Kunstrasenplatz Wiesenschule: „Den Platz hier zu bauen, war von Anfang an eine Schnapsidee“ – Interview mit vier Klägern

DSC_0241Wie geht es weiter mit dem Kunstrasenplatz an der Wiesenschule? Eine Gruppe von etwa 20 Anwohnern hat beim Verwaltungsgericht Lüneburg eine Klage eingereicht, um die Benutzung des Platzes durch die Sportvereine zu unterbinden. Im buchholzblog antworten vier der Kläger auf den Ersten Stadtrat Jan-Hendrik Röhse, der sich im November im buchholzblog zu dem Thema geäußert hatte. Sie gehen davon aus, dass das Gericht den Sportbetrieb nicht gänzlich untersagen, aber zumindest einschränken wird. Der Stadt werfen die Anwohner vor, dass der Platz wegen der Nähe zur Wohnbebauung nie hätte gebaut werden dürfen. Der Bau des Kunstrasenplatzes sei mit heißer Nadel genäht, weil die Hockeyabteilung von Buchholz 08 schnell einen Ersatz für den weggefallenen Platz am Kattenberge benötigt habe. Zur Rechtfertigung ziehe die Stadt heute ein Gutachten heran, das zur Zeit des Grandplatzes erstellt worden sei. Der Trainings- und Spielbetrieb habe seitdem aber um etwa 400 Prozent zugenommen.

Hier das Gespräch im Wortlaut:

Kristian Stemmler: Wie ist der momentane Stand des Verfahrens? Herr Röhse hat im Interview gesagt, mit einer Entscheidung wäre erst in Monaten zu rechnen. Wie kommt das?

Sabine Schrader: Unser Anwalt hat uns mitgeteilt, dass es aufgrund von Umbesetzungen und Krankheit in der zuständigen Kammer zu Ressourcenproblemen gekommen ist. Und die Materie ist sicher zu umfangreich, um sie mal eben zwischen Frühstück und Mittagessen abzuhandeln.

Wie sieht es mit der Belastung durch den Platz derzeit aus? Geht die in den Wintermonaten zurück?

Gerd Schrader: Die Lärmbelästigung ist natürlich jetzt im Winter nicht mehr ganz so das Problem, aber dafür haben wir die ganze Zeit das Flutlicht. Das geht meistens so um halb vier, vier an und brennt dann bis zum Schluss, also bis so zwischen neun und halb zehn. Das Flutlicht stört praktisch an jedem Platz in unserem Haus.

Sabine Schrader: Man könnte natürlich sagen, wir können ja die Vorhänge zuziehen. Aber wir haben uns gerade dieses Haus ausgesucht, weil uns hier keiner reingucken kann. Wir mögen Vorhänge eigentlich nicht so besonders, die sind mehr zu Zierde. Und es hilft auch nicht wirklich, das Flutlicht scheint durch.

Das Licht sorgt auch irgendwie für eine unwirkliche Atmosphäre, als würde hier ein Film gedreht.

Sabine Schrader: Ja, das Licht ist sehr ungemütlich, es ist auch heller als früher.

Gerd Schrader: Belastend ist vor allem, dass es ständig brennt. Und an lauen Sommerabenden, wenn man draußen sitzen könnte, verleidet es einem praktisch den Aufenthalt im Garten. Der Lärm ist im Winter natürlich weniger störend, weil man nicht mehr draußen sitzt. Wobei man zum Beispiel das dumpfe Knallen der Bälle auch durch das geschlossene Fenster hört.

Röhse sagt, es gibt auch Anwohner, die sich nicht gestört fühlen.

Stephan Herder: Einer findet sich immer.

Gerd Schrader: Selbst einer unserer Nachbarn, der im Wochenblatt erklärt hatte, er ist dagegen, dass die Kinder vom Sportplatz ausgesperrt werden, der möchte, dass die Kinder da weiter bolzen können, selbst der fühlt sich von den Hockeygeräuschen massiv gestört.

Dörte Nissen: Man schrickt zusammen, wenn die Bälle gegen das Brett knallen. Wir wohnen am Heidekamp, auch direkt am Platz. Wenn wir draußen sitzen, haben wir nur ein paar Meter Abstand zum Zaun des Platzes.

Stephan Herder: Es gibt zum Beispiel einen Ratsbeschluss, der die Dämmung der Tore vorsieht. Herr Röhse sagt, das kommt, vor der Saison 2014. Vier Jahre nach dem Bau des Platzes. – Merkwürdig, belastende Maßnahmen wurden ohne Zögern durchgeführt, auch ohne Urteil. Die Stadt ließ auch zu, dass zumindest bis zum Spätsommer zweimal in der Woche bis 21.30 Uhr trainiert wurde, obwohl nur ein Termin zulässig wäre. In der Klageschrift gibt die Stadt sogar aus eigener Kenntnis offen zu, dass eigentlich um 21.25 Uhr Schluß sein müsste. Röhse sagt: Egal, wir machen trotzdem so weiter!

Sabine Schrader: Das macht er jetzt mit allem, was irgendwie Geld kosten oder Unannehmlichkeiten verursachen könnte. Erst mal wird nichts gemacht.

Ja, er sagte im Interview, man würde ihm das vorwerfen, wenn er jetzt Geld für Maßnahmen ausgeben würde und die Stadt dann das Verfahren verliert.

Sabine Schrader: Aber es würde vielleicht helfen, wenn die Stadt ein bisschen mehr Mühe zeigen würde.

Röhse verweist darauf, dass es in beiden Fällen ein Moderationsverfahren geben würde, ob die Stadt vor Gericht unterliegt oder siegt.

Gerd Schrader: Auch da spielt er mit gezinkten Karten. Dieses Moderationsverfahren, von dem er spricht, das hat er initiiert, nicht wir Anwohner, und das hat er auch gecancellt. Da ging es außerdem um eine ganz andere Sache, es ging darum, noch zusätzlich zum Vereinssport und zum Trainingsbetrieb Bolzbetrieb zu erlauben. Das ging zurück auf den Vorschlag von Karsten Müller von der Buchholzer Liste, ein solches Verfahren in Gang zu setzen. Insofern finde ich Röhses Äußerung ziemlich scheinheilig, weil das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

Was stört die Anwohner denn am meisten? Ist es der Lärm, das Flutlicht?

Gerd Schrader: Im Sommer der Lärm, im Winter das Flutlicht, meistens auch beides.

Mancher kann vielleicht nicht so nachvollziehen, warum die Anwohner so energisch protestieren, wieso das alles so belastend sein soll. Über wie viel Stunden Spiel- und Trainingsbetrieb reden wir?

Gerd Schrader: Der Trainingsbetrieb umfasst etwa 30 bis 35 Stunden in der Woche, dazu kommt dann noch der Spielbetrieb an den Wochenenden. Ich habe noch mal ausgerechnet, dass das eine Zunahme des Spiel- und Trainingsbetrieb von mindestens 300 bis 400 Prozent ist gegenüber der Zeit, als das hier noch ein Grandplatz war. Und die Behauptung von Röhse, dass der Fußball zuletzt weniger geworden ist, ist einfach eine Lüge. Und Hockey ist ja noch dazugekommen. Es ist tatsächlich so, dass von 2001, als wir hierher gezogen sind, bis zum Bau des Kunstrasenplatzes 2010 sich nicht einer der Anwohner an der Lohbergenstraße und am Heidekamp über Lärm beschwert hat.

