In eigener Sache

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Von Kristian Stemmler

Die meisten Leser und Leserinnen des „buchholz express“ wissen, dass der Chefredakteur des neuen Internetmagazins für Buchholz und den Landkreis Harburg, im Ehrenamt parteiloses Mitglied des Stadtrats von Buchholz ist. In dieser Funktion habe ich in der vergangenen Woche einen Antrag im Rat eingebracht, eine Gedenkstätte für NS-Opfer auf dem Marktplatz von Buchholz zu errichten. Dies hat zu einer unmittelbaren Reaktion der Neonazis der Region geführt.

Auf der Seite der „Aktionsgruppe Nordheide“ werde ich seit Freitag abgebildet mit einem aus dem Internet heruntergeladenen Foto und indirekt bedroht – wegen des Antrags und weil ich mich angeblich auf meiner Homepage zur Antifa bekannt habe. Hier der Text:

„Die buchholzer Antifa Szene bekommt von einem Ratsmitglied einen Freibrief ausgesprochen. Denn wenn selbst im Stadtrat jemand sitzt, der sich klar zur Antifa bekennt und somit ihre Taten für richtig hält, ist das kein Wunder und spornt somit die Antifa noch mehr an Straftaten zu begehen. Wir reden von dem Ratsherr und ehemaligen Linken Politiker Kristian Stemmler. Anscheinend ist er seiner Meinung nach der SED Partei treu geblieben. Denn in einem Artikel auf seinem buchholzer Blog hat er sich in einem Kommentar wie folgt geäussert:

Ich kann die Mahnwache gern noch einarbeiten. Und ich bin offen für die Antifa. Ich habe mich sicher falsch verhalten, dies aber auch thematisiert und mich bei allen Betroffenen entschuldigt. Auch gab es einen Hintergrund warum das Ganze passiert ist. Das wollte nur Keiner wissen. Aber wie gesagt, ich bin da offen. Und ich sehe es auch so, dass von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Menge wichtige Impulse kommen. Was das “Gegendenkmal” angeht, brauche ich ihre Unterstützung, zumal es die alten und jungen Nazis als Provokation sehen werden.

Solch klare Bekennung zur Antifa darf einfach nicht von einem Ratsherrn kommen! Herr Stemmler sollte mal ganz genau überlegen was er von sich gibt, weil auf alles wird es eine Reaktion aus der Bevölkerung und der nationalen Bewegung geben. Denn die Antifa ist auch in der normalen Bevölkerung verhasst, da sie auch schon öfters nicht politische Bewohner von Buchholz angegriffen hat.http://logr.org/agnordheide/2012/11/03/zwei-feige-uberfalle-in-einer-nacht/http://logr.org/agnordheide/2012/11/19/und-sie-schlagen-wieder-zu/

Wenn es ein weiteres Bekenntnis zu Antifa gibt, wird sich der Standpunkt von Herr Stemmler in der Bevölkerung verschlechtern.

Gleichzeitig bekommt die Antifa Szene auch leichten Zuspruch vom Verfassungsschutz wie es sich erst letztens wieder zeigte. Nachdem zwei Nationalisten beim Einkaufen von der Antifa entdeckt wurden und es kurz davor stand, dass 8 Antifanten auf die beiden los gingen, stand auf einmal die Verfassungsschützerin Esther Grützmacher mit einer neuen Kollegin dort. Sie bat die Antifa nett die Örtlichkeit zu verlassen und die beiden Nationalisten wurden sofort von ihr kriminalisiert. Sie rief einen Streifenwagen zur Verstärkung und somit wurde in der Öffentlichkeit gleich wieder ein falsches Bild uber die nationale Bewegung abgeben.

