Archiv für April, 2014

 

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Von Kristian Stemmler

Ist denn schon wieder Wahl? Das fragen sich momentan wohl etliche Wähler, wenn sie die Wahlplakate am Straßenrand sehen. Denn anders als es bei Bundestagswahlen oder Landtagswahlen läuft, wo die mediale Aufmerksamkeit groß ist, sind die Wahlen, die am 25. Mai, also in weniger als einem Monat, stattfinden, noch nicht in jedermanns Bewusstsein gedrungen. Dabei sind es gleich drei: Europawahl, Bürgermeisterwahl in Buchholz und Wahl des Landrats im Landkreis Harburg.

Wie schon bei zurückliegenden Wahlen nimmt der buchholz express dies zum Anlass, sich einige Plakate der Kandidaten, in diesem Fall nur die der Buchholz besonders interessierenden Bürgermeisterwahl, etwas näher anzuschauen. Fangen wir mit den beiden an, die vermutlich am Ende das Rennen um das Rathaus unter sich ausmachen werden: Joachim Zinnecker und Jan-Hendrik Röhse.

Zinnecker hatte in seiner Kampagne eigentlich schon ganz gut vorgelegt mit den beiden auch schon plakatierten Slogans „Voll auf Zinne“ und „Zinne bewegt Buchholz“ sowie dem „Zinne-Bike“, einem Lastenrad, mit dem er im Wahlkampf unterwegs ist. Bei aller Sympathie des buchholz express für den Kandidaten von SPD, Grünen und Buchholzer Liste: Die Plakate sind leider nicht ganz so gut gelungen.

Das Foto von Zinnecker ist eigentlich ganz gut, auch wenn er fast etwa maliziös dreinschaut, aber im Druck ist es ziemlich blass geraten. Entscheidendes Manko aber: Die Schrift ist viel zu klein bzw. schwer lesbar. Wer mit dem Auto vorbeifährt, kann oft nicht einmal den Namen entziffern und schon gar nicht, dass darunter „Zinne bewegt Buchholz“ steht. Die Namen der unterstützenden Parteien ganz unten auf dem Plakat sind selbst für Fußgänger kaum zu entdecken.

Wenn hier nicht noch nachplakatiert wird, ist zu befürchten, dass die Wirkung dieser Plakate ziemlich verpufft. Denn das Gesicht von Joachim Zinnecker wird so sicher bekannter, aber der Betrachter kann es ja nicht mit der Bürgermeisterwahl verknüpfen, wenn er nicht mal das Wort Buchholz lesen kann. Da hat es die CDU diesmal besser gemacht.

Sicher hat das Plakat mit Röhse wie auch die anderen CDU-Plakate diese 08/15-heile-Welt-Optik, aber es steht halt alles Wesentliche drauf: vor allem der Name in ausreichender Größe und darunter die Aufschrift „Am 25.05.2014 Röhse zum Bürgermeister wählen“. Diese Aufschrift ist zwar auch nicht so groß, aber in einer gut lesbaren Type, schwarz auf hellem Untergrund. Dass unter Röhses Name „…bringt Buchholz voran“ steht, wirkt allerdings leicht abgekupfert. Auch „Damit es Buchholz gut geht“ ist nicht wirklich originell.

Vom gestalterischen Standpunkt gesehen bekommt das hier abgebildete Plakat von Makler Ronald Bohn ebenfalls gute Noten. Das Foto ist wirklich professionell. Dass Bohn dabei offenbar vor der Buchholz Galerie steht, ist allerdings ein erneuter Ausweis seiner Wirtschaftsnähe. Neben seinem Kopf steht „Ronald Bohn – Ihr Bürgermeisterkandidat“, und ebenso kurz und knapp: „unabhängig, parteilos, authentisch, bürgernah“.

Das ist natürlich maßlos geprahlt, da Herr Bohn fest in der Geschäftswelt der Stadt verankert und erst vor kurzem wegen seiner Kandidatur aus der FDP ausgetreten ist. Darum wirkt auch der Slogan über seinem Kopf „Vernunft statt Parteibuch“ recht albern. Außerdem ist es billig, auf den Parteien rumzuhacken. Ein netter Einfall ist dagegen die Geste auf dem Foto: Bohn formt seine Hände zu einem Herz, darunter steht „Mein Herz schlägt für Buchholz!“.