Das spielt ja vor Gericht eine nicht unwichtige Rolle. Die Stadt verweist auf alte Pläne, nach denen es auch schon auf dem Grandplatz erheblichen Spiel- und Trainingsbetrieb gegeben habe.

Sabine Schrader: Es ist doch interessant: Wenn es so ist, dass der Spiel- und Trainingsbetrieb vorher schon so war, wieso gab es so viele, die damals schon hier wohnten, und die der Platz überhaupt nicht gestört hat – und auf einmal, nach dem Bau des Kunstrasenplatzes, finden sich da über 20 Familien zusammen und gehen das nicht unerhebliche finanzielle Risiko einer Klage ein.

Dörte Nissen: Beim Grandplatz waren die Zeiten für die Vereine freigehalten worden, falls sie spielen oder trainieren wollten, aber sie wurden nicht genutzt. Nur deshalb stehen in den alten Trainingsplänen so viele Zeiten. In Wahrheit waren sie vielleicht zweimal in der Woche hier.

Gerd Schrader: Der Platz war außerdem meistens gar nicht in dem Zustand, dass man vernünftig Sport darauf treiben konnte. Da stand zum Beispiel oft das Wasser drauf. Die Sportler hatten überhaupt kein Interesse, diesen Platz zu nutzen.

Stephan Herder: Ich habe mit einem alten Hasen aus dem Kreis des BFC gesprochen. Er hat mir genau diese Verfahrensweise bestätigt: „Wir brauchen für die Mannschaft Zeiten. Wo haben wir was? Wiesenschule. Halten wir uns das zur Sicherheit erst mal frei.“

Gerd Schrader: Wir können sehr viele Zeugen aufführen, die schon mehr als 20 Jahre hier wohnen und aussagen, dass es keinen nennenswerten Betrieb auf dem Platz gegeben hat. Und wir persönlich können das zumindest ab 2001 auch bezeugen.

Wann sind Sie hergezogen, Frau Nissen?

Dörte Nissen: Wir sind 1989 an den Heidekamp gezogen, gebaut wurde das Haus 1964.

Gerd Schrader: Auch so ein Fehler, den Röhse macht, oder es bewusst so lanciert. Er reduziert den Streit auf die Auseinandersetzung mit den Bewohnern der Neubausiedlung an der Lohbergenstraße. Das ist völlig falsch! Es sind mehrere Unterstützer der Klage, die am Heidekamp wohnen, Herr Klose zum Beispiel, der ein starker Verfechter der Klage ist.

Bei den Sportlern wird es streckenweise offenbar so kolportiert, dass hier nur eine Handvoll Querulanten Ärger macht. Es gab von Seiten der Sportler ja auch schon ein paar zumindest fragwürdige Auftritte, auf die ich Röhse im Interview angesprochen habe.

Gerd Schrader: Da waren doch einige Merkwürdigkeiten in seinen Ausführungen. Zum Beispiel seine Antwort, dass 14-jährige Mädchen nicht hierher kommen, um zu provozieren, sondern um Sport zu machen. Deshalb hier noch mal: Es geht nicht um den Jugendsport! Das Einzige, wo es da mal Beschwerden gegeben hat, war über die HSV-Fußballschule, bei der noch zusätzlich laute Musik gemacht wurde. Aber ansonsten hat sich noch kein Anwohner über Jugendvereinssport am Nachmittag beschwert. Es geht um die Abendstunden, und das sind Erwachsene, die dann hier trainieren. Und die sind schon eine Ecke lauter. Und von den „erwachsenen“ Sportlern und/oder Jugendbetreuern gab es schon die eine oder andere Provokation.

Dörte Nissen: Es ist diese ständige Beschallung. Im Sommer ist man ja nun öfter draußen, und das zerrt an den Nerven. Die Spieler brüllen sich oft aggressiv an. Diese Stimmung steckt richtig an, ob man will oder nicht.

Gerd Schrader: Das gibt es laut Herrn Röhse nicht. Es sind ja nur liebe Kinder, die hier spielen und die wir vertreiben wollen.

Stephan Herder: Die Frage, ob der Grandplatz nennenswert genutzt wurde, könnte wichtig sein, wenn es um den Bestandsschutz geht. Da hat Herr Röhse schon recht: Der Grandplatz, obwohl rechtswidrig, hat wohl Bestandsschutz. Dann sagt er aber: Den durfte man, weil er Bestandsschutz hatte, modernisieren – und das stimmt nicht! Wenn man die Nutzung eines Bauwerks aufgibt, entfällt der Bestandsschutz. Und erst recht entfällt er, wenn qualifizierte Änderungen eintreten oder man baut da etwas ganz anderes hin…

Sabine Schrader: …und installiert mit dem Hockey noch eine neue Sportart, die hier vorher nicht praktiziert worden ist.

Könnte das vor Gericht eine entscheidende Rolle spielen?

Stephan Herder: Ja, und deshalb ist die Zuversicht von Herrn Röhse auch ziemlich verfehlt.

Sie als Kläger sind offenbar ebenso optimistisch wie die Stadt, was den Ausgang des Verfahrens angeht.

Gerd Schrader: Wir sind insofern optimistisch, dass das Gericht sagen wird: Seht zu, dass es da einen Kompromiss geben kann. Das Gericht wird die Nutzung des Platzes sicher nicht hundertprozentig verbieten. Es wird aber der Stadt Beschränkungen auferlegen, beim Betrieb des Flutlichts, bei der Dauer von Spiel- und Trainingsbetrieb.

Stephan Herder: Das ist doch ein schöner Schulsportplatz. Da sollen die Kinder toben.

Dörte Nissen: Eben. Das stört alles gar nicht. Die spielen da nur. Die Schüler brüllen sich auch nicht so an. Natürlich ist das in den Pausen auch mal laut. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn zum Beispiel bei Vereinsspielen 20 Väter am Rand stehen und reinbrüllen…

Sabine Schrader: …und das sind ja oft die Lautesten…

Dörte Nissen: Genau, und das ist ja immer am Wochenende. Ich hab da schon mal über 100 Zuschauer gezählt. Da saß ich mit meinem Buch im Garten. Ich hatte subjektiv das Gefühl, die brüllen alle mich an.

Gerd Schrader: Um noch mal auf die Sache mit der Baugenehmigung zurückzukommen. Herr Röhse sagt: Wenn es generell erlaubt ist, irgendwo etwas zu bauen, dann kann eine fehlende Baugenehmigung nicht so schlimm sein. Das finde ich aus dem Munde eines Juristen doch ziemlich gewagt. Es ist in Buchholz schon öfter vorgekommen, dass Einfamilienhäuser, die auf Bauland gebaut worden sind, sich aber nicht an die Baugenehmigung gehalten oder keine ordnungsgemäße Baugenehmigung gehabt haben, abgerissen werden mussten. Ich erinnere mich an einen Fall, als wir hierher gezogen sind, da hatte ein Anwohner seinen Dachfirst nicht nach dem Bebauungsplan ausgerichtet, der musste das Dach wieder abreißen und umbauen. Gelten für die Stadt als Bauherr da andere Regeln ?