Die zwei Nationalisten wurden vom Verfassungsschutz und den Systemknechten förmlich bedrängt und mussten ihre Personalien abgeben. Gleichzeitig wurde von Esther Grützmacher klar gemacht, dass man den beiden nicht glauben würde, dass sie nur einkaufen wollten. Denn sie hielt an ihrer Meinung fest, dass von den beiden ein Angriff auf die 8 Antifanten geplant war. Dieser Vorwurf ist doch mehr als lächerlich, da beide die 8 Antifanten erst beim einkaufen entdeckt hatten. Der Verfassungschutz Buchholz ist auf dem linkem Auge blind und meint einen Kampf gegen Rechts würde sich mehr lohnen.

Damit liegt er aber falsch, da wir uns als nationale Bewegung durch solche neuen Methoden nicht einschüchtern lassen. Wir wissen, dass das System und deren Handlanger, sprich Verfassungsschutz und die Antifa die wahren Feinde der Bevölkerung sind.“

Auf derselben Seite wird mein Antrag folgendermaßen thematisiert (die Deutschfehler habe ich nicht korrigiert):

„Am 27.1. gedenkten in der Empore ca. 200 Personen der Befreiung von Ausschwitzt. Unter Anderem wurde ein Theaterstück aufgeführt und der (Noch-) Bürgermeister Geiger hielt eine Rede. Gleichzeitig wurde vor der Empore eine Mahnwache von Gutmenschen und der gewaltbereiten Antifaszene abgehalten.

Der 27.1. wurde uns von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts aufgedrängt. Somit ist der Bevölkerung nicht freigestellt, ob sie an diese “Befreiung” gedenken wollen, oder nicht. Denn die Medien sind an diesem Tag voll mit dieser GESCHICHTE. Was aber interessant ist, ist dass im Stadtrat nun beantragt wurde, dass in der Fußgängerzone neben dem Denkmal der Gefallenen des 2. Weltkrieges nun eine Gedenkstätte für KZ Insassen errichtet werden soll. Dadurch will die Stadt die sogannte braune Vergangenheit bewältigen. Nur weil hier damals eine paar KZ Insassen mit der Bahn durch Buchholz gefahren sind. Wir finden das als Bewältigung der Geschichte mehr als ein Witz, da man uns durch diesen aufgedrängten Gedenktag jedes Jahr aufs Neue daran erinnern soll.

Wir sehen die Gedenkstätte eher als ein Machtspiel zwischen der Stadt und den nationalen Kräften vor Ort und in der Umgebung. Denn man will Buchholz wieder in ein buntes Bild drängen, da Buchholz ja zur Zeit immer wieder in ein braunes Bild gerückt wird. In den Medien und im Netz wird ja fleißig über die nationale Bewegung berichtet. Das will sich Buchholz nicht bieten lassen und man versucht nun, da ja auch bald die Countainer besetzt werden, Buchholz als eine weltoffene Stadt zu präsentieren.

Nur wer zahlt denn wieder für diese “Gedenkstätte”? Für die meisten Kosten muss natürlich wieder der Steurzahler her halten. Wir sind für ein klares NEIN! Wenn die Ratsherren der Meinung sind, dass sie gedenken müssen, dann bitte in ihren Wohnzimmern. Dort können sie sich eine Gedenkstätte errichten. Somit wird der Bevölkerung in Buchholz nichts aufgedrängt und sie wird damit nicht belästigt.“

Ganz oben auf der Seite steht übrigens ein Beitrag, der gegen die Unterbringung von Asylbewerbern in Tostedt hetzt.

Advertisements

9 Comments

  1. überigens, ich hoffe nicht das Hr. Stemmler als Ratsherr rausfliegt, denn wer unterrichtet einen dann noch über den Klüngel im Rathaus!!

