Aus für Schweinemaststall? Landkreis und Umweltministerium lehnen Bauvorhaben als Verunstaltung der Landschaft ab

Von Kristian Stemmler

Das Vorhaben der Meilsener Landwirtsfamilie Becker, im Landschaftsschutzgebiet /LSG) „Rosengarten-Kiekeberg- Stuvenwald“ einen Schweinemaststall mit 1080 Plätzen und einen Güllebehälter zu errichten, dürfte gescheitert sein. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg lehnt das Vorhaben ab, das Umweltministerium in Hannover schließt sich der Ablehnung an. Jetzt kommt es auf den Verwaltungsausschuss von Buchholz an. Es gilt aber als sicher, dass der VA das Einvernehmen für das Bauvorhaben verweigern wird.

In einem Schreiben des niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz vom 27. Februar, das dem buchholz express vorliegt, heißt es: „In dieser Angelegenheit habe ich den Landkreis Harburg als für das LSG zuständige untere Naturschutzbehörde um Bericht gebeten. In seiner Antwort vom 18.02.2014 teilt der Landkreis Harburg mit, dass er von der Stadt Buchholz in der Nordheide als zuständiger Baugenehmigungsbehörde im Rahmen eines Bauantrags für das o. g. Geplante Vorhaben beteiligt worden ist.“

Weiter heißt es in dem Brief: „Der Landkreis Harburg teilt weiterhin mit, dass er beabsichtigt, die für den geplanten Schweinemaststall beantragte Zustimmung nach der LSG-Verordnung zu untersagen. Begründet wird dies damit, dass das geplante Vorhaben nach Beurteilung des Landkreises zu einer Verunstaltung der Landschaft führen würde…“ Gegen diese Einschätzung des Landkreises bestünden im Ministerium keine Bedenken.

Ein weiteres Argument gegen den Bau der Mastanlage führt das Gesundheitsamt des Landkreises an. Danach könnte der Bau des Schweinemastanlage zu einer Gefahr für Anwohner werden, weil bereits weitere Schweinemastställe in der Nähe stehend. Die Gefahr besteht in der Konzentration so genannter MRSA-Keime, die von den Ställen emittiert werden. Die Keime sind hoch gefährlich, weil sie Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln.

Bei der Interessengemeinschaft für den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes (IGEL) herrschen Erleichterung und Freude. Allerdings noch verhalten, denn ganz vom Eis ist die Kuh noch nicht. Beim Verwaltungsausschuss von Buchholz, der die letzte Entscheidung trifft, kann man nie ganz sicher sein.

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