Stephan Herder: Herr Röhse hat insofern recht, als dass der alte Grandplatz wohl auch ohne formelle Baugenehmigung hätte stehen bleiben dürfen. Etwas anderes gilt, wenn er auch materiell rechtswidrig wäre, wie zum Beispiel bei Herrn Ottos Haus in Sprötze. Was aber ist die Folge der formellen Rechtswidrigkeit? Röhse sagt: Es geht so weiter. Die Gerichte sagen aber generell: Bis geklärt ist, ob eine bauliche Anlage materiell rechtswidrig ist – Nutzungsverbot! Die Stadt müsste das eigentlich von sich aus veranlassen, denn sie ist Vertreter des öffentlichen Rechts. Wenn das ein Bürger machen würde, dann würde die Stadt sofort sagen: Nutzungsverbot, bis das geklärt ist. Aber in eigener Sache passiert da natürlich gar nichts.

Haben Sie versucht, das im Eilverfahren durchzusetzen?

Stephan Herder: Das wäre riskant…

Gerd Schrader: …ja, da wäre man unter Umständen schadenersatzpflichtig, müsste eventuell den Vereinen den Ausfall bezahlen.

Sabine Schrader: Unser Anwalt hat uns davon abgeraten.

Gerd Schrader: Es wäre eine Sache der Fairness der Stadt gewesen zu sagen, es steht ein Gerichtsverfahren an, so so lange wird der Platz von den Vereinen nicht genutzt. Und noch etwas: Der Kunstrasenplatz, der gebaut wurde, ist unserer Meinung nach genehmigungspflichtig. Wenn Sie ein Haus haben, das sie bisher als privates Wohnhaus genutzt haben, und möchten das umbauen in eine Diskothek, können Sie das nicht einfach machen. Oder wenn Sie Ihr Dach neu eindecken wollen, statt roter Ziegel grüne Kunststoffplatten nehmen wollen. Dann müssen Sie dafür eine Baugenehmigung haben. Nur die Stadt hält es nicht für nötig, für eine Baugenehmigung zu sorgen.

Sabine Schrader: Eine Baugenehmigung hätten sie übrigens gar nicht bekommen.

Stephan Herder: Die Flutlichtmasten haben übrigens auch keine Baugenehmigung, das gibt die Stadt sogar zu. Wenn Platz und Flutlichtmasten zusammen geändert werden, dann braucht man in jedem Fall eine Baugenehmigung. Die Stadt sagt, hier wird aber nur der Platz geändert, also brauchen wir keine. Aber nun hat die Flutlichtanlage neue Lampen, also ist doch irgendwie beides gemacht worden. Das ist sehr trickreich.

Sabine Schrader: Wobei sie dabei mit dem wundervollen Argument kommen, dass die alten Lampen 2000 Watt Leistung hatten und die neuen Lampen hätten auch nicht mehr. Nur ist das totaler Blödsinn, weil die Wattstärke gar nichts mehr über die Beleuchtungsstärke aussagt.

Gerd Schrader: Eine Energiesparlampe mit elf Watt ist genauso hell wie eine herkömmliche mit 60 Watt.

Dörte Nisssen: Das Licht ist sehr grell. Also, Laubharken um 21 Uhr ist kein Problem!

Stephan Herder: Wenn einem da nicht die Hockeybälle um die Ohren fliegen würden…

Sabine Schrader: Bei uns sind es eher Fußbälle. Abgesehen davon, schreibt der Gesetzgeber in der sogenannten „Lichtleitlinie“ ein Lichtimmissionsgutachten für den Fall zwingend vor, dass das Flutlicht an mehreren Tagen in der Woche für jeweils länger als eine Stunde brennt. Obwohl das hier definitiv der Fall ist, und wir die Stadt schon mehrfach aufgefordert haben, das Flutlicht überprüfen zu lassen, geschieht das einfach nicht. Mit immer neuen Ausreden werden wir hingehalten und das Gutachten verweigert,. Warum wohl? Unserer Meinung nach deshalb, weil die Stadtverwaltung befürchtet, dass das Flutlicht dann sofort dauerhaft abgeschaltet werden müsste, weil die Belästigung der Anwohner jedes tolerierbare Maß übersteigt.

Noch mal zu den Vorfällen mit den Sportvereinen. Haben Sie den Eindruck, dass die Vereine sich inzwischen mehr bemühen?

Stephan Herder: Ich habe mit einem Vertreter eines betroffenen Vereins gesprochen. Da herrscht die Meinung vor: Da sind ein paar Nachbarn, die wollen nicht, dass wir hier sind – jetzt erst recht, wir wollen unseren Spaß!

Sie haben also nicht den Eindruck, dass in den Vereinen versucht wird, die Sportler für die Situation zu sensibilisieren, dass man Ihnen sagt: Da sind Anwohner, die haben auch ihre Rechte.

Gerd Schrader: Nein, das stellen wir nicht fest. Es wird keine Rücksicht genommen. Ich erinnere mich da an eine Aussage eines Hockeyfunktionärs, der gesagt hat, wir Anwohner müssten Kompromisse eingehen. Kompromiss bedeutet für mich, dass beide Seiten aufeinander zugehen. Wie sollen wir Kompromisse eingehen, wenn auf uns überhaupt keine Rücksicht genommen wird. Im Gegenteil: Es kommen Dinge vor… Neulich bin ich nur kurz auf unserer Dachterrasse erschienen und bin sofort angepöbelt worden, ohne irgend etwas gesagt zu haben.

Das waren Jugendliche?

Gerd Schrader: Nein, die Fußballherren.

Von Erwachsenen sollte man ja erwarten, dass sie sich einigermaßen vernünftig verhalten.

Sabine Schrader: Von wegen. Die Alten Herren sind die Schlimmsten von allen. Bei denen hat man das Gefühl, die brüllen extra. Da verhält sich die Lautstärke reziprok zur Spielstärke. Und die Ausdrücke, die da gebraucht werden. Ein Nachbarskind von zweieinhalb Jahren sagte auf einmal zu seinem älteren Bruder „Leck mich am Arsch, du alter Wichser!“ – und das hatte er nicht aus dem Kindergarten.

Gerd Schrader: Als ich vor zwei Jahren während eines Spiels der Hockeyherren im Garten Kaffee trank, da haben die Sprüche gebracht, da ist mir fast die Kaffeetasse aus der Hand gefallen.

Sie sind ja sehr nah am Geschehen dran. Ist das für Sie ein Verlust an Lebensqualität?

Dörte Nissen: Ganz bestimmt. Also ich erinnere mich an den Geburtstag meiner Mutter hier. Die ist psychisch nicht so stabil. Ich habe damals echt überlegt, ob wir nicht zu weit entfernt wohnenden Bekannten fahren. Denn das war so laut, sie wurde richtig hektisch. Wir mussten uns quasi anbrüllen, und die Stimmung wurde immer hektischer. Da überträgt sich was. Wir haben damals überlegt, ob wir überhaupt noch ihre Geburtstage hier feiern.