Die beiden anderen Kandidaten für das Bürgermeisteramt, der Betriebsrat Uwe Schulze, und der Optiker Norbert Keese haben nicht genug Mittel für flächendeckende Plakatwerbung oder setzen sie anders ein. Dass zumindest Keese ohnehin chancenlos ist, hat der buchholz express bereits prophezeit. Schulze werden von Beobachtern immerhin Außenseiterchancen eingeräumt, da er in Buchholz gut vernetzt ist und tatsächlich als unabhängig gilt.

 

 

DSC_7897Von Kristian Stemmler

Reinhard Schrader scheint kurz vor seiner Pensionierung noch eine Art präsenile Unbelehrbarkeit entwickeln zu wollen – oder war er schon immer so? Der Chefredakteur des Nordheide Wochenblattes prügelt in der Ausgabe vom 16. April schon wieder auf der Buchholzer Stadtbaudezernentin Doris Grondke herum. Er hat es offenbar nicht verwunden, dass sie seine Argumentation zum Neubau der Sporthalle an der Holm-Seppenser Mühlenschule im Stadtrat ad absurdum geführt hat, und nimmt jetzt das ISEK her, um sie zu treffen.

Wie bekannt, arbeitet die Buchholzer Verwaltung seit einigen Monaten erfolgreich an einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK), wie es andere Kommunen schon länger haben. Dabei soll grundsätzlich geklärt werden, wohin Buchholz sich eigentlich überhaupt entwickeln soll. Eine für die Stadt nicht ganz unwichtige Frage, deren Beantwortung natürlich auch etwas kostet. Aber für Schrader ist das alles nur rausgeschmissenes Geld. Ihm passt schon die ganze Richtung nicht.

„ISEK ist Teil einer Mega-Jobmaschine im öffentlichen Dienst und bei dessen Dienstleistern: bei Planungsbüros, Gutachtern, Mediatoren usw. Zu Lasten der Steuerzahler werden für derartige Programme immer neue Konzepte produziert, am Ende nicht selten für den Papierkorb.“ Schrader offenbart hier wieder einmal seine FDP-nahe, neoliberale Grundeinstellung, zu der auch eine tiefsitzende Verwaltungsfeindlichkeit (um nicht -hass zu sagen) gehört:

Der Staat hat die Infrastruktur für die Wirtschaft in Stand zu halten und zu entwickeln, damit der Rubel rollt, basta! Da macht sich Schrader ganz zum Sprachrohr des Klientels seiner Zeitung, der Werbe- und Anzeigenkunden, also der Wirtschaft. Nur so ist ja auch seine Dauerkampagne gegen Grondke zu erklären, die mit ihrer Politik offenbar die Erwartungen der Buchholzer Geschäftsleute nicht ausreichend erfüllt.

Für einen Journalisten ist eine solche Haltung schon peinlich genug. Noch peinlicher wird es aber, wenn man sich diesen Beitrag genauer anschaut. Denn wieder einmal mischt Schrader Tatsachen, Halbwahrheiten, Unwahrheitungen und Übertreibungen noch nicht einmal besonders geschickt zusammen, um Grondke ans Bein zu pinkeln. Es genügen eigentlich einige Klicks im Internet und ein wenig Nachdenken, um den Beitrag zu entlarven.

Schrader vergleicht das ISEK, das in Buchholz im Werden ist, mit dem ISEK, das die Nachbarkommune schon erstellt hat. In Buchholz lägen die Kosten bei mindestens 150.000 Euro, Tostedt habe sein ISEK zum Nulltarif hinbekommen. Diese Aussage ist eine recht gemeine Täuschung! Auf einer Seite der Tostedter Verwaltung lesen wir nämlich zum Tostedter ISEK:

„Das Konzept ist im Rahmen eines Postgraduiertenstipendiums der Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung, Tostedt, zur Förderung des akadamischen Nachwuchses im ingenieurwissenschaftlichen Studiengang Stadtplanung an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) entstanden.“

Auf Deutsch: Die Vorwerk-Stiftung hat, wie so Manches andere in Tostedt, auch dieses ISEK bezahlt. Wenn man so einen Sponsor hat, kann man natürlich leicht zum Nulltarif arbeiten!