    Gefällt mir

  2. Großer Respekt, lass dich bloß nicht einschüchtern von Menschen die auf einer Insel leben wollen und nicht begreifen, dass wir alle nur Menschen sind die auf dieser Erde gleichberechtigt zusammenleben müssen. Ich lese auch immer wieder über „Gutmenschen“ wo ich mir die Frage stelle, was schlecht daran sein soll ein guter Mensch zu sein! Also, lasst uns alle gut und vor allem Mensch sein! Wenn das hier so weitergeht mit der Seite, werde ich wohl ein Zettel an meinen Briefkasten machen „Bitte kein Wochenblatt“ obwohl ich sie zum anzünden meines Ofens vermissen werde:-)

    Gefällt mir

  3. Sehr geehrter Herr Kristian Stemmler

    Wir als AG sind sehr erfreut darüber, das Sie nun seit Wochen fleißig über unsere Aktionsgruppe berichten und somit unser Anliegen noch besser in der Öffentlichkeit verbreiten. Gleichzeitig möchten wir Sie in Kenntnis setzten, dass wir Sie nicht als unbequem empfinden, sondern eher als indirekter Helfer der Bewegung ansehen. Aber überdenken sie mal lieber solche Sätze wie: Als nächstes kommt, dass ich selbst schuld bin, wenn die Nazis mir die Fresse polieren. Denn haben sie schon irgendwelche Übergriffe gehört oder im Schmierblatt Wochenblatt zu lesen bekommen? Fahren sie mal weiter die Schiene die Gefahr, kommt von RECHTS und nicht von LINKS. Wir wollen mal allen Lesern von ihrem Blog daran erinnern, dass es vor Kurzem ein Überfall von der linken Seite aus gab.

    http://logr.org/agnordheide/2014/01/19/erneuter-ueberfall-von-links/

    Mit nationalen Grüßen

    AG Nordheide

    Gefällt mir

  4. Jetzt kommt die „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“-Nummer! Ich habe nicht zur Teilnahme an den Krawallen in Hamburg aufgerufen, zumal ich vorher von deren Ausmaß ja nichts wissen konnte, sondern ich habe einen satirischen Beitrag geschrieben, der sich lustig macht über diese ganze kleinbürgerliche Verschrecktheit und zugleich über den Konsum- und Eventwahn dieser Gesellschaft. Aber mit Satire und Ironie hat man es in gewissen Kreisen in Buchholz offenbar nicht so. – Ach so, meine Tage im Rat sind also gezählt? Da werde ich wohl langsam für einige Herren aus dem politischen Establishment beider Seiten zu unbequem oder wie. – Als nächstes kommt, dass ich selbst schuld bin, wenn die Nazis mir die Fresse polieren: „Wenn der da immer so links daher redet und solche komischen Mahnmale fordert, dann darf er sich nicht wundern!“ – Wo bin ich hier bloß hingeraten?! Übrigens, das gleich dazu: Ich werde niemandem den Gefallen tun, vorzeitig aus dem Rat auszuscheiden, falls jemand darauf hoffen sollte.

    Gefällt mir

  5. NAZIS RAUS – KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS
    Vollkommen richtig!!!!!
    Aber auch linker Extremismus ist falsch!!!!
    Alles was zu weit Links oder Rechts geht ist meiner Meinung nach falsch.
    Und wenn ich überlege, dass der „Chefredakteur“ ( wie er sich selber nennt) und Stadtratmitglied öffentlich in SEINEM Blog zur Teilnahme an den Hamburger Krawalle vor kürzen aufruft, braucht man sich nicht wundern, dass die restlichen Stadtratmitglieder sich etwas distanzieren!
    Ich denke mal sowieso, dass die Zeit als Stadtratmitglied für Herrn Stemmler eh gezählt ist. Meiner Einschätzung nach, ist er bei der nächsten Wahl raus aus dem Stadtrat.

    Ein Leser

    Gefällt mir

  6. NAZIS RAUS – KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS

    NAZIS RAUS – Gebt rechten Gedanken und Einstellungen keine Chance. Keine Toleranz für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

    Hallo Kristian,
    lass dich von diesen Hirnlosen nicht entmutigen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s