Gerd Schrader: Also, wir überlegen uns das alle, ob wir überhaupt Besuch einladen, wenn am Sonntag Spiele stattfinden.

Wie ist das mit den Spielansetzungen am Sonntag? Herr Röhse hat sich auf den Hockeyverband bezogen.

Sabine Schrader: Das ist ganz und gar dummes Zeug!

Gerd Schrader: Ja, Tatsache ist doch folgendes, meine Frau hat das statistisch ausgewertet: dass von den Heimspielen der Hockeysparte etwa 80 Prozent am Sonntag stattfinden und nur 20 Prozent am Sonnabend, während die Auswärtsspiele zu etwa 80 Prozent am Sonnabend laufen und nur zu 20 Prozent am Sonntag.

Es gibt da eine Wahlmöglichkeit?

Sabine Schrader: Natürlich. Jeder Verein bekommt mitgeteilt, an den und den Wochenenden seid Ihr Ausrichter. Der Verband gibt eine Empfehlung ab, welche Mannschaften an welchem Tag spielen sollten. Hier spielen sie fast immer sonntags, ab halb zwölf, was bedeutet: Kurz vor zehn kommen die ersten, spielen sich erst mal ein, so eine Stunde, dann kommt die zweite Mannschaft. Die eine Mannschaft ist hier auf dieser Hälfte, die andere gegenüber. Dann spielen sie den Torwart ein, das ist ein unglaublicher Lärm. Dann spielen sie sie von etwa halb zwölf bis ein Uhr. Und um eins ist so langsam Schluss, die andere Mannschaft geht. Und die Buchholzer Hockeyherren versammeln sich noch zu einem Bierchen an der Seitenauslinie und trollen sich dann irgendwann, so 20 Minuten vor zwei.

Gerd Schrader: Die Lärmschutzverordnung besagt ganz klar, dass selbst das Betreten des Platzes schon zur Nutzung gehört. Und Herr Röhse reduziert die Nutzungszeit einfach auf die Zeit von Anpfiff bis Abpfiff.

Sabine Schrader: Er hat bei dem ersten erwähnten Termin zum Beispiel eine Spielzeit von 75 Minuten angegeben. Und das ist lächerlich, die sind immer mindestens drei Stunden auf dem Platz.

Gerd Schrader: Selbst nach dem Gutachten des TÜV müssten sie die Mittagszeiten einhalten. Das wird auch häufig nicht beachtet. Herr Röhse behauptet, das gehört nicht zur Nutzungszeit. Aber wenn die hier beim Aufwärmen ihre Hockeybälle gegen das ungedämmte Tor hämmern, das ist für mich kein Unterschied zum Spielbetrieb. Wir hören jeden Schlag auf den Hockeyball, wir hören fast jeden Schiedrichterpfiff, wir hören fast jeden Schuss gegen den Pfosten, wir hören jedes Schreien der Spieler – wir hören all das dreimal, weil der Schall von den Wänden zurückgeworfen wird. Der Schall wird auch von der Turnhalle zurückgeworfen.

Würden Sie sagen, es war von Anfang an eine Schnapsidee hier einen Kunstrasenplatz zu bauen?

Dörte Nissen: Natürlich. Wir haben es auch vorher gesagt: Leute, überlegt Euch das, das geht hier nicht!

Gerd Schrader: Und dann dieses scheinheilige Argument von Herrn Röhse, man habe das gemacht, um etwas für die Schüler zu tun. Das ist schwachsinnig, weil es in Wirklichkeit darum ging, die Zuschüsse vom Landkreis zu bekommen.

Stephan Herder: Dann kommt noch dazu: Als sie hier angefangen haben zu bauen, mit schweren Rüttelmaschinen, sind zum Beispiel am Heidekamp Risse an Häusern aufgetreten, die vorher nicht da waren. Das Dilemma: Ein Zusammenhang ist nicht mehr zu beweisen.

Haben Sie das Gefühl, dass die Sportvereine eine große Lobby in Buchholz haben?

Gerd Schrader: Auf jeden Fall, wir merken das. Es ist so: Die Sportvereine haben hier nichts zu befürchten, weil die Stadt sich auf ihre Seite stellt. Wenn sie’s zu toll treiben, hebt Röhse mal kurz den Zeigefinger und macht „Du, du, du!“ – das war’s dann aber auch. Konsequenzen aufgrund von Verstößen gegen die Ratsbeschlüsse zum Spielbetrieb Wiesenschule oder die Beschränkungen seitens des TÜV-Gutachtens werden durch die Verwaltung oder den Sportdezernenten nicht gezogen.

Sehen Sie da persönliche Verstrickungen von Herrn Röhse? Er hält ja nicht damit hinter dem Berg, dass seine Kinder bei 08 Hockey spielen und er Verbindungen zum Verein hat. Aber er stellt das als Vorteil dar. Er könne eben mal den Hockey-Obmann anrufen und Dinge auf dem kurzen Dienstweg klären.

Gerd Schrader: Na ja, er nutzt es aber offenbar nicht, um auf die Verfehlungen hinzuweisen. Da ist der Draht dann anscheinend nicht kurz genug.

Sabine Schrader: Ähnliches sieht man bei der Vermeidung des wilden Bolzbetriebes. Er hat ja angeblich die Bitte an die Polizei gerichtet, dass die Personalien von Bolzern aufgenommen werden. Das haben wir aber noch nie erlebt. Die werden einfach nur weggeschickt.

Die Polizei hat vermutlich auch nicht so viel Lust zu kommen.

Gerd Schrader: Das sieht so aus. Eine Zeitlang war die Standardantwort, wenn wir auf der Wache angerufen haben: „Alle Wagen sind im Einsatz!“ Ich kann das sogar verstehen. Das ist ja nicht deren Job, da wird Verantwortung abgewälzt.

Dörte Nissen: Ja, die haben wirklich anderes zu tun.

Gerd Schrader: Es ist ja nichts auch prinzipiell nichts dagegen zu sagen, dass hier viel für den Sport getan wird. Das ist alles gut und schön! Aber es müssen doch auch Interessen anderer gewahrt werden. Diese Planierraupenpolitik, bei der die Anwohner rücksichtslos überfahren werden, das geht einfach nicht! Das ist teilweise unverschämt, was da von den Vereinen kommt. Wenn zum Beispiel Lothar Hillmann, der Präsident von 08, in einem Leserbrief schreibt, wir Anwohner würden rücksichtslos unsere Interessen durchsetzen. Das ist doch absurd!

Stephan Herder: Die Menschen wollen hier doch einfach nur wohnen. Wenn 150 Anlieger ständig von 25 sich abwechselnden Personen zugedröhnt werden, kann man schlecht sagen, dass die 150 die Bösen sind.

Gerd Schrader: Es gibt in Buchholz Lärmschutzrichtlinien.Würden wir uns hinstellen und am Sonntag Rasen mähen oder einen Laubbläser anwerfen, wäre sofort die Polizei hier; die Vereine aber dürfen bis zu zwölf Mal im Jahr bei Turnieren über die Mittagszeit hinweg spielen.

