Nach Auffassung der Anwohner ist die Ansetzung des Spiels in der Ruhezeit nicht zulässig, weil eine Ausnahmeregelung, die die Ansetzung von „Besonderen Ereignisse“ in dieser Ruhezeit erlaubt, nicht für Punktspiele gelte. In einer Mail an den Ersten Stadtrat und Schuldezernenten Jan-Hendrik Röhse beschweren sich Anwohner, mit der Genehmigung des Spiels sei gegen geltendes Recht verstoßen worden. Auf der Homepage von 08 habe man das Spiel zu einem besonderen Event hochgejubelt, offenbar um es zu einem besonderen Ereignis hoch zu stilisieren.

Das Spiel sei gegen 21.30 Uhr zu Ende gewesen, danach sei aber „noch fröhlich und ausdauernd an der Seitenlinie“ konferierte worden, so beklagen die Anwohner. Die letzten Spieler hätten erst um 22.17 Uhr den Platz verlassen, also noch nach dem Beginn Nachtruhe, die tabu sei. „Wenn man denn schon diese indiskutable Spielansetzung genehmigt, hätte man zumindest die Spieler darauf hinweisen müssen, dass der Platz anschließend schnellstmöglich zu räumen ist“, schreiben die Anwohner an Röhse.

Beklagt wird in der Mail weiter, dass gegen halb neun das Flutlicht eingeschaltet wurde, obwohl der Platz noch in der Abendsonne gelegen habe. Es fänden außerdem weiterhin Spiele am Sonntag statt und nicht am freien Sonnabend, die Tore seien noch nicht gedämmt und es sei nach wie vor möglich, dass Bolzer ungehindert auf den Platz kämen. Nach wie vor könnten sie Tore nutzen, die trotz anderslautender Zusagen immer noch nicht zusammengeschlossen würden.

In seiner Antwort rechtfertigt Röhse die Ansetzung des Nachholspiels in der Ruhezeit. Nach dem schalltechnischen Gutachten vom 23.1..2009 könne bei einem Punktspiel in der Ruhezeit der Richtwert für seltene Ereignisse herangezogen werden. Auch die vom Rat beschlossene Nutzungsordnung für den Platz stehe der Ansetzung des Spiels nicht entgegen. Das Gericht habe in seinem Hinweisbeschluss vom 3.4.2014 zudem die Durchführung von Punktspielen innerhalb der Ruhezeit als Ausnahmefall grundsätzlich für zulässig angesehen.

Torpolster für eine Dämmung der Tore seien bei einer Firma in Norderstedt bestellt. Es handele sich um Sonderanfertigungen, die nicht von der Stange zu kaufen seien. Er rechne aber mit einer kurzfristigen Lieferung, so Röhse. Im Hinblick auf den Hinweis des Gerichts, das freie Bolzen auf dem Platz durch eine Optimierung der Zugangsbeschränkungen noch nachhaltiger zu unterbinden, würden derzeit „verschiedene Möglichkeiten einer Verbesserung der Einfriedung“ durch den Fachbereich 50 (Hochbau) geprüft.

 

 

DSC_0034Wie in Recife so auch in Buchholz: Es regnete zeitweise in Strömen während des Spiels Deutschland gegen die USA! So sieht eben echte Solidarität aus – wenn die deutschen Jungs bei der Weltmeisterschaft in Brasilien nass werden, denn will der Fan zu Hause es auch nicht besser haben. Auch wenn er und sie sich wohl eigentlich ein Public Viewing bei Sonnenwetter gewünscht hätten.

Auf den Feierabendverkehr in Buchholz wirkte sich das Duell mit Klinsis Truppe heute abend jedenfalls sehr positiv aus. Statt langer Staus herrschte auf den Einfallstraßen, wie hier auf der Hamburger Straße, gähnende Leere. Das änderte sich erst mit dem Abpfiff in Recife. Hupend kreuzten die Fußballfans durch die Stadt und feierten den 1:0-Sieg der deutschen Mannschaft und den Einzug ins Achtelfinale. (kst)

 

 

Die Stadt Buchholz wird in den kommenden Monaten weitere Asylbewerber aufnehmen müssen. „Wir suchen nach wie vor nach Unterkünften“, sagte Alfred Baum, Leiter des Fachdienstes Jugend und Soziales im Ausschuss für Wirtschaft und Soziales. Wegen des starken Zustroms von Asylbewerbern nach Deutschland wird mit einer Erhöhung der Quote für den Landkreis Harburg gerechnet. Bis Anfang Mai waren im Landkreis 185 Asylbewerber neu aufgenommen worden, bis Ende des Jahres kommen voraussichtlich noch 350 dazu, wie Anja Pährisch, Leiterin des Integrationsbüros, erklärte.