Dann bemängelt Schrader auch noch, dass Buchholz sich zwei Jahre Zeit lässt für sein ISEK, Tostedt habe dasselbe in einem halben Jahr geschafft. Auch hier täuscht der Herr Chefredakteur, was das Zeug hält. In Tostedt ging es um ein ISEK für „die Durchführung von Ausbaumaßnahmen im Tostedter Ortskern“ – das war’s! In Buchholz geht es um viel mehr: um eine umfassende Analyse der Stärken und Schwächen, um Sport, Stadtentwicklung, Kultur, Grünanlagen und und und. Dafür braucht man Zeit und dafür sollte Buchholz sich die Zeit auch nehmen.

Fast am unverschämtesten ist die Formulierung Schraders von der „letztlich bedeutungslosen Bürgerbeteiligung“. Die Empore war ausgebucht, als das Planungsteam vor einigen Wochen die Bürger gebeten hatte, ihre Meinung zu sagen. Dass zu den ISEK-Veranstaltungen viele Kommunalpolitiker und oft Leute kommen, die man auch bei ähnlichen Gelegenheiten sieht, ist bestimmt nicht Grondkes Schuld.

Das ist die Folge einer Politikverdrossenheit, an der Medienleute wie die Schraders und ihre Amigos in der Politik und Wirtschaft die meiste Schuld tragen. Viele Bürger sind nicht ganz zu unrecht der Meinung, dass man gegen die mächtigen Interessengruppen, die eine Stadt wie Buchholz mit Geschäftshäusern und teuren Eigentumswohnungen zuklotzen ohnehin wenig tun kann.

 

 

Von Kristian Stemmler

Vertritt der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) eigentlich die Interessen von Radfahrern, wie er sollte – oder sieht er seine Hauptaufgabe darin, Radfahrer in Gefahr zu bringen? Diese zugegebenermaßen polemische Frage drängt sich dem Beobachter auf, wenn er oder sie das Vorgehen des Vereins im Landkreis verfolgt. Nachdem der ADFC in Hanstedt mit seinem Versuch, die Radfahrer auf die Straße zu zwingen, gehörig auf die Nase gefallen ist, versucht er ähnliches nun offenbar in Buchholz.

Leider hat die Politik einen Antrag des ADFC-Ortsvereinsvorsitzenden Reimund Rudkowski durchgewinkt, einen Schutzstreifen für Radfahrer an der Bremer Straße auf die Fahrbahn aufzubringen. Der Streifen wurde bereits aufgebracht, beginnt in Höhe des Kinos und endet nach etwa einem Kilometer an der Kreuzung Bremer Straße/Steinbeker Mühlenweg. Einen ähnlichen Streifen gibt es bereits auf der Schützenstraße.

In einem unfreiwillig komischen Beitrag schreibt das Nordheide Wochenblatt, die Radfahrer dürften dort jetzt auf der Fahrbahn fahren, „Autofahrer müssen Rücksicht auf sie nehmen“. Und weiter: „Diese Maßnahme soll den Radverkehr in Buchholz fördern und das Miteinander von Auto- und Radfahrern stärken.“ Mit Verlaub, das ist grotesk!

Von Miteinander auf den Straßen kann in diesem Land nun wirklich nicht die Rede sein, ich würde es eher als Krieg bezeichnen. Und die Radfahrer sind dabei, wie ich aus jahrelanger, teilweise schmerzhafter Erfahrung weiß, diejenigen, die am gefährdesten von allen Verkehrsteilnehmern sind.

Natürlich kommt es auch vor, dass Radfahrer Unfälle verursachen, einen Fußgänger verletzten. Aber in der Regel sind sie die Opfer: Sie werden zum Beispiel gern an Tankstellenauffahrten über den Haufen gefahren, Fußgänger latschen mit Vorliebe, ohne zu gucken, auf die Radwege.

Der ADFC sollte also, statt die Radfahrer auf die Fahrbahn und damit in Gefahr zu bringen, sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass sie möglichst überall auf den Fußwegen fahren dürfen. Ich gestehe an dieser Stelle – wo immer dies möglich ist, fahre ich auf dem Bürgersteig resp. auf dem Fahrradweg. Und immer habe ich einen Helm auf, wie es sich in einem Krieg gehört…

 

 

Über Ostern hatten die Behörden gleich zweimal mit Granaten zu tun. Am Gründonnerstag sprengte der Kampfmittelbeseitigungsdienst im Bereich Eckel eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie war am Tag zuvor gefunden worden. Vermutlich handelte es sich um einen Blindgänger aus einem Flak-Geschütz.