Er sagte im Interview, es habe vor dem Bau des Platzes kaum Proteste gegeben.

Gerd Schrader: Das stimmt nicht! Das ist eine der vielen Falschaussagen von Herrn Röhse, die wir belegen können.

Sabine Schrader: Ich kann Ihnen eine Liste der Leute zeigen, die in der Planungsphase gegen den Bau des Platzes unterschrieben haben.

War es aber nicht im Interesse der Schule, dass der Platz gebaut wurde?

Gerd Schrader: Die Schule freut sich natürlich, dass sie ihn hat. Aber die benutzen den Platz für den Schulsport kaum. Er wird als Pausenhof genutzt. Für die Kinder ist es natürlich schöner, auf diesem Platz zu spielen als auf einem Grandplatz. Darüber hat sich auch noch kein Mensch beschwert. Aber dieses Argument: Wir haben das für die Schule gemacht – das ist lächerlich! Ich glaube, es war sogar Röhse selbst, der gesagt hat, wenn die Hockeyherren von 08 nicht unbedingt einen neuen Kunstrasenplatz gebraucht hätten, dann hätten die Kinder hier auch weiterhin roten Staub schlucken müssen und sich auf dem Grand die Knie aufschlagen.

Herr Röhse behauptet auch in Ihrem Interview, dass der Holzweg als Standort für den Hockeyplatz nicht in Frage kam, da dort keine Schule ist. Nun sehe ich Hockey nicht generell als bevorzugte Schulsportart, Fußball und Schwimmen schon eher. Die werden am Holzweg betrieben. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Millionen für das Sportzentrum am Holzweg rausgeschmissenes Geld war , wenn ich Röhses Argumentation da folge ?

Aber ich möchte noch was zu dem Gutachten sagen. Da nimmt man Ende der 90er Jahre ein Gutachten her, lässt das beim TÜV Nord machen, damit hier diese Häuser gebaut werden können und man in den Bebauungsplan reinschreiben kann: Dieser Sportplatz wird wenig genutzt, deshalb gibt es für den Bau der Häuser keine Einschränkungen bezüglich der Grundstücksabstände und zusätzlichen Baumaßnahmen.

Sabine Schrader: Wenn hier vorher schon ein Kunstrasenplatz gewesen wäre, hätten die Häuser nie gebaut werden dürfen.

Gerd Schrader: Man hat dieses Gutachten für den Investor machen lassen, für Groth Bau, und das da alles reingeschrieben, damit er diese Siedlung bauen kann: Und zehn Jahre später nimmt man genau das gleiche Gutachten, lässt es noch ein bisschen überarbeiten, um zu behaupten, der Sportplatz ist nicht zu laut für die Häuser, obwohl der Spielbetrieb dann um 400 Prozent zunahm. Was ist das für ein Quatsch!

Wenn man Sie hört, könnte man zu dem Schluss kommen, dass Sie vor Gericht ganz gute Karten haben.

Gerd Schrader: Wir sind jedenfalls recht optimistisch. Wir erwarten zwar nicht, dass wir vollkommen Recht und den Platz ganz wegbekommen, gehen aber davon aus, dass es empfindliche Einschnitte im Trainings- und Spielbetrieb geben wird.

Ich habe Herr Röhse auch gefragt, ob die Stadt einen Plan B hat, für den Fall, dass sie unterliegt. Er hat das im Prinzip verneint, aber angedeutet, dass 08 sich schon länger eine eigene Hockeyanlage wünscht.

Sabine Schrader: Dazu kann ich was sagen. Es wird ja immer gegreint, weil das neue Gymnasium gebaut wurde und die Hockeyabteilung deshalbihren Platz verloren hat. Die Nutzung des Platzes war aber von vornherein auf zehn Jahre begrenzt, das Ende war also absehbar, die wussten das. Und sie haben zehn Jahre lang nichts gemacht und auf die gute Fee gewartet, die sagt: Da habt Ihr den Kunstrasenplatz! Es wurde auch kein Geld gesammelt, man hoffte immer auf den großen Sponsor. Zwischenzeitlich war wohl auch einer an Bord, der bereit war, eine Hockeyanlage zu bauen, am Holzweg übrigens, ganz toll, mit Tribünen und so. Der Sponsor ist dann aber wieder abgesprungen. Da war man ganz traurig, weil man nun doch keinen Hockeyplatz mehr oder minder zum Nulltarif bekommen würde – und dann kam die gute Fee in Gestalt der Stadt Buchholz.

Das Ganze war also irgendwie mit heißer Nadel genäht?

Sabine Schrader: Das kann man so sagen. Es musste halt schnell gehen. Wie gesagt, man hatte genug Zeit, um sich Gedanken zu machen. Aber das ist nicht passiert…

Gerd Schrader: …und zwar weder auf Seiten der Stadt noch der Sportvereine.

Sabine Schrader: Und dann kam dieser Günter Helmrich mit der Idee um die Ecke, den Platz hier zu bauen. Und der hat Arno Reglitzky angerufen, nach dem Motto: Geht da was? Und da ging ganz schnell was. Und obwohl in öffentlichen Darstellungen immer nur davon geredet wurde, den Hockeyspielern eine neue Heimat zu geben, war der Platz von Anfang an auch für den Fußball gedacht; die waren jedenfalls sofort da, nachdem der Platz eröffnet worden war.

Fühlen Sie sich von der Verwaltung veralbert.

Sabine Schrader: Kann man so sagen.

Und das bezieht sich vermutlich vor allem auf Herrn Röhse…

Gerd Schrader: Wir haben ja mit keinem anderen dort zu tun. Wenn man mal eine Mail schreibt und Röhse ist im Urlaub, kommt die Antwort: Herr Röhse kümmert sich um die Sache, wenn er wieder da ist. Wir haben in der Verwaltung mit niemand anderem Kontakt, weil er sich das vorbehält.

Stephan Herder: Das Beispiel, das mir dazu einfällt: die HSV-Fußballschule. Für eine Woche kam die Hundertschaft morgens, machte ihren Run um den Platz und sang ihre Kampflieder. Wir haben Röhse angeschrieben, sie beachten trotz Auflagen die Ruhezeit nicht. Seine Antwort: Ich bin genauso empört wie Sie, wir stellen das ab. Am nächsten Tag dann dasselbe Spiel. Wieder Ruhezeitverletzung, die nächste Beschwerde, Röhse antwortete: Das geht gar nicht, wir schicken sofort einen Mitarbeiter. Nachmittags kam die Mail, der Mitarbeiter habe auf die Einhaltung der Auflagen hingewiesen. Am nächsten Tag war es wieder dasselbe, es wurde die Mittagspause durchgespielt. Das war ein Donnerstag, der vorletzte Tag der HSV-Fußballschule. Wir haben also noch eine Mail geschickt, dass wir uns verarscht fühlen. Antwort: Ich werde mich morgen mittag persönlich überzeugen. Wer nicht da war, war Röhse – stattdessen wurde am Freitag wieder durchgespielt…

Sabine Schrader: Eine beliebte Taktik von Röhse ist auch, dass er eigentlich nur antwortet, wenn er glaubt, uns nachweisen zu können, dass wir uns irren. Wenn er das nicht kann, antwortet er meistens gar nicht.