Was das für Buchholz bedeutet, ist noch nicht ganz klar. „Wir haben noch keine Nachricht vom Landkreis und müssen abwarten“, so Sozialdezernent Jan-Hendrik Röhse im Ausschuss. Bisher sind in Buchholz rund 130 Asylbewerber an sechs Standorten untergebracht. Alfred Baum betonte, die Stadt sei „seit 22 Jahren gut aufgestellt für die Unterbringung von Flüchtlingen, auch von Familien mit Kindern“. Die neuen Zahlen der UNHCR nannte Baum „erschreckend“. Danach sind weltweit zum erstenmal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht.

Baum berichtete den Ausschussmitgliedern, dass Buchholz in den letzten zwei Monaten mit einem neuen Problem zu tun hat. Vermehrt habe es Anfragen aus dem Landkreis gegeben, Personen aus Leiharbeitsverhältnissen, vor allem Rumänen, Bulgaren und Ungarn, in Buchholz unterzubringen, darunter auch Familien. Auf die Unterbringung dieses Personenkreises sei man aber nicht vorbereitet. „Und da muss man auch klar sagen: Wir sind nicht zuständig“, so Baum.

Eine positive Bilanz der Arbeit ihres Büros zog Anja Pährisch. Die Förderangebote, die sich vor allem an Kinder und Jugendlich richten, würden weiterhin „stark nachgefragt“. So nahmen an den Förderkursen, die vor allem die Sprachkenntnisse verbessern sollen, zuletzt 81 Schüler teil. Sehr gut angenommen werde auch das Integrationscafé, das einmal in der Woche als „Ort der Begegnung“ öffne (donnerstags 14 bis 17 Uhr). „Zuerst kamen vor allem junge Männer, jetzt vermehrt auch weibliche Jugendliche und junge Frauen“, so Pährisch. (kst)

 

„Eine Seuche unserer durchgeknallten Eventgesellschaft hat jetzt auch den Landkreis Harburg erreicht: das Weiße Dinner oder Dîner en blanc.“ – So begann vor etwa einem Jahr einen Beitrag, in dem auf eine neue Veranstaltung im Rathauspark hingewiesen wurde. Der Unternehmensberater Stephan Jockel organisierte das erste Weiße Dinner in Buchholz, eine aus Frankreich eingeschleppte Veranstaltung, bei der sich Menschen ganz in Weiß zum Picknick treffen.

„Eine nutzlose Demonstration der Dekadenz“, schrieb der buchholz express, damals noch buchholzblog, aus diesem Anlass und lud zusammen mit dem späteren Bürgermeisterkandidaten Uwe Schulz zu einer Gegenveranstaltung: dem Schwarzen Dinner, bei dem man schwarz gekleidet ist und nur Billigfood von Aldi & Co. zu sich nimmt.

Am 19. Juli findet nun das zweite Weiße Dinner im Rathauspark statt – und damit auch das zweite Schwarze Dinner (Beginn in beiden Fällen 17.30 Uhr). Aus diesem Anlass wiederholen wir hier einen Bericht, der vor einem Jahr auf der Homepage von Uwe Schulze, gegengift.eu, erschienen ist:

 

Das dekadente Protz-Event, zu dem der Unternehmensberater Stephan Jockel und seine Frau Claudia aufgerufen haben, stößt nicht nur uns sauer auf. Der Rathauspark, in dem dieses Event stattgefunden hat, wird oft von Menschen in Buchholz genutzt, die viele als Migranten, Asylanten, Sozialhilfeempfänger, Hartz IV-Empfänger oder Penner bezeichnen. Das man diesen sozialen Minderheiten, wenn es denn noch Minderheiten sind, gegenüber seinen Reichtum so heftig präsentiert und sie damit weiter an den Rand einer Gesellschaft drückt, ist für uns der Anlass gewesen diese kleine aber wirkungsvolle Aktion durchzuführen.

Was aber verbinden wir eigentlich mit der Farbe Weiß? Physikalisch ist Weiß die Summe aller Farben. Weiß hat keinen negativen Zusammenhang, so ist sie die vollkommenste Farbe. Weiß symbolisiert: Licht, Glaube, das Ideale, das Gute, der Anfang, das Neue, Sauberkeit, Unschuld, Bescheidenheit, Wahrheit, die Klugheit, die Wissenschaft, die Genauigkeit. Alles was hygienisch sein soll, ist weiß, Weiß verbinden wir Menschen mit purer Reinheit.

Die Bedeutung der Farbe Weiß in Kultur und Religion Am Anfang war das Nichts, aus ihm gebar sich alles, sagen die heiligen Bücher der Asiaten. »Gott sprach: Es werde Licht« sagt die Bibel. Weiß ist das Gegenteil von Schwarz, dem Nichts, dem Chaos, das auf ordnende Gestaltung wartet, durch das Licht der Erleuchtung.

Was haben wir das gestern im Rathauspark erlebt, die Geburt einer neuen Sekte? In unregelmäßigen Abständen wedelte sich die Weiß-Dinner-Gesellschaft mit ihren weißen Servietten gegenseitig zu, dass man an der Stelle an eine Sekte denkt, ist also nicht verwunderlich. Den gnadenlosen Schnitt zwischen Arm und Reich, Gut und Böse, Sein und Nichtsein?

Wir stellen fest, Buchholz entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt, die minderbemittelten Menschen keine Heimat mehr sein will, die es zulässt, dass immer mehr Luxuswohnungen, Residenzen, gebaut werden statt sich mehr um den sozialen Wohnungsbau zu kümmern. Dazu kommen die Konsumtempel, die uns überlegen lassen warum man nur für die reiche Klientel sorgt, aberdas Aldi-, Lidl-, Penny-Pack mitsamt den dazugehörigen Geschäften versucht aus dem Stadtbild zu entfernen.

Eines sollte doch allen klar sein, die Klassengesellschaft wird wieder bevorzugt, und den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des gestrigen Weißen Dinners, sollte klar sein dass Sie den Klassenerhalt mit ihrem protzigen Verhalten in ein solides Fundament gebettet haben. Wir werden jedenfalls weiterhin öffentlich zeigen, dass wir Buchholzer Bürger so etwas nicht brauchen. Ein soziales Miteinander ist es, was wir einfordern.

Noch etwas zu unserer Aktion: Unsere kleine Protest- und Kunstaktion hat einige der in weiß gekleideten Menschen dazu bewegt, unseren mit reichlich Speisen der Aldi- und Lidl-Klasse bedeckten Tisch aufzusuchen. Es kamen nachdenkliche sowie auch kritische Dialoge von schwarzer und weißer Seite auf den Tisch, aber es war insgesamt alle in allem ein konstruktiver Austausch, und vor allem friedlich. Wir befürchteten erst, dass man uns nicht wahrnehmen will, aber da lagen wir völlig falsch.

Trotz der geringen Anzahl an Teilnehmern am Schwarzen Dinner, haben wir ein deutliches Zeichen hinterlassen: Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Buchholz immer weiter auseinander, und darauf muss man aufmerksam machen.

Erstaunt waren wir das zwei Ratsherren der Stadt Buchholz ebenfalls an dem umstrittenen Weißen Dinner teilnahmen, und von beiden hätten wir es nicht erwartet. Einziger Trost dabei, beide waren an unserem Tisch und zeigten somit wenigstens etwas Solidarität in dem sie den Dialog mit uns suchten. Richtig genial fanden wir allerdings die Jugendlichen, die uns geradezu umschwärmten und uns für unseren Einsatz für die sozialen Minderheiten in Buchholz dankten. Wir führten mit ihnen wirklich tolle Gespräche bei Wasser und Brot, und es lässt uns hoffen, dass wir auch bei der jungen Generation mit unserer Aktion eine Lunte entzündet haben, eine Lunte die zu mehr Miteinander führt und mit hilft die Schere wieder zusammenzudrücken.

Erstaunlich war, dass wir vom Schwarzen Dinner als Infomationsstand des Weißen Dinners fungierten, denn zu den weißen Herrschaften traute sich niemand zu gehen, um an Informationen zu kommen.

 

 

Mysteriöser Fund im Stadtteich am Heidekamp. In dem Gewässer unweit des Mühlentunnels wurden drei abgetrennte Schafköpfe und Innereien von Schafen gefunden. Offenbar hat jemand die Reste einer vermutlich illegalen Schlachtung entsorgt. Wie die Polizeiinspektion Harburg mitteilte, wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Hinweise nimmt die Polizei in Buchholz unter Telefon 04181-2850 an. (kst)

 

Jetzt sind die Bürger wieder am Zug. Am Sonnabend, 5. Juli, geht in der Empore die „2. Bürgerwerkstatt“ in Sachen Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) von 9 bis 15 Uhr über die Bühne. Überschrift: „Wie wollen wir in Buchholz in Zukunft leben?“

Mehr als 1000 Anregungen, Ideen und Vorschläge werden derzeit in der Verwaltung für die Werkstatt aufbereitet. „Wir wollen konkrete Empfehlungen erarbeiten“, erläutert Stadtbaurätin Doris Grondke, „und diese mit den Teilnehmern diskutieren.“

Im Fokus der Veranstaltung steht die Wohnungsbauentwicklung in Buchholz. Konsequenterweise wird deshalb zunächst in Kleingruppen der Frage nachgegangen: Soll Buchholz wachsen? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Im Anschluss sollen dann im Rahmen des so genannten Open-Space-Verfahrens auf Grundlage der Stärken-Schwächen-Analyse Entwicklungsschwerpunkte benannt werden. Dabei stehen alle Schwerpunktthemen des ISEK von der Wohnungsbau- über die Sport- bis hin zur Grünflächenentwicklung auf der Agenda.

Nach der Mittagspause sollen die Teilnehmer erneut in Kleingruppen zusammenkommen und Ideen für ein Leitbild von Buchholz erarbeiten. „Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch von Argumenten und auf die gemeinsame Arbeit mit Ihnen“, sagt Doris Grondke.

Wer sich über den relativ frühen Beginn der Bürgerwerkstatt wundert – das ist der Fußball-Weltmeisterschaft geschuldet. „Niemand soll wegen des ISEK auf Fußball verzichten“, erklärt die Stadtbaurätin. „Deshalb haben wir die Bürgerwerkstatt um eine Stunde vorverlegt und machen so rechtzeitig Schluss, dass jeder genug Zeit hat, Bier kalt zu stellen und den Grill anzuheizen.“

Wie gewohnt, ist die Teilnahme kostenlos und für Verpflegung ist gesorgt. Für die Planung ist es wichtig, dass sich die Teilnehmer anmelden. Unter http://www.buchholz-zukunft-gestalten.de findet sich ein Anmeldeformular. Einfach ausfüllen, fertig. Oder eine E-Mail senden an zukunft-gestalten@buchholz.de. Ganz ohne Internet geht es auch: Per Telefon ist Susann Florian (04181-214 731) vom ISEK-Team zu erreichen. (hh/be)

Der designierte Bürgermeister von Buchholz, Jan-Hendrik Röhse, weist die Kritik seines grünen Kontrahenten Joachim Zinnecker zurück. Er habe keinen Ostring-Wahlkampf geführt, sondern nur auf Anfragen der Wähler reagiert, sagte er im Interview mit dem buchholz express. Auch habe er keine Probleme auf die Ratsmehrheit zuzugehen. Er sei überzeugt davon, „dass Politik und Verwaltung sehr gut zusammenarbeiten werden“.

Kristian Stemmler: Herr Röhse, worauf führen Sie Ihr gutes Ergebnis zurück?

Jan-Hendrik Röhse: Es ist naturgemäß schwierig zu sagen, worauf so ein gutes Wahlergebnis nun genau zurückzuführen ist. Für den Wahlkampf hatte ich mir insgesamt fünf Wochen Urlaub genommen und war in dieser Zeit täglich unterwegs, um für mich und mein Programm zu werben. Ob es am Ende an meiner Person oder an meinem Wahlprogramm oder an einer Kombination aus Person und Programm lag, ich weiß es nicht. So oder so freue ich mich aber über das Ergebnis.

Ihr Kontrahent, Joachim Zinnecker, wirft Ihnen vor, doch einen Ostring-Wahlkampf geführt zu haben.

Das Thema Ostring hat in meinem immerhin zehnseitigen Wahlprogramm gerade einmal eine halbe Seite eingenommen und war somit nicht übermäßig in den Vordergrund gestellt. Totschweigen konnte und wollte ich dieses Thema allerdings nicht. Letztendlich haben wir in den öffentlichen Diskussionsrunden doch alle gemerkt, dass es die Wählerinnen und Wähler sind, die die Fragen bestimmen, auf die sie Antworten haben wollen – und nicht umgekehrt. Insoweit kann ich den Vorwurf, ich hätte einen Ostring-Wahlkampf geführt, nicht nachvollziehen.

Zinnecker warnt vor sieben Jahren Stillstand und sieht Probleme für die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und der rot-grün geführten Ratsmehrheit. Wie sehen Sie das?

Die Wählerinnen und Wähler haben mir mit 61,3 Prozent ein sehr starkes Mandat gegeben, das ich auch als eine Verpflichtung sehe. Eine Verpflichtung, auch die politisch umstrittenen Themen zu lösen. Jedes Ratsmitglied – der Bürgermeister eingeschlossen – sollte aus diesem Wahlergebnis seine Schlüsse ziehen und konstruktiv daran arbeiten, den – wie Herr Zinnecker sagt – „Gordischen Knoten“ zu zerschlagen. Mein Ziel ist es, das Thema „Ostumgehung“ bis zur Kommunalwahl 2016 politisch zu lösen. Dann muss man sich auch nicht mehr über einen „Ostring-Wahlkampf“ streiten.

Sie haben also keine Probleme auf die Ratsmehrheit zuzugehen?

Ich bin ein weltoffener und toleranter Mensch und habe überhaupt keine Probleme, mit jedem Ratsmitglied einen guten und respektvollen Umgang zu pflegen und ihr oder ihm die Hand zu reichen. In diesem Sinne werde ich mein Amt am 1. November antreten und ich bin überzeugt davon, dass Politik und Verwaltung sehr gut zusammen arbeiten werden.