Am Mittag des Karsonnabend erschien dann ein 48 Jahre alter Mann auf der Polizeiwache an der Schützenstraße in Buchholz und gab eine Handgranate ab, die er leichtsinnigerweise mitgenommen hatte. Zum Glück stellte sich schnell heraus, dass es sich nur um eine Übungsgranate der Bundeswehr handelte. (be)

 

 

Von Kristian Stemmler

„Ostern nach meinem Geschmack.“ Unter dieser Überschrift bietet der Discounter Lidl vor dem Osterfest Produkte seiner Marke „Deluxe“ an. Da gibt es neuseeländisches Lammfilet, 300 Gramm für 6,99 Euro, Schweinefilet im Speckmantel, 12,99 Euro für die 600-Gramm-Packung, oder Wachteln aus Bodenhaltung für 4,99 Euro. Dergleichen Leckereien gibt es auch bei anderen Discountern zu ähnlichen Preisen.

Einmal abgesehen davon, dass diese „Sonderangebote“ eine Verhöhnung des armen Teils der Kundschaft von Lidl, der zahlreichen Hartz-4-Empfänger und Geringverdiener, darstellen, die sich auch Ostern solche Delikatessen kaum leisten können – sie sind vor allem ein Beispiel dafür, wohin sich das Osterfest in dieser Gesellschaft immer mehr entwickelt. Es verkommt zunehmend zu einem Anlass zum Schlemmen und Shoppen, ein Schmiermittel für den Konsum, willkommene freie Tage für Ausflüge und Unternehmungen aller Art.

Eigentlich sollte man mit dem Namen dieses Tages keine Wortspiele machen, aber hier trifft es den Kern: Der Karfreitag sollte Carfreitag heißen. Alle Welt begibt sich auf die Autobahnen der Republik!

Niemand sollte den Menschen diese Tage des Vergnügens und Erholens schlecht reden, vor allem nicht denen, die immer mehr arbeiten müssen für immer weniger Geld. Aber auf der anderen Seite darf auch nicht unterschlagen werden, was aus Ostern geworden ist, weil es auch ein Menetekel für diese Gesellschaft ist. Denn der Materialismus und Konsumismus, der zunehmend von den Menschen Besitz ergreift, nutzt einerseits das Vakuum, dass die Erosion von Traditionen und Bräuchen erzeugt, und ist zugleich an der Verursachung dieses Vakuums beteiligt.

Um Waren an den Mann und die Frau zu bringen, werden wir von einer gewaltigen Maschinerie bearbeitet, Film, Funk, Fernsehen und das Internet bespaßen uns rund um die Uhr. Werbung und PR plündern alles und jedes, damit der Rubel rollt, bildende Künste, Literatur, Musik, von Händel und Mozart bis Punk und Pop. Melodien, Mythen, Märchen – alles nur ein Steinbruch für Werbespots! Kaum ist ein Song in den Charts, ist er auch schon der Hintergrundsound für den Auftritt irgendeiner Automarke.

So wird alles Schöne und Wunderbare dieser Welt immer mehr mit Waren und deren Vermarktung verknüpft. Zugleich greift dieses konsumistische System alles an, was uns vom Konsumieren abhält, eben ein Genuss alles dieses Schönen und Wunderbaren, der nicht in die Shopping Malls führt. Die Freude an der Natur, an der Musik, an der Sprache, vor allem auch die zweckfreie Begegnung. Wir werden Zeugen und Opfer einer emotionalen Entkernung des Menschen, einer konsequenten Zurichtung zum Konsumidioten.

Was das alles mit Ostern zu tun hat? Sehr viel! Denn die Auferstehung steht für eine andere als diese materielle Wirklichkeit. Sie steht für die Überwindung des Todes, für eine tiefe Freude, die man in einer Einkaufsgalerie oder einem Elektronikmarkt nicht findet. Wer in unserer so wissenschaftsversessenenen und vermeintlich aufgeklärten Zeit an so etwas wie die Auferstehung glaubt, gilt vielen als hoffnungslos naiv. Aber ist es nicht viel törichter zu meinen, das was wir sehen, hören, messen können, sei die einzige Wirklichkeit..?