Gerd Schrader: Es ist ja gut, dass die Stadt den Breitensport unterstützt. Das will doch jeder. Nur diese Rasenmäherpolitik, einfach über die Interessen anderer hinweg zu gehen, einfach zu sagen, es interessiert uns nicht, was ihr wollt – das finde ich schlimm.

Was für ein Kompromiss vor Gericht wäre für Sie denn erstrebenswert?

Gerd Schrader: Mein Wunsch wäre, dass für bestimmte Zeiten der Sportbetrieb ganz verboten wird. Ich habe persönlich nichts dagegen, dass nachmittags die Hockeyzwerge spielen, bis 18 Uhr z.B., aber ab einem gewissen Zeitpunkt ist Schluss. Und dass von Mai bis September untersagt wird, das Flutlicht anzuschalten, dass der Trainingsbetrieb reduziert, der Spielbetrieb am Sonntag verboten wird. Sonnabends können sie von mir aus gelegentlich und in Maßen hier Sport treiben, da hat man ohnehin zu tun, geht Einkaufen oder arbeitet im Garten.

Dörte Nissen: Es muss auch nicht sein, dass sich 100 Leute auf dem Platz versammeln.

Gerd Schrader: Ja, auch die Größe der Veranstaltungen sollte begrenzt werden.

Wenn die Stadt jetzt auf sie zukäme und fragen würde: Können wir uns nicht doch außergerichtlich einigen? Würden Sie darauf eingehen?

Gerd Schrader: Das Problem ist: Wie soll das gehen? Es gibt ja Ratsbeschlüsse, und selbst die werden nicht eingehalten. Es gibt kein Vertrauen, auf dem eine Einigung basieren könnte. Wo soll das auch herkommen?!

Sabine Schrader: Vor allem würden wir uns ja aller rechtlichen Möglichkeiten berauben, wenn zukünftig die gefundenen Kompromisse nicht eingehalten werden sollten – nochmals klagen könnten wir dann nicht. Und damit ist durchaus zu rechnen, denn die jetzt gültigen Ratsbeschlüsse werden ja teilweise auch nicht umgesetzt. Außerdem blieben wir auf Anwalts- und Gerichtskosten von etlichen tausend Euro sitzen, und das wäre keinem der Unterstützer zu vermitteln. Schließlich hat niemand von uns das Geld mal so eben übrig, ganz im Gegenteil.

Gerd Schrader: Selbst wenn die Stadt uns anbieten würde, die Kosten zu übernehmen – es gibt einfach keine Basis. Wie sollen wir Sicherheit reinkriegen, dass sich an die Beschlüsse gehalten wird? Die Erfahrung zeigt, dass sich die Sportvereine und die Stadt nicht daran halten. Nein, wir brauchen ein Gerichtsurteil.

Danke für das Gespräch.

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10 Comments

  1. Frau Wohlert-Mohr,
    Sie konstruieren aus dem Begriff Hundertschaft eine „fehlende Empathie“. Konsequent müssen Sie dann aus meiner Aussage „da sollen Kinder toben“ eine überschießende Empathie konstruieren. Den Singsang zum Abschluß habe ich gar nicht erwähnt, warum bringen Sie das in Verbindung?
    „Hundertschaft“ trifft es schon ganz gut, so war ca. die Personenzahl. Das allmorgendliche Einstimmen wäre vielleicht noch erträglich gewesen, wenn sich die Fußballschule an die Auflagen gehalten hätte und nicht nach „lex HSV“.
    Wenn sich die Verantwortlichen (das sind nicht die Kinder) trotz ausdrücklicher Ermahnung nicht um Auflagen scheren, dürfen sie sich über massiveren Gegenwind nicht wundern!
    Wie wäre es, wenn Ihr Nachbar oben zur Unzeit die Bohrmaschine anwirft? Einmal, zweimal, dreimal, …. zehnmal, naja…ne, jeden Tag im Jahr!

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  2. Sehr geehrte Frau Wohlert-Mohr,

    Sie sind offensichtlich einer Fehlinterpretation der Aussage des Herrn Herder aufgesessen. Er hat wahrheitsgemäß gesagt, dass die Hundertschaft morgens kam, um den Platz rannte und dabei Kampflieder brüllte. Die Betonung liegt auf morgens. Selbstverständlich haben die Kinder nicht den ganzen Tag nur Lieder gesungen, es war ja schließlich eine Fußballschule. Morgens eine Viertelstunde gruppendynamische Rituale („.und mit der Nummer 7 Marcel J A N S E N (gebrüllt aus gut 80 Kinderkehlen sowie x Betreuern, ca. 20 m entfernt von den Terrassen, auf denen die Anwohner vielleicht frühstücken wollten – es waren ja Ferien], und mit der Nummer…“), das gleiche nochmals am Nachmittag zur Kaffeezeit. Täglich eine halbe Stunde, fünfmal die Woche.

    Danach dann stundenlang Training in Kleingruppen, lautstarke Kommandos der Trainer, gern auch in der Mittagsruhe von 13.00-15.00h (bisschen blöd für die Kleinkinder, die es hier auch gibt, die dann eigentlich Mittagsschlaf halten sollten – aber solange die anderen Kinder ihren Spaß hatten, ist das ja alles nicht so wild. Sind ja bloß fünf Tage am Stück.). War die Fußballschule vorbei, kamen sofort die Bolzergruppen, anschließend die älteren Sportler, die auch während der Sommerferien hier trainieren. Das kann man alles ganz entspannt finden, wenn man nur ein paar Tage lang jeweils ein paar Stunden zuguckt; wenn man hier wohnt, sieht das dann doch ein wenig anders aus.

    Aus der Aussage von Herrn Herder auf „eine nicht vorhandene Empathie für Kinder“ bei den Anwohnern zu schließen, ist genauso verkehrt, als wenn wir Ihnen eine fehlende Empathie für lärmgeplagte Mitmenschen unterstellen würden.

    Und noch etwas: es gibt in Buchholz eine ganze Menge Fußballplätze, die in den Sommerferien nicht genutzt werden und die meist so gelegen sind, dass keine unmittelbaren Anwohner gestört werden. Die hätte man wunderbar für die Fußballschule nutzen können, aber da hatten die Vereine wahrscheinlich Angst um ihren Rasen. Statt den zu zertrampeln, trampelt man dann doch lieber auf den Nerven von Anwohnern herum, die sowieso schon das ganze Jahr über nahezu täglich starken Lärmbelastungen ausgesetzt sind. Vielleicht sollten Sie darüber einmal nachdenken.

