Bürgermeisterwahl: CDU hebt Jan-Hendrik Röhse auf den Schild +++ Spannendes Duell: JR vs. Zinne

Veröffentlicht: 2014-01-19 in Lokales, Politik
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Porträt RöhseVon Kristian Stemmler

Das erste Etappenziel hat er erreicht: Jan-Hendrik Röhse (49) ist am späten Freitagabend von der Mitglieder-versammlung der CDU Buchholz zum Kandidaten der Partei bei der Bürgermeisterwahl am 25. Mai gewählt worden. Der Erste Stadtrat erreichte im zweiten Wahlgang etwa zwei Drittel der Stimmen und setzte sich damit gegen die Verwaltungsbeamtin Karin Gedaschko aus Holm-Seppensen durch. Damit kommt es zu dem vom buchholzblog bereits vor Wochen prognostizierten Duell zwischen Röhse und Joachim Zinnecker, Fraktionschef der Grünen im Stadtrat.

Einen zweiten Wahlgang gab es auch im Februar 2009, als Röhse in sein heutiges Amt gewählt wurde. Damals erreichte er mit den 22 Stimmen der konservativen Mehrheit im Rat knapp das notwendige Quorum von 20 Stimmen. Seine Wahl war umstritten, weil es im ersten Wahlgang im Dezember zu einem Rechtsfehler gekommen war, der erst später bemerkt wurde. Einen zweiten Wahlgang sieht die niedersächsische Kommunalverfassung eigentlich nicht vor.

Als Erster Stadtrat ist der Jurist der zweite Mann hinter Bürgermeister Wilfried Geiger, der im Mai nicht noch mal antritt. In seiner fachlichen Zuständigkeit ist Röhse Sozial- und Schuldezernent, leitet das Dezernat II, zu dem auch die Bereiche Verkehr und Ordnung gehören. In dieser Funktion hat er sich nicht nur Freunde gemacht, was in diesen Fachbereichen, deren Arbeit viele Bürger betrifft, aber auch nicht immer zu vermeiden ist.

So wird der Hockeyfan von den Anwohnern des Kunstrasenplatzes an der Wiesenschule, die gegen den Vereinsbetrieb auf dem Platz geklagt haben, scharf kritisiert. Dort dürfte er eher wenig Stimmen bekommen. Das Wochenblatt ging Röhse zuletzt wegen vermeintlicher Versäumnisse im Umgang mit dem Obdachlosen Rolf Pöker an, behandelt ihn insgesamt bisher aber eher pfleglich. Den Eltern der Mühlenschule in Holm-Seppensen musste Röhse die Verzögerungen beim Neubau der Sporthalle erklären, die allerdings thematisch in das Dezernat von Stadtbaurätin Doris Grondke fallen.

Bevor er vor fünf Jahren in die Verwaltung wechselte, arbeitete Jan-Hendrik Röhse als Anwalt und Notar in der Kanzlei Stöver, die vom CDU-Ratsmitglied Jan Stöver, auch Vorsitzender von Haus & Grund Buchholz, geführt wird. Ob aus dieser Zeit eine Nähe zu Grundstückseigentümern und Investoren übrig geblieben ist, sei dahin gestellt.

In den kommenden Wochen wird es darauf ankommen, wem es besser gelingt, sich in der Bevölkerung bekannt zu machen: Röhse oder Zinnecker? Man darf auf den Wahlkampf gespannt sein. Intellektuell sind die beiden Duellanten auf Augenhöhe, Röhse kennt sich sicher in der Verwaltung besser aus, dafür kann man bei Zinnecker mehr politischen Instinkt erkennen. Beiden ist aber zuzutrauen, dass sie an ihren jeweiligen Defiziten arbeiten.

Bekleidungstechnisch liegt Röhse, der immer picobello in Schale ist, vorn: Wenn er die Wahl im Mai gewinnt, dürfte er der bestangezogene Bürgermeister in der Geschichte von Buchholz sein…

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Kommentare
  1. BlueBear sagt:

    Das „JR“ in der Überschrift sollte wohl ein Vergleich sein zu dem Dallas-Bösewicht J.R. Ewing. Das mag vielleicht für bestimmte Methoden und Verfahrensweisen (als Beispiele seien hier genannt : gezielte Fehlinformation und Rücksichtslosigkeit) zutreffen, Aber der gute alte Larry Hagman verkörperte seine Rolle als Fiesling dann doch mit wesentlich mehr Format und Charakter.
    Und besser angezogen war er auch noch, er trug keine Goldknopf-Blazer.

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  2. buchholzblog sagt:

    Wäre eine Überlegung wert… Aber viele haben ja auch Pseudonyme, das ist ja auch anonym. Ich gehe grundsätzlich danach, ob Kommentare beleidigend sind, und zwar über das vertretbare Maß hinaus, ob sie rechte Inhalte beinhalten und dergleichen.

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  3. pe sagt:

    Vielleicht sollte der Macher des Buchholzblogs überlegen, anonyme Kommentare nicht zuzulassen.

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  4. BlueBear sagt:

    Da möge sich der Herr, der den letzten Kommentar von sich gab, mal an die eigene Nase fassen und sich seinen eigenen Kommentar vom 17.09.2013 durchlesen.
    Abqualifizierung und Beleidigung von Leuten ohne die Spur von Hintergrundwissen.
    Applaus, Applaus !

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  5. Olaf Blohm sagt:

    Unabhängig davon, welche Kandidaten ich favorisiere, halte ich persönliche Abqualifizierungen von Personen für völlig unangemessen. Vor allem, wenn es unter dem Deckmantel der Anonymität geschieht. Jemanden öffentlich und anonym als „Mittelklassejurist“ zu bezeichnen, mit dem Ziel, die Person als Bürgermeister für ungeeignet zu erklären, zeugt eher von dem Wunsch, andere Menschen abzuqualifizieren, als von dem Ziel, aufzuklären.

    Also nächstes Mal den Namen nennen und die Begründung für evtl. Eignungen oder Nicht-Eignungen an konkreten Taten festmachen.

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  6. Anonymous sagt:

    Die Tatsache, dass Herr Röhse seinen Job als Rechtsanwalt und Notar aufgegeben hat, um Erster Stadtrat in Buchholz zu werden, spricht nicht gerade für Erfolg in seinem alten Job. Denn ein erfolgreicher Rechtsanwalt und Notar sollte deutlich mehr verdienen und angenehmere Arbeitszeiten haben können. Und dieser Mittelklassejurist soll nun Bürgermeister werden? Bitte nicht!

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  7. BlueBear sagt:

    Diese Person, die als Sportdezernent so einseitig und so rücksichtslos die Interessen der Sportvereine durchkeult, und andere Bürger, die davon betroffen sind, derart schikaniert und veralbert, ist als Bürgermeister meines Erachtens in keinster Weise geeignet.

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