 

 

Auf der A 39 kurz hinter der Anschlussstelle Seevetal-Maschen in Richtung Maschener Kreuz haben Unbekannte oder ein Unbekannter am heutigen Donnerstag einen Anschlag verübt. Sie warfen einen Autoreifen von der Autobahnbrücke der Horster Landstraße. Der Reifen landete auf dem Dach des 3er BMW eines Lüneburger, der einen Schutzengel hatte – er blieb unverletzt.

Er hörte den lauten Knall vom Aufprall des Reifens und konnte danach den Wagen auf dem Schutzstreifen zum Stehen bringen. Die herbeigerufene Polizei entdeckte auf dem Dach des BMW eine große Delle und Gummiabrieb. Bei der Suche im Umfeld bestätigte sich der Verdacht. In der Pressemitteilung der Polizeiinspektion Harburg heißt es: „Wäre der Reifen nur Sekundenbruchteile früher gefallen, hätte er den Wagen im Bereich der Windschutzscheibe treffen und den Fahrer töten können.“

Eine Fahndung blieb erfolglos. Der Zentrale Kriminaldienst hat nun die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags übernommen. Es werden Zeugen gesucht, denen zwischen Mitternacht und 1.30 Uhr im Raum Maschen/Horst verdächtige Personen aufgefallen sind. Hinweise bitte an die Polizei unter Telefonnummer 04181-2850. (be)

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In Winsen scheint die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) nicht besonders beliebt zu sein, zumindest bei einigen Wählern. In der Nacht zum Mittwoch zerstörten sie so gut wie alle Plakate der AfD im Winsener Stadtkern. Der Sachschaden wird auf rund 200 Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, das Fachkommissariat für Staatsschutz hat die Sachbearbeitung übernommen, da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, wie die Polizei sehr zurückhaltend formuliert. (be)

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Am Mittwoch ist es gegen 17.55 auf der Harburger Straße in Dibbersen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein 31-jähriger Mann war mit seinem Opel Zafira von einem Grundstück kommend nach links in Richtung Tostedt auf die Bundesstraße gefahren. Dabei hatte er offenbar übersehen, dass von rechts ein 21-Jähriger mit seinem Motorrad kam. Der Motorradfahrer hatte keine Chance zum Ausweichen mehr und fuhr ungebremst auf den Opel auf. Dabei zog sich der Fahranfänger schwere Verletzungen zu. Er kam in ein Krankenhaus. (be)

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Die Polizei sucht Zeugen, die am Mittwoch, gegen 11.15 Uhr in der Richard-Schmidt-Straße einen Verkehrsunfall beobachtet und der Unfallfahrerin beim Einsammeln von Fahrzeugteilen geholfen haben. Die Unbekannte war mit ihrem Wagen vom Schützenplatz kommend, in der Richard-Schmidt-Straße gegen einen geparkten Seat Ibiza gefahren. Passanten halfen der Frau offenbar beim Einsammeln einiger Fahrzeugteile. Die Unfallverursacherin zog es allerdings vor, danach zu flüchten, anstatt sich bei der Polizei zu melden.

Die Beamten bitten nun die hilfsbereiten Passanten, die bei der Unfallaufnahme ebenfalls nicht mehr vor Ort waren, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen. Hinweise bitte an Telefon 04181-2850. (be)

 

 

Noch immer überwiegt ein Bild von der rechten Szene, das sich vor allem durch das Merkmal „Männlichkeit“ auszeichnet. Dabei sind Frauen und Mädchen schon lange in der extremen Rechten aktiv (auch in Buchholz übrigens). Auf diese Problematik möchte Andrea Schrag, die neue Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 24 April, 18 Uhr, einen Blick werfen. Ort: Kreishaus Winsen, Sitzungssaal B013.

Referentin des Abends ist Johanna Sigl, Mitglied im „Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus“. Sie will zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Erscheinungsformen und den zahlenmäßigen Anteil von Frauen in der extremen Rechten geben. Anschließend sollen die Geschlechterrollenbilder der Szene und die ihnen zugrunde liegende Ideologie diskutiert werden. Beispielhaft wird gezeigt, wie unterschiedlich das Engagement von Frauen in der rechten Szene ausfällt und was man ihm entgegen setzen kann. (be)