    Mit freundlichem Gruß

    Sabine Schrader

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  3. Bürger der Stadt Buchholz und überstrapazierter Anwohner des Kunstrasenplatzes Wiesenschule sagt:

    Sehr geehrte Frau Wohlert-Mohr,

    ich erinnere mich mich da ein klein wenig anders an die HSV-Fußballschule.
    Es war nicht nur das kleine Lied, was da beim Abschluß des Tages um 15:45 Uhr für ein kleines Viertelstündchen geträllert wurde.
    Es waren Aufwärmrunden morgens um 09:00 Uhr mit Sprechchören mit Inhalt von Nummer und Vor- und Zunamen aller damaligen gefühlten 50 HSV-Profis. Erst lauthals gerufen vom Betreuer, dann nachgeschmettert von 80 Kehlen.
    Nicht so schlimm ? Zu der Zeit waren Sommerferien, eine Großzahl der Anwohner hatte unbotmäßiger Weise Urlaub , wollte vielleicht ausschlafen oder auf seiner Terrasse sein Frühstück geniessen.
    Ein Jahr zuvor wurde Punkt 12:30 Uhr Lautsprechermusik über den Platz ausgestrahlt, in einer Lautstärke, dass den Urlaubern bei „Hamburg Deine Perle“ das Mittagessen verdarb.
    Natürlich alles nicht so schlimm, könnte man sicher mit leben.
    Es ist aber nur eine weitere Zugabe obendrauf, auf Lärm- und Lichtbelastung von bis zu 35 Stunden Trainingsbetrieb (Fußball und Hockey), Woche für Woche, plus Wochenendspielbetrieb.

    Ich nehme an, dass auch Sie nur einige Stunden vor Ort waren.
    Aber gerade das ist der Kardinalfehler der meisten Leute daran :

    Was ist so schlimm an den zwei Stunden Sport, die ich hier treibe. Ich gehe danach ja wieder nach Hause.
    Aber danach kommen die nächsten, denken genauso. Und dann die nächsten…
    Wir Anwohner haben sie Alle, und immer wieder und wieder, tagein und tagaus.

    Mit freundlichen Grüßen

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  4. Eine sehr interessante Berichterstattung von den Anwohnern.
    Ich bekam sogar Verständnis für die Situation.
    Allerdings kann ich persönlich meine Erfahrungen zu der HSV Fußballschule beitragen.
    Mein Sohn war dort im letzten Sommer angemeldet und ich habe sehr viel dort zugesehen.
    Am Ende gegen 15:45 Uhr wurde von den Kindern eine Abschluss Runde um den ganzen Platz gelaufen und dazu ein HSV Lied gesungen. Das ganze dauerte nicht länger als fünf Minuten.
    Dies als „Für eine Woche kam die Hundertschaft morgens, machte ihren Run um den Platz und sang ihre Kampflieder“ zu bezeichnen (siehe oben) finde ich schlichtweg übertrieben und diskriminierend und zeigt eine nicht vorhandene Empathie für Kinder.
    Sollte diese Übertreibung auch auf die anderen Aussagen der Anwohner zutreffen schwindet mein Verständnis für die Anwohner zusehends.

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  5. Lieber Herr Müller,
    bei Ihrem angedachten Moderationsergebnis wiederholen Sie lediglich den status quo zzgl. einer weiteren Belastung der Anwohner.
    Der Platz steht jetzt schon Schülern und Sportlern zur Verfügung und wird in den freien Zeiten meist von Bolzern gestürmt, die sich einen Teufel um Ratsbeschlüsse, Zäune, Verbote oder das Ruhebedürfnis anderer scheren.
    Die Anwohnerschaft ist recht wehrlos: die Stadt tut schonmal gar nichts, die Polizei kommt oder kommt nicht, wenn mal ja, dann nach Stunden.
    Oder anders: Wo ist in Ihrem Vorschlag der Kompromiss?
    Der könnte doch nur so aussehen:
    A will 30 Stunden Spass, B will 30 Stunden Ruhe. Ok, dann x Stunden Spass und y Stunden Ruhe, je nach mutmaßlicher Erfolgsaussicht der Klage.

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  6. @ Karsten Müller :

    Sehr geehrter Herr Müller,
    mir ist an Ihrem Kommentar noch ein weiterer Punkt aufgefallen, der erwähnswert ist .
    Ich zitiere Sie :

    „Wesentlich ist aber, dass für mich als Ergebnis eines Moderationsverfahrens durchaus hätte stehen können – aufgrund der besonderen Lage des Kunstrasenplatzes – den Wettkampfbetrieb (Punktspielbetrieb) am Wochenende und auch die Trainingszeiten in Verbindung mit der Nutzung der Flutlichtanlage in den Abendstunden deutlich [!] zu beschränken.“

    Das hier ist eigentlich der Kernpunkt, um den sich alles dreht :

    Hätte man diese Fragen unter Berücksichtigung des Aspekts der Lebensqualität und des Erholungsbedürfnisses der arbeitenden Anwohner im Vorwege des Neubaus des Kunstrasenplatzes einvernehmlich geklärt und nicht rücksichtslos Planierraupenpolitik betrieben, hätte es meines Erachtens wohl keine juristische Auseinandersetzung gegeben.

    Aber statt abwägende, ausgleichende Politik zu betreiben, folgt man den teilweise unverschämten Forderungen, ja sogar Erpressungen der Sportvereine uneingeschränkt.
    (Baut uns einen Hockeyplatz oder es gibt kein Hockey in Buchholz mehr …)

    In meinen Augen heißt Sport- und Freizeitpolitik nicht nur, Sportvereinen das Geld haufenweise hinterher zu schmeißen, sondern auch Kontrolle auszuüben, dass auch andere Interessen gewahrt bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen

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  7. @Karsten Müller :

    Sehr geehrter Herr Müller,
    ich kann Ihre Beweggründe für das Moderationsverfahren verstehen und ich stimme den Grundgedanken Ihres Konzeptes auch zu. Und Ihre Ideen sind sicher auch richtig und heben sich von dem üblichen Bla Bla bestimmter Kommunalpolitiker auch entsprechend ab.
    Sie machen in Ihrer Antwort nur zwei entscheidende Gedankenfehler.

    1. Der Neubau des Kunstrasen auf dem Sportplatz an der Wiesenschule wurde in keinster Weise vorgenommen, um etwas für den Schulsport zu tun. Hätte der Platz am Kattenberge nicht weichen müssen, wäre der Wiesenschulsportplatz auch heute noch eine Schlammwüste. Darauf würde ich ein Vermögen wetten. Die Argumentation zur Verbesserung des Schulsportes duch Teile der Buchholzer Politik ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten.

    2. Ihr gutgemeint angeregtes Moderationsverfahren, welches sich mit der Gesamtsituation des Vereins- und Freizeitsports beschäftigen sollte, wurde vom Sportdezernenten Herrn Röhse in Wahrheit in erster Linie auf die Erweiterung des Wiesenschulsportplatzes um Bolzbetrieb (auch für Erwachsene !) reduziert. Lesen Sie doch bitte dazu die „Vorlage – DS 11-16/0142.006“ vom 03.07.2012, Absatz 3.1, zufinden unter http://www.buchholz.de, Politik Online, Textrecherche.

