Ist eine Tankstelle ein Spielplatz? +++ Schüler nutzen Star-Tankstelle als Abkürzung +++ Behörden sehen keinen Handlungsbedarf

DSC_0200Buchholz (joe) Eine Tankstelle ist kein Spielplatz, kein geeigneter Aufenthaltsort für unbegleitete Kinder – sollte man meinen. Tatsächlich gehen und toben an jedem Schultag morgens und mittags Dutzende von Schülern über das Gelände der Star-Tankstelle an der Hamburger Straße. Die Polizeiinspektion Harburg und die Stadt Buchholz sehen keinen Handlungsbedarf, wie Sie auf die Anfrage eines besorgten Bürgers erklärten.

Dabei sind die Schüler offensichtlich Gefahren ausgesetzt. Sie müssen an den Autos vorbeikommen, die auf die Tankstelle fahren oder sie wieder verlassen. Die Zufahrten zu Tankstellen sind ohnehin Unfallschwerpunkte. Auf der Rückseite passieren die Kinder, morgens im Dunkeln, abgemeldete Schrottautos und mannshohes Unkraut. Sie müssen regelmäßig am großen Tanklastern vorbei, die auf dem Gelände stehen. Wie die Fotos oben zeigen, musste kürzlich sogar ein Junge im Grundschulalter an einem rangierenden Radlader vorbei.

Hintergrund: An der Rückseite des Tankstellengeländes ist ein Durchlass zum Rosenweg. Die Kinder nutzen die Tanke als Abkürzungen um zu ihren Zuhauses an der Brandenburger Straße und umliegenden Straßen zu gelangen. Der Pächter sieht in dem Zustand ganz offenbar kein Problem. Er verdient ja auch an der Abkürzung, da sie ihm mehr Kunden beschert.

Auf Anfrage des genannten Bürgers, ob das alles seine Ordnung hat, antwortete die Polizeidirektion Harburg, sie habe keine Handhabe gegen den Pächter und sehe auch keine akuten Gefahren, die ein Eingreifen von ihrer Seite erforderlich machen würde.Die Stadtverwaltung schloss sich dem an, auch sie sah keinerlei Möglichkeit und Notwendigkeit zum Handeln. Nur die Schulleitung der Heideschule reagierte auf die Anfrage des Bürgers. Sie könne an dem Zustand erst mal nichts ändern, werde aber anregen, dass die Lehrkräfte die Schüler auf die Problematik ansprechen.

Was meinen Sie zu dem Thema?

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1 Comment

  1. Meiner Meinung nach haben es dann wohl die Eltern versäumt, den Schülern korrekt beizubringen, wie sie sich im Straßenverkehr zu verhalten haben. Da hätten die Erziehungsberechtigten (-verantwortlichen) Ihren Kindern sagen sollen, dass man nicht über eine Tankstelle abkürzt, sondern den Fußweg drum herum benutzt. Insofen liegt sicher auch kein dirkter Handlungsbedarf der Stadt vor, es sei denn die Örtlichkeit zwingt die Fußgänger zum Weg über die Tankstelle, was ich aber nicht glaube.
    Allerdings könnte die Polizei von Zeit zu Zeit mal einen Beamten vor Ort zur Aufklärung der Schüler über die Gefahren postieren. Wie hieß es früher einmal in einer Zahnpastawerbung ?
    Vorbeugen ist besser als Heilen. Das könnte in diesem Fall einen möglichen Unfall vermeiden helfen.

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