EILMELDUNG BILD-Gruppe übernimmt Buchholzer Wochenblatt-Verlag

Logo BildVon Kristian Stemmler

Wie der buchholz express aus gut unterrichteten Quellen erfuhr, will die Bild-Gruppe der Axel Springer AG den Wochenblatt-Verlag kaufen. „Die Wochenblätter des Hauses Schrader passen bestens zu unserem Image und unseren Inhalten“, sagte Kai Diekmann, Chefredakteur der Bild-Zeitung. Wie der buchholz express weiter erfuhr, soll das Nordheide Wochenblatt in Nordheide-BILD umbenannt werden. Diekmann äußerte Respekt und Bewunderung für die Leistung der Wochenblätter. „Die machen uns noch was vor. Wie da Leute ohne Rücksicht auf ihre Persönlichkeitsrechte vorgeführt und niedergemacht werden – dagegen sind wir Waisenknaben!“, so der erfahrene Zeitungsmann. Auch die Machtfülle des Wochenblatt-Verlages nötigt Diekmann Respekt ab: „Die bestimmen ja, wer in Buchholz Bürgermeister wird und wer nicht. Das schaffen wir in Hamburg nicht, da brauchen wir immer noch das Hamburger Abendblatt.“

Layouttechnisch will die Bild-Gruppe nach der Übernahme die Wochenblätter noch etwas aufpeppen. „Das ist schon nicht schlecht, aber noch zu sehr Kraut und Rüben“, sagte Diekmann dem buchholz express. „Das Rot muss noch knalliger kommen und die Überschriften sind viel zu klein.“ Auch müssten die Mitarbeiter geschult werden, noch boulevardesker rüberzukommen. „Mal abgesehen von zwei, drei Ausnahmen sind die noch viel zu objektiv“, so der Chefredakteur.

Für den jetzigen Chefredakteur, Reinhard Schrader, hat Diekmann dagegen nur Lob übrig: „Wie der draufhaut und das oft ohne jede Rücksicht auf die Fakten – alle Achtung!“ Dass Schrader in diesem Jahr in Rente gehe, sei ein herber Verlust. Man werde wohl jemanden mit Bild-Erfahrung für den Job des Chefredakteurs auswählen, um die Blätter weiter auf Kurs zu bringen.

Aber erst mal gelte es im Sommer den Bürgermeister von Buchholz zu machen. „Ich habe mit den Schraders geredet“, sagte Diekmann, „Dieser Grüne da ist ja ganz pfiffig, aber ein Grüner in so einer wichtigen Position – ich weiß nicht. Und der Jurist von der CDU soll doch etwa zu liberale Tendenzen haben. Ich denke, wir werden uns für den Makler Ronald Bohn entscheiden.“

Auf diese Weise könne man Buchholz zu einer Art Versuchsgebiet machen – eine Kleinstadt, die von Investoren, Einzelhandel, Wirtschaft und einem Verlag regiert werde. Diekmann: „So etwas gibt es in ganz Deutschland noch nicht.“

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