    Und in der Vorlage „Vorlage – DS 11-16/0142.009“ können sie lesen, wer für die Absage des Verfahrens verantwortlich ist, und das ist einzig und allein der „gute“ Herr Röhse. Zu dem Zeitpunkt, als das Moderationsverfahren beauftragt wurde, war unsere Klageschrift so gut wie fertig. Im Übrigen wusste Herr Röhse schon seit gut einem Jahr, dass eine Klage anstand (Beschwerden wurden teilweise mit dem Hinweis abgebügelt, dass das im Gerichtsverfahren geklärt werde), hat dieses aber in der Ratssitzung, in der Sie Ihren Vorschlag unterbreitet haben, verschwiegen.
    Wer weiß, wie eine Entscheidung des Rates ausgefallen wär, wenn dieses bekannt gewesen wäre.

    Mit freundlichen Grüßen

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  8. Hallo Herr Stemmler, erstmal vielen Dank, dass Sie den Anwohnern auch die Möglichkeit geben ihre Sichtweise und Bedenken in diesem Blog kund zu tun.
    Ich kann nur hoffen, das viele Kritiker dieser Angelegenheit ebenfalls ihre Meinung überdenken (wie Herr Schulze) und nicht nur zu dem Schluss kommen, „typische Anwohner, die wussten ja wo sie hinziehen. Sport und Spiel ja, aber nicht vor meiner Haustür“.
    So denken wir auf keinen Fall, das muss hier auch deutlich gesagt werden.
    Wir haben unsere Bedenken auf öffentlichen Ratssitzungen vorgetragen. Von einem Ratsherr wurde sogar gesagt, haben die keine anderen Sorgen? Darauf angesprochen wurde diese Aussage verneint.
    Von Anfang an haben wir das Lärmgutachten in Frage gestellt.
    Auf mehreren Zusammenkünften mit Vertretern der Stadt, den Sportvereinen und den Anwohnern hat man uns zwar angehört aber nicht zugehört. Die Folge sehen wir jetzt.
    Wie schon einmal von mir erwähnt, sind die Leidtragenden momentan die Anwohner, nach einem entspr. Gerichtsurteil dann evtl. die Sportler.
    Wenn der Platz am Holzweg errichtet worden wäre, würde es diese Probleme wohl nicht geben. Dort ist lt. Beschilderung das Sportzentrum aber scheinbar nicht für 08 und den BFC.
    wer hoch auf dem gelben Wagen sitzt hat das Sagen
    Freundliche Grüße
    Norbert Klose

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  9. Ich werde in dem Interview mit den Klägern aus der Anwohnerschaft des Sportplatzes an der Grundschule „Wiesenschule“ als Initiator eines Moderationsverfahrens genannt. Dieses ist ausdrücklich richtig und ich bedaure nach wie vor, dass diesem Verfahren keine Chance gegeben worden ist. Dabei möchte ich hier bewusst nicht bewerten, ob dieses dem Verhalten der Verwaltung und/oder den Klägern anzulasten ist. Nicht richtig ist, dass ich eine Erweiterung der bisherigen Nutzungszeiten durch einen zusätzlichen ungeregelten „Bolzbetrieb“ anstrebe. Meine grundsätzliche Position ist (und dieses wird auch das von neutraler Seite angefertigte Sportentwicklungskonzept im Rahmen des ISEK zum Ausdruck bringen), dass kommunale Sportanlagen möglichst in der Nähe von Schulen in Trägerschaft der Stadt Buchholz zu errichten und zu erhalten sind, um eine Doppelnutzung durch Schul- und Vereinssport zu ermöglichen. Dieses schon vor dem Hintergrund, dass aufgrund der Verlängerung der Schul- und Betreuungszeiten auch an Grundschulen der Verzahnung von Schul- und Vereinssport in Zukunft eine immer größere Bedeutung zukommen wird.
    Nicht für sinnvoll erachte ich es, Sportanlagen in einem bewusst schlechten Zustand zu belassen, um so eine „natürliche“ Beschränkung der Nutzung zu erreichen. Daher halte ich die Umwandelung des Grandplatzes an der „Wiesenschule“ genauso für richtig wie auch eine mögliche Sanierung des Bolzplatzes an der „Steinbecker Grundschule“ zu einem Kunstrasenplatz.
    Wesentlich ist aber, dass für mich als Ergebnis eines Moderationsverfahrens durchaus hätte stehen können – aufgrund der besonderen Lage des Kunstrasenplatzes – den Wettkampfbetrieb (Punktspielbetrieb) am Wochenende und auch die Trainingszeiten in Verbindung mit der Nutzung der Flutlichtanlage in den Abendstunden deutlich zu beschränken. Für nicht erstrebenswert halte ich es, Sportplätze einzuzäunen, um eine Nutzung innerhalb der Sportplatzordnung für Freizeitsportler zu unterbinden. Ich hätte mir hier gewünscht, dass im Rahmen des Moderationsverfahrens durch aufsuchende Jugendsozialarbeit und ggf. auch ordnungsrechtliche Maßnahmen eine Lösung herbeigeführt worden wäre, um eine nicht sachgerechte Nutzung (Alkoholkonsum, laute Musik) zu unterbinden. In dieser Hinsicht ist es für mich auch völlig inakzeptabel, dass es nicht gelingt, unter Einbeziehung von entsprechenden Maßnahmen der Verwaltung und/oder der Polizei, eine dauerhafte Beruhigung der Situation im Sinne der Anlieger herbeizuführen.

    Ein Ergebnis des Moderationsverfahrens hätte daher zusammenfassend sein können, dass der Platz vorrangig dem Schulsport, dem Kinder- und Jugendsport im Verein und der Nutzung von z.B. Kindern aus der Anwohnerschaft evtl. auch nur unter Aufsicht zur Verfügung gestanden hätte. Nach meiner Auffassung wäre es leichter gewesen als Ergebnis des Moderationsverfahrens, Mittel für einen Sportplatzneubau (zur Kompensation der wegfallenden Trainingszeiten) zu begründen als wenn es nun durch eine weitere Verhärtung der Fronten und die zu erwartende langwierige juristische Auseinandersetzung zu einem Stillstand kommt, der für alle Beteiligte unbefriedigend ist.
    Leider gibt es in Buchholz aus verschiedenen Gründen eine unzureichend politische Kultur schwierige Probleme ohne Polemik zu analysieren und durch das Abwägen von Sachargumenten zu lösen. Die Gründe für diese Situation mögen an anderer Stelle thematisiert werden!
    Karsten Müller
    Buchholzer Liste

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  10. Hallo zusammen,
    ich habe mich in der letzten Zeit reichlich mit dem Thema beschäftigt und möchte zum Ausdruck bringen, dass sich meine Sichtweise seit dem Artikel hier im Blog und meinen Kommentaren vom 17.09.2013 und 18.09.2013 drastisch geändert hat.
    https://buchholzblog.wordpress.com/2013/09/17/kunstrasenplatz-wiesenschule-hockeyball-beschadigt-geparktes-auto/#comments

    Ich habe den Kunstrasenplatz nun öfters besucht um mir ein Bild zu machen, und ich muss ganz klar sagen : Die Situation ist so nicht tragbar!

    Viele Grüße
    Uwe